Archive for the ‘Kundengeschichten im Surfcenter’ Category

Kundengeschichten im Surfcenter – WAS kein Internet?

12. Juni 2010

Wir haben einen Internetcorner, da kommt man für Geld ins Internet. Und wir haben für unsere Kunden wireless-lan, da kommt man gratis rein, nur durch ein Passwort geschützt, dass wir aber kostenlos rausgeben. Irgendwie wurde über den Winter aus Versehen ein Vertrag gekündigt, bis wir es gemerkt haben, hatten wir schon eröffnet und jetzt dauert es ein bisschen, bis die Verbindung wieder aufgeschaltet wird. Der Computer steht natürlich trotzdem da vom Internetcorner.

Ein deutscher Herr mittleren Alters schlürft mit Schlappen und ungewaschenen Haaren an uns vorbei, ohne grüssen, ohne überhaupt ein Wort und fängt an, auf der Tastatur rumzuhauen…Ich springe hin und sage freundlich: „Sorry, aber die Leitung ist leider noch nicht aufgeschaltet.“ Da zieht er ein Gesicht noch unfreundlicher als vorher, murmelt bei Rausrennen „Sch*eiss Schweizer Service…“ vor sich hin und knallt die Tür hinter sich zu… HALLO??? Na das fängt ja wirklich gut an:-) Wir mussten alle lachen, weil das echt so ein richtiger dramatischer Auftritt war…

und irgendwie hat mich das an Loriot’s Opa Hoppenstedt erinnert:-)

Advertisements

Kundengeschichten im Surfcenter – Woher kommst Du?

6. Juni 2010

Ein kohlrabenschwarzer wunderhübscher junger Mann mit strahlend weissen Zähnen und einem dementsprechend strahlenden Lächeln  steht vor mir und bestellt einen Café, Toni fragt ihn, „Woher kommst Du?“ Und er antwortet auf Schwyzerdütsch(!):“ Aus St. Gallen…“ Grosses Gelächter, denn das war mit der Frage natürlich nicht gemeint gewesen…es kam so herrlich und spontan raus und wurde wieder begleitet von diesem unglaublichen Lächeln. Des Rätsels Lösung: er kam ursprünglich aus Sri Lanka…

(da ich ihn schlecht fotografieren konnte, gibt es heute mal ausnahmsweise kein Foto, es passt einfach nix.)

Erholung… :-)

15. Oktober 2009

Ich glaube, das Erholsamste an diesen Ferien ist, dass ich mir keine Gedanken übers WETTER machen muss…

-keine Diskussionen, wie es war, wird oder woanders ist
-keine Diskussionen, wie der Wetterbericht zu interpretieren ist
-keine Beschwerden, dass es nicht so ist, wie gewünscht
-keine Vorwürfe, was ICH mit dem Wetter gemacht habe

…und das GRÖSSTE daran, ich muss nicht täglich METEO gucken und Wetterberichte vergleichen und ausdrucken, um das zu sehen, was unsere Kunden sehen und zu überlegen, was sie daraufhin wohl unternehmen werden… 🙂

HIER scheint die Sonne, wenn sie scheint,
es windet, wenn es windet und
wenn der Himmel sich bewölkt,
dann tut er es eben…
Unkommentiert und unkompliziert… HERRLICH…

Gran Canaria 10-2009 018

Kundengeschichten im Surfcenter- Wind und Strom

20. September 2009

Letztens hatten wir in ganz Silvaplana Stromausfall. Der Herr auf dem Camping fragte dann unsere Surfschulchefin: „Habt Ihr auch keinen Strom?“ „Nein.“ „Wann kommt der denn wieder?“ ???!!! Sie sagte mir dann nachher: “ Jetzt fragt endlich mal keiner, wann der Wind kommt, dafür werd ich gefragt, wann der STROM kommt… “ 🙂

Apropos „wir können hellsehen“, die Frage eines anderen Tages: “ Weisst Du wie morgen das Wetter wird… in DAVOS?“ 🙂 *kopfschüttel*

stromausfall1

…und wenn nicht heute beim Abschiedsessen noch irgendwelche Geschichten erzählt werden, die ich noch nicht kenne und die dann einen Blogbeitrag wert sind, dann war es das jetzt  erstmal mit den Kundengeschichten aus dem Surfcenter, denn heute ist unser letzter Tag. Ich hoffe auf lustige Kundengeschichten im Skiservice ab November… Wer nicht mehr so lange warten möchte, kann hier ein bisschen in alten Geschichten stöbern…

Kundengeschichten im Surfcenter – Geografie-und Biologiestunde:-)

14. September 2009

Wir sind es gewöhnt, dass Italiener bei uns ganz selbstverständlich mit Euro zahlen; sie fragen meist nicht einmal vorher, ob wir Euro nehmen. JETZT weiss ich endlich, WARUM.

Zitat eines italienischen Familienvaters, der sich sogar ENTSCHULDIGT, dass er nur Euro hat: „Abbiamo dimenticato, che St. Moritz è in Svizzera.“ (Wir haben VERGESSEN, dass St. Moritz in der Schweiz ist!)… Ich hab dann nicht nachgefragt, ob er wirklich dachte, es gehöre zu Italien… 🙂

globus

Und gestern fragte ein deutscher Herr: „Wo gehts denn hier zum Pfeiffschwein-Gehege?“ ??? Es brauchte einen Moment, bis wir verstanden hatten, dass er Murmeltiere meinte und ja, neben der Tankstelle im Berg wohnten früher ganz viele Murmeltiere, sie sind aber leider mittlerweile ausgestorben… Pfeiffschwein, wir haben den ganzen Tag noch drüber geschmunzelt…:-)

murmeltier-1

Kundengeschichten im Surfcenter – Eigenartige Formulierungen

19. August 2009

Wenn man mit so vielen verschiedenen Nationalitäten und sovielen Menschen täglich in Kontakt ist, dann fallen einem „typische“ Formulieren und Eigenarten auf.

