Schöne Gedanken – Nähe und Distanz

Die Stachelschweinparabel von Schopenhauer

Es ist kalt. Einige Stachelschweine kommen zusammen, um sich gegenseitig zu wärmen. Dabei geraten sie mit ihren Stacheln aneinander und pieksen sich gegenseitig. Das tut weh und so entfernen sich wieder voneinander. Weil ihnen aber dann bald wieder zu kalt wird, kommen sie wieder zueinander, bis sie schließlich die Distanz gefunden haben, die sie gegenseitig ertragen können.

Manchmal wollen wir nicht mehr in der Nähe von anderen Menschen sein. Doch kaum sind wir weg, merken wir, dass der andere uns doch fehlt.

stachelschwein

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16 Antworten to “Schöne Gedanken – Nähe und Distanz”

  1. theomix Says:

    Liebe Andrea,
    das ist ja lustig (und aus Sicht Schopenhauers tragisch), dass du die Geschichte so ins Positive wendest. Schopenhauer war ja ein ausgesprochener Pessimist und, wie die Igelgesdhichte zeigt, ein Einzelgänger, der die Nähe anderer nur ungern ertrug.
    So gesehen, gut, dass du die Geschichte ins Positive wendest!
    Einen schönen Tag noch, herzliche Grüße, Jörg

  2. Babsi Says:

    hallo und guten morgen liebste andrea

    ich bin ein mensch der mit total distanziertrn mens´chen nur schwer zurechtkommt.man weiß nie woran man ist und wie weit man gehen kann ohne deren grenzen zu verletzen weil sie ja nicht einmal das preisgeben.aber das heißt nun nicht dass ich sie verurteile denn ich kann es verstehen.ich glaube viele haben sich eben aus angst vor stacheln selber schutzstacheln angelegt….

    bei solchen menschen dannirgendwie ins vertrauen zu kommen kann dann oft unerwartetes zu tage bringen…stille wasser sind tief

    mmmhhh und dich schätz ich als sehr kontaktfreudig ein liebe andrea :)))

    ein lieber montag morgngruss von babsi

  3. Elisabeth Says:

    Liebste Andrea,
    danke dir für die schönen und spannenden Gedanken, die mich gerade auch nachdenklich machen… so wahr… Aus Liebe zur Freiheit und weil ich sich Menschen eingeengt fühlen, geben sie schnell eine wertvolle Freundschaft, eine kostbare Liebe auf und merken es erst sehr viel später, dass ihnen etwas sehr Wichtiges fehlt… Sie könnten es soviel leichter und besser haben…
    Nachdenkliche Sonnengrüße von Elisabeth

  4. Mamü Says:

    Liebe Andrea,

    schöne Igelgeschichte. 😀
    Ja, so ist es, manchmal ziehen wir uns zurück, manchmal gehen uns die anderen auf die Nerven, aber letztendlich können wir doch nicht ohne sie sein. Und manchmal braucht man auch etwas Zeit, um die richtige Nähe/Distanz zu bestimmten Menschen herauszufinden. Nicht jedem möchte/kann man gleich nah sein. Bei einem Igel mit seinen Stacheln, darf man nicht zu nah herangehen. 😉

    Liebe Grüße,
    Martina

  5. Erika Says:

    Liebste Andrea,
    das ist eine schöne Geschichte,
    wenn man selbst zu stachelig ist, geht der andere auf Distanz, ganz langsam annähern, mit Stacheln – aber oft auch weniger Worte – dann kann man wieder Nähe spüren,
    oh, ich kann ganz schön stachelig sein, ob wohl ich sehr schmusebedürftig bin.
    Liebe Grüsse
    Erika:-)

  6. Astraryllis Says:

    Hallo Andres,

    wusstest Du, dass Schopenhauer auch gesagt hat:
    „Ganz er selbst sein darf jeder nur, solange er allein ist. Wer also nicht die Einsamkeit liebt, der liebt auch nicht die Freiheit; denn nur wenn man allein ist, ist man frei!“?
    Das ergänzt das Stachelschweindilemma, finde ich.

    Liebe Grüße,
    Astraryllis.

