Archive for the ‘Meinung’ Category

Abschied

16. Juni 2010

Ihr lieben Leser,

das wird heute der letzte Beitrag auf diesem Blog…und ja, es geht an anderer Stelle weiter. Ich verlasse nach 13 Jahren die Schweiz und es verschlägt mich wieder nach Deutschland und da macht mein Blogtitel keinen Sinn mehr. Hier wegzugehen, war eine schwere Entscheidung, die schwerste und schwerwiegendste in meinem ganzen Leben; sie hat ca. 1 1/2 Jahre gedauert, ich hab es mir nicht leicht gemacht; ich habe auf dem Weg zur Entscheidung so unglaublich viel gelernt, habe sehr viele Dinge erlebt und erfahren, für die ich unsagbar dankbar bin, weil sie mich in meiner Entwicklung weitergebracht haben, die guten und die schlechten… und ich weiss in meinem  Herzen, bei all der Traurigkeit für und über das, was ich zurücklasse, dass ich auf dem richtigen Weg bin und ich freu mich auf all die wunderbaren Dinge, die mein Leben mir noch bringen wird.

So manches habe ich hier im Blog verarbeiten können, auch dank Eurer Worte. Ich danke Euch allen für Eure Treue und Eure lieben Kommentare und hoffe natürlich sehr, dass Ihr mich weiterhin begleitet und hier weiterlesen werdet unter http://andrea2110.wordpress.com

Eure Andrea2007

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Schöne Gedanken – Erfolg ist kein Zufall

15. Juni 2010

„Eines habe ich in meinem Leben gelernt: Erfolg ist kein Zufall. Du wirst nicht zufällig deinen Traum realisiert sehen bzw. deine Ziele erreichen. Es bedarf sorgfältiger Planung. Das hat überhaupt nichts mit Angst zu tun, sondern es gehört einfach zu einem geordneten Leben, dass man sich mit der Zukunft aktiv, positiv, zielorientiert beschäftigt und die Schritte, die zu gehen sind, plant und durchdenkt.

Du wirst auch nicht zufällig in deinen Beziehungen glücklich sein.
Du wirst auch nicht zufällig ein paar Kilogramm abnehmen.
Du wirst auch nicht zufällig dort ankommen, wo du gerne ankommen möchtest.

Wenn du dich im Meer einfach auf deine Luftmatratze legst und relaxt, wirst du auch sehr schnell feststellen, dass dich die Strömung einfach wohin treibt, auch wenn du dort gar nicht hinkommen möchtest.

Genauso ist es im Leben. Wenn du keine klaren Ziele und keinen klaren Plan hast, wie du deine Ziele erreichen möchtest, wirst du eines Tages wo landen, wo du gar nicht landen wolltest.

Fazit: Schau dir mal ganz gut an, wo du gerade stehst in deinem Leben. Dann stell dir die klare Frage: Wohin will ich eigentlich? Wie muss der Plan aussehen, der mich dorthin bringt? Welche Schritte sind heute zu gehen? Stimmt die Richtung überhaupt? Wenn ja, dann GEH vorwärts, Schritt für Schritt. Und du kommst sicher an.“

Karl Pilsl, Wirtschaftjournalist

… und mehr denn je glaube ich heute daran und freu mich immer wieder, wenn mir das Leben es bestätigt…

Kontrollierte Begeisterung?

14. Juni 2010

Da les ich doch gestern mit Erstaunen und ein wenig ungläubig in meiner geliebten Sonntagszeitung folgende Überschrift:

Die Fans dürfen nur kurz jubeln – Eine Stunde nach Anpfiff ist Schluss- mehrer Kantone beschränken den WM-Freudentaumel“

Und tatsächlich steht im Artikel, dass mehrere Kantone die Siegesfeiern während der WM  zeitlich beschränken wollen, Autokorsos und Hupkonzerte werden nur bis 1 Stunde nach Abpfiff erlaubt, wer danach noch aus Freude die Hupe betätigt, wird – zumindestens im Thurgau und im Aargau- mit einer 40-fränkigen Busse „wegen missbräuchlicher Abgabe von Warnsignalen“ bestraft…

Die Berner Polizei ist da toleranter, der Polizeidirektor wird so zitiert: „Wir sind kulant und wollen der Leidenschaft keinen Riegel vorschieben. Falls der Freudentaumel überbordet, greifen wir aber auch ein.“ Und in Zürich gibt es kein Zeitlimit, aber örtliche Begrenzungen,“Hupkonzerte in der unmittelbaren Umgebung von Spitälern und Heimen wolle man nicht tolerieren.“ Na ich hoffe, die Fans sind ortskundig:-)

„Etwas Spezielles liessen sich die Verantwortlichen in Basel einfallen. Sie bewilligen jeweils eine „Hup-Route“ in der Innenstadt, wo die Fans ihrer Freude freien Lauf lassen können. “

In einem kleinen Kästchen unter dem Artikel warnt die Suva noch vor dem Lärm dieser – zugegeben äusserst nervigen- WM-Tröten, Vuvuzela genannt. Die Lautstärkemessung ergab den gleich hohen Wert wie den einer Kettensäge…

Na, die Schweizer scheinen zu wissen, wie man den Fans den Spass verdirbt, oder? Kontrollierte, geführte, beschränkte Begeisterung mit Kettensägen-Gerassel… auf die negativen Dinge fokussiert, von Fussball und Nationalstolz und Gemeinsamkeit und was immer sonst Fans dazu bringt, ein Fan zu sein, keine Spur… schade. Da flüstere ich jetzt mal ein vorsichtiges „Hopp Schwiiz“…

