Archive for the ‘Kundengeschichten’ Category

Echt nett – Kompliment..

19. Mai 2010

Gestern war ich mit einer Freundin in einer gemütlichen Kneipe was essen und quatschen. 

Als ich auf der Toilette war, sagte er zu meiner Freundin humorvoll:“ Da fehlt doch was…“ Und sie antwortete:“ Ja, ich bin mit einer Freundin hier.“ Worauf er sagte: “ Das ist mir aufgefallen, soll ich nochmal wiederkommen oder wissen Sie, was Ihre Freundin essen möchte?“ Nein, das war keine Anmache, sondern das war einfach nur echt nett und aufmerksam…

Der Kellner blieb auch nett,  als ich mich dann nicht sofort entscheiden konnte und er nochmal wiederkommen musste. Obwohl das Lokal ziemlich voll war, war er super schnell und total ohne Stress.

Als wir bezahlen wollten, hab ich nochmal gesagt: “ Es war echt richtig lecker.“  Und er erwiderte spontan: “ Und Sie waren auch echt nette Gäste.“ … ? 🙂

DAS hab ich auch selten erlebt und der aufmerksame Stammleser erinnert sich bestimmt an DIESE Geschichte:-), die da ganz anders verlief…

Wir sind sehr zufrieden rausgegangen und werden GANZ BESTIMMT wieder dort hingehen, das ist wohl klar.

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Der Vulkan spuckt…

18. April 2010

…und die Welt steht still…

Mal abgesehen von den noch nicht absehbaren Umwelt-Folgen, ist es für mich noch immer unglaublich,was da passiert. Der Vulkan legt fast den kompletten Flugraum in Europa lahm und teilweise weit darüber hinaus und das auf noch unbestimmte Zeit. Plötzlich wird alles langsamer, bewusster, ruhiger… überall auf der Welt sitzen die Menschen fest oder bewegen sich nicht fort. Sie kommen nicht nachhause oder nicht von Zuhause weg. Glücklich, wer sich frei bewegen kann; mir tun die Transitpassagiere leid, die kein Visum für das Land haben, in dem sie jetzt zwischengelandet sind und im Transitbereich auf Feldbetten übernachten mussten und nicht wissen, wann es weitergeht. Spontan fiel mir „Terminal“ mit Tom Hanks ein, eine wahre Geschichte.

2 Norweger hat es uns heute als „unfreiwillige“ Kunden beschert, sie konnten nicht zu ihrem eigentlichen Ziel fliegen, haben dann Ski bei uns gemietet und geniessen nun ein  ungeplantes Skiwochenende. Eine weitere Kundin konnte nicht sagen, wie lange sie die Ski mieten wird, weil sie auf ihren Rückflug nach London wartet, aber nicht weiss, wann das sein wird…

Das ist für mich alles genauso unwirklich, wie dies Foto nach einer Montage aussieht …

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Kundengeschichten – gestern in der Pizzeria

14. April 2010

Wir wurden bereits vorgewarnt, das Essen sei sehr gut, Preis Leistung absolut ok, der Service jedoch sei ein wenig verbesserungswürdig…:-) Das ist für mich ja eine Herausforderung. Zu 4 so netten Mädels werden die doch wohl auch nett sein…

Bei der telefonischen Reservierung waren sie es auch. Ich war zudem völlig begeistert von der Neugestaltung nach dem Umbau, wirklich superschön und mit Liebe eingerichtet…und dann ging es los. Der Ungeduldseufzer des Kellners bei der Apero-Bestellung war noch zu klein, um uns zu ärgern. Zeit, die Essensbestellung gleich mit aufzunehmen, hatte er jedoch schon nicht…

Als er dann den Prosecco brachte, wollten wir gleich das Essen bestellen. Meiner lieben Freundin P. ist aus Versehen ein wenig Prosecco auf den Tisch gekippt und in die Putzaufregung und das Lachen dabei, mischte sich doch unser lieber Kellner ein mit diesen Worten, die ich wohl nie mehr vergesse werde, leider könnt Ihr den überheblichen Gesichtsausdruck dabei jetzt nicht sehen, aber stellt ihn Euch bitte dazu noch vor und dann nochmal verdoppeln: „SIGNORE… bitte…ich habe noch 50 andere Gäste, die bedient werden wollen, das Restaurant ist voll…. “

Das Lachen blieb uns im Hals stecken, der Unglaube über diesen Spruch liess uns ganz brav und zackig unsere Bestellung aufgeben, doch als er weg war, konnten wir uns gar nicht mehr beruhigen. WAS hatte er gesagt? Das wäre ja so, wenn wir zu einem unentschlossenen Kunden in der Hochsaison sagen würden, jetzt machen Sie mal vorwärts und entscheiden sich, ob sie DIE Hose oder DIE Hose kaufen, ich habe schliesslich noch andere Kunden, die auf mich warten…

ohne Worte…

Ich wurde dann auch noch äusserst arrogant belehrt, dass zu Spargel Mailänder Art (grüner Spargel mit Parmesan überbacken und Spiegelei) keine Kartoffeln passen… DAS kann ich ja ganz gut leiden, wenn ich Kartoffeln will, dann will ich Kartoffeln…

Es machte mir daher  im Gegenzug ganz viel Freude, ihm ganz besonders freundlich (und das KANN ICH sehr gut) mitzuteilen, dass er etwas vergessen hatte: „Denken Sie bitte noch an das Wasser, das wir bereits bei Ihnen bestellt hatten!?“

Unnötig zu erwähnen, dass der Rest des Abends ähnlich weiterging; als Digestif wollten wir einen Schnaps, P. sagt – schon leicht eingeschüchtert von der Art des Kellners-, “ Wir hätten gern noch einen Schnaps.“  Er zuckt mit ganzem Körpereinsatz mit den Schultern mit genervtem Gesicht: „Was denn für einen?“ Sie:“ Ja was haben Sie denn.“ Er noch genervter:“ Was WOLLEN Sie denn, dann sag ich Ihnen, ob wir das haben.“

Und aus reiner Schikane fragte er dann, als er die Bestellung brachte, nochmal bei jedem Getränk, was für wen sei, obwohl er DAS mit Sicherheit noch wusste, nach der Vorgeschichte. Unglaublich. Wir haben den Abend dann dort sofort abgebrochen, OHNE Trinkgeld (was mir normalerweise niemals in den Sinn kommen würde) und haben privat in kuscheliger angenehmer Atmosphäre noch einen schönen Abend verbracht…

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Kundengeschichten im Skiservice – Den verkaufen Sie doch eh nicht…