Typisch italienisch ist es z.B. einfach mal loszuquatschen, auch wenn ich gerade einen anderen Kunden bediene – Ich kann dann herrlich schwerhörig sein und den Kunden umso freundlicher und ausführlicher weiterbedienen:-)

Typisch italienisch ist es auch, keine Franken zu haben und gar nicht erst vorher zu FRAGEN, ob man mit Euro bezahlen kann. Und wenn man dann noch unfreundlich ist, passiert es schon mal, dass der Betrag 15 Fr. ausmacht, der Italiener meiner Kollegin wortlos 10 Euro auf den Tisch knallt, sie ihn in die Kasse steckt und den nächsten Kunden bedient. Worauf der Italiener sie anblafft: “ è  il resto?“ NIX resto…

Eine typisch deutsche Formulierung ist: “ Ich kriege… ein  Eis oder was auch immer.“ Ich kriege? Ist das ein Befehl, ein Wunsch oder ne Vorhersage? 🙂 Wir antworten dann immer- ganz leise unter uns natürlich- Na, das wollen wir ja mal sehen:-)

Heute fragte mich ein Deutscher: “ Hast Du ne Toilette?“ Hä? Ich weiss, mein Deutsch hat hier wirklich gelitten, aber DAS sagt man doch nicht in Deutschland, oder? 🙂

Schön auch der deutsche Herr, der mit Frau und Tochter reinkam und sagte: “ Wir haben Windsurfen bestellt.“ Ich konnte mir ein Lachen wirklich nicht verkneifen, WIR am Buffet nehmen leider nur Essen- und Getränkebestellungen an. 🙂

Typisch Schweizerisch ist die negative Fragestellung: “ Salat haben Sie nicht?“ „Apfelsaft haben Sie nicht?“ Eine komische Angewohnheit, die uns sehr aufgefallen ist, also ich würde immer fragen “ Haben Sie Salat?“

Völlig international scheint es dann zu sein, NICHT zu grüssen, NICHT danke und bitte zu sagen; wir können uns das nur so erklären: Danke und Bitte sind den Sparmassnahmen aufgrund der globalen Krise zum Opfer gefallen…und für das Sprechen in ganzen Sätzen ist in der heutigen schnellebigen Zeit einfach kein Platz, schon gar nicht in den Ferien:-)

sprachen

Kundengeschichten aus dem Surfcenter- es geht weiter

7. August 2009

Die Wind-und Wettergespräche haben wirklich unendlich viel Varianten. Wie schon erwähnt, drucke ich morgens den Wetterbericht aus, den ich auf der Engadin-St.Moritz-Seite finde und der am Genauesten von allen ist. Diesen Ausdruck hänge ich am Buffet auf und wenn jemand fragt, dann zeige ich drauf und erspare mir viel Reden und es ist ein Service für die Kunden.

Und daraufhin fragt letztens jemand im Ernst: „Und wie muss ich das Wetter jetzt deuten?“ WIE BITTE? Das ist ja wohl kein Horoskop 🙂 „Da steht was von Quellwolken in den Bergen und Wind im Tal. Sind wir hier im Tal?“ Äh…kommt daher vielleicht der Ausdruck, dass jemand „den Kopf in den Wolken hat?“ 🙂

Nach 2 Wochen Traumwetter und  Traumwind hat es Freitag morgen angefangen zu regnen, nach 5 (!) Minuten fragte der erste Kunde total angenervt: „Regnet das jetzt den GANZEN Tag?“ WOHER soll ICH das wissen???

Meine „Lieblingsfrage“ bei schlechtem Wetter ist übrigens: „Was habt IHR denn mit dem Wetter gemacht?“ Nun, wer hier aufmerksam liest, der weiss, dass WIR das Wetter hier manipulieren, und wenn es schlecht ist, dann ist das natürlich UNSER Werk, um Kunden zu ärgern, um wenig Umsatz zu machen und uns auszuruhen und dumm rumzustehen… 🙂

Unser lieber Surflehrer mit Spitznamen Palü mit dem herrlichen französichen Akzent sagte dazu was sehr Schönes: “ „Das Wetter ist nur im Kopf.“ GENAU so ist es. Und ich weiss echt nicht, was bei manchen Menschen so im Kopf los ist 🙂

Irgendwie tröstlich war es, als mir unsere Bankfrau dann erzählte, die Kunden würden SIE immer fragen: „Meinen Sie, dass der Eurokurs morgen fällt oder steigt?“ Ich hab ihr den Tipp gegeben, zu antworten:“ Kommen Sie morgen wieder, dann sage ich es Ihnen.“ 🙂

wetterfrosch1

Lustige Geschichten aus dem Surfcenter – Ganz schön kess:-)

1. August 2009

Ich frage Toni: “ Willst Du jetzt Mittagessen?“

Er:“ Ich muss nachdenken.“

Unsere 16jährige Aushilfe S.: “ Das kannst Du ja beim Essen, ach nein, Männer können ja nicht 2 Dinge gleichzeitig machen.“ Riesenfreches Grinsen…

Toni: „Woher hast Du das? Das hast Du sicher hier im Surfcenter gelernt.“

S. ganz schlagfertig:“ Nein, das ist Allgemeinbildung, das weiss man doch.“

Ganz schön kess und ganz schön schlau, der Nachwuchs 🙂

freches_girl_in_schuluniform_orig

Kundengeschichten im Surfcenter – Wind und Leute

28. Juli 2009

„Normalerweise“ beginnt der thermische Wind so gegen 11 Uhr und ab mittags ist er dann gut zum Surfen. Im Juni und Anfang Juli hatten wir dieses Jahr sehr selten guten Wind. Seit 2 Wochen ist es der  Hammer, starker Wind, an 2 Tagen schon früh morgens teilweise um 8.00, einfach sensationell.

Und als dann am nächsten Tag der Wind erst gegen Mittag kam, wie es eigentlich „normal“ ist, da gab es doch Surfer, die sich prompt BESCHWERT haben, dass es nicht wieder morgens um 8.00 Wind hatte, kopfschüttel…

Und dann gab es noch die Surfer, die sich beschwerten, es hätte nun aber ZUVIEL Wind. HALLO? Bitte sag mit jemand, WANN ein Surfer zurfrieden ist. Kopfschüttel…

Schön war auch der Surfer, der auf unseren ausgehängten Wetterbericht schaute, den ich jeden morgen aus dem Internet runterlade und der ziemlich genau ist; die Vorhersage war sehr gut für die nächsten Tage und der fragte doch im Ernst: „Habt Ihr den Wetterbericht manipuliert?“  ???? Toni’s Antwort und es war wohl auch die einzige, die da passte war: „ja klar.“ Kopfschüttel…

Ein Tessiner fragt in etwas undeutlichem Deutsch, ob wir auch „Linzertorte“ haben; ich verstehe „Linsensuppe“:-) Grins…

Ein 8jähriges süsses blondes Mädel steht auf Augenhöhe mit den Nussgipfeln vor mir am Buffet, ihre Zähne klapperten vor Kälte, sie hatte eine Mega-Gänsehaut und bestellt einen Nussgipfel für ihre Mutter. Ich frage sie im Spass: “ Einen Nussgipfel für Deine Mama und eine Heizdecke für Dich? “ Sie antwortet spontan: “ Kann man die mieten oder muss man die kaufen.“ 🙂 So süss, die ganze Schlange Menschen fing an zu lachen…

blondesmädchen

Wir sind in der Zeitung!