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WM-Fieber

11. Juni 2010

Nun beginnt heute also die WM, ich bin kein ausgesprochener Fussballban, aber bei einer WM schau sogar  ich mehr Fussball, als sonst zusammen  in den 4 Jahren dazwischen:-) Im Fernsehen gibt es eh nichts anderes; Restaurants, in denen kein Fussball gezeigt wird, sind leer und die meisten Freunde und Bekannten schauen selber Fussball… Was ich witzig finde ist, wie sich das seit dem letzten Mal entwickelt hat mit dem Public Viewing, so ist jedes Spiel auch ein Event und es sitzt nicht jeder allein vor seinem Fernseher, sondern ist mit Freunden zusammen, DAS gefällt mir. Und ich freu mich auch schon wieder auf die Kommentare und Spielbesprechung von Jürgen Klopp🙂

Dieses  Video von Shakira’s WM-Song, den ich schon vor einiger Zeit im Radio gehört hab und sehr schwungvoll und schön finde, hab ich bei der lieben Doris gefunden und ich hab beim Anschauen so gelacht, ich kann mich gar nicht entscheiden, ob der Affe, das Nashorn oder der Elefant der bessere Fussballspieler ist:-)

p.s. wer das Video nicht anschauen kann, schau doch vielleicht direkt bei Doris hier: http://karpowitz.de/lichthtml/?p=2598

Schöne Gedanken – Ideen austauschen

10. Juni 2010

Wenn zwei Menschen einen Apfel tauschen,
hat jeder hinterher wieder einen Apfel.

Wenn zwei Menschen Ideen tauschen,
hat jeder hinterher 2 Ideen.

Und meist sogar mindestens zwei,
weil aus dem Zusammendenken
zweier unterschiedlicher Ideen
oft etwas drittes (viertes/fünftes) entsteht …

Nikolai Hotzan, NLP-Akademie Bielefeld
(von dem hab ich es, im Netz wird es Platon zugeschrieben)

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Blog-Freundschaften

9. Juni 2010

Der liebe gokui hat mich in seinem Kommentar hier zu dieser Antwort inspiriert, die als Kommentar dann zu lang wurde und einen eigenen Beitrag verdient hat:

Lieber gokui, ich finde Deine Gedanken dazu super spannend. Wenn ich das richtig verstehe, macht für Dich das Bloggen Dein Leben nicht nur vielseitiger, sondern auch auf eine gewisse Art realer…

Ich hab mir anfangs so oft Sachen wie diese anhören müssen; im Internet wirst Du nur angelogen; pass auf, mit wem Du Kontakt hast, das sind alles Betrüger/Mörder wasauchimmer; gib ja nichts Persönliches preis; dass Du dazu Lust hast, immer vor dem Ding zu sitzen und mit Fremden zu schreiben, statt in der „richtigen“ Welt; mit dem Internet vereinsamen wir doch nur; was sind das für Menschen, die ihre Privatsachen ins Internet schreiben usw usw. Vielleicht kennt Ihr das auch …

Ich hab da nie viel drauf gegeben- wenn es von der einen oder anderen Person auch ein wenig weh getan hat, wenn so abfällig über meine geliebte Blogtätigkeit gesprochen wurde- ich hab mich dadurch nie beirren lassen und die lieben Kommentare, die ich immer bekomme, geben mir recht.  

Mein Fazit: Ich habe liebe und interessante Menschen kennengelernt, einige davon schon live (und andere bald auch noch). Ich habe Menschen kennengelernt, die sich mit ähnlichen Dingen beschäftigen. Meine Gedanken-Welt ist erweitert worden. Ich habe viel Wärme, Freude und Liebe erfahren. Das Netz kann genauso viel oder wenig real sein wie die sogenannte Realität. Ich habe durch das Aufschreiben von Gedanken meine Gedanken oft sortieren können, verarbeiten können und durch die lieben Kommentare oft noch neue Blickwinkel dazubekommen.

Es gab viele Zeiten, da hat mir mein Blog soviel Trost und Stärke gegeben und war ein wunderbarer – ruhiger, friedlicher- Ausgleich zu meinem hektischen und anstrengenden Leben tagsüber. Lieber schreiben statt sprechen, lieber lesen statt hören, auf andere Gedanken kommen; für mich ist das eine wunderbare Art von Abschalten.

Ich habe meinen Blog ursprünglich begonnen, um meinen Freunden zu zeigen, wie mein Leben hier so aussieht. Mit Fotos, Erlebnissen, Events usw. Nachdem ich aber diese Menschen gar nicht unbedingt angesprochen habe, haben sich meine Beiträge verändert und ich hab z.B. mit meinen „Schönen Gedanken“ begonnen, all die Gedichte, die ich über die Jahre gesammelt hatte, durften jetzt aufgeschrieben und mit anderen Menschen geteilt werden…allein das hat sehr viel Spass gemacht.

Ich hab mir anfangs nie Gedanken über Kommentatoren gemacht, heute sage ich, mein Blog hätte sie niemals so entwickeln können, OHNE diese lieben Menschen, die sich immer wieder mit meinen Gedanken auseinandergesetzt haben, ihre eigenen dazugegeben haben und daraus wieder etwas Neues entstehen konnte. Ich hab mir mal die Mühe gemacht und nachgeschaut, wen ich wann „kennengelernt“ habe und hier sind einfach die, die schon am längsten und häufigsten dabei sind:

Ulf mein erster Kommentator seit dem 04.08.2007

Manu 04.11.2007

gokui 17.01.08

Jürgen 07.02.08

Mamü 02.02.08

Dori 04.02.08

skriptum 12.04.08

Herr Schonzeit 16.04.08

Schaps 17.04.08

Elisabeth 19.06.08

Erika 27.10.08

Gaba 20.11.08

Babsi 17.02.09

Ganz besonderen Dank Euch, es war eine schöne Zeit mit Euch, vielen Dank aber auch all den anderen Menschen, die vielleicht „nur“ gelesen haben, denen, die vielleicht „nur “ ab und zu kommentieren oder einfach noch nicht so lange dabei sind, Ihr alle gehört hier dazu und habt auch dazu beigetragen, dass meine Clickzahl jetzt bei 299 096 steht- unvorstellbar, dass hier bald 300.000 Clicks sein werden… und so stolz mich das auch macht, für mich wird immer eines das Wichtigste bleiben, Menschen von Herz zu Herz berühren und das mit einer ganz grossen Prise Humor…

Stöckchen – Was macht einen Blog für Dich „attraktiv“?