10. Januar 2010

Meine liebe Aushilfs-Kollegin hält mir einen schönen knallblauen Helm vor die Nase und fragt: “ Wieviel Prozent kriegt der Kunde auf diesen Helm?“ Ich schau sie verwundert an und frage: “ Wegen was?“ Mischt sich der Kunde ein und sagt: „Diese Farbe verkaufen Sie doch sowieso nicht, die ist doch schrecklich…“ Grosses Fragezeichen in meinem Gesicht, vor allem auch,weil er in fast derselben Farbe eine sehr teure Bogner-Jacke trägt. Versuch mit einem netten Lächeln von mir: “ Der Helm passt doch perfekt zu Ihrer Jacke!“ Seine Antwort: “ Den verkaufen Sie doch eh nicht…“  Äh, „Sie dürfen gern eine andere Farbe kaufen…!“ *Kopfschüttel*

Ein SEHR dicker Italiener kommt zu mir und sagt, es wäre etwas für ihn reserviert. Ich zeige ihm, was für ihn reserviert ist – ein schöner Mikrofaser-Pullover mit Reissverschluss bis zur Brust- und er flippt völlig aus mit mir… Er hätte mit ganzem Reissverschluss bestellt, dieses Modell würde er erst gar nicht über den Kopf bekommen… Ach ja, ich hatte vergessen, der Pulli war in Grösse 58! Und der Kunde war dermassen unbeweglich, dass ich mich eh schon fragte, wie der Heli-Skiing machen wollte, davon sprach er nämlich die ganze Zeit …

Da ich in seiner Grösse leider keine passende Jacke hatte, maulte er  mich in bösem Ton an:“ Non capisco, c’è crisi, ma non avete più merce.“ (Ich versteh das nicht, es herrscht Krise, aber Sie haben keine Ware mehr)… Am liebsten hätte ich geantwortet: “ Non capisco, c’è crisi, e Lei ha ancora la pancha grossa.“ (Ich versteh das nicht, es herrscht Krise und sie haben noch immer einen dicken Bauch) 🙂

Kundengeschichten im Skiservice – eingefroren?

19. Dezember 2009

Wir melden uns am Telefon immer mit dem Namen des Geschäftes, unserem Vornamen und einem Gruss. Ich sage also am Telefon: „Skiservice Corvatsch, Andrea, Grüezi“. Da kann es schon mal passieren, dass ich zur Antwort bekomme: „Hallo Andrea, hier ist Frank Elstner.“ (Das ist mir wirklich passiert, das hörte sich so an, als wenn wir uns persönlich gut kennen würden…er war SEHR nett und freundlich, auch live dann später)

Gestern meld ich mich wieder einmal mit: „Skiservice Corvatsch, Andrea, grüezi.“  und bekomme  die Antwort: „Grüezi Frau Corvatsch.“ Und beinhart hat er mich die ganze Zeit mit diesem Namen angesprochen, das hörte sich so lustig an… (der Corvatsch ist unser Hausberg in Silvaplana, 3303 m hoch).  Da müssen wohl bei den kalten Temperaturen ein paar meiner Worte eingefroren sein:-)

„Haben Sie diese Skihose in Kurz- und Langgrösse?“ „Wir haben sie in Normal- und in Langgrösse.“ “ Ach so, also in 3 Grössen.“ (Häh, eins und eins macht immer noch… drei?)  Nachdem das klargestellt war, ging der Herr wieder raus, um dann eine Viertelstunde später wiederzukommen: „Kann ich die Kurzgrösse mal sehen?“ „Äh, wir haben die Hose in NORMAL – und in LANGgrösse…“  Ich dachte schon, ich wäre bei Verstehen Sie Spass und suchte die Kamera:-) Dabei waren vielleicht auch nur ein paar der grauen Zellen eingefroren… kein Wunder bei minus 32 Grad gestern morgen, brrr…

Andere Länder – andere Sitten

18. Oktober 2009

Der liebe Ulf hat  mir hier viel Spass beim Kundesein gewünscht. Dazu ist mir dann gleich was eingefallen:

Was macht beim Shoppen am wenigsten Spass? Welcher Moment ist der, der am wenigsten Freude bereitet? Richtig, das Bezahlen (es sei denn, man hat ein Superschnäppchen gemacht *grins*)… Und in diesen Moment versuche ICH als Verkäuferin immer, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Ein bisschen blödeln, lächeln, ein nettes Wort über das gekaufte Teil, was auch immer, da sind meiner Fantasie keine Grenzen gesetzt…

HIER ist das auch so, zumindestens bei Man-go in Las Palmas, da blödelt und scherzt die Kassierin auch ungeniert –  nur nicht mit MIR, der KUNDIN, sondern mit  ihrem HANDY, *plauder plauder*…während sie meine Kreditkarte nimmt, *kicher kicher* mich unterschreiben lässt und *plapper plapper* auch weiter bei der nächsten Kundin… unglaublich.

HIER ist es auch selbstverständlich, sich mit der Kollegin durch den ganzen Laden schreiend zu unterhalten und auch während des Zahlungsversuches eines Kunden NICHT damit aufzuhören … DAS wird dann NEBENBEI erledigt.

HIER ist es glaube ich, vorgeschrieben, den Kunden NICHT in die Augen zu sehen und möglichst NICHT zu beachten beim Kassieren und völlig verboten ist es scheinbar, zu grüssen, wenn wenn ein Kunde den Laden betritt, geschweige denn zurückzugrüssen,wenn der Kunde zuerst gegrüsst hat.

HIER motzt man den Kunden am Strand um 17.20  auch an, wenn er es wirklich nicht verstanden hat, dass die Liegestuhlreihe JETZT zusammengestellt wird und der Kunde dafür aufstehen muss. DAZU beschimpft man ihn und beklagt sich lauthals, dass man jetzt schon 20 Minuten Überzeit gearbeitet hat und der Chef das nicht bezahlt.

Das Einzige was stört, ist der Kunde…:-)

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Schöne Gedanken- Reisen

30. September 2009

Die Welt ist ein Buch.
wer nie reist,
sieht nur eine Seite davon.

