Was ist ein Meister?

„Der Meister sagt seinem Schueler nie, was er zu tun hat. Beide sind nur Reisegefaehrten, die das schwer zu ertragende Gefuehl von Fremdheit angesichts sich staendig veraendernder Wahrnehmungen und neuer Horizonte miteinander zu teilen, die sich ihnen eroeffnen, von Tueren, die sich schliessen, von Fluessen, die manchmal den Weg unterbrechen, doch die man nicht ueberschreiten, sondern denen man folgen sollte. {…}

Was ist ein Meister? Meine Antwort ist: ein Meister ist nicht derjenige, der etwas lehrt, sondern derjenige, der den Schueler dazu inspiriert, das Beste von sich zu geben, um herauszufinden, was er schon weiss.“

Paul Coelho, Die Hexe von Portobello

Das finde ich sehr schoen und ist fuer mich total schluessig, denn fuer mich ist der wahre Meister  derjenige, der seinen Schueler sein Potenzial selbst entdecken laesst…

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27 Antworten to “Was ist ein Meister?”

  1. theomix Says:

    Liebe Andrea,
    das mag für spirituelle Meister stimmen.
    Aber sonst?
    Mit widerborstigem Kopf und freundlichem Herzen grüßt: Jörg

  2. andrea2007 Says:

    was heisst denn „aber sonst“?, lieber Joerg…

  3. theomix Says:

    wenn es nicht um Spiritualität geht. Beim Computerkurs zB.

  4. Alex Says:

    Hallo Andrea,

    in diesem Sinne sind ja viele weibliche Geschöpfe meisterinnen. Ist es nicht in vielen Situationen so, dass die Frau einen Mann so lange bearbeitet bis er einen vermeindlich genialen Einfall hat. Nur hatte die Frau diesen Einfall schon lange, aber der Mann findet den Einfall nur dann gut, wenn er ihn selber hat!!! 😉

    Geniess Deine Ferien noch. In 2 1/2 Wochen beginnen die schönen Tage im Paradies!!!

    Gruss Alex

  5. Erika Says:

    Liebste Andrea,
    ich war einmal in Wiesbaden im Kurpark und habe den Dalai Lama bei einem Vortrag dort persönlich erlebt, er sagte ich bin ein ganz normaler Mensch wie jeder andere auch, ich bin nichts besonderes.
    Auch unser Jorgos in Griechenland wurde einmal gefragt ob er denn ein Meister sei, weil er so weise Worte spricht, er sagt ebenfalls nein
    ich glaube, Meister meistern ihr Leben in einfachster Weise, ganz weise ohne dass sie Ratschläge geben, sondern dieses Leben vorleben.
    Ich habe ein schönes Buch :Den Weg der Meister gehen Jesus und Buddha als Lebensbegleiter…. sehr interessant wieviele Gemeinsamkeiten es doch gibt…
    Liebe Grüße und noch viel Freude
    herzlichst Erika 🙂

  6. Lilo Says:

    Liebe Andrea, du schreibst wahre Worte 🙂 Und lässt mich wieder einmal in besonderer Weise an meinen Weg des Aikido denken.. Liebe Grüße, Lilo

  7. Elisabeth Says:

    Liebste Andrea,
    – und auch du, lieber Jörg – das ist wahr! Ich hab in der 7. Klasse Gymnasium „Nachhilfe“ in Darstellender Geometrie gewünscht, von einem Studenten der Mathematik, das war sein Spezialgebiet. Ich bin wie beflügelt gewesen, denn endlich habe ich es verstanden!!! Ich bin raus geschwebt – und mein „Nachhilfelehrer“ hat kein Geld verlangt und sich gefreut, weil er es endlich auch verstanden hat 😉 Es war ein Geben und Nehmen, und gemeinsam sind wir auf die Lösung gekommen! Er hat entdeckt, dass er noch nicht alles weiß und dass auch Schüler Lehrmeister sein können…
    Wunderschön, nicht wahr? Eine Geschichte, wie sie das Leben schrieb… 🙂
    Allerliebste Grüße von Elisabeth

  8. Erika Says:

    Sobald man in einer Sache Meister geworden ist, soll man in einer neuen Schüler werden.
    Gerhart Hauptmann, 1862 – 1946

  9. Erika Says:

    „Jeder Meister hat nur einen Schüler – und der wird ihm untreu, – denn er ist zur Meisterschaft auch bestimmt.“

    Friedrich Nietzsche

  10. Erika Says:

    Alle Frauen sind Meister des geflüsterten Wunschzettels.
    Heinz Rühmann

  11. Babsi Says:

    liebste andrea

    das kann ich nur unterschreiben.
    ich finde auch, ein meister verlangt nicht, dass wir ehrfurchtsvoll vor ihm sind auch wenn er es für uns sein mag.
    wenn er lehrt, tut er das in der motivation des austausches und des weitergebens.
    ich habe noch selten so jemanden gefunden 🙂
    ein schöner spruch der mich zum nachdenken bringt
    danke du liebe!!!
    liebste feiertagsgrüße von babsi

  12. skriptum Says:

    „fuer mich ist der wahre Meister derjenige, der seinen Schueler sein Potenzial selbst entdecken laesst…“

    Sehr treffend! Jemand eben, der sich nicht permanent über einen anderen Menschen erhebt, sondern ihn anleitet, zu denken, zu handeln und damit Erfolg zu haben.