26. Juli 2009

Engadinerpost

Hier zum mitlesen:

Surfe und Fliege

skr. “ Ich bin kaputt“. Seit fast drei Stunden bin ich auf dem Wasser – es ist “ verrückt“: Frank aus New Jersey, seit ein paar Tagen bei Freunden im Oberengadin und begeisterter Windsufer, atmet schwer, nachdem er soeben an Land gegangen ist. Direkt neben ihm schlägt das Wasser des Silvaplanasees halbmeterhoch ans Ufer, die Gischt ist da wie noch nie in diesem Jahr.

Am Donnerstagmittag herrschen im Mekka des Schweizer Surfsportes Top-Verhältnisse. Der Wind peitscht mit 7-8 Beaufort übers blaugrüne Wasser, grosse Schaumkronen bilden sich. Manch einer der Wind-und Kitesurfer, der sich zuviel zumutet, stürzt spektakulär. Die Könner vollführen Sprünge am laufenden Band. „So sollte es öfters sein“, mein teine klitschnasse Surferin freudestrahlend.

Andere erholen sich im Surfcenter bei Toni Mayer und seinen Mitarbeitern. Sie sind „geschafft“ von den selbst für den Silvaplanasee nicht alltäglichen Windverhältnissen.

Bild: Während der eine Windsurfer am Donnerstagmittag auf dem Silvaplanasee zu Höhenflügen abhebt, muss sich der Gestürzte (im Wasser) zuerst wieder aufs Brett zurückkämpfen. Foto: Stephan Kiener

Engadiner Post vom 25.07.09

Dieser Tag wird in die Wind-Geschichte eingehen, vor allem weil der Malojawind  morgens um 8 schon da war und bis abends 8 geblieben ist.

Kundengeschichten im Surfcenter – Windvariation und anderes

15. Juli 2009

Nachdem wir im Juni kaum guten Surfwind hatten, bläst seit Samstag wunderbarer Malojawind, der die Surferherzen höher schlägen lässt. Und er kommt sogar schon relativ früh am Morgen, so gegen halb 10 beginnt er, was ein wenig ungewöhnlich ist, startet er normalerweise wirklich erst gegen 11 oder später… (falls man in dem Zusammenhang  „normalerweise“ sagen kann:-)

„Was heisst denn das, wenn es JETZT SCHON Wind hat? Hört es dann in einer halben Stunde wieder auf?“ Mannomann, was für ein Optimist, können die Menschen denn niemals zufrieden sein? Ich gab die einzige Antwort, die mir dazu einfiel: „Das heisst, dass Du JETZT SCHON aufs Wasser kannst.“ 🙂

„Was gibt es heute als Menü?“ „Käsewähe!“ „Kann ich die auch ohne Käse haben?“  naja, es wird wohl etwas schwierig, den Käse aus dem Käsekuchen rauszupicken…:-) Da mag ich doch lieber den, der einen Cheesburger ohne Käse bestellte, das ist einfacher, das ist nämlich ein Hamburger:-)

käsewähe

Kundengeschichten im Surfcenter – Gesprächsvarianten über das Thema Wind

30. Juni 2009

„Was macht denn der Wind heute“ Ich antworte spontan: „was er will…“ „Ja, das macht er ja immer“ (warum fragst Du dann? Lächle aber nett als Antwort. ) „Ja und wie ist der Wind am Comer See heute?“ ÄH, ich könnte dasselbe machen wie Deine Freundin gerade und im Internet nachschauen, denn auch wenn es nicht weit dorthin ist von uns, SEHE ich doch von hier aus nicht, ob es dort nun Wind hat oder nicht…:-)

„Und wie sieht das heute mit dem Wind aus?“ “ Es ist Nordwind im Moment.“ „Und wie lange dauert dieser Moment noch?“ ÄH…. „Ich weiss nicht, es drückt von Norden stark rein.“  „und wann dreht der Wind?“ ÄH… „Das ist bei der Wetterlage schwierig zu sagen, wahrscheinlich bleibt es bis Mittwoch so.“ „Und normalerweise?“ ÄH… „Normalerweise?“ „Ja, wann kommt normalerweise immer der (Maloja)-Wind?“ “ Zwischen 11 und 1…“ 🙂

„Guten Tag, wissen Sie, wir machen seit Jahren bei Ihnen Ferien und dieses Jahr kommen die Enkelkinder mit und…(erzählt noch weiter und weiter, bis er endlich zum Kern kommt) und deshalb rufe ich heute (Juni) an, um zu fragen: Wann kommt denn der Wind im August?“ ÄH…..

n1224997451_30090197_4971

Kundengeschichten im Surfcenter- Mal umgekehrt

24. Juni 2009

Untertitel: Krise? Keine Krise…

…zumindestens scheint der einheimische Lieferant keine zu spüren. Zugegeben, wir sind ein kleiner Kunde bei ihm, doch als wir letzte Woche eine Bestellung aufgaben, rief ein paar Stunden später der Chef persönlich zurück und teilte uns mit, sie würden die Bestellung nicht liefern. Auf unseren vorsichtigen Hinweis, der Fahrer führe sowieso täglich 2mal direkt an unserer Haustür vorbei, kam nur ein unfreundliches: Das wäre zu kompliziert und das Anhalten und Abladen wäre zuviel Aufwand.

Vor diesem Gespräch bestand die Möglichkeit, mit uns Umsatz zu machen, bei freundlichem und guten Service berücksichtigen wir gerne Lieferanten, bei denen wir sonst vielleicht weniger bestellen würden. NACH diesem Gespräch bestellen wir ganz sicher NICHTS mehr dort.