Augustinus Aurelius

…und ich werde in den nächsten 4 Wochen ganz viele neue Seiten aufschlagen und sehen… 🙂

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Kundengeschichten im Surfcenter- Wind und Strom

20. September 2009

Letztens hatten wir in ganz Silvaplana Stromausfall. Der Herr auf dem Camping fragte dann unsere Surfschulchefin: „Habt Ihr auch keinen Strom?“ „Nein.“ „Wann kommt der denn wieder?“ ???!!! Sie sagte mir dann nachher: “ Jetzt fragt endlich mal keiner, wann der Wind kommt, dafür werd ich gefragt, wann der STROM kommt… “ 🙂

Apropos „wir können hellsehen“, die Frage eines anderen Tages: “ Weisst Du wie morgen das Wetter wird… in DAVOS?“ 🙂 *kopfschüttel*

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…und wenn nicht heute beim Abschiedsessen noch irgendwelche Geschichten erzählt werden, die ich noch nicht kenne und die dann einen Blogbeitrag wert sind, dann war es das jetzt  erstmal mit den Kundengeschichten aus dem Surfcenter, denn heute ist unser letzter Tag. Ich hoffe auf lustige Kundengeschichten im Skiservice ab November… Wer nicht mehr so lange warten möchte, kann hier ein bisschen in alten Geschichten stöbern…

Kundengeschichten im Surfcenter – Geografie-und Biologiestunde:-)

14. September 2009

Wir sind es gewöhnt, dass Italiener bei uns ganz selbstverständlich mit Euro zahlen; sie fragen meist nicht einmal vorher, ob wir Euro nehmen. JETZT weiss ich endlich, WARUM.

Zitat eines italienischen Familienvaters, der sich sogar ENTSCHULDIGT, dass er nur Euro hat: „Abbiamo dimenticato, che St. Moritz è in Svizzera.“ (Wir haben VERGESSEN, dass St. Moritz in der Schweiz ist!)… Ich hab dann nicht nachgefragt, ob er wirklich dachte, es gehöre zu Italien… 🙂

globus

Und gestern fragte ein deutscher Herr: „Wo gehts denn hier zum Pfeiffschwein-Gehege?“ ??? Es brauchte einen Moment, bis wir verstanden hatten, dass er Murmeltiere meinte und ja, neben der Tankstelle im Berg wohnten früher ganz viele Murmeltiere, sie sind aber leider mittlerweile ausgestorben… Pfeiffschwein, wir haben den ganzen Tag noch drüber geschmunzelt…:-)

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4 Ausgangspunkte für Erfolg im Team

9. September 2009

Hier ein weiterer interessanter Auszug aus „Teamlife“ von Ralph Kruger

„Hier sind die 4 Ausgangspunkte zum Teamlife-Erfolg:

1. Erwartungen klären
2. Spielregeln erstellen
3. Sinnfrage definieren
4. Kleine Schritte tun

Diese 4 Ausgangspunkte können auf jedes Team, auf jede Gruppe von Menschen, die beruflich oder privat etwas zusammen erreichen wollen, und auf jede Einzelperson angewendet werden. Auch in einer Liebesbeziehung müssen die Partner gegenseitig ihre Erwartungen vom anderen und von der Beziehung klären. Dann setzen sie gewisse Spielregeln untereinander fest. Sie müssen auch die Sinnfrage der Beziehung beantworten können, um dann gemeinsam die erforderlichen kleinen Schritte zur erfolgreichen Beziehung zu gehen.

Angenommen, jemand nimmt sich vor, Teil eines winning teams zu werden. Weshalb? Was ist die Motivation dazu? Es geht immer darum, einen Grund zu finden, um etwas zu tun. Wird dieser nicht gefunden, ist keine Motivation vorhanden, entsprechend Notwendiges zu tun. Bevor jemand etwas tut, sollte sie oder er sich klar darüber werden, weshalb sie es tun wollen. Kein Grund, keine Chance.

Weshalb wollen zwei Menschen heiraten? In den meisten Fällen, um eine Familie zu gründen. Doch egal, welcher Art der Grund ist, die Hauptsache ist, dass einer vorhanden ist. Sind sich Partner oder Teammitglieder über die Motive einig, müssen sie damit anfangen, die kleinen Schritte zu tun, die zum Erreichen ihrer gemeinsamen Ziele notwendig sein. Dasselbe gilt in einem Betrieb. Auch Vorgesetzte sollten, zusammen mit ihrer Belegschaft, Erwartungen klären, Spielregeln festsetzen, die Sinnfrage besprechen und die kleinen Schritte zur Umsetzung festlegen.“ 

Familie

Kundengeschichten im Surfcenter – Eigenartige Formulierungen

19. August 2009

Wenn man mit so vielen verschiedenen Nationalitäten und sovielen Menschen täglich in Kontakt ist, dann fallen einem „typische“ Formulieren und Eigenarten auf.

Typisch italienisch ist es z.B. einfach mal loszuquatschen, auch wenn ich gerade einen anderen Kunden bediene – Ich kann dann herrlich schwerhörig sein und den Kunden umso freundlicher und ausführlicher weiterbedienen:-)

Typisch italienisch ist es auch, keine Franken zu haben und gar nicht erst vorher zu FRAGEN, ob man mit Euro bezahlen kann. Und wenn man dann noch unfreundlich ist, passiert es schon mal, dass der Betrag 15 Fr. ausmacht, der Italiener meiner Kollegin wortlos 10 Euro auf den Tisch knallt, sie ihn in die Kasse steckt und den nächsten Kunden bedient. Worauf der Italiener sie anblafft: “ è  il resto?“ NIX resto…

Eine typisch deutsche Formulierung ist: “ Ich kriege… ein  Eis oder was auch immer.“ Ich kriege? Ist das ein Befehl, ein Wunsch oder ne Vorhersage? 🙂 Wir antworten dann immer- ganz leise unter uns natürlich- Na, das wollen wir ja mal sehen:-)

Heute fragte mich ein Deutscher: “ Hast Du ne Toilette?“ Hä? Ich weiss, mein Deutsch hat hier wirklich gelitten, aber DAS sagt man doch nicht in Deutschland, oder? 🙂

Schön auch der deutsche Herr, der mit Frau und Tochter reinkam und sagte: “ Wir haben Windsurfen bestellt.“ Ich konnte mir ein Lachen wirklich nicht verkneifen, WIR am Buffet nehmen leider nur Essen- und Getränkebestellungen an. 🙂

Typisch Schweizerisch ist die negative Fragestellung: “ Salat haben Sie nicht?“ „Apfelsaft haben Sie nicht?“ Eine komische Angewohnheit, die uns sehr aufgefallen ist, also ich würde immer fragen “ Haben Sie Salat?“

Völlig international scheint es dann zu sein, NICHT zu grüssen, NICHT danke und bitte zu sagen; wir können uns das nur so erklären: Danke und Bitte sind den Sparmassnahmen aufgrund der globalen Krise zum Opfer gefallen…und für das Sprechen in ganzen Sätzen ist in der heutigen schnellebigen Zeit einfach kein Platz, schon gar nicht in den Ferien:-)

sprachen

Kundengeschichten aus dem Surfcenter- es geht weiter

7. August 2009

Die Wind-und Wettergespräche haben wirklich unendlich viel Varianten. Wie schon erwähnt, drucke ich morgens den Wetterbericht aus, den ich auf der Engadin-St.Moritz-Seite finde und der am Genauesten von allen ist. Diesen Ausdruck hänge ich am Buffet auf und wenn jemand fragt, dann zeige ich drauf und erspare mir viel Reden und es ist ein Service für die Kunden.