  7. andrea2007 Says:

    Lieber Jörg, ich sehe zwar nicht, wo ich die Geschichte ins Positive ziehe, aber ich bin ein positiver Mensch, vielleicht hat das Deine Gedanken beflügelt:-) Einen schönen Abend für Dich, herzlichst Andrea

  8. andrea2007 Says:

    Liebe Babsi, mit stark distanzierten Menschen werd ich auch schwer warm, so kontaktfreudig und einfühlsam ich auch sein mag. Wie Du schon sagst, umso schöner, wenn sich gerade diese Menschen öffnen.

    Und hier noch ein kleines Geständnis, ich mag sehr offen und kontaktfreudig sein, richtig an mich heranlassen tue ich eher sehr selten jemanden. Ich brauche meinen Freiraum, zuviel Nähe über einen längeren Zeitraum macht mich unruhig, wobei „zuviel“ und „längerer Zeitraum“ natürlich jeweils neu zu definieren ist… Aber ich lerne und lerne…:-) Liebe Grüsse Andrea

  9. andrea2007 Says:

    Liebste Elisabeth, danke Dir für Deine Gedanken, ja da stimm ich Dir auch absolut zu… und doch gehöre eben auch ich manchmal zu den Menschen, die sich manchmal eingeengt fühlt, manchmal Angst vor zuviel Nähe und Gefühl hat…meine Geschichte dazu hier aufzuschreiben, wäre zu lang. Aber wie ich schon Babsi antwortete, ich lerne und lerne. Und jetzt noch der Master, mal sehen, was da alles noch an Altlasten abgebaut wird. Liebste Abendgrüsse Andrea

  10. andrea2007 Says:

    Liebe Martina, ganz genau, in jeder Beziehung ist das Nähe/Distanz-Verhältnis unterschiedlich und es gibt Zeiten, da möchte man lieber allein sein und Zeiten, in denen man gar nicht nah genug sein kann… Liebe Grüsse Andrea

  11. andrea2007 Says:

    Liebste Erika, Du stachliges Schmusetier:-) Ich würd mich ähnlich bezeichnen, bin ich in beidem doch sehr geübt… Das Kunststück ist, dem anderen mit den Stacheln nicht weh zu tun, ohne sich selber dabei zu verstellen oder auf sein eigenes Bedürfnis nach Rückzug zu vernachlässigen.
    Allerliebste Grüsse Andrea

  12. andrea2007 Says:

    Liebe Astaryllis, danke für Deine wunderbar passende Ergänzung, auch wenn das dann jedoch sehr einsam für mich klingt …. Ist man wirklich nur frei, wenn man allein ist? Ich glaube, man kann das auch IN einer Beziehung leben, da bin ich mir sogar ganz sicher. Es braucht jedoch viel Toleranz und Verständnis dafür. Liebe Grüsse Andrea

  13. Erika Says:

    Danke allerliebste herzliche Frühlingsgrüsse zurück,
    siehst Du, jetzt mogle ich mich wieder dazwischen .
    Herzlichst Erika 😛

  14. andrea2007 Says:

    Liebste Erika, Du darfst Dich immer und überall dazwischenmogeln, ich FREU mich drüber. Dir auch herzlichste Frühlingsgrüsse, hier WAR heute tatsächlich Frühling, werde morgen darüber schreiben. Liebste Abendgrüsse Andrea

  15. Babsi Says:

    halloo liebe andrea

    so viel nähe und wärme wie dir gut tut das sollst du auch zulassen.wenn dir etwas zuviel wird dann waren es auch nicht die richtigen für dich die dein herz blühen lassen.und du arbeitest selber auch viel an dir, das spüre ich aus jedem deiner zeilen so intensiv :))
    und: ich genieße deine „internette nähe“:-)))

    alles liebe von babsi

  16. andrea2007 Says:

    Du liebe Babsi, danke für Deine verständnissvollen und lieben Zeilen. Ich muss gestehen, dass es manchmal eben doch auch an mir und nicht an den anderen liegt, aber danke für Deine Worte dazu. Ja ich arbeite immer auch an mir und Deine Internette Nähe (schönes Wort!!!) geniesse ich auch, ohne Stacheln:-)
    Allerliebste Grüsse Andrea

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