8. Juni 2010

Wie findest Du Blogs im Internet ?

Anfangs hab ich die Funktion „Tag-Surfer“ bei wordpress genutzt, da werden alle neuen Beiträge sämtlicher wordpress-Blogs angezeigt und wenn mir ein Artikel interessant erschien, hab ich den Blog angeklickt. Nachdem ich die ersten Blogs gefunden hatte, die ich regelmässig gelesen habe, hab ich oft in den Blogrolls gestöbert. Und durch Kommentatoren bei anderen wurde ich auf die eine oder andere Person neugierig und aufmerksam, nachher durch neue Kommentatoren bei mir selber. Manchmal lese ich auch von einem Blog in der Zeitung, allerdings sind diese ganz grossen Blogs für mich meist zu unpersönlich, die lese ich dann nur, wenn mich das Thema ganz besonders interessiert.

Welche Blogs liest Du,  welche abonnierst  zw. bookmarkst Du?

Ich hab mittlerweile einen für mich reichlich grossen Kreis von Blogs, die ich abonniert habe oder unter meinen Favoriten. Es sind auf jeden Fall die, in denen ich täglich lesen möchte; in denen ich immer wieder interessante Beiträge lese, zu denen ich irgendeine Art von Verbindung aufgebaut habe… wo ein Mensch für mich sichtbar dahintersteht. Ich mag es nicht, wenn es so überhaupt keine Angaben über den Autor gibt, ein bisschen möchte ich schon wissen, bei wem ich da lese und kommentiere …

Wo kommentierst Du? Was bringt Dich dazu, regelmässig zu kommentieren?

Natürlich bei meinen abonnierten Blogs, bei den Blog-Freunden und -Freundinnen, die ich mittlerweile gefunden habe und die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Was mich dazu bringt, regelmässig zu kommentieren ist die persönliche Beziehung, die ich zu einigen aufgebaut habe; da ist ein regelrechter Gedankenaustausch entstanden. Und ich kommentiere auch nur dort regelmässig, wo meine Kommentare beantwortet werden. Denn das tue ich auch auf meinem Blog.

Diese Fragen und meine Antworten dazu sind mir letztens durch den Kopf gegangen, ich zitiere jetzt extra keine Beispiel-Blogs, denn es geht mir hier wirklich nicht darum, weitere Blogs zu finden oder Blogs zu „promoten“. Und deshalb gebe ich mein Stöckchen auch einfach vertrauensvoll in die Blogwelt und wer mag, ist herzlich eingeladen, es sich zu schnappen.

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Spiel und Spass

4. Juni 2010

In meinen Ferien bin ich viel mit Menschen zusammengewesen, die gerne spielen. Nein nicht im Casino oder Pokern, sondern sogenannte „Gesellschaftsspiele“, Mensch-ärgere-Dich-nicht, Halma, Mühle, Rummy Cube und UNO… Da kamen soviele schöne Kindheitserinnerungen wieder hoch.

Ich habe als Kind immer so gern gespielt und mein Vater hat mir ausser Canasta noch Skat und Doppelkopf beigebracht- dadurch war ich auf Klassenfahrten später immer ganz hoch im Kurs und konnte mit den Jungs ne Runde Skat spielen:-) Und was haben wir stundenlang gekniffelt… Mit der Zeit gab es dann immer weniger Gelegenheiten zum Spielen, es flackerte nochmal kurz auf zur Zeit des Trivial Persuit – das war auch immer sehr witzig und dann wurde nur noch mal ab und zu in den Ferien Canasta gespielt. In meinen Computeranfängen hab ich dann noch endlos Solitaire und Freecell gespielt, bis ich da auch irgendwann keine Zeit mehr für hatte und so allein zu spielen ist eben doch nicht so lustig.

Ich bin richtig froh, dass ich wieder Spass und Gelegenheit zum Spielen bekommen habe und ich gemerkt, dass ich  durch diese Spiele das Gehirn auf leichte und fröhliche Art in Geschicklichkeit, Kombinationsgabe, Auffassungsgabe u.v.m. trainiere. Ich war früher nicht besonders ehrgeizig und ich kann auch gut verlieren, aber manchmal da krieg ich doch so einen richtigen Drive und möchte gewinnen und auf einmal entstand ein richtiger Uno-Wettkampf, ich bin gespannt, wer beim nächsten Mal gewinnt:-)

Schöne Gedanken – Urlaub

2. Juni 2010

 

Urlaub ist wie Fernsehen:
Auf das gekonnte Abschalten kommt es an.

Wolfgang Gruner

Schöne Gedanken- fliehen oder befreien?

1. Juni 2010

Wenn wir versuchen,
einer schmerzlichen Situation zu entfliehen,
fliehen wir gleichzeitig vor den Dingen,
die es uns erlauben würden,
uns davon zu befreien.

Wenn wir uns unseren Ängsten stellen und auch die unangenehmen Dinge im Leben anpacken, dann haben wir die Fähigkeiten, mit ihnen umzugehen, also auf gehts…

Claudia Rainville, Metamedizin

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Schöne Gedanken – Neugier

28. Mai 2010

Die Neugier steht immer
an erster Stelle eines Problems,
das gelöst werden will.