Und daraufhin fragt letztens jemand im Ernst: „Und wie muss ich das Wetter jetzt deuten?“ WIE BITTE? Das ist ja wohl kein Horoskop 🙂 „Da steht was von Quellwolken in den Bergen und Wind im Tal. Sind wir hier im Tal?“ Äh…kommt daher vielleicht der Ausdruck, dass jemand „den Kopf in den Wolken hat?“ 🙂

Nach 2 Wochen Traumwetter und  Traumwind hat es Freitag morgen angefangen zu regnen, nach 5 (!) Minuten fragte der erste Kunde total angenervt: „Regnet das jetzt den GANZEN Tag?“ WOHER soll ICH das wissen???

Meine „Lieblingsfrage“ bei schlechtem Wetter ist übrigens: „Was habt IHR denn mit dem Wetter gemacht?“ Nun, wer hier aufmerksam liest, der weiss, dass WIR das Wetter hier manipulieren, und wenn es schlecht ist, dann ist das natürlich UNSER Werk, um Kunden zu ärgern, um wenig Umsatz zu machen und uns auszuruhen und dumm rumzustehen… 🙂

Unser lieber Surflehrer mit Spitznamen Palü mit dem herrlichen französichen Akzent sagte dazu was sehr Schönes: “ „Das Wetter ist nur im Kopf.“ GENAU so ist es. Und ich weiss echt nicht, was bei manchen Menschen so im Kopf los ist 🙂

Irgendwie tröstlich war es, als mir unsere Bankfrau dann erzählte, die Kunden würden SIE immer fragen: „Meinen Sie, dass der Eurokurs morgen fällt oder steigt?“ Ich hab ihr den Tipp gegeben, zu antworten:“ Kommen Sie morgen wieder, dann sage ich es Ihnen.“ 🙂

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Lustige Geschichten aus dem Surfcenter – Ganz schön kess:-)

1. August 2009

Ich frage Toni: “ Willst Du jetzt Mittagessen?“

Er:“ Ich muss nachdenken.“

Unsere 16jährige Aushilfe S.: “ Das kannst Du ja beim Essen, ach nein, Männer können ja nicht 2 Dinge gleichzeitig machen.“ Riesenfreches Grinsen…

Toni: „Woher hast Du das? Das hast Du sicher hier im Surfcenter gelernt.“

S. ganz schlagfertig:“ Nein, das ist Allgemeinbildung, das weiss man doch.“

Ganz schön kess und ganz schön schlau, der Nachwuchs 🙂

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Kundengeschichten im Surfcenter – Wind und Leute

28. Juli 2009

„Normalerweise“ beginnt der thermische Wind so gegen 11 Uhr und ab mittags ist er dann gut zum Surfen. Im Juni und Anfang Juli hatten wir dieses Jahr sehr selten guten Wind. Seit 2 Wochen ist es der  Hammer, starker Wind, an 2 Tagen schon früh morgens teilweise um 8.00, einfach sensationell.

Und als dann am nächsten Tag der Wind erst gegen Mittag kam, wie es eigentlich „normal“ ist, da gab es doch Surfer, die sich prompt BESCHWERT haben, dass es nicht wieder morgens um 8.00 Wind hatte, kopfschüttel…

Und dann gab es noch die Surfer, die sich beschwerten, es hätte nun aber ZUVIEL Wind. HALLO? Bitte sag mit jemand, WANN ein Surfer zurfrieden ist. Kopfschüttel…

Schön war auch der Surfer, der auf unseren ausgehängten Wetterbericht schaute, den ich jeden morgen aus dem Internet runterlade und der ziemlich genau ist; die Vorhersage war sehr gut für die nächsten Tage und der fragte doch im Ernst: „Habt Ihr den Wetterbericht manipuliert?“  ???? Toni’s Antwort und es war wohl auch die einzige, die da passte war: „ja klar.“ Kopfschüttel…

Ein Tessiner fragt in etwas undeutlichem Deutsch, ob wir auch „Linzertorte“ haben; ich verstehe „Linsensuppe“:-) Grins…

Ein 8jähriges süsses blondes Mädel steht auf Augenhöhe mit den Nussgipfeln vor mir am Buffet, ihre Zähne klapperten vor Kälte, sie hatte eine Mega-Gänsehaut und bestellt einen Nussgipfel für ihre Mutter. Ich frage sie im Spass: “ Einen Nussgipfel für Deine Mama und eine Heizdecke für Dich? “ Sie antwortet spontan: “ Kann man die mieten oder muss man die kaufen.“ 🙂 So süss, die ganze Schlange Menschen fing an zu lachen…

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Wir sind in der Zeitung!

26. Juli 2009

Engadinerpost

Hier zum mitlesen:

Surfe und Fliege

skr. “ Ich bin kaputt“. Seit fast drei Stunden bin ich auf dem Wasser – es ist “ verrückt“: Frank aus New Jersey, seit ein paar Tagen bei Freunden im Oberengadin und begeisterter Windsufer, atmet schwer, nachdem er soeben an Land gegangen ist. Direkt neben ihm schlägt das Wasser des Silvaplanasees halbmeterhoch ans Ufer, die Gischt ist da wie noch nie in diesem Jahr.

Am Donnerstagmittag herrschen im Mekka des Schweizer Surfsportes Top-Verhältnisse. Der Wind peitscht mit 7-8 Beaufort übers blaugrüne Wasser, grosse Schaumkronen bilden sich. Manch einer der Wind-und Kitesurfer, der sich zuviel zumutet, stürzt spektakulär. Die Könner vollführen Sprünge am laufenden Band. „So sollte es öfters sein“, mein teine klitschnasse Surferin freudestrahlend.

Andere erholen sich im Surfcenter bei Toni Mayer und seinen Mitarbeitern. Sie sind „geschafft“ von den selbst für den Silvaplanasee nicht alltäglichen Windverhältnissen.

Bild: Während der eine Windsurfer am Donnerstagmittag auf dem Silvaplanasee zu Höhenflügen abhebt, muss sich der Gestürzte (im Wasser) zuerst wieder aufs Brett zurückkämpfen. Foto: Stephan Kiener

Engadiner Post vom 25.07.09

Dieser Tag wird in die Wind-Geschichte eingehen, vor allem weil der Malojawind  morgens um 8 schon da war und bis abends 8 geblieben ist.

