„Ent-Globalisierung“?

Mich beschäftigt auch dieses Thema schon seit ein paar Tagen, gestern sah ich im Fernsehen einen Beitrag über den nicht mehr stattfindenden Fracht-Luftverkehr und der Interviewte erzählte lang und breit, dass Luxusgüter wie z.B. Blumen aus Afrika, Früchte aus „Timbuktu“  u.ä. jetzt nicht geliefert werden können und wenn sie dann auf anderem Wege kommen, teurer für den Endverbraucher werden. Da kann ich nur den Kopf schütteln. Was sind das für Probleme…?

Sollte uns die Natur endlich einen Weg gezeigt haben, keine unreifen Erdbeeren aus Israel mehr zu essen? Nicht mehr unnötig Güter um die Welt zu fliegen, nur weil jemand im Februar Erdbeeren essen will?(die dann sowieso nicht richtig schmecken). Sollte uns die Natur wirklich dazu bringen, einheimische Früchte und Gemüse zu essen, wenn sie vor Ort reif sind? Waoh, dann lern ich – und viele der Kinder heute- vielleicht wieder, wann eigentlich Pflaumenzeit ist und wann Erdbeerzeit?

Werden wir „ent-globalisiert“? Wird die Welt wieder ein wenig grösser und wir dabei bewusster und langsamer? Planen wir vielleicht jetzt besser und sind bestimmte Dinge vielleicht jetzt auch per Telefon, Internet usw. oder gar noch ganz anders zu erledigen? Vielleicht fallen gewisse Dinge einfach weg und sind nicht mehr wichtig, vielleicht haben wir alle wieder ein wenig mehr Zeit für uns und für andere Menschen…

Wie bei allen Dingen gibt es immer Gutes und Schlechtes, so auch bei diesem Vulkanausbruch und es liegt halt in MEINER Natur, mich auf das Gute zu konzentrieren…

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31 Antworten to “„Ent-Globalisierung“?”

  1. Babsi Says:

    liebste andrea
    ich seh es vielleicht etwas zu naiv. auch ich hab gestern so einen bericht gesehen über diese lieferstopps und leere regale und mögliche weitere krisen und und nd….und ehrlich gesagt ich konnte nur noch entnervt m,it den augenrollen. das ist für mich medienpanik vom feinsten.
    mir ist schon klar wie wichtig grade für viele länder der im in und export ist aber nicht, warum nun der flugverkehr daran „Schuld“ ist….

    und was die früchte angeht, erdbeeren im februar hab ich mir schon abgewöhnt, verursacht nur bauchweh :)) hihi

    ich finds echtz interessant zu beobachten wie sich diese harmlose oder auch nicht harmlose aschewolke auf das weltgeschehen auswirkt. nun wird ja auch gestritten ob das flugverbot übertrieben war🙂
    also du liebe bleiben wir beim heimischen und solang es lecker schweizer schoki gibt, bin ich noch versöhnlich🙂
    alles liebe von babsi ♥

  2. schweizerkrieger Says:

    Da gebe ich Dir recht, doch wer möchte den Preis bezahlen bei kauf von Inländischen Produkten? Zudem hätten wir genug Ackerland um unser Bevölkerung mit Erdbeeren zu versorgen? Wohl kaum. Doch der Grundsatz ist korrekt. Es muss wider möglich sein, zu mindest die Grundnahrungsmittel im eigenen Land zu Pflanzen, sofern sie hier gedeihen. Bei uns hätten wir nicht einmal genug Kartoffen um die ganze Schweiz zu ernähren. Die Globalisierung ist nicht in jedem das Ei des Columbus.

  3. Doris -Licht & Liebe Blog Says:

    Liebe Andrea,

    du sprichst mir aus der Seele und auch ich denke da positiv, denn alles andere wäre schlecht. Und auch ich bevorzuge einheimische Produkte zur „richtigen“ Jahreszeit, die dann auch wirklich schmecken. Zumal ich die Vorfreude z.B. auf leckere Kirschen oder Pflaumen auch so schön finde. Vorfreude ist doch die schönste Freude, oder? Doch auch bei uns gibt es ja schon viele einheimische Sachen immer früher, wie z.B. den Spargel.
    Erhalten wir uns und unseren Kindern also die Vorfreude.
    Von Herzen
    Doris

  4. Jürgen Says:

    Es wird wohl wie so oft sein. Für wenige Tage ist das nun Thema Nummer 1, und schon kurz darauf geht alles wieder seinen gewohnten Gang. Wir werden wohl erst wirklich wach, wenn es nicht mehr anders geht. Das ist im Kleinen so, wenn ein Manager nach einer Herzattake direkt wieder weitermacht wie bisher, und es geht im Großen genauso.