Wie sagt Julia Roberts in Pretty Woman,  als sie vollgepackt mit Einkaufstaschen in den Laden zurückgeht, wo sie vorher arrogant und unhöflich rausgeworfen wurde? „Dummer Fehler“… 🙂

einkaufswagen

Kundengeschichten im Surfcenter – SIE waren schon letztes Jahr hier…

17. Juni 2009

..sprachs und zeigte mit seinem Zeigefinger auf mich, der stark blondierte nicht so sympatische Deutsche. „äh, ja…“ „Dann kennen SIE sich ja hier aus.“ Der Zeigefinger kam näher und ich war froh um das Buffet, das uns trennte. Was kam denn wohl jetzt? Ausgehtipps? Speisekarte? Öffnungszeiten? Weit gefehlt…: „Also wie sieht denn das heute mit dem Wind aus?“ … Da war es also, mein absolutes Lieblingsthema. Dass einer Blondine zugetraut wird, den Wind genau vorherzusagen, beeindruckt mich immer wieder:-)

Die Geschichte geht noch weiter. Der sympathische Herr kommt um punkt 12 Uhr rein- wir essen grad zu Mittag, es ist sonst nichts los- , ich stehe selbstverständlich sofort auf und frage ihn mit meiner professionell freundlichen und verbindlichen Art, was er denn wünsche. „Was gibts denn hier als Frühstück?“ brummt er mich an. Ich zähle also alles auf, was wir frühstücksmässig noch um 12 Uhr mittags haben, Sandwiches, Brioches, Nussgipfel… Und er faucht mich an: „…und so normal haben Sie nicht?“ Äh, normal, was ist schon normal, denke ich still für mich und frage noch immer professionell freundlich und verbindlich: „Was meinen Sie denn genau mit „normal“?“ Schnappt er ein:“ Naja, Croissants…“ Worauf ich ihm professionell freundlich und verbindlich erkläre, dass wir die Croissants gestern alle wegschmeissen mussten, weil sie niemand wollte und daher heute keine hätten.  Leider konnte er da noch einen drauf setzen: „Na ICH hab aber einen gegessen.“… Puh, nicht immer leicht, professionell freundlich und verbindlich zu bleiben:-)

northwest-airlines-stewardess

Mach es wie die Kinder… Kindergeschichten im Surfcenter:-)

13. Juni 2009

Gestern Nachmittag waren ein paar junge Mütter vom Dorf mit ihren Kindern bei uns auf der Terrasse. 2 Mädels, 2 Jungs. Die Kinder lieben es, am Seeufer zu spielen und die Mütter können in Ruhe Cafè trinken (oder Prosecco:-) ). Und dann haben wir noch die hiessgeliebte Gumpiburg, die allerdings auch immer wieder mal für -harmlose- Tränen sorgt.

So auch gestern, beide Mädels kamen heulend und schreiend zu ihren Müttern zurückgelaufen, schmissen sich auf ihren Schoss und attackierten mit heftigen Worten die anderen, ungefähr so; DU hast aber und dann hat er… und DU hast…und Du und Du und Er…

Wir Erwachsenen konnten uns nicht helfen und mussten laut loslachen, das war vielleicht ein Schauspiel. Nach 5 Minuten Krokodilstränen, zogen dann alle Kinder einträchtig zum Spielplatz los, als wäre nichts gewesen.

Ist es nicht schön, Kind zu sein, da sind einfach immer -ungestraft- die anderen schuld … und niemand ist nachtragend. Ich glaube, das werd ich auch mal wieder probieren:-)

kinder

Lieber Gelb trinken, als schwarz malen

17. September 2008

Mit diesem Satz startet eine im grossen Stil angelegte neue Werbekampagne des Schweizer Nationalgetränkes Rivella (was den Österreichern ihr Almdudler und den Deutschen vielleicht ihre Bionade).

Wir flachsen immer mit unseren Kunden und vor allem Toni fragt immer, möchten Sie Rivella rot, blau, grün oder gelb. Gelb gab es bisher eben nicht (nur dieser Kunde war wohl seiner Zeit voraus, grins).

Auf jeden Fall rief Toni letztens mal ganz aufgeregt: “ Es gibt jetzt Rivella gelb.“ Wir mussten echt lachen und am nächsten Tag war eine Promotion-Flasche in der Post. Was ist neu? Es ist laktosefrei und mit Bio-Soja, das sogar aus Süddeutschland kommt. Ich habs noch nicht probiert, aber mir gefällt die Werbung: Lieber Gelb trinken, als schwarz malen.

Achtung- Ansteckungsgefahr…

25. August 2008

Heute (also eigentlich gestern-sprich Sonntag) morgen bin ich mit einer unglaublichen Power und einer gigantisch guten fröhlichen Laune in den Tag gestartet. Es war ein wunderschöner Tag mit knallblauem Himmel, unser von mir heissgeliebtes Stamm-Team hat zusammengearbeitet und ich war einfach unbändig gut drauf- ANSTECKEND gut drauf. Übeschäumende Lebensfreude pur! So ein glückliches Gefühl im Bauch, das einfach aus mir rausprudelte.

Dabei fiel mir mein Ex-Chef in Krefeld ein, der immer provozierend sagte,: „Permanente schlechte Laune ist ein Kündigungsgrund. Die ist nämlich ansteckend.“ Sehr provokant, aber recht hat er schon irgendwie.

Zum Glück ist GUTE LAUNE auch ansteckend und im Laufe des Vormittags hatte ich alle infiziert, Kunden, Kollegen, Bekannte und Freunde :-). Wir haben gelacht, gescherzt, uns „angezündet“, zur  Mamma-Mia Musik zwischen Latte Macchiato und Cheeseburger mitgesungen und getanzt. Die Arbeit ging mit links und wir hatten sogar einen halbe Stunde, in der wir alle zusammen (das gibts sonst NIE) in der Sonne Mittagessen konnten. Einfach so schön!!! Und es ging den ganzen Tag so weiter, ein genialer Arbeitstag.

Als wir letztens mal so gut drauf waren – im grössten Stress- und uns die gute Laune im Gesicht stand, sagte eine Kundin ziemlich giftig: „Hauptsache, die HINTERM Buffet haben Spass.“ JAAA, das stimmt, denn wenn die HINTERM Buffet- sprich WIR- gute Laune und Spass haben, dann haben unsere Kunden auch mehr Spass, wenn sie denn offen genug sind, sich darauf einzulassen…

Ein kleines I-Tüpfelchen hat es mir den Tag noch ein bisschen mehr versüsst. Nachdem ich meiner Kollegin von dem Desaster am Dienstag mit dem zugegebenermassen äusserst positiven Ergebnis erzählt hatte, erkannte sie den Kunden meiner Erzählung gleich als jenen, mit dem sie folgendes Erlebnis hatte: Er bestellte 2 Softeis Erdbeer. Erdbeer war aber leider aus. Er forderte dann 2 andere Eis- gratis. Worauf sie schlagfertig antwortete: „We don’t have to discuss about this!“ Und er lamentierte, in Amerika müsse man etwas anderes gratis geben, wenn etwas ausverkauft sei. Sie konterte: “ Thanks good, we are NOT in America.“ 🙂 Er bezahlte ganz brav sein Eis…

Lasst Euch alle von guter Laune anstecken und verbreitet das Virus rücksichtlos weiter.
Für Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie weiterhin meinen Blog oder fragen Sie die Inhaber der Blogs auf meiner Blogroll:-) und ich sitze auch jetzt hier beim Schreiben mit einem dicken, fetten Grinsen im Gesicht!