Kundengeschichten im Surfcenter – Windvariation und anderes

15. Juli 2009

Nachdem wir im Juni kaum guten Surfwind hatten, bläst seit Samstag wunderbarer Malojawind, der die Surferherzen höher schlägen lässt. Und er kommt sogar schon relativ früh am Morgen, so gegen halb 10 beginnt er, was ein wenig ungewöhnlich ist, startet er normalerweise wirklich erst gegen 11 oder später… (falls man in dem Zusammenhang  „normalerweise“ sagen kann:-)

„Was heisst denn das, wenn es JETZT SCHON Wind hat? Hört es dann in einer halben Stunde wieder auf?“ Mannomann, was für ein Optimist, können die Menschen denn niemals zufrieden sein? Ich gab die einzige Antwort, die mir dazu einfiel: „Das heisst, dass Du JETZT SCHON aufs Wasser kannst.“ 🙂

„Was gibt es heute als Menü?“ „Käsewähe!“ „Kann ich die auch ohne Käse haben?“  naja, es wird wohl etwas schwierig, den Käse aus dem Käsekuchen rauszupicken…:-) Da mag ich doch lieber den, der einen Cheesburger ohne Käse bestellte, das ist einfacher, das ist nämlich ein Hamburger:-)

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Kundengeschichten im Surfcenter – Gesprächsvarianten über das Thema Wind

30. Juni 2009

„Was macht denn der Wind heute“ Ich antworte spontan: „was er will…“ „Ja, das macht er ja immer“ (warum fragst Du dann? Lächle aber nett als Antwort. ) „Ja und wie ist der Wind am Comer See heute?“ ÄH, ich könnte dasselbe machen wie Deine Freundin gerade und im Internet nachschauen, denn auch wenn es nicht weit dorthin ist von uns, SEHE ich doch von hier aus nicht, ob es dort nun Wind hat oder nicht…:-)

„Und wie sieht das heute mit dem Wind aus?“ “ Es ist Nordwind im Moment.“ „Und wie lange dauert dieser Moment noch?“ ÄH…. „Ich weiss nicht, es drückt von Norden stark rein.“  „und wann dreht der Wind?“ ÄH… „Das ist bei der Wetterlage schwierig zu sagen, wahrscheinlich bleibt es bis Mittwoch so.“ „Und normalerweise?“ ÄH… „Normalerweise?“ „Ja, wann kommt normalerweise immer der (Maloja)-Wind?“ “ Zwischen 11 und 1…“ 🙂

„Guten Tag, wissen Sie, wir machen seit Jahren bei Ihnen Ferien und dieses Jahr kommen die Enkelkinder mit und…(erzählt noch weiter und weiter, bis er endlich zum Kern kommt) und deshalb rufe ich heute (Juni) an, um zu fragen: Wann kommt denn der Wind im August?“ ÄH…..

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Kundengeschichten im Surfcenter- Mal umgekehrt

24. Juni 2009

Untertitel: Krise? Keine Krise…

…zumindestens scheint der einheimische Lieferant keine zu spüren. Zugegeben, wir sind ein kleiner Kunde bei ihm, doch als wir letzte Woche eine Bestellung aufgaben, rief ein paar Stunden später der Chef persönlich zurück und teilte uns mit, sie würden die Bestellung nicht liefern. Auf unseren vorsichtigen Hinweis, der Fahrer führe sowieso täglich 2mal direkt an unserer Haustür vorbei, kam nur ein unfreundliches: Das wäre zu kompliziert und das Anhalten und Abladen wäre zuviel Aufwand.

Vor diesem Gespräch bestand die Möglichkeit, mit uns Umsatz zu machen, bei freundlichem und guten Service berücksichtigen wir gerne Lieferanten, bei denen wir sonst vielleicht weniger bestellen würden. NACH diesem Gespräch bestellen wir ganz sicher NICHTS mehr dort.

Wie sagt Julia Roberts in Pretty Woman,  als sie vollgepackt mit Einkaufstaschen in den Laden zurückgeht, wo sie vorher arrogant und unhöflich rausgeworfen wurde? „Dummer Fehler“… 🙂

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Kundengeschichten im Surfcenter – SIE waren schon letztes Jahr hier…

17. Juni 2009

..sprachs und zeigte mit seinem Zeigefinger auf mich, der stark blondierte nicht so sympatische Deutsche. „äh, ja…“ „Dann kennen SIE sich ja hier aus.“ Der Zeigefinger kam näher und ich war froh um das Buffet, das uns trennte. Was kam denn wohl jetzt? Ausgehtipps? Speisekarte? Öffnungszeiten? Weit gefehlt…: „Also wie sieht denn das heute mit dem Wind aus?“ … Da war es also, mein absolutes Lieblingsthema. Dass einer Blondine zugetraut wird, den Wind genau vorherzusagen, beeindruckt mich immer wieder:-)

Die Geschichte geht noch weiter. Der sympathische Herr kommt um punkt 12 Uhr rein- wir essen grad zu Mittag, es ist sonst nichts los- , ich stehe selbstverständlich sofort auf und frage ihn mit meiner professionell freundlichen und verbindlichen Art, was er denn wünsche. „Was gibts denn hier als Frühstück?“ brummt er mich an. Ich zähle also alles auf, was wir frühstücksmässig noch um 12 Uhr mittags haben, Sandwiches, Brioches, Nussgipfel… Und er faucht mich an: „…und so normal haben Sie nicht?“ Äh, normal, was ist schon normal, denke ich still für mich und frage noch immer professionell freundlich und verbindlich: „Was meinen Sie denn genau mit „normal“?“ Schnappt er ein:“ Naja, Croissants…“ Worauf ich ihm professionell freundlich und verbindlich erkläre, dass wir die Croissants gestern alle wegschmeissen mussten, weil sie niemand wollte und daher heute keine hätten.  Leider konnte er da noch einen drauf setzen: „Na ICH hab aber einen gegessen.“… Puh, nicht immer leicht, professionell freundlich und verbindlich zu bleiben:-)

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Mach es wie die Kinder… Kindergeschichten im Surfcenter:-)

13. Juni 2009

Gestern Nachmittag waren ein paar junge Mütter vom Dorf mit ihren Kindern bei uns auf der Terrasse. 2 Mädels, 2 Jungs. Die Kinder lieben es, am Seeufer zu spielen und die Mütter können in Ruhe Cafè trinken (oder Prosecco:-) ). Und dann haben wir noch die hiessgeliebte Gumpiburg, die allerdings auch immer wieder mal für -harmlose- Tränen sorgt.

So auch gestern, beide Mädels kamen heulend und schreiend zu ihren Müttern zurückgelaufen, schmissen sich auf ihren Schoss und attackierten mit heftigen Worten die anderen, ungefähr so; DU hast aber und dann hat er… und DU hast…und Du und Du und Er…

Wir Erwachsenen konnten uns nicht helfen und mussten laut loslachen, das war vielleicht ein Schauspiel. Nach 5 Minuten Krokodilstränen, zogen dann alle Kinder einträchtig zum Spielplatz los, als wäre nichts gewesen.