Galileo Galilei

Mir wurde als Jugendliche meine Neugier zum grossen Teil abgewöhnt, „Sei doch nicht so neugierig“, war ein Satz, den ich zu hören bekam; da wurde ich vorsichtig damit, mich nach anderen zu erkundigen, Fragen zu stellen. Dabei bedeuteten meine Fragen doch nur Interesse an den anderen Menschen, schade, dass sie das so falsch aufgefasst haben. 

In meinen Kursen hab ich dann eine neue Ansicht von Neugier bekommen, Neugier ist Interesse, Wissbegier, ohne Neugier ist meiner Ansicht nach Fortschritt und auch Veränderung nicht möglich. Mit Neugier bin ich offen für das Leben und seine Schätze, bin ich offen für Neues und erstmal komplett wertfrei. 

Heute mag ich meine Neugier und ich mag es, die Geschichten der Menschen erfahren und wer nichts erzählen möchte, der muss ja auch nicht:-) Für mich bedeutet Neugier, dass ich Interessen an einem Menschen habe; dass ich verstehen möchte, wie er tickt; dass ich ihn wahrnehme und so schätze, dass ich mehr von ihm erfahren möchte. Ich wünsche allen Menschen, dass sie sich Ihre Neugier bis ins hohe Alter behalten!

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Die Zukunft der Krankenkassen? ;-)

27. Mai 2010

Die Finanzlage der Krankenkassen ist prekär. Den Bürgern drohen trotz Gebührenerhöhungen dramatische Leistungskürzungen. Das unangemeldete Eindringen in Arztpraxen wird für gesetzlich Versicherte teuer. Der Aufenthalt im Wartzimmer kostet 20 Euro pro Stunde, darin eingeschlossen sind Leistungen wie Stuhlbenutzung, Zeitschriftenlektüre oder Aquariumsbetrachtung.

Krankheiten werden nur unter bestimmten Auflagen genehmigt. Innerhalb von fünf Jahren können kleinere Beschwerden wie Bänderdehnung oder Nebenhöhlenentzündung auf Kassenkosten behandelt weren. Schwere Erkrankungen müssen mindestens ein Jahr vor Ausbruch angemeldet werden und dürfen nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens für eine genau festgelegte Zeit ausbrechen.

Wünscht der Kranke die Verabreichung von Medikamenten, erhält er eine Liste mit seriösen indischen oder chinesischen Anbietern. Der Zeitpunkt der Heilung wird exakt berechnet und darf höchstens um eine Woche überschritten werden. Der Aufenthalt in einem Krankenhaus wird ab dem zweiten Tag kostenplichtig, man kann aber den Eigenanteil durch Blut-,Organ- und Sachspenden erheblich mindern.

aus Die Welt, Zippert zappt

rabenschwarzer Humor, gell?:-)

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Schöne Gedanken – Brett vorm Kopf?

26. Mai 2010
Auch die Bretter,
die mancher vor dem Kopf trägt,
können die Welt bedeuten.
 
Werner Finck
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Auch Teddy’s haben Windpocken

20. Mai 2010

In Deutschland gibt es immer mehr Klinken für Kuscheltiere. Kinderärzte sind begeistert.

Gigi hat Bauchweh. Er hat zu viel Schokolade gegessen. Gigi ist ein Hase, ein Stoff-Hase. Eine Ärztin hört sein Herz und seine Lunge ab, sie röntgt ihn – und Sven schaut zu. Sven ist fünf Jahre alt, er ist Gigis Puppen-Papa.

Das Teddybär-Krankenhaus in Hannover gibt es seit April 2002. Der Krankenstand war so hoch, dass es seitdem mehrmals pro Jahr geöffnet hat. „Wir wollen Kindern von vier bis sieben Jahren die Angst vor Ärzten, Krankenhäusern, medizinischen Maschinen nehmen“, sagt der Psychotherapeut Tillman Krüger. „Hier können sie sich indirekt selbst, nur stellvertreten durch ihre Kuscheltiere, von angehenden Ärzten behandeln lassen. So erleben sie das Krankenhaus oder den Besuch beim Kinderarzt zuerst von der zweiten Reihe aus.“

Die Idee dazu stammt aus Norwegen, wo 1999 erstmals eine Teddybär-Klinik eingerichtet wurde. Der Trick der Teddybär-Klinik besteht darin, dass Jungen und Mädchen selbst nicht als Patienten betroffen sind, aber trotzdem im Behandlungszimmer Platz nehmen.

„Die Kinder übernehmen für ihre Teddys oder Puppen die Rolle der betreuenden Person“, sagt Nervenheilkundler Krüger, „und gewinnen dadurch ein neues Verständnis von Untersuchung und Behandlung“.

Die Puppe als Ersatz-Ich des Kindes: Es ist der Bär, der krank ist und behandelt wird. Die Puppe ist es, die vermessen, zur Ader gelassen, geröntgt, operiert und geschient wird, und sie nimmt es alles gelassen hin. Geradezu vorbildlich, weswegen dann auch viele Eltern berichten, dass ihre Kinder nach dem Tag im Teddybär-Krankenhaus beim Aufenthalt in einer Klinik, aber auch schon beim nächsten Arztbesuch gelassener wirkten als zuvor.

Dass es die Mühe lohnt, Kindern die Angst vor Ärzten und Krankenhäusern ein bisschen zu nehmen, zeigen aktuelle Zahlen. So leiden in Deutschland laut Deutscher Gesellschaft für Zwangserkrankungen etwa 2 Mio Menschen an Iatrophobie, der zwanghaften Angst for dem Arzt. (..)