Kundengeschichten im Surfcenter- aus der Ruhe gebracht

20. August 2008

Gestern ist dann tatsächlich mal passiert, ein Kunde hat mich extrem „aus der Ruhe gebracht“. Wie konnte das passieren?

Folgende Situation, schönstes Wetter und Wind, wir zu Zweit, was zu diesem Zeitpunkt der Saison immer reicht. Mittagszeit, ein bisschen Gas geben, unheimliche viele Italiener in grossen Gruppen mit grossen Bestellungen, Toni am Grill, ich am Büffet und noch am Pommes Frites machen.

So weit so gut, ich war mega-konzentriert, kam dann aber nicht vom Büffet weg und hab 4 Portionen PommesFrites unfreiwillig schön verbrennen lassen… Etwas gereizt – auch durch den netten und völlig überflüssigen Kommentar von meinem Göttergatten zu den verbrannten Fritten – drängelt sich ein Kunde nach vorne, quatscht dazwischen und ich werd ihn nicht mehr los. Er will surfen, ich schick ihn zur Surfschule. Er weisst nicht, zu wem, ich zeig es ihm. Das alles, während ich andere Kunden bediene und immer mit einem Auge in die Friteuse schiele.  Er checkt gar nichts. Steht der Typ schon wieder da und fragt nach Bike-Miete. ONE MOMENT! Er labert und labert und lässt sich nicht abschütteln, checkt gar nicht, wie respektlos und dumm er sich benimmt.

Seine Bestellung nachher nimmt Toni auf, der schon das wilde Blitzen in meinen Augen sah. Ich bringe die bestellten Cheeseburger, ER schreit mich an, „Where are my fries?“ Lässt mir keine Chance zum Antworten und schiesst gleich nach: “ I NEED FRIES.“ Puh, tief Luftholen, „Did you ORDER Fries?“ Naja, er dachte, die wären automatisch beim Cheesburger dabei, wäre ja kein Problem, aber deshalb muss er mich nicht ANSCHREIEN, nachdem er mich vorher schon so GENERVT hatte. Ich hab ihm dann ganz ruhig gesagt:“It’s not included, but you want fries? No problem, I bring you fries.“ Innerlich bin ich fast ausgerastet. Und dann hab ich die Kommunikation abgebrochen!!!

Ich  habe mir die Freiheit genommen, einen Kunden absichtlich NICHT weiter zu bedienen. Ich habe einfach innerlich mal „Nein“ gesagt (und das schon viel zu spät). Es gibt Grenzen und juchu, ich habe eine gesetzt. Wofür das Erlebnis gut war und warum ich es aufschreibe?

Ganz einfach: Die Siutation hat mir gezeigt, dass ich auf gar keinen Fall SO behandelt werden möchte, sondern dass ich mit Respekt und Anstand behandeln werden möchte und dass das MEIN Glaubenssatz ist und wenn etwas von mir will, dann hat er das zu respektieren oder muss halt das Echo abkönnen. Ich DARF so handeln und denken. EIN GROSSARTIGES GEFÜHL.

Und es gab noch eine gute Nebenwirkung: Das Ganze hat mir einen solchen Adrenalinschub gegeben, dass die nachfolgenden Kunden von meiner unglaublichen Energie und Lebensfreude profitieren konnten 🙂

 Leg‘ Dich lieber nicht mir mit an… 😉

Kundengeschichten im Surfcenter – and the winner is…

18. August 2008

Für diesen Beitrag komme ich jetzt bestimmt in die Hölle, aber gestern war so ein Tag… Selten soviele unfreundliche, hektische, eigenartige Kunden erlebt, wir haben nachher nur noch gelacht, weil es eigentlich so traurig war… 😉 Ich hätte heute am liebsten 3 Pokale verteilt:

Einen für den unfreundlichsten Kunden (wobei ich mich nur schwer entscheiden konnte, ob der eine Schweizer oder der andere Deutsche gewonnen sollte).

Einen für den ungeduldigsten Kunden
(den sich mit Abstand die italienische Dame verdient hat, die an einer längeren Schlange vorbei fast HINTER dem Buffet stand, mich in der Küche sah und mit einer eindeutigen Bewegung aus der Küche herauszitierte- und ich mich auch noch rauszitieren liess-und dann doch nur erwähnen musste, dass sie normalerweise vom Chef bedient wurde…)

Einen für den „blondesten“ Kunden
(auch da fiel heute die Auswahl einfach schwer, viele ernsthafte Anwärter aller Länder, die wirklich schwer von Begriff waren…)

Oder hätte ich UNS heute einfach den Pokal für die-trotz-furchtbar-unfreundlicher-und-ungeduldiger-Kunden-immer-freundlichsten-und-den-Humor-behaltenden-Menschen-mit-den-stärksten-Nerven überreichen sollen? 😉 Der arme Vollmond kann doch nicht immer Schuld haben…

Oder ist es das Gesetz der Anziehung- je komischer das Wetter, desto komischer die Kunden… 🙂

Und jetzt mal im Ernst, Worte wie „Service, Dienstleistung, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft“ stehen heute an erster Stelle. Für uns im Surfcenter und auch im Skiservice ist das keine Frage, wir leben das und viele Kunden schätzen das auch sehr.
Und doch –  an einem Tag wie gestern frag ich mich: Sind die Menschen keine Freundlichkeit mehr gewohnt? Mit welchen Menschen umgeben sie sich im Leben, dass sie so schlechtgelaunt und unfreundlich durch die Gegend laufen? Dass sie mir auf ein fröhliches „Guten Morgen“ nur mit einem hingeblufften „CAFÈ“ antworten können.