Ist es nicht schön, Kind zu sein, da sind einfach immer -ungestraft- die anderen schuld … und niemand ist nachtragend. Ich glaube, das werd ich auch mal wieder probieren:-)

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Kundengeschichten im Skiservice – Willkommen, Bienvenu, Wel-come…

21. März 2009

Meine liebe Kollegin F. braucht für die Bindungseinstellung vom russischen Kunden ein paar Angaben. Sie fragt: „How old are you?“ Ein verständnisloser Blick als Antwort. „What’s your age?“ Verlegenes Lächeln, keine Anwort. Sie zeigt auf sich selber „I’m twenty-four.“ Ratlosigkeit, mittlerweile auf beiden Seiten. Dann ein Geistesblitz: „Do you have a passport with you?“ Ein erleichtertes Verstehen: „AAAHHH, I fifty.“

Ich komme mir manchmal vor wie in diesem Cabaret-Ausschnitt, Untertitel: Jonglieren mit Sprachen:-) Jeder Kunden wird vorsichtshalber mal auf mindestens 2 Sprachen begrüsst, bis wir eine gemeinsame finden und notfalls halt mit Händen und Füssen:-)  dadurch hab ich allerdings auch schon mit einem Deutschen ein komplettes Verkaufsgespräch auf Englisch geführt, bis wir am Ende feststellten, dass es auf Deutsch auch gegangen wäre:-)

Kundengeschichten im Skiservice – gratiser als gratis?:-)

9. März 2009

Meist bezeichne ich mich im Geschäft als „Gastgeberin“ und nicht als Verkäuferin – und fühle mich auch so, weil wir so viele Stammgäste haben UND weil wir eine Bar haben. An dieser Bar gibt es gratis Cafe und Espresso, Cola, Fanta, Apfelsaft und es steht dort immer ein Krug mit frischem Bergwasser. In dem Krug schwimmt als Dekoration ein Apfel. Unsere Kunden schätzen diesen Service sehr und es ist völlig ok, wenn auch der eine oder andere Kunde es ein wenig sehr ausnutzt und täglich morgens und nachmittags Espresso konsumiert, ohne wenigstens einen kleinen Obolus in die Trinkgeldkasse zu werfen.
Die Bar ist zum Treffpunkt mit dem Skilehrer gworden, die Familien sammeln sich nach vor und nach dem Skifahren dort, wir kommen mit den Kunden ins Gespräch und mancher Verkauf entstand aus einem lockeren Plausch.

Gestern morgen läuft eine Kundin Apfel-essend durch den Laden, was mich ein wenig ärgerte, denn sie lies den angebissenen Apfel ständig irgendwo liegen, wo er klebrige Spuren hinterliess, nicht sehr schön bei der hochwertigen Ware, die wir haben. Sie kaufte dann auch tatsächlich etwas, hinterliess an der Kasse kleine Apfelstückchen, die sie beim Unterschreiben Ihres Kreditkartenbeleges (von mir mit einem schadenfrohen Grinsen bemerkt) mit ihrem eigenen Jackenärmel wieder aufwischte 🙂

Als ich dann ein paar Minuten später an der Bar stand, fielen mir fast die Augen aus dem Kopf – der Apfel aus dem Krug war weg… Die Kundin hatte tatsächlich den Apfel (mit den Händen) aus dem TRINKwasser gefischt, ihn gemütlich gegessen und die nächsten Kunden durften dann statt Apfelwasser HANDwasser trinken, igitt. Wie praktisch für sie, der Apfel war ja bereits gewaschen:-)

apfel

Das ist in 5 Jahren noch nie vorher passiert und was soll ich sagen? Und HEUTE passierte dasselbe nochmal, eine andere Kundin, sie ging „netterweise“ dann aber zum Apfel essen nach draussen.  Unglaublich!

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Kundengeschichten im Skiservice- Retoure als Chance?

4. März 2009

Mein Chef sagt immer- und ich pflichte ihm bei- Retouren und Reklamationen sind die besten Chancen, einen Kunden  ans Geschäft zu binden. Beispiel:

Eine sehr nette Kunden reklamierte eine Skijacke, die sich beim -korrekten- Waschen verfärbt hatte, sie wollte ursprünglich nur wissen, was sie wohl falsch gemacht hatte. Als ich dann mit sehr viel Verständnis reagierte und ihr anbot, die Jacke einzuschicken zum Hersteller, war sie total happy und kaufte sofort ein teures neues Skioutfit bei mir… Es ging dann mit dem Hersteller noch ein wenig hin und her, daher kam sie jeden zweiten Tag in den Laden, am Ende gab’s ne dicke Gutschrift, wir wurden die besten Freundinen und sie bot mir das Du an und sie kaufte für einen sogar höheren Betrag als die Gutschrift nochmal wieder neu ein. Ich denke, wir werden uns ganz sicher in ihren nächsten Ferien wiedersehen! 

Gegenbeispiel?

Eine Kundin kommt total erbost in den Laden, beschimpft mich wüst, dass die Skihose, die sie bei uns (oder einer anderen Filiale) gekauft hat, überhaupt nicht warm ist und sie immer kalte Oberschenkel und schon Rückenschmerzen von der Hose (O-TON) bekommen hat. Ich schaue verständnisvoll und auch ein wenig hilflos, weil ich nicht so recht was dazu sagen kann, die Skihosen der besagte Firma sind definitiv nicht so warm wie andere, das fühlt man aber sofort und wir sagen es auch immer dazu; dafür haben sie einen Superschnitt und den meisten Frauen ist das am Ende wichtiger. Nun gut, sie kaufte dann eine neue – wärmere – Hose bei mir, lies diese gleich an und die alte  Hose bei mir.
2 Tage später kam sie zu meiner Kollegin und lies diesen Monolog lautstark los: „Ich werde die Firma XY (Name von der Redaktion geändert:-) ) verklagen, die müssen doch an die Hose dranschreiben, dass die nicht wintertauglich ist. Das ist unverantwortlich. Ich musste notfallmässig ins Spital eingeliefert werden mit Blasenentzündung wegen der Hose.“  Sie verlangte dann, dass wir dort anrufen und reklamieren. Meine Kollegin blieb nett und freundlich, sie würde anrufen, würde aber denken, dass man da nichts tun könne. Die Kundin: „Versuchen Sie es, sonst geh ich selbst zur Firma!“  Ich sprach dann mit der Firma, mit der wir sehr sehr gut zusammenarbeiten und ich kann es noch immer nicht glauben, wie die Antwort lautete: „Wir schreiben die Hose gut, bevor wir anfangen, rumzustreiten.“

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Ich weiss echt nicht, ob ich das jetzt gut finde, denn wer mit sowas durchkommt, macht das immer wieder…aber von der Firma ist es echt sehr sehr grosszügig. Ob ich diese Kunden als Stammkundin an den Laden binden möchte?