Der Umgang mit dem Patienten-Teddy lehrt die Kinder zudem, wie es einem Arzt richtig begegnet. Denn das Plüschtier kann nur dann wieder kuriert aus dem Krankenhaus kommen, wenn der Puppen-Papa oder die Puppen-Mama ergiebigt Auskunft zu geben weiss. Das ist nicht nur eine Lehrstunde für Kinder. Am meisten profitieren die angehenden Mediziner vom Dialog. Sie begreifen, wie und wo Kinder am besten zu nehmen sind.

Die Welt, 15.05.10

Erst hab ich über den Artikel lachen müssen, jetzt finde ich das einfach eine tolle Idee; über allem steht das Wohl der Kinder und das find ich klasse.

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Warum Sparen nicht gut ist:-)

18. Mai 2010

Es ist April, eine kleine Stadt an der Riviera, Haupt-Saison, aber es regnet, also ist die Stadt leer.
Alle haben Schulden und leben auf Kredit.

Zum Glück kommt zu einem Hotel ein reicher Russe. Er will ein Zimmer und legt 100$ auf dem Tisch, danach geht er sich das Zimmer anschauen.

Der Hotelchef nimmt die Banknote in die Hand und läuft schnell, um seine Schulden bei dem Fleischlieferanten zu regulieren.

Dieser nimmt die Banknote in die Hand und läuft schnell, um seine Schulden bei dem Schweinezüchter zu regulieren.

Dieser nimmt die 100$ in die Hand und läuft schnell, um bei dem Futterlieferanten seine Schulden zu reduzieren.

Dieser nimmt mit großer Freude das Geld in die Hand und gibt es der Hure, die er kürzlich besucht hat und bei der er die Dienstleistung auf Kredit genommen hat.

Die Hure nimmt das Geld in die Hand und läuft froh, um ihre Schulden bei dem Hotelchef zu regulieren, wo sie auch letztens war und da Kredit hat …

Und in derselben Sekunde kommt der Russe vom Zimmer zurück und sagt, dass ihm das Zimmer nicht gefällt.
Er nimmt seine 100$ zurück und verlässt die Stadt.

Und was ist nun passiert?

Niemand hat verdient, aber die ganze Stadt hat keine Schulden mehr und schaut optimistisch in die Zukunft !!

Gefunden bei Xing in der Gruppe The Secret

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Schöne Gedanken – Recht und Ruhe

17. Mai 2010

Wenn du im Recht bist,
kannst du dir leisten,
die Ruhe zu bewahren;
und wenn du im Unrecht bist,
kannst du dir nicht leisten,
sie zu verlieren.

Mahatma Gandhi /x/details.png/x/bookmark.png

Wenn ich das jezt richtig verstehe, lohnt es sich also immer, die Ruhe zu bewahren?:-) Ich bin dran, gelingt mir nicht immer, aber schon immer öfter:-)

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Filmmusik- Stöckchen

13. Mai 2010

Bei Skriptum und Rima hab ich  ein Stöckchen gefunden, dem ich nicht widerstehen kann. Es geht um Filmmusik; es sollen sechs Songs genannt werden inklusiver der Filme aus denen sie stammen und der jeweilige Grund, warum die Wahl auf diese Titel fiel.  

Ich bastel es mal ganz frech ein wenig um für mich, denn zu begründen, warum mir ein Lied wirklich gut gefällt, fällt mir schwer, entweder ich mag es und kann es immer und immer wieder hören oder eben nicht. Und es ist nur eine Momentaufnahme, also wenn ich dasselbe Stöckchen in einem Monat beantworten würde, würde vielleicht was komplett anderes rauskommen, aber nur vielleicht:-) Also los:

Sweet Home Alabama, Film und Lied haben dengleichen Titel; das Lied find ich schon immer grossartig, bei den ersten Akkorden zuckt es mir in den Füssen und ich krieg einfach gute Laune…

Coyote Ugly, Can’t fight the moonlight

Das Lied gehört auch zu den Gute-Laune-Mitsing-Dingern, der Film ist Spass, Liebe, Traumerfüllung  und Frauenpower mit heissen Tanzszenen…

Notting Hill, When you say nothing at all

Ja ich weiss, Film und Lied sind schnulzig, steh ich halt drauf…:-)

 The Notebook, Far away, Nickelback

Ein romantischer Film, ein romantisches Lied mit rauh-rockiger Stimme gesungen…einfach göttlich…

 Pirates of the Carribean, He’s a Pirate (hier die Version von David Garrett)

Der geniale Jonny Depp als noch genialerer Captain Jack Sparrow, das Lied baut richtig schön Spannung auf, richtig Filmmusik halt:-)

Philadelphia, Bruce Springsteen

Trauriger Film, wunderschönes Lied, herrlich genuschelt gesungen…

Und dann liebe ich den gesamten Soundtrack von Top Gun, der Rocky Horror Picture Show, Harry und Sally, Mamma Mia… da hab ich die Cd’s und die lass ich gern ab und zu mal ganz durchlaufen…

Wer mag, darf sich das Stöckchen gern aufnehmen…und ich wünsche Euch ein schönes Himmelfahrtswochenende mit toller Musik:-)

Schöne Gedanken – Wer fängt an?

11. Mai 2010

Nicht wer zuerst die Waffen ergreift,
ist der Anstifter des Unheils,
sondern wer dazu nötigt.

Niccolo Machiavelli

Kennt Ihr auch solche Leute, die provozieren und provozieren und wenn sich dann mal jemand wehrt, sich beschweren, warum sie jetzt angegriffen werden? Das „durfte“ ich gerade mal eindrucksvoll erleben…

angriff1

Schöne Gedanken – Liebe ist…

7. Mai 2010

Gibt es diese Bilder eigentlich noch? Meine Mutter damals immer die „schönsten“ aus Zeitungen ausgeschnitten und aufbewahrt… Wer die erfunden und geschrieben hat, der hat bestimmt ganz viel Liebe angezogen in seinem Leben, weil er sich immer wieder damit beschäftigt hat, was Liebe ist…:-)

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Schöne Gedanken – Persönlichkeiten

6. Mai 2010

Persönlichkeiten, nicht Prinzipien
bringen die Zeit in Bewegung.