Es gibt Schulungen und Weiterbildungen für freundlichen Umgang mit Kunden. Es gibt Wettbewerbe wie „Der freundlichste Verkäufer“, „Der freundlichste St. Moritzer“ (das war übrigens ein immer gutgelaunter und lustiger Busfahrer), ich beantrage hiermit die Schulung „Wie behandel ich als Kunde eine freundliche Verkäufern.“ und “ Wie bestelle ich richtig: Guten Morgen, ich hätte gerne… Danke.“

Und als Krönung schreib ich den Wettbewerb „Der freundlichste Kunde“ aus.

CSI: Silvaplana

17. August 2008

Als wir am Samstag morgen ins Surfcenter kamen, fanden wir nicht nur ein wenig Schnee auf den Bergen, sondern auch ein heilloses Chaos vor: Vandalen, Einbrecher, Chaoten…?

Unsere „Spurensicherung“ und Befragung diverser Zeugen ergab folgendes:

Eine Gruppe junger Camper hatte sich bei dem anhaltenden starken Regen Tische und Bänke von der Terrasse „ausgeliehen“ und sie unters Vordach gestellt. Dann bekamen sie wohl Hunger und zapften die Gasleitung von unserem Grill an, um eben jenen in Betrieb zu nehmen…gehört schon ein wenig handwerkliches Geschick dazu und wohl auch ein wenig kriminelle Energie…

Dummerweise hatte „jemand“ von uns vergessen, den Kühlschrank abzuschliessen und somit hatten sie dann auch richtig was zu essen…

Nicht die 10 Bratwürste und weiss nicht wieviel Hamburger, die sie sich dort lustig auf unsere Kosten grillierten, haben mich schockiert; obwohl man denen doch noch mal den Unterscheid zwischen „Dein „und „Mein“ erklären sollte. Auch nicht das verbrauchte Gas stört mich – mal abgesehen von der Dreistigkeit. Der völlig verdreckte Grill und  der ganze Müll, den sie hinterlassen haben und den wir eine halbe Stunde lang aufräumen und putzen mussten-Schwamm drüber.

Nein, etwas ganz Anderes hat mich geschockt: Ist jemand von Euch schon einmal beraubt worden oder bei jemandem von Euch eingebrochen worden? Ich kann Euch sagen, es ist ein höchst un-gutes Gefühl. Ein Einbruch in die Privatsphäre. Da haben fremde Personen in meinem Hab und Gut gehaust, da ist jemand in meinen (unseren) Bereich eingedrungen. Ich fühlte mich irgendwie persönlich angegriffen. Einen Moment lang ein Gefühl von Unsicherheit und Machtlosigkeit. Ich kann das Gefühl schlecht beschreibe, es verliess mich aber den ganzen Tag nicht und ich schaute zum ersten Mal im Leben unsere Kunden ein wenig misstrauisch an.

Und ausgerechnet an DEM Tag kamen unsere Polisten mal nicht zum Cafè…;-)

Kundengeschichten im Surfcenter – Denn sie wissen nicht…

7. August 2008

…was sie bestellen:-)

„Ich hätte gern ne Latte“ (pfui, alle schmutzigen Gedanken mal weglassen). Ich frage freundlich nach:“ Eine Latte Macchiato? “ Der Kunde:“ Was ist denn der Unterschied?“ DER UNTERSCHIED zwischen was, zwischen Latte (=italienisch Milch) und Latte Macchiato (= Espresso mit Milch und Milchschaum)??? Fragt der das im Ernst??? „Der Unterschied ist, das im Latte Macchiato Espresso ist.“ „Aha, dann probier ich das mal…“ (mehr Latte-Sprüche hier

Seit Montag habe ich die Bekleidung im Shop um 30% reduziert und es hängen überall sichtbar ganz viele Schilder. Kunde: Sind die Badehosen auch 50% reduziert?“ „JA, die Badehosen sind AUCH 30% reduziert!“ so blond bin ich wohl auch nicht…;-)

Wenn ein Kunde ein Rivella bestellt, dann fragen wir immer „Rot, blau oder grün?“ (normal, light oder mit Grüntee-Anteil). Der italienische Kunde antwortete meiner Kollegin heute: „Giallo (gelb).“ Was es nicht gibt –  als Entschuldigung zeigte er auf mich und sagte, er hätte auf mein T-Shirt geschaut –  mein T-shirt ist an den Ärmeln und auf dem Rücken gelb, während auf der Brust ein grosses buntes Gemälde ist. DER soll mir doch nicht erzählen, er hätte auf die gelben Teile meines T-Shirts geschaut…:-) Sein Blick dazu sprach Bände und wir mussten alle lachen…

Kundengeschichten im Surfcenter- nochmal Tea for Two

26. Juli 2008

Ich glaube, ich muss den Spruch streichen, heute schaute eine Kunden lange drauf und sagte dann: „Ich hätte gern Tea for Two, was ist denn da drin?“ und auch als ich dann sagte: „Das ist nur eine Überschrift.“ war sie nicht wirklich überzeugt und fragte nochmal nach: „Sind denn das grössere Portionen?“

Gestern haben wir mit Beate noch rumgeflachst über Begrüssungen. Sie sagte, sie wäre von einer Schweizerin mit „Servelat“ (Schweizer Wurst aus Schweinefleisch, National-Gericht) begrüsst worden und man könnte sich mit ganz viel Good-Will einbilden, sie hätte vielleicht „Servus“ gemeint… 🙂

Heute stellte sich heraus,  SIE  hatte es noch GUT getroffen, ICH wurde heute auf mein freundliches „Guten Morgen“ direkt und ohne Umschweife mit „Mieses Wetter“ begrüsst! Na danke! Ich musste gleich an „Mieses Karma“ denken und erwiderte gutgelaunt: „Die Sonne scheint doch“ – was noch nicht so ganz der Wahrheit entsprach, die Sonne versuchte aber gerade durch die Wolken zu kommen und es war schon sehr hell. Der junge Mann meinte nur miesepetrig: „Ja, irgendwo auf der Welt scheint sie immer.“ Als er dann heute Abend nochmal auf einen Cafè vorbeikam (und das auch noch vergebens, weil wir schon geschlossen hatten) und dann hörte, dass nachmittags schönstes Wetter und sehr guter Surfwind aufgekommen war und er stattdessen WANDERN war … wirklich mieses Karma für den armen Kerl…

Biitii’s Paradise

26. Juli 2008

Es war einmal ein Wettbewerb und meine Leser haben sich fliessig dran beteiligt und dann hab ich ihn gar nicht aufgelöst, HEUTE werd ich das endlich nachholen 🙂 Eure Kreationen haben mir allesamt sehr gut gefallen und ich hab mir die Wahl nicht leicht gemacht.