Kundengeschichten im Skiservice- 10 Dinge, die ich an Dir hasse…

25. Februar 2009

… Du Kunde Du…

1. Wenn Kunden nicht sagen können, was sie eigentlich überhaupt wollen.

Beispiel: der Kunde, der an einem nebligen Tag ins Geschäft kam und mich mit der Frage begrüsste: „Is it red or yellow today?“ ÄH…ich fand dann erstaunlich schnell selber heraus, dass er wissen wollte, ob er bei dem Wetter besser mit einer roten oder einer gelben Scheibe in der Skibrille sehen könne…

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2. Wenn Kunden mich nicht anschauen, wenn sie mit mir reden.

Beispiel: die Italienerin, die auf die Helmwand zusteuerte -ich am anderen Ende des Ladens war- und mit mir redete, ohne überhaupt nur annähernd in meine Richtung zu schauen. Ich näherte mich ihr dann doch mal so nach und nach, sie brabbelte weiter in die Helme, ohne mich sichtbar wahrzunehmen und mir machte es Spass, mich blond zu stellen. Ich hatte natürlich verstanden, dass sie einen Helm probieren wollte, lies sie dann aber erst noch auf Englisch radebrechen, um dann super höflich auf Italienisch zu antworten, „Ach, das hatte ich gar nicht verstanden.“ 🙂 Unhöflichkeit muss bestraft werden!

 

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3. wenn (unansehnliche) Männer in Ski-Unterwäsche oder  noch weniger bekleidet im Laden vor mir rumhüpfen:

Beispiel: der mindestens 65 Jahre alte runzelige Engländer, der zwar noch extrem fit war und mich schwindelig redete von einer Mikrofaser-Unterwäsche, die er zum Fliegen benutzt (?) und mir auch von Wandern und Langlaufen erzählte; ich konnte ihn davon überzeugen, dass wir genau die richtige Unterwäsche für ihn hatten und er probierte das Unterhemd und die lange Hose. Ich führte ihn zur Kabine, er zog sich vorher aber schon vor der Kabine oben rum nackig aus… und dann rannte er die ganze Zeit in der Skiunterwäsche im Laden rum, stolzierte vor mir her und fasste sich dann noch demonstrativ an sein edles Teil mit der Frage, ob es denn Unisex Unterwäsche sei, es gäbe ja keinen Eingriff… sehr anschaulich demonstriert. baaah…. Ich beschäftigte mich eher mit der Frage, womit ich das verdient hatte:-)

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Fortsetzung folgt…:-)

Kundengeschichten im Skiservice – „Red“ verfolgt mich

12. Februar 2009

Ein französicher Schweizer mit extrem domiantem Auftreten VERLANGT einen Katalog der Firma Icebreaker (Merino-Woll-Unterwäsche), nachdem er hört, dass wir diese Ware nur in der Hauptfiliale haben. Als ich – mehrmals, denn er checkte es nicht beim 1.Mal sagen- höflich versicherte, dass wir KEINEN Katalog hätten, schnauzte er mich an: „Dann will ich auf die Internetseite, Sie sind doch online hier!“

Wir sind online, ja, aber die Computer sind geschützt, weil alle 10 Filialen miteinander verbunden sind und da ein Virus eine ziemliche Katastrophe wäre, also fragte ich meinen Kollegen, ob er die Seite für mich aufrufen könne. Es dauerte einen Momement und währenddessen mischte sich der Kunde ständig ein, das schreibt sich so und so, sie müssen „dot com“ eingeben usw.

Weil ihm das zu lange dauerte, malte der Kundin mir dann auf, was er für ein Teil wollte; er musste wirklich denken, ich sei zu blond blöd, denn er malte einfach ein Kurzarm-Shirt auf, DAS hätte ich auch in Worten verstanden:-) Er wollte eines in schwarz und eines in rot.  Da kam ich wieder: „Rot haben wir nicht. Wir haben nur schwarz.“
Ich rief also in der Hauptfiliale an und fragte meine Kollegin nach dem Teil, das sie dann auch zum Glück am Lager hatte. Ich sagte dem Kunden, wir haben eines. Er: “ Nur EINES?“ Ich fragte meine Kollegin nach einem zweiten Teil und nachdem ich aufgelegt hatte, richtete ich ihm aus: “ Es kommen dann morgen früh 2 Stück.“ „Eines in schwarz und eines in rot?“ „NEIN, ROT HABEN WIR NICHT.“ „Ich WILL aber eines in rot. Und ich nehme nur 1 schwarzes.“ … An der Stelle hab ich fast rot gesehen…

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Lustiger waren die beiden sehr hübschen und scheinbar sehr gut betuchten englischen jungen Damen, die reinkamen und mich fragten: „Are you on sale?“ NEIN, ICH bin nicht „on sale“, ich bin unbezahlbar:-)

Da waren es nur noch 13…

7. Februar 2009

Bei unserer Weihnachtsfeier erzählte der Chef, wir wären nun Kollegen aus 14 verschiedenen Nationen, ich zähl und zähl und vielleicht bin ich zu blond, aber ich komme nur auf  13- was auch schon beeindruckend ist:

Schweiz
Deutschland
Österreich
Italien
Portugal
Ungarn
Schweden
Ukraine
Griechenland
England
Kasastan
Argentinien
(ehemals) Jugoslawien

Trotzdem beeindruckend. Und wenn wir nicht gleich 2 Ungarn hätten, dann wären es jetzt nur noch 13 (nach meiner Rechnung 12:-) )… denn vor ein paar Tagen haben wir uns von unserem lieben Kollegen G. verabschiedet. Er hat nach 2 1/2 Winter im St. Moritzer Team eine tolle Jahresstelle bei sich zuhause bekommen. 

An seinem Abschiedsabend sagte er 2 ganz besondere Sätze :
„Ich durfte viel lernen“ und “ Ihr ward meine Familie“, danke! …

Das machte mir wieder einmal bewusst, was für ein besonderes Team wir doch sind. Wir verbringen soviel Zeit miteinander und so verschieden, wie wir auch sind, wir raufen uns zusammen, wir erzählen uns unsere kleinen Sorgen und manchmal bekommen wir auch die grossen mit; wir halten zusammen, fetzen uns auch mal kurz, nehmen uns gegenseitig auf den Arm und helfen uns – wenn mal nötig- die gute Laune immer wiederzufinden. Wir haben sogar eine Art eigener Sprache entwickelt, einen Mix aus eben all den Nationalitäten, aus denen wir als Team bestehen und all den Sprüchen, die im Laufe der Saison so entstehen und wir lachen ganz viel zusammen. Wir sind wirklich eine Familie.