Oscar Wilde

Konflikte sind nicht immer negativ…

4. Mai 2010

Eisen wird durch Eisen geschliffen. So schleift ein Mensch den anderen. Oder: Sind Konflikte immer negativ?

Wer von euch hat schon zu oft des lieben Friedens willen einfach nachgegeben? Ja, Frieden ist etwas Schönes. Aber wenn man des lieben Friedens willen einfach immer die Dinge hinunterschluckt und nicht konfrontiert, dann lösen sich viele Probleme nicht. Vor allem gibt es kein persönliches Wachstum.

Wir müssen alle geschliffen werden. Solange wir leben, besteht Bedarf an Reifung, Korrektur und Wachstum. Stell dir vor, das Eisen geht dem Schleifstein (Eisen) immer aus dem Weg? Es wird stumpfer und stumpfer.

Konflikte sind nicht immer negativ. Aber es kann die Atmosphäre negativ werden, wenn sie nicht ausgetragen werden. In Liebe.

Es stimmt auch nicht, dass beim Austragen von Konflikten immer Verletzungen zurückbleiben. Das hängt ganz davon ab, mit welcher Motivation und in welchem Geist man eine Sache austrägt. Wenn Dinge geklärt werden, ein Baum vom vielen Wildwuchs, der sich oft bildet, „beschnitten“ wurde, dann kann die Energie wieder fließen und es können viele neue Früchte hervorkommen.

Fazit: Geh den zwischenmenschlichen Herausforderungen nicht aus dem Weg. Das hat nichts mit Streit zu tun. Kläre dein Motiv, fülle dich mit Liebe und suche das Beste für alle. Es geht darum, gemeinsam zu wachsen.“

Karl Pilsl

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Schneeschmelze

2. Mai 2010

Bräunliche Böden kommen zum Vorschein. Und schon bald sind sie grün. Wo der Schnee schmilzt, hat es Wasser. Grasland ist mit Krokussen übersät, über Nacht sozusagen. Wer Augen hat zu sehen, kann sich nur wundern, wie schnell Schnee- auch in Massen-vergeht.

Eigentlich vergeht der Schnee nicht. Verwandelt zu Wasser geht er unter die Oberfläche, dringt da ein und hilft die Fruchtbarkeit der Erde zu wecken. Dann spriesst’s und treibt’s dank dem, dass Schnee nicht Schnee geblieben ist. Und rinnt das Schmelzwasser bloss in den nächsten Schachtdeckel, so gibt es mindestens Musik! Die Schneeschmelze – ein Schauspiel, ein Hörspiel über dieses offene Geheimnis: Was sich aus der Starre löst, ist Leben.

Die Schneeschmelze müssten wir darum feiern- wie Geburtstage. Wir müssten bald einmal die letzten Schneeflecken aufsuchen und uns auf unsern Wiesen treffen. Dort müssten wir mit einem Glas Prosecco in der Hand anstossen. Viva- Lebe! Feiern müssten wir dort, Musik machen, tanzen, Gedichte vorlesen, auch Liebesgedichte natürlich (zum Beispiel das stets erfrischende Hohelied Salomos).

Wir würden merken, wie es ganz neu in uns atmet, und uns darüber unbändig freuen. Aufleben würden wir schon hier – und nicht erst im Süden des Mai.

Der Schnee, der vergeht und Wiesen tränkt, macht’s vor: Wer sich hingibt, ermöglicht Leben. Uns allen ein schönes Frühlingserwachen!

Urs Zangger, Pfarrer , im Evangelischen Gemeindeblatt Silvaplana

Danke lieber Urs, wunderschön poetisch geschrieben, ich bin sehr berührt…

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Was es alles gibt…

1. Mai 2010

Diese Saison hat bei uns ein sehr sehr lieber und guter Arbeitskollegen geschafft, dessen Hautfarbe mit „Milchschokolade“  zu bezeichnen wäre. Er hat einen unglaublich typisch schweizerischen Namen von seiner Mutter, bei der Hautfarbe hat sich eher der Vater durchgesetzt:-). Und er hat das grossartigste, ansteckendste Lächeln, mit dem ich je angestrahlt wurde…Ich habe ausserdem selten jemanden erlebt, der so locker damit umgeht, als einziger weit und breit „dunkel“ zu sein.  Die grösste Freude hatte er diesen Winter an einem „Geschenk“, dass ihm ein Freund aus Amerika mitgebracht hatte und das er allen stolz und mit seinem ansteckenden Lächeln zeigte,  nämlich dieses hier:

Schöne Gedanken – ich stelle mir vor…

30. April 2010

„Ich versuche, mich selber glücklich zu machen.
Ich stelle mir vor, was ich gerne tun würde,
und dann stelle ich mir vor,
wie ich vorgehen muss, um es immer tun zu können.
Bis jetzt ist mir das ziemlich gut gelungen.“

Bode Miller, Skirennfahrer

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Schöne Gedanken – Schafherde:-)

28. April 2010

Um ein tadelloses Mitglied
einer Schafherde sein zu können,
muss man vor allem ein Schaf sein.
🙂

Albert Einstein

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Schöne Gedanken – Begeisterung

23. April 2010

Begeisterung ist das Feuer in mir, es ist das freudige Gefühl, dass mich und andere mitreisst. Ich erfülle mich mit diesem wunderbaren Lebensgefühl zu meinem Wohl und zum Wohle anderer. Ich setze bei allem, was ich tue, alles ein, was ich habe. Bin ich begeisterungsfähig, kann ich alles schaffen; denn wohin ich meine Aufmerksamkeit richte, dorthin fliesst meine (Lebens)energie. Das gibt mir Kraft für meine neuesten Ideen.