  13. Schaps Says:

    Naja, aber nur das ist es auch nicht…man ist in vielen Belangen ja nun auch wirklich ahnungslos. Da nützt das Erforschen der eigenen Grenzen nicht viel, man muss auch darüber hinweg gehen.

  14. andrea2007 Says:

    Lieber Jörg, da möcht ich Dir fast widersprechen… natürlich braucht man das Grundhandwerkzeug, aber stell Dir doch mal bitte diese Situation vor: Der Lehrer im Computerkurs macht vor, was die Schüler machen sollen; wieviele glaubst Du, können das dann sofort nicht nur nachmachen, sondern haben es auch verstanden? Ich weiss, das ist jetzt überzeichnet, das ist Absicht, um meine Ansicht klarzumachen. Wirklich tun kann ich nur die Dinge, die ich verstanden habe, die in mir selber gewachsen sind… naja, ob ich mich jetzt klar ausgedrückt habe, weiss ich nicht, ist gar nicht so einfach zu erklären… Liebe Grüsse Andrea

  15. andrea2007 Says:

    Lieber Alex, pssstt, keine Geheimnisse verraten:-) NEIN, das ist natürlich überhaupt nicht so…:-) Grinsende Grüsse Andrea

  16. andrea2007 Says:

    Liebste Erika, waoh, das war sicher beeindruckend… Ja ich bin Deiner Meinung, das Meister-Sein beginnt mit dem Vorleben dessen, für das man steht… Allerliebste Sonnengrüsse Andrea

  17. andrea2007 Says:

    Liebe Lilo, ich finde das echt total interessant, was Du da machst, wie bist Du darauf gekommen? Interessierte Grüsse Andrea

  18. andrea2007 Says:

    Liebste Elisabeth, was für ein schönes Erlebnis!!! Genauso empfinde ich es auch…Wenn ich jetzt coache, dann geht es mir genauso- ich selber auch viel dabei und verstehe wieder ein paar Zusammenhänge…Allerherzlichste Sonnengrüsse Andrea

  19. andrea2007 Says:

    Liebste Erika, vielen lieben Dank für Deine „Perlen“ zum Thema… dieser letzte Spruch gefällt mir am besten:-) Liebste Sonnengrüsse Andrea

  20. andrea2007 Says:

    Liebe Babsi, dann bestell Dir einfach mal „solche Menchen“ in Dein Leben…;-) ich bin Deiner Meinung, ein wahrer Meister verlangt keine Ehrfurcht…Oftmals sind „wir“ es, als Nicht-Meister, die das Gefühl haben, ehrfürchtig sein zu müssen… Liebste Montagsgrüsse Andrea

  21. andrea2007 Says:

    Liebe skriptum, schön sind auch Deine Gedanken dazu…Liebe Grüsse Andrea

  22. andrea2007 Says:

    Lieber Schaps, das eine schliesst das andere ja nicht aus… Viel Spass beim Erforschen Deiner Grenzen:-) Liebe Grüsse Andrea

  23. theomix Says:

    Liebe Andrea,
    nun ist die Frage, ob ich „Lehrer“ mit „Meister“ gleichsetzen darf – was ich tue. Wenn ich das nicht soll, denke ich gerne darübernach, Schüler haben beide.
    Lehrer müssen doch etwas im Voraus haben, damit sie es vermitteln. Sie dürfen es nicht vorkauen, die Schüler müssen knabbern und kauen können. Und es braucht klare Anweisungen, je jünger desto mehr.
    Das gilt auch, meine ich, im selbstinitiierten Lernen. Aber ein Lehrer hat nicht in allen Bereichen das große Vorauswissen. Und er sollte offen bleiben für: neue Fragen, andere Lösungen, ungewohnte Antworten.Das ist recht nah bei Cuelho, der sich wissbegierigen Schülern zu sehr einschmeicheln will, meine ich.
    Und nun? Man lernt nie aus…
    Herzlich grüßt: Jörg

  24. gokui Says:

    sehr schön gewählte worte andrea2007. und wie wahr sie doch sein können. manchmal findet man auf diesem weg auch seinen eigenen meister – den meister in sich selbst.

  25. meister « himitsu- bako Says:

    […] By gokui ein paar gute gewählte worte zum thema wer ist ein meister fand ich hier <klick>. ich kann mich meiner gedanken nicht erwehren, daß dort soviel “wahrheit” drinsteckt, […]

  26. andrea2007 Says:

    Lieber Jörg, ganz „streng“ gesehen sind Meister und Lehrer nicht dasselbe,auch wenn es viele Ähnlichkeiten gibt…Klar müssen Lehrer was voraus haben und wie sie ihr Wissen ihren Schülern vermitteln, ist individuell verschieden. Wir hatten viele Lehrer, die nur ihr Schema F abgezogen haben, das war äusserst uninspirierend. Deshalb find ich es schön, wie Du es schreibst, dass ein Lehrer offen bleiben sollte…Was mir wichtig ist: sich nicht über die anderen Menschen zu stellen, sie wissen vielleicht nicht weniger, sondern andere Dinge. und wenn sie doch weniger wissen sollten, dann macht es sie nicht schlechter…und es gibt dem Meister nicht das recht, dem Schüler zu sagen, was er zu tun und zu lassen hat…
    Philosophische Grüsse Andrea

  27. andrea2007 Says:

    Lieber Gokui, auch sehr wahre Worte, die Deinen… schön… Liebe Grüsse Andrea

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