    Wenn aber jeder für sich eine Lehre daraus ziehen würde, wäre schon viel gewonnen. Man muss ja nicht immer gleich das Kind mit dem Bade ausschütten und ins Mittelalter zurückkehren. Aber beschränken auf das, was wichtig ist, das wäre doch schon was, oder?

    Alles Liebe,
    Jürgen

  5. Dori Says:

    Liebste Andrea,

    das sind genau die Dinge, die mich zur Zeit sehr beschäftigen. Das fühlt sich für mich nach „zurück zum Ursprung“ an. Ich habe noch nie an Weihnachten unreife mit Pestiziden überzogene Erdbeeren oder Weintrauben oder frischen Spargel gegessen. Nur so als Beispiel. Ich ernähre mich der Jahreszeit entsprechend und esse hauptsächlich, was in unserer Region hier am Niederrhein angebaut wird.

    Aber letztendlich hängt an der Vulkan-Asche-Wolke noch viel viel mehr dran, nur können wir das jetzt noch nicht in seiner Ganzheit ermessen.

    Viele liebe seelenverwandte Grüße in die Schweiz
    von Dori

  6. theomix Says:

    Liebe andrea,
    in ein paar Wochen wird man kaum noch daran denken. Dann läuft wieder alles wie vorher. Da tut dann so ein Innehalten gut. Noch besser, wenn es bei vielen ein Nachdenken auslöst, gesteigert durch verändertes verhalten. Think global, act local. Aber diese Weisheit gab es schon vor dem Vulkanausbruch. Weit vor der Ausweitung des weltweiten Datennetzes.
    Danke für diese guten Gedanken!
    Herzlich, Jörg

  7. Sonnenwanderin Says:

    Hallo Andrea,

    jetzt mußte ich doch schauen, wen Doris da so lieb verlinkt hat auf diesen so tollen Beitrag. Hier bin ich nun und fühl mich schon beim ersten Lesen wohl.

    Mich wundert es auch immer wieder, dass es im Winter Erdbeeren gibt, die nicht einmal schmecken. Hauptsache, man hat genug in der Ladentheke liegen.

    Erinnert mich ein wenig an die DDR, in der ich aufgewachsen bin. Es gab eben nur Äpfel, Birnen, Rotkohl, eben nur das, was auch gerade saisonbedingt da war. Natürlich vermisste ich es, Bananen zu essen, die es nur selten gab. Viele Früchte kannte ich nicht einmal bis zur Wende.

    Dieses Gejammer, über die Ausfälle durch die Sperrung des Luftraumes nervt mich ein wenig. Ich verstehe, dass viele heim wollen, ja, aber meine Güte, Blumen kaufe ich auch hier und unterstütze die Gärtner, Bauern, etc….

    Ich wünsche dir eine sonnige Woche,

    liebe Grüße,
    die Wanderin

  8. andrea2007 Says:

    Liebste Babsi, es ist wirklich unglaublich, was jetzt alles für Diskussionen entstanden sind… hinter den meisten Argumentation steht leider immer nur Umsatz, Profit bzw. finanzieller Verlust… Schade… Ich bleib auch bei einheimischer Schocki:-) Lächelnde Grüsse Andrea

  9. andrea2007 Says:

    Lieber Schweizerkrieger, danke für Deine Gedanken hierzu, die ich sehr interessant finde. Wir werden sehen, wie es sich weiterentwickelt, liebe Grüsse Andrea

  10. andrea2007 Says:

    Liebe Doris, ja die Vorfreude ist auch wunderbar und es geht doch nichts über frisch gestochenen Spargel, jamjam, bald beginnt sie wieder, die Zeit… mit diesen kleinen leckeren Kartoffeln… Herzlichste Grüsse Andrea

  11. andrea2007 Says:

    Lieber Jürgen, oh wahrscheinlich hast Du leider recht… Sich auf das zu besinnen, was wichtig ist, das wäre schon GANZ VIEL… Vielleicht kommen doch ein paar Menschen zur Ruhe und nehmen das mit in die Zeit, in der wieder geflogen wird… Alles Liebe auch für Dich, Andrea

  12. andrea2007 Says:

    Liebste Dori, danke Dir auch für Deine Gedanken zum Thema; hier können wir uns das nicht immer so aussuchen, woher unser Gemüse kommt, da wir kein eigenes im Tal haben… Aber wenn es die Wahl zwischen Schweizer Gemüse und ausländischem (sprich weit weg, Italien ist für mich noch einheimisch von hier aus), dann ziehe ich das „einheimische“ vor. Ich sende auf jeden Fall weiterhin positive Gedanken und Energien den negativen der Aschewolken entgegen… Allerliebste Herzensgrüsse zu Dir, Andrea

  13. andrea2007 Says:

    Lieber Jörg, ja wir werden sehen. Wenn nur ein paar Menschen umdenken, dann ist schon einiges erreicht… Gute-Gedanken-Grüsse für Dich, Andrea

  14. andrea2007 Says:

    Liebe Sonnenwanderin, herzlich willkommen auf meinem Blog, ich freu mich über Deine lieben Worte und dass es Dir hier gefällt. Danke auch für Deinen Blickwinkel und Deine Erfahrungen zum Thema. Ich hab auch schon grad mal schnell bei Dir vorbeigeschaut und einige Bekannte getroffen:-) Dir einen schönen Abend, liebe Grüsse Andrea

  15. Anna-Lena Says:

    Liebe Andrea,

    deine Gedanken sind sehr interessant, zumal die Globalisierung nicht nur positive Seiten hat.

    Da fällt mir das Sprichwort ein: Schuster, bleib bei deinen Leisten.

    Liebe Grüße in den Abend,
    Anna-Lena

  16. andrea2007 Says:

    Liebe Anna-Lena, ja das passt hier sehr gut! Liebe Grüsse zu Dir zurück, Andrea

  17. skriptum Says:

    Diesem Beitrag und insbesondere Deinem Schlusssatz kann ich mich nur voll und ganz anschließen. Die Welt wird irgendwie immer wahnsinniger. Kaum wird der Wahnsinn gestoppt, kommt das große Schreien. Ganz, als ob das dann unbedingt besser wäre.

    Ist es nicht; nicht für mich. Für Dich offensichtlich auch nicht.

  18. Elisabeth Says:

    Liebste Andrea,
    das sind wunderbare Gedanken – alles zu seiner Zeit, an seinem Ort… denn alles hat einfach seine Zeit und seinen Platz…
    Allerliebste Gutenachtwünsche von Elisabeth

  19. Ulf Runge Says:

    Liebe Andrea,

    die Menschen machen, was machbar ist.
    Auch das Unfassbare.
    Sie bauen – aus lauteren Motiven heraus – die schlimmsten Waffen.
    Die dann – gegebenenfalls unter Verzicht auf lautere Motive – auch eingesetzt werden.
    Sie fliegen Blumen durch die Welt.
    Wenn die Blumen nicht mehr fliegen, verdienen schlecht bezahlte Menschen nicht mehr schlecht. Sie verdienen garnichts.

    Aber so eine Pause im Weltgetriebe, auch wenn sie viele viel Geld kosten mag, so eine Pause tut schon mal gut. All denen, die glauben, unsere Welt sei ein Automat…

    Danke für diesen Artikel.

    Liebe Grüße,
    Ulf

  20. Erika Says:

    Liebste Andrea,
    so viele Gedanken, die hoffentlich manches Bewusstwerden auslösen.
    einfach mal STOPP , so wie wir unsere Gedanken stoppen können, so stoppt auch manches auf der Erde, über das wir keine Macht haben, auch wenn es sich manche wünschen würden.
    Liebe Grüße
    Erika

  21. Mamü Says:

    Liebe Andrea,

    ich habe aber gestern Erdbeeren mit Vanilleeis gegessen und es genossen. So.😉 Na ja, es ist ja auch kein Februar mehr und es war das erste Mal in diesem Jahr.😉

    Wenn du hier wohnen würdest, wüsstest du genau wann Erdbeerzeit ist. Hier gibt es immer irgendwo Erdbeerfelder und man kann die Erdbeeren ganz frisch kaufen. Die sind lecker.🙂 Aber noch ist es nicht so weit, meine kamen aus Spanien.😉

    Mir gefällt, was Ulf zu deinem schönen Beitrag geschrieben hat. „…. All denen, die glauben, unsere Welt sei ein Automat…“ So in etwa habe ich auch gedacht. Da seht ihr mal. Kaum dürften Flugzeuge mal ein paar Tage nicht fliegen, schon scheint alles zusammenzubrechen… wie selbstverständlich das alles schon in unserer Welt ist. Und auf welch wackeligen Füßen das alles steht…