Begeisterung ist die positive Lebensfrom, die ansteckend auf Deine Umgebung wirkt. Dieser Enthusiasmus ist  der fruchtbare Nährboden für Deine grossen Lebenserfolge, die echte, aufrichtige Leidenschaft für das Leben. Zeige Deinem Partner jeden Tag aufs neue, wie begeistert Du von ihm bist.
Sei von Deiner Arbeit begeistert. Und an den Tagen, da Dich Deine Arbeit nicht gerade berauscht, lege Dich noch mehr ins Zeug, um sie wieder zu mögen.

Begeisterung öffnet die Tür zu neuen Einfällen und macht Dir Mut für Deine aussergewöhnlichen Pläne. Sie ist das helle Licht, das Du für Deine schöpferische Kraft, für Deine Hoffnung brauchst.

Begeisterung ist das Blitzen in Deinen Augen, der Griff Deiner Hand und die unbändige Kraft zur Ausführung Deiner Ideen und Vorhaben. Geh mit Freude, voller Hingabe und Liebe an die Sache, für die Du bereit bist zu kämpfen. Alles, was Du mit Schwung und Leidenschaft anpackst, wird immer von Erfolg gekrönt sein. Finde Lebensziele, die Deiner individuellen Persönlichkeit entsprechen. Tue das Gewöhnliche mit ungewöhnlicher Begeisterung, und Du hast Erfolg. Erfolg ist das ganzheitliche Zusammenwirkungen aller Bereiche Deines Lebens.

„Heute ist mein bester Tag“ von Artur Lassen

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Geschwindigkeit- eine Metapher

21. April 2010

Till Eulenspiegel ging eines schönen Tages mit seinem Bündel an Habseligkeiten zu Fuß zur nächsten Stadt. Auf einmal hörte er, wie sich schnell Hufgeräusche näherten und eine Kutsche hielt neben ihm.

Der Kutscher hatte es sehr eilig und rief: „Sag schnell – wie weit ist es bis zur nächsten Stadt?“

Till Eulenspiegel antwortete: „Wenn Ihr langsam fahrt, dauert es wohl eine halbe Stunde. Fahrt Ihr schnell, so dauert es zwei Stunden, mein Herr.“

„Du Narr“ schimpfte der Kutscher und trieb die Pferde zu einem schnellen Galopp an und die Kutsche entschwand Till Eulenspiegels Blick.

Till Eulenspiegel ging gemächlich seines Weges auf der Straße, die viele Schlaglöcher hatte. Nach etwa einer Stunde sah er nach einer Kurve eine Kutsche im Graben liegen. Die Vorderachse war gebrochen und es war just der Kutscher von vorhin, der sich nun fluchend daran machte, die Kutsche wieder zu reparieren.

Der Kutscher bedachte Till Eulenspiegel mit einem bösen und vorwurfsvollen Blick, worauf dieser nur sagte: „Ich sagte es doch: „Wenn Ihr langsam fahrt, eine halbe Stunde…“

Manchmal ist langsamer schneller, weniger  mehr…ich bin gerade beim Entschleunigen nach der hektischen Saison, tut einfach gut, wenn auch die ganze Müdigkeit auf einmal rauskommen zu scheint…:-)

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„Ent-Globalisierung“?

20. April 2010

Mich beschäftigt auch dieses Thema schon seit ein paar Tagen, gestern sah ich im Fernsehen einen Beitrag über den nicht mehr stattfindenden Fracht-Luftverkehr und der Interviewte erzählte lang und breit, dass Luxusgüter wie z.B. Blumen aus Afrika, Früchte aus „Timbuktu“  u.ä. jetzt nicht geliefert werden können und wenn sie dann auf anderem Wege kommen, teurer für den Endverbraucher werden. Da kann ich nur den Kopf schütteln. Was sind das für Probleme…?

Sollte uns die Natur endlich einen Weg gezeigt haben, keine unreifen Erdbeeren aus Israel mehr zu essen? Nicht mehr unnötig Güter um die Welt zu fliegen, nur weil jemand im Februar Erdbeeren essen will?(die dann sowieso nicht richtig schmecken). Sollte uns die Natur wirklich dazu bringen, einheimische Früchte und Gemüse zu essen, wenn sie vor Ort reif sind? Waoh, dann lern ich – und viele der Kinder heute- vielleicht wieder, wann eigentlich Pflaumenzeit ist und wann Erdbeerzeit?

Werden wir „ent-globalisiert“? Wird die Welt wieder ein wenig grösser und wir dabei bewusster und langsamer? Planen wir vielleicht jetzt besser und sind bestimmte Dinge vielleicht jetzt auch per Telefon, Internet usw. oder gar noch ganz anders zu erledigen? Vielleicht fallen gewisse Dinge einfach weg und sind nicht mehr wichtig, vielleicht haben wir alle wieder ein wenig mehr Zeit für uns und für andere Menschen…

Wie bei allen Dingen gibt es immer Gutes und Schlechtes, so auch bei diesem Vulkanausbruch und es liegt halt in MEINER Natur, mich auf das Gute zu konzentrieren…

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Der Vulkan spuckt…

18. April 2010

…und die Welt steht still…

Mal abgesehen von den noch nicht absehbaren Umwelt-Folgen, ist es für mich noch immer unglaublich,was da passiert. Der Vulkan legt fast den kompletten Flugraum in Europa lahm und teilweise weit darüber hinaus und das auf noch unbestimmte Zeit. Plötzlich wird alles langsamer, bewusster, ruhiger… überall auf der Welt sitzen die Menschen fest oder bewegen sich nicht fort. Sie kommen nicht nachhause oder nicht von Zuhause weg. Glücklich, wer sich frei bewegen kann; mir tun die Transitpassagiere leid, die kein Visum für das Land haben, in dem sie jetzt zwischengelandet sind und im Transitbereich auf Feldbetten übernachten mussten und nicht wissen, wann es weitergeht. Spontan fiel mir „Terminal“ mit Tom Hanks ein, eine wahre Geschichte.