Lieber G., wir konnten sehen, wie schwer es Dir – trotz der schönen Zukunft vor Deinen Augen- gefallen ist, wegzufahren, wir werden Dich auch vermissen. Und wünschen Dir von Herzen alles Gute! Pass auf Dich auf und komm bald wieder- als Tourist, der fragt: „Where are my Sky’s?:-)

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Hier ein Link zu einem Beitrag aus der letzten Saison: https://andrea2007.wordpress.com/2008/03/30/viele-wege-fuhren-in-den-skiservice-oder-einmal-engadin-immer-engadin/

Kundengeschichten im Skiservice – Hellsehen Folge 1347:-)

4. Februar 2009

Ein Jugendlicher fragt mich Löcher in den Bauch über Oakley Goggles (hat mit Google nix zu tun:-) ), ich antworte brav und freundlich, wundere mich innerlich jedoch nur noch …Endlich schien er sich für ein Modell entschieden zu haben und toppte alle vorher gestellten Fragen mit dieser: “ Wie lange haben Sie denn DIESE Brille noch?“ Nachdem er vorher einfach schon zu dämlich war, konnte ich es mir nicht verkneifen zu antworten: „Bis ich sie verkauft habe.“ 🙂

Heute kam eine Italienerin mit Hund in den Laden und fragte mich ernsthaft, ob der Hund schon vorher mit einer anderen Dame dort gewesen wäre!! War dieser Hund vorhin schon hier? Äh, möglicherweise bei meiner Kollegin? Ob ich die Kollegin nicht grad mal fragen könne… die war aber leider schon im Mittag.
Nachher löste sich der Fall: sie war von Ihrer Chefin beauftragt worden, in dem Laden, in dem selbige vorher mit eben jenem Hund gewesen war, ein Paar Schuhe zu kaufen und hatte ihr auch das Geld passend in die Hand gedrückt. Herrlich… war dieser Hund eben schon mal bei Ihnen??? 🙂

Schön der Russe, der täglich stundenlang im Geschäft war und mit uns allen immer Russisch sprach, obwohl er wusste, dass nur 1 Person ihn verstand. Er zeigte auf eine Bognerjacke und sagte in seinem gebrochenen Englisch mit hartem russichen Dialekt: „Supermodell!!! Red?“ Nein, wir hatten DIESES Modell nicht in Rot, meine Antwort also: „No red, only THIS Modell in red.“ Er zeigte auf die nächste Jacke:“ Supermodell, red?“ „No, only THIS Modell in red.“ Unbeirrt fragte er bei nächsten Modell:“ Supermodell, red?“. „NO RED!!!“ Und die Krönung war dann seine Antwort, bei der er wiederum auf eine NICHT ROTE Jacke deutete: „This Supermodell, in red Super-Supermodell.“

Wie schön ist es doch, mal einen Kunden zu haben, der so herrlich Englisch redet, wie es nur wahre Engländer können, ich liebe diesen Dialekt und dieser Satz ist doch einfach göttlich: „Our Skies were being serviced.“

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Kundengeschichten im Skiservice- Können Sie etwa NICHT hellsehen? :-)

20. Januar 2009

Die Kundin fragt meine Kollegin: “ SIE, ich habe da eine Strickmütze in Ihrem Hauptgeschäft gekauft, haben Sie die hier auch?“ „äh,  wie sieht die Mütze denn aus?“ „Das war ne ganz schöne Farbe.“   🙂

Gleicher Tag am Telefon:
„Sie, ich hab für meinen Mann die Bognerjacke in ihrem Shop im Kempinski als Auswahl mitgenommen, in Gr. 52, die ist ihm zu gross, haben Sie die in Gr. 50?“
„Welche Jacke ist das denn?“
„Wissen Sie, in Gr. 50 würde er sie brauchen. Haben Sie die noch?“
„WELCHES Modell ist das denn, wir haben ja nicht nur EINE Jacke von Bogner?!“
„Also das ist genau diegleiche Jacke, die Boris Becker in der Gala anhat.“ …
“ Ich nehme mal an, das ist dieselbe Jacke, die er auch in der Schweizer Illustrierte an hat?“ (ICH weiss nämlich, WO er sie gekauft hat, das hab ich der Kundin natürlich nicht auf die Nase gebunden:-) )

Nun ja, auf jeden Fall wusste ich DANN endlich, um welche Jacke es sich handelt.

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Es ist diese Jacke in einer anderen Farbe:-)

Kundengeschichten im Skiservice – Versprecher & Co.

12. Januar 2009

Gestern war ein lustiger Tag, wir hatten viel zu lachen, muss wohl am Vollmond gelegen haben:-)

Eine russische Kundin kommt rein und sagt: „Sky rent!“  Na den ganzen Himmel zu mieten, ist wohl auch für Russen ein wenig zu übertrieben, fangen Sie doch mal mit ein Paar SKI an…:-)

Meine liebe Kollegin Fr. will einen „neckwarmer“ verkaufen und bietet der Kundin einen „Nackenwärmer“ an, herrliche Übersetzung, ich musste in die Kabine vor lauter Lachen…gut, dass sie nicht aus Versehen, „Halskrause“ gesagt hat:-)

Ich: „Ich finde das timelich super gepasst„… ääähhhhh??? Ich WOLLTE sagen:“ Ich finde, dass das ZEITLICH super PASST.“ au wei…das mit den vielen Sprachen durcheinander ist manchmal wohl doch nicht so einfach:-)

Schön war auch die russische Kundin, die zig Helme probierte, kaum Englisch konnte, aber auf JEDE meiner (kurzen) Fragen und auf jedes Helmmodell ausschliesslich mit demselben Satz antwortete: „It’s not possible!“

Und der Clou zum Schluss: „Zahlen Sie bar?“ „Nein, cash!“ 🙂

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Kundengeschichten im Skiservice – Nichts zu tun?

6. Januar 2009

Der Laden ist voller Leute, die Miete voll, viele Kunden schauen sich um und ich stehe mit offenen Augen „mittig“, um hier oder dort den in Ruhe schauenden Gästen hilfreich zur Seite zu stehen; da kommt ein deutscher leicht ungepflegt aussehender Mann auf mich zu und ich schaue ihn erwartungsvoll an, als er folgendes rauslässt:

„Und SIE? – … haben NIX zu tun?“ ……….

DAS  hätten (nach 19 Tagen Durcharbeiten) berühmte letzte Worte werden können, schäum…. 😉

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