Es hat sich im täglichen Gebrauch allerdings der Name von meiner lieben Kollegin Beate (Spitzname „Biitii“, weil die Engländer „Beate“ so ähnlich aussprechen) durchgesetzt. Sie hat als Belohnung ihr Mittagessen auch schon bekommen:-) Hier ein paar Fotos  und ich hab einen direkten Link unter „Fotos“ rechts unten gemacht, wird immer wieder mal aktualisiert.

Biitii’s Paradise

Dumm nur für Sie, dass Sie selten dort sitzen kann… 😉

Kundengeschichten im Surfcenter- Tea for Two

23. Juli 2008

Toni lässt es sich nicht nehmen, die Leute so lange mit „Guten Morgen“ zu begrüssen, bis er eine Antwort erhält. Für ihn gehört es einfach zum Anstand, zu grüssen. Gestern morgen hat er sich fast die Zähne dran ausgebissen. Die Kundin antwortete nämlich immer mit: „Milchcafè, halb und halb.“ Er kann sich dann manchmal schon doof stellen und fragen:“ HÄ ? “ Als er dann den Cafe in die Tasse laufen liess, sagte sie doch tatsächlich:“ Kann ich mal sehen?“ Sie hat wirklich kontrolliert, ob wirklich nur die Hälfte Cafè in der Tasse war. Die Erklärung kam dann postwendend: „Ich dachte, Sie wären Italiener und würden nur Italienisch sprechen.“ HALLO, ist „guten morgen“ etwa italienisch??? *wunder*

Bei mir  hat sich  heute eine Kundin, die mit dem Hintern fast IM Kamin sass, so kalt war ihr, reichlich pikiert beschwert, dass ich es bei der HEISSEN Schoggi, die sie bestellt hatte, es zu gut mit der Hitze gemeint hätte … Wie heiss ist denn heiss? Nachdem sie mein freundliches Angebot, ein wenig kalte Milch hinzuzukippen, angenommen hatte, hat sie sich dann ganz nett bedankt, das hätte jetzt sehr gut geschmeckt! Geht doch 🙂

Süss war die junge Schweizerin, die meine neue Cafè und Tee-Karte las; ich hatte,  um die Karte etwas aufzulockern, über die Auflistung der Teesorten „Tea for Two“ geschrieben, und sie sagte: „Ach, Tee gibt es erst ab 2 Personen?“ JA, und draussen nur Kännchen:-)

Kundengeschichten im Surfcenter: Mein Mann,der Weltverbesserer mit Herz

19. Juli 2008

Eine ältere Dame mit Hut (*zwinker-Dori-zu*) und Hund kommt rein und bestellt ein Müsli (grins nochmal – für aufmerksame Blogleser ein Insiderwitz), ohne zu grüssen. Toni sagt: „Guten Morgen.“ Keine Reaktion, er sagt noch einmal „Guten Morgen“. Er muss es ein drittes Mal sagen, bevor sie es merkt und sagt: „Ach ja, eigentlich sagt man ja erst Guten Morgen.“ RICHTIG …:-)

Erst dann scheint sie ihn genauer anzuschauen und sagt: „Ich kenne Sie irgendwoher.“ Er im Spass: „Vielleicht aus der Zeitung.“ Sie:“ Was machen Sie denn?“ Er: „Das verrate ich Ihnen nicht.“ Sie: „Waren Sie mal Skirennfahrer?“ Ich höre in der Küche zu und lache mich schon kringelig.

Sie kommt ein paar Minuten später mit der leeren Müsli-Schale zurück und Toni fragt sie: „Warum essen Sie so schnell?“ Sie erwidert:“ Ja, das ist das Problem, wenn man allein am Tisch sitzt.“ Er widerspricht einfach und sagt:“ Nein, sie müssen jeden Bissen 20mal kauen, dann werden Sie alt und gesund!“ Sie: „Alt bin ich schon.“ Er: „Es gibt ein Sprichwort, das heisst ‚Nie verzagen, Anton fragen.'“ Was für ein Dialog, ich stehe in der Küche, höre auf zu arbeiten, lache in mich hinein und versuche mir jedes Wort zu merken…

Darauf antwortet sie: „SIE, jetzt hab ich ein dejà vu. Das hab ich schon einmal erlebt, mit genau denselben Worten.“

Das Ganze war äusserst humorvoll und witzig, sie ist mit einem Lachen gegangen und hat sich sicher ein Stück weniger allein gefühlt…

Kundengeschichten im Surfcenter – Müsli 2. Teil

19. Juli 2008

Ich hab alles falsch verstanden, das Müsli-Erlebnis letztens war eigentlich ein Riesen-Kompliment für mein tolles Müsli!!!

Heute war die Dame nämlich wieder da und als sie sah, dass es Müsli gab, machte sie einen kleinen Hüpfer (sie war eher so ein ete-petete-Typ, also sehr überraschend dieser kleine Hüfper), wackelte aufgeregt mit den Armen wie beim Ententanz und rief ganz freudig: „Oh, Müsli!“ 🙂

Kundengeschichten im Surfcenter – Vollmond?

17. Juli 2008

Aus Erfahrung wissen wir, dass an dem ersten schönen Tag nach längerer „Regenpause“ noch nicht  viel los ist und da wir unsere Ware jeden Morgen frisch zubereiten, sind wir an genau diesem Tag noch etwas vorsichtig mit den Mengen.

Also vorgestern – dem ersten Tag nach 4 Tagen Regen und Schnee- kommt eine Kundin um halb 12 mittags  ans Büffet und während ich ihre Latte Macchiato mache, sagt sie ganz schnippisch: „Gibts heute kein Müsli?“ (das Müsli bereite ich morgens frisch zu und das gibts nur an Wochenenden und während der Hochsaison, wenn wirklich schon morgens viel los ist) Ich erwidere freundlich und ruhig: „Nein, heute nicht.“ und schäume weiter die Milch. Sie fragt noch schnippischer:“ Und keine Apfelwähe?“ Ich wieder ganz freundlich und ruhig: „Nein, heute nicht.“

