Berge tun gut…

Hier ein weiterer Auszug aus dem Glücksbuch von Herrn Hirschhausen, den gerade ICH hier gut nachvollziehen kann:-)

„Massive Glücksmomente

Berge tun gut, zu allen Zeiten. (…) In meinem letzten Urlaub war ich zum ersten Mal länger als eine Woche am Stück „trekken“ in Nepal. Und den Anblick der Achttausender aus immerhin fast 4000 selbst erkletterten Metern Höhe werde ich nie mehr vergessen. Ich hab natürlich versucht, ein Foto von den Gipfeln zu machen. Und während ich durch den Sucher schaute, ertappte ich mich dabei, in Gedanken den Bergen zuzurufen:“Ey, ich bekomme euch nicht alle auf ein Bild, könnte ihr nicht ein bisschen zusammenrutschen?“ Aber die Berge bewegten sich nicht. Kein Stück. Und dafür liebe ich sie. Sie sind so erfrischend uneitel.

Gebirgszüge stehen zu ihren Falten. Ihnen ist es gleichgültig, ob ich sie fotografiere oder nicht. Sie fangen nicht hektisch an, sich mit ihrem Bergkamm schön zu machen, sobald ein Fotoapparat auf sie gerichtet ist. Sie denken in anderen Dimensionen. Beziehungsweise sie denken nicht- sie meditieren. Sie ruhen in sich. Sie sind sich selbst Fundament genug und sind vom Kleingläubigen so schnell nicht zu versetzen. Wolken kommen und gehen, können mal ihren Gipfel vernebeln, aber das ficht sie nicht an. Die Berge wissen, der nächste Wind, der nächste sonnige Tag, und die Welt sieht wieder anders aus. Das Grün der Wiesen ist vergänglich, die Kinder werden grösser, irgendwann erwachsen sein. (…) Und die Berge werden all das aussitzen, ihnen kann keiner was. Auch wenn m an den Berg rufen hört, wenn man genauer lauscht, raunt er uns noch etwas anderes zu. Nicht nur „Bezwing mich“, sondern die tiefere erdverbundene Botschaft der Gipfel lautet leise: „Wenn du dich zu ernst nimmst, machst du was falsch- und zwar massiv!“

…und ja, das ist meine Hand, die sich da spiegelt, während ich durch die Fensterscheibe des Panoramarestaurants auf 3057 m Höhe fotografiere; die Fernsicht an dem Tag war so grandios, dass man  ganz im Hintergrund  bis zum Matterhorn schauen konnte…einfasch faszinierend und wunderschön…

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11 Antworten to “Berge tun gut…”

  1. theomix Says:

    Liebe Andrea,
    irgendwie „typisch Hirschhausen“… Und ich glaube es „fast unbesehen“. Mit diesem Bild noch mehr.
    Ich wünsche noch viel GLÜCK, bei all den Bergen…
    Herzliche Grüße, Jörg

  2. Lilo Says:

    Liebe Andrea,
    jedes Mal, wenn ich am Tegernsee bin fühle ich mich so richtig Zuhause. Ich dachte einfach es liegt an der Familie meines Mannes, an den freundlichen Menschen. Vielleicht liegt es aber auch ein wenig an den Bergen, die so unrückbar zum Tegernseer Tal gehören.
    Herzliche Grüße
    Lilo

  3. Manu Says:

    …..NEID!!!!!!
    Hallo Süße,
    ja die mächtigen Felsbrocken haben etwas majestätisches!
    Wunderschönes Bild-ich glaube ich komme doch noch!

    Ich wünsche Dir, dass Du Dir ebenfalls Fundament genug bist und immer jemanden an Deiner Seite, der wie ein Fels in der Brandung ist!
    (Das war die Überleitung aus den Bergen an die Ostsee)

    winterliche Schneegrüße
    Deine Manu

  4. andrea2007 Says:

    Lieber Jörg, ja genau typisch Hirschhausen und einfach herrlich menschlich und humorvoll und mit immer eine Prise zum Nachdenken…Ja dieses Bild war live auch so, dass ich die Berge bitten wollte, könnt Ihr mal schnell zusammenrücken, ich krieg Euch nicht alle zusammen drauf:-) Glück-Volle Grüsse Andrea

  5. andrea2007 Says:

    Liebe Lilo, ich bin sicher, es liegt an den lieben Menschen und ein bisschen am See und ein bisschen auch an den Bergen:-) Liebe Grüsse Andrea

  6. andrea2007 Says:

    JAAA, komm bald vorbei und bring jemanden mit:-) Hihi, der Fels in der Brandung war doch Deine alte Firma, oder? Danke Dir für Deine lieben Wünsche, ich bin überzeugt, dass ich das so haben werde… Und dass ich jetzt vielleicht nicht mehr an die Ostsee komme, ist echt ein komisches Gefühl…Komm ich halt in den Wald:-) Wir haben übrigens heute alle drei zeitlich ganz nah bei Vater angerufen, lustig gell? Schwesterliche Schneeumarmung, Deine Andrea

  7. Erika Says:

    Liebste Andrea,
    ich denke immer , dass mich das Meer am meisten fasziniert, während meinen Mann Berge begeistern, er hat grad ein Buch gelesen „In eisige Höhen“ Das Drama am Mount Everest von Jon Krakauer.
    Wenn am Meer noch die Berge zu sehen sind, dann ist das auch wunderschön. Auf der Halbinsel Pilion in Griechenland sahen wir während der Qi-Gong-Übungen auf das Meer und die Berge. Eines Tages bemerkten wir, dass das Bergmassiv die Form einer liegenden Frau hatte. Das war eine wunderschöne Entdeckung.
    Liebe Grüße in die Berge zu Dir
    herzlichst Erika

  8. Mamü Says:

    Liebe Andrea,

    das sag ich ja immer, Berge tun gut. Mir ging es immer gut in den Bergen, ich sammelte dort im Urlaub immer Kraft und sie fehlen mir so sehr. Allein der Anblick der gewaltigen Felsen… so voller Kraft und Größe… Ich war schon viele Jahre nicht in den Bergen, weil es einfach nicht ging.

    Dein Beitrag erinnert mich an etwas sehr Schönes. Ich bin mal vor vielen Jahren mit meinem Vater zur Stüdlhütte (ca. 2.800 m hoch) am Großglockner gewandert. Eigentlich war es gar nicht geplant. 🙂 Meine Mum, mein Paps und mein damaliger Freund, wir wollten eigentlich nur zur Lucknerhütte, ich glaube sie ist ca. 2.200 m hoch, da meine Mutter mehr nicht schaffen konnte. Aber mein Vater und ich, wir wollten den Großglockner noch ein wenig besser vor die Kamera bekommen. 🙂 So gingen mein Paps und ich immer weiter und weiter. Ach, noch die nächste Ecke, da ist der Großglockner bestimmt noch schöner zu sehen. 🙂 So ging es eine ganze Weile. Und auf einmal stand da irgendwo, dass es nur noch zwanzig Minuten bis zur Stüdlhütte sei. Mein Paps guckte mich verschmitzt an und meinte, die können wir jetzt auch noch schaffen. 🙂 Das fand ich auch. 🙂 Obwohl wir ein schlechtes Gewissen gegenüber meiner Mutter und meinem Freund hatte, gingen wir weiter. Der Großglockner sah zwar nicht besser aus, je näher wir kamen, aber der Blick von der Stüdlhütte auf die Berggipfel unter uns… wow, das vergesse ich nie. Es war himmlisch. Und ein so wunderbares Erlebnis mit meinem Paps. *schnüff*

    Von diesem Berggipfelmeer habe ich damals nicht mal ein Foto gemacht, weil Gegenlicht war und es gab noch keine Digitalkamera, sondern noch so richtig mit Film. Da musste man sparsamer mit umgehen.

    Wenn ich daran denke, wie wir in einem strammen Tempo da hochmarschierten und auf dem Rückweg vor lauter schlechtem Gewissen, so schnell waren, dass wir Leute überholten, die uns beim Aufstieg entgegenkamen. 😀 Da war ich noch richtig fit und mein Paps auch. Heute würde ich das gar nicht so schaffen. *seufz* Aber schön wars. Und meine Mutter und mein Freund waren auch gar nicht böse auf uns. 🙂 Meine Mutter dachte sich sowas schon. 🙂

    Danke für die Erinnerung.

    Liebe Grüße,
    Martina

  9. Mamü Says:

    Ach so, das Foto ist toll. 😀

  10. andrea2007 Says:

    Liebste Erika, das Meer oder die See liebe ich auch sehr… Und hier finde ich die Kombination der Seen mit den Bergen so faszinierend. Ich kann mir vorstellen, wie schön Dein Erlebnis in Griechenland war… Liebe Grüsse für Dich, Andrea

  11. andrea2007 Says:

    Liebe Martina, waoh, das ist ja eine wunderschöne Berg-Geschichte, jetzt beginne ich ein bisschen Deine Leidenschaft zu den Bergen zu verstehen… Danke dass Du das hier mit uns teilst, das wäre ja einen eigenen Beitrag auf DEINEM Blog wert gewesen…:-) und zum Glück gibts heute Digitalkameras, da kann man einfach draufdrücken und die besten Fotos aussuchen…:-) Liebe Grüsse an Dich, Andrea

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