    Liebe Grüße an dich,
    Martina

  22. andrea2007 Says:

    Liebe Skriptum, richtige Worte… wohin der ganze Wahnsinn führt? Manchmal denke ich, es muss noch wahnsinnger kommen, dann bricht das ganze System zusammen (und teilweise tut es da ja auch oder steht auf sehr wackligen Beinen) und dann wird neu angefangen… Utopische Grüsse Andrea

  23. andrea2007 Says:

    Liebste Elisabeth, danke Dir… ja alles zu seiner Zeit und an seinem Ort… Sonnige Herzensgrüsse Andrea

  24. andrea2007 Says:

    Lieber Ulf, ja die Pause hat viele Geld gekostet und wiederum andere haben sehr viel Geld dran verdient… So ist immer irgendwie für einen Ausgleich gesorgt… Ich glaube auch, es hat mal gut getan; mal zu sehen, wenn irgendwo was nicht mehr funktioniert… Un-Automatische liebe Grüsse Andrea

  25. andrea2007 Says:

    Liebste Erika, hast Du mal ausprobiert, in einer hektischen Situation einfach mal „Stopp“ zu sagen? Gibt lustige Reaktionen, geht meist gut aus:-) Denn die Menschen brauchen manchmal einfach Grenzen, sonst schlagen sie über die Strenge… Liebe Grüsse Andrea

  26. andrea2007 Says:

    Liebe Martina, das Vanilleeis mit Erdbeeren sei Dir gegönnt. Spanien ist ja fast noch einheimisch:-) Dann komm ich Dich vielleich mal besuchen, wenn es so feine Erdbeeren gibt, allerdings müsste ich dann wissen, WANN:-) Die Erdbeeren in Ostwestfalen sind auch sehr lecker und die gibts immer in meiner Zwischensaison-Zeit… so wie auch den feinen weissen Spargel. Ach guck mal, Du schreibst auch von wackligen Füssen…ich schrieb in meinem Kommentar an skriptum von wackligen Beinen:-) Da sind wir uns ja sehr einig. Liebe Sonnengrüsse zu Dir, Andrea

  27. gokui Says:

    vielleicht ?

    vielleicht gehts du für dich erstmal einen schritt. vielleicht findest du einen oder ein paar menschen die mit dir gehen wollen. vielleicht habt ihr glück und könnt für euch eine kleine aber bessere welt schaffen – eure entglobalisierte welt.

    es ist schon schwer genug sich diese welt zu schaffen und sich mit dieser welt nicht aneckend in einer anderen welt zu bewegen.

    die meisten menschen stoßen nur unverständniss & kopfschütteln bar ihres unwissens aus.
    man „gönnt“ sich lieber was.

  28. arbeit/ “dreigestirn”/ vielleicht, vielleicht, vielleicht… « gokui signs Says:

    […] genau diese betrachtungsweise arg fremd. doch ist es nicht jedes menschen eigener weg sich seine welt zu schaffen ? entschleunigt und endglobalisiert sich wieder zu finden in seiner eigenen person ? die […]

  29. andrea2007 Says:

    Lieber gokui, für mich ein wenig „kryptisch“, Deine Worte. Ja ich hab mich ein wenig entschleunigt, ich hab die Ruhe gespürt, die das Ereignis auch mit sich trug, ich hab Gleichgesinnte gefunden… und ich bin nicht grundsätzlich gegen Globalisierung, es gibt Teilaspekte, die ich nicht gut finde… Ich finde es nicht schwer, mir meine Welt zu schaffen, für mich ist es eher schwer, es NICHT zu tun… jeder von uns hat seine eigene Wahrheit… Ich hoffe, es geht Dir gut, liebe Grüsse Andrea

  30. gokui Says:

    liebe andrea2007,

    ja es geht mir gut.
    das dir meinen worte kryptisch erscheinen mag daran liegen, daß sie ihren ursprung nicht nur aus deinem artikel haben.

    ich hoffe du verzeihst mir das.😉

    aber ich hatte seid langem mal wieder zeit in den blogabos zu stöbern und so bin ich von hier nach dort gewandert – ganz global – und habe gedanken in meinem kopf kombiniert und sie zu meinem eignen resultat gebracht.

    es macht halt immer wieder spaß zu stöbern und dann zu sehen was einem der kopf so bietet.

    bis dann
    gokui

  31. andrea2007 Says:

    ok, lieber Gokui, das versteh ich… dann werd ich die Worte noch einmal mehr losgelöst von meinem Beitrag lesen… Liebe Grüsse Andrea

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