Dann bricht es laut und vorwurfsvoll aus ihr heraus: „Was ist denn los mit Euch? Erwartet Ihr denn keine Leute?“ Ich bin einen Moment sprachlos und sage – weiterhin freundlich und ruhig:“ Tut mir leid, wir machen zur Zeit das Müsli nur an den Wochenenden. Es macht doch keinen Sinn, am Abend eine ganze Schüssel Müsli wegzuschmeissen für 1 verkaufte Portion am Tag. Nehmen Sie doch einen feinen Mandelgipfel oder Nussgipfel oder Berliner. Oder vielleicht lieber ein Sandwich?“ (Es ist ja nicht so, als wenn wir kein Angebot hätten, nur die beiden Sachen, die SIE wollte, gab es eben nicht)  Sie schnappt zurück:“ NEIN, das mag ich alles nicht. Gibts hier morgen auch nichts? Dann bring ich meine eigenen Sachen mit!“ (???? Na, das würd uns grad noch fehlen)

Puh, was für eine Laus ist der denn über die Leber gelaufen. Ok, ich weiss, sie wird eh lieber von Toni bedient als von mir (kann ich als Frau ja auch verstehen:-) ) aber deshalb muss sie mich nicht so anfauchen. Toni sagte nachher: „Warum hast Du nicht gesagt; Oh da sind sie leider zu spät, das ist alles schon weg, Müsli isst man nämlich zum Frühstück.“

Wo kämen wir denn da hin, wenn ich lügen müsste, um keinen Anschiss von Kunden zu kassieren. Ich muss mich nämlich nicht rechtfertigen, wie wir unser Geschäft führen.

Wie wir dann nachher festgestellt haben, war das die Folge “ Schweine im Weltall kurz vor Vollmond “ 😉

Das Phänomen „Der Tourist, der nie Zeit hat“

13. Juli 2008

Es ist für mich wirklich immer ein Phänomen, als Tourist hat man nie Zeit. Als Tourist hat man soviel Programm, dass man fast gestresster ist, als zuhause; als Tourist muss man möglichst viel Hektik verbreiten, als Tourist ist man fix und fertig am Abend; als Tourist drängelt man an vollen Supermarkt-Kassen, auch wenn es dadurch selbstverständlich nicht schneller geht.

Im Winter schon oft erlebt, klassischer Fall:

Die Familie stresst direkt von der Autobahn nach 8 Stunden Autofahrt ins Geschäft: Ski mieten, man will ja morgens gleich ganz früh auf die Piste. Vater sucht noch einen Parkplatz, Mutter mit Kindern geht schon los, man könnte ja ein paar Minuten der kostbaren Urlaubszeit verlieren. Schnell, schnell. Unsere Jungs lassen sich zum Glück nicht hetzen und haben bereits nach 10 Minuten auch den Stresspegel der Frau abgebaut.
Das dauert nur so lange, bis der Mann im Laden erscheint, Stresspegel wieder ganz oben, sie merkt, sie hat diverse Dinge vergessen einzupacken. Der Mann soll’s nicht merken (schaut der sich seine Kreditkartenrechnung etwa nie an?). Ich wickle den Kauf der Handschuhe und diversen Assecoires schnell und diskret mit ihr ab, während der Mann sich erstmal zeigen lässt, was denn die Familie alles gemietet hat. Schnell, schnell, gleich sind wir noch mit Familie XY zum Apero verabredet und auspacken müssen wir auch noch…

Letzte Woche im COOP in St. Moritz: Vor mir ein älteres deutsches Ehepaar, sie stresst und zickt und seufzt vorwurfsvoll, weil es nicht schnell genug geht, er dreht sich schon immer zu mir um und denkt, ICH würde sie antreiben, dabei bin ich ganz ruhig und friedlich und warte vor mich hin.
Und dann passiert das Furchtbare: der Kassenscanner liest den Code der Bierflasche nicht sofort, die Kassiererin muss mehrmals drüberscannen, bevor es geht. Und was erlaubt sich der Kunde? Er mault sie lauthals an: „Bei Aldi geht das aber schneller.“ HALLO? Gehts noch? Die Kassiererin regt sich – zu Recht- noch drüber auf, als ich längst bezahlt habe und verabschiedet mich mit den Worten: „Zum Glück sind nicht alle Kunden so, sonst müsste ich sofort den Job wechseln!“

Die Leute auf dem Campingplatz haben den ganzen Tag Zeit, wenn sie aber eine Portion Pommes bei mir bestellen, können sie kaum drauf warten, „wie lange dauert’s? ich frag ja nur…“ ich kann ihnen die Pommes natürlich auch gefroren geben…

Ich finde es schrecklich, dass man nicht einmal mehr in den Ferien Zeit zu haben scheint. Also wenn ich Ferien habe, dann möchte ich mich erholen, dann möchte ich eben NICHT so rumstressen wir zuhause. Sehen diese gestressten Menschen überhaupt noch, in welch schöner Landschaft sie hier sind?  Checken Sie überhaupt noch, was der GRUND für Ihren Urlaub ist, nämlich mal ohne Termine zu leben? Ohne Druck? Ich lasse mich zwar nicht von der Hektik der Kunden anstecken, sondern werde dann extra ganz ruhig, aber je länger je mehr und natürlich je nach Tagesform nervt mich diese Hektik einfach.

Mein Kollege hat schon mal zu einem gestressten Kunden gesagt: „Langsam, langsam, Sie sind doch in den Ferien hier und nicht auf der Flucht!“

Kalauer des Tages

23. Juni 2008

Lieber Riga-toni

als Luca Toni… (autsch):-)

„Ich hätte gern ein Bier.“ „Klein oder gross?“ „Calanda…“  Hä?

 

„Mono“loge und „Dia“loge im Surfcenter

22. Juni 2008

T. : Woher kommst Du? Aus dem Wallis? Aus ANDERmatt….äh ZERmatt? Und hattest Du einen schönen Sommer… äh Frühling? (verwirrt heute?)

Kunde: ???… 😉

Süss war der Holländer (ja, ok er sah auch echt süss aus mit seinen blonden Locken), der auf die Frage, woher sie denn kämen, sagte: „Wir waren grad am Comer MEER“… 😉

Das Gespräch zwischen Sarah, der Surfschul-Chefin und ihrem Kunden, der 2 Tage sein Surfbrett über Nacht untergestellt hatte und die Miete dafür bezahlen wollte, war auch nicht schlecht, zumal seine Frau daneben stand:

Kunde: “ Ich muss noch die 2 Nächte bei Dir bezahlen.“ ….!!!!!!! Ich konnte es natürlich nicht lassen und fragte: „Mmmh, was kostet denn eine Nacht bei Dir, Sarah?“ und sie grinst über das ganze Gesicht: „10 Franken.“ Oh, so billig? Kunde schlagfertig:“ Es war aber echt schön.“ Seine Frau lachte natürlich mit…