2 Norweger hat es uns heute als „unfreiwillige“ Kunden beschert, sie konnten nicht zu ihrem eigentlichen Ziel fliegen, haben dann Ski bei uns gemietet und geniessen nun ein  ungeplantes Skiwochenende. Eine weitere Kundin konnte nicht sagen, wie lange sie die Ski mieten wird, weil sie auf ihren Rückflug nach London wartet, aber nicht weiss, wann das sein wird…

Das ist für mich alles genauso unwirklich, wie dies Foto nach einer Montage aussieht …

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Die vier Hürden zur Wiederentdeckung der Musse

17. April 2010

hier die versprochene Fortsetzung dieses Artikels:

Das erste Hindernis besteht in dem Glauben, den uns all die Ratgeber und Zeitmanager suggerieren: dass es sich nämlich um ein individuelles Problem handele, das man durch eine entsprechende Verhaltensänderung ganz leicht lösen könne. Dabei ist das Gefühl des ständigen Gehetztseins längst kein persönliches, sondern ein kollektives Problem. Wer von lauter gehetzten Menschen umgeben ist, kann sich selbst davon nicht plötzlich ausnehmen und zum entspannten Müssiggänger werden. Deshalb leiden selbst jene unter Zeitnot, die darüber eigentlich bestens Bescheid wissen.

Das zweite Hindernis: Wer Musse nur als Zeit der Wellness und Fitness versteht, unterwirft sie prompt wieder jenem Nützlichkeitsdenken, das bereits unseren gesamten Arbeitsalltag regiert. Musse wäre dann nichts anderes, als eine funktionielle Methode, um die Schaffenskraft wiederherzustellen. Dabei hatte dieser Begriff ursprünglich eine ganz andere Bedeutung: Das „Fernsein von Geschäften oder Abhaltungen“, wie Grimms Wörterbuch die Musse definiert, galt einst als edelste Haltung des Menschen; in solchen Zeiten kam man zu sich selbst, philosophierte vielleicht, genoss die Natur oder bildete sich weiter. Vor allem unterlag Muss keiner Verwertungslogik; man fragte nicht, was etwa das Philosophieren am Ende „bringe“, der Müssiggang war sich selbst genug, ein Lebenswert an sich.

Was geradezu nach verschwenderischem Luxus klingt, betrachten Hirnforscher mittlerweile als Zustand, den wir zur Regeneration dringend benötigen; ein gewisser Leerlauf im Kopf ist für unsere geistige Stabilität geradezu unabdingbar.

Bei Erwerbstätigen stehen selbst Wochenenden, Urlaubs-und Feiertage unter Erfolgsdruck- in diesen Zeiten will schliesslich all das nachgeholt sein, was im Alltag zu kurz kommt. Und wir wundern uns, warum sich die lang ersehnte innere Ruhe nicht so recht einstellen will. Das dritte Hinderniss auf dem Weg zur Musse wäre also der permanente Erwartungsdruck, mit dem wir uns selbst den Weg zum Genuss der freien Zeit verstellen.

Das mit dem Wohlstand ist so eine Sache. Paradoxerweise, und das ist das vierte Hindernis, strengt uns nämlich gerade das an, was eigentlich als Glücksversprechen gedacht ist: die schier unendliche Vervielfältigung der Möglichkeiten. Das bessere Leben, so haben wir gelernt, ist jenes mit dem dickeren Bankkonto, der noch grösseren Wohnung, dem noch schnelleren Auto, der noch weiteren Reise.

Bis in die Achtziger Jahre glaubte man tatsächlich, dass ein Mehr an Möglichkeite die Menschen auch glücklicher mache. Doch mittlerweile meldet die Sozialpsychologie Zweifel an. Denn es hat sich gezeigt: Je grösser die Auswahl, umso mühsamer die Entscheidung. Wer zwischen einer kaum zu überschauenden Zahl von Fernsehkanälen oder Joghurtmarken wählen muss, gewinnt nicht an Freiheit- wie die Werbung suggeriert- sondern erhöht seinen Stresspegel.

Die wahre Kunst des Müssiggangs steht also nicht in entsprechenden Musse-Angeboten. Vielmehr gilt es, mit der fatalen Logik des Immer-Mehr zu brechen und das trügerische FreiheitsVersprechen der Multioptionsgesellschaft zu durchschauen.

Wem es gelingt, sich diese Form der Selbstbestimmung zu bewahren, der dürfte am ehesten auch jene innere Ruhe finden, nach der wir uns alle so sehnen. Denn letztlich hat die Kunst der Musse nichts mit der Zahl der freien Stunde zu tun, sondern mit einer Haltung.
„Musse“, so drückt sich die Wissenschaftsforscherin Helga Nowotny aus, “ ist die Intensität des Augenblicks, der sich zeitlich zu Stunden oder Tagen ausdehnen kann, um sich auf ein Einziges zu konzentrieren: Eigenzeit. Musse ist die Übereinstimmung zwischen mir und dem, worauf es in meinem Leben  ankommt.“

aus Die Zeit

In dem Sinne verzeiht mir bitte, dass dieser Artikel so lang ist und geniesst Euer Wochenende mit dem, was Euch Spass macht und habt ein wenig „Eigenzeit“:-)