Das Märchen „Trais Fluors“

(Aus der Engadiner Post zitiert)

Das Märchen „Trais Fluors“ (Drei Blumen) erzählt, wie das Leben in den Oberengadiner Bergen eingezogen ist. Zu Beginn bestimmte nur der Kreislauf der Natur das Leben im Tal. Später besiedelten es die ersten Menschen. Diese beschlossen, hier kleine Dörfer zu bauen. Doc das Leben im Engadin war hart und der Winter lang. Die ersten Siedler litten unter der bissigen Kälte und mussten Hunger leiden.

Die Fee Flurina und ihre Gefährten sahen das und beschlossen, den Menschen zu helfen und ihnen drei Blumen zu schenken. Die erste Blume mit dem Namen „pigna“ (Ofen) erhielten sie, damit sie keine Kälte mehr spüren mussten. Die zweite Blume „vivanda“ (Lebensmittel), konnte den Hunger stillen und „allegria“ (Heiterkeit), die dritte Blume, zauberte den Menschen ein Lächeln ins Gesicht. Mit grossem Eifer wurden die Blumen angepflanzt, doch es dauerte nicht lange bis auch das Unkraut „Eifersucht“ und „Habgier“ im Tal erblühte. Mit Schrecken erkannten Flurina und ihre Feen dieses Unglück und entschlossen sich, die Blumen den Engadinern wieder wegzunehmen.

Die Talbewohner arbeiteten daraufhin hart und konnten so die Kälte und den Hunger in Grenzen halten. Doch die Heiterkeit ging bei allen verloren und die Engadiner trauerten immer wieder der „allegria“ (Heiterkeit) nach.

Und so führten sie, als Erinnerung an das dritte Blumengeschenk, das Begrüssungswort „Allegra“ ein, welches ihnen wieder das Lächlen ins Gesicht zurückzauberte. Mit diesem Lächeln kehrte die Fröhlichkeit ins Tag zurück und hielt bis heute an.

Allegra!

trais-fluors

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12 Antworten to “Das Märchen „Trais Fluors“”

  1. gabriele15 Says:

    Was für eine wunderhübsche Geschichte, liebe Andrea. Toll finde ich, daß sie in der „Engadiner Post“ abgedruckt ist
    und so allen lieben Menschen, die dies lesen, noch einmal bewusst machen, wie wichtig HEITERKEIT, Leichtigkeit und Lebensfreude sind. Denn ohne ein Lächeln, ohne LIEBE, ohne Licht kann sich auf Dauer nichts entfalten und weiterentwickeln. Wir brauchen es wie die Luft zum Atmen.

    Danke für diesen berührenden Beitrag…

    Herzensgrüße aus meiner Seele,
    Gabriele 🙂

  2. Elisabeth Says:

    Allegra, liebste Andrea! 🙂
    Danke dir für dieses wunderschöne Märchen, das ein Körnchen Wahrheit enthält – wie sehr fehlt den Menschen tatsächlich die Heiterkeit, nicht nur im Engadin… Ich bin mir jedoch ganz sicher, dass DU diese weitergibst durch dein bezauberndes Lächeln und dass DU die Engadiner auch mit deiner Lebensfreude ansteckst!!! 🙂
    Allerliebste ♥ensumarmung von Elisabeth

  3. theomix Says:

    Liebe Erika,
    das ist ja eine nette Idee. und wer von Gott nichts wissen will, der kriegt ein herzliches „Grüß Gott“ 😉
    Liebe Grüße
    Jörg

  4. theomix Says:

    Liebe Aandrea,
    überall rede ich Erika an. Na, wo sie so häufig kommentiert, sei sie auch hier gegrüßt, aber heute ist der Verwechselwurm drin…
    Herzlich grüßt Karl-Heinz

  5. Babsi Says:

    Liebe Andrea :)))

    wunderschön das gerade wieder hier zu lesen. Hunger stillen und sich wärmen, ja das ist wichtig aber ohne Lebensfreude,Glück empfinden und Lachen ist doch nur ein „Überleben“ kein LEBEN!!
    ES ist nicht nur die Würze des Lebens, nein, es ist die Beilage zu den ganzen wichtigen Grundbedürfnissen

    Allerliebste Wiengrüße von Babsi

  6. andrea2007 Says:

    Liebe Gabriele, die Geschichte ist nicht nur in der Engadiner Post abgedruckt gewesen, sondern wurde von Schülern als Theaterstück aufgeführt, ich habs zwar nicht gesehen, aber dass die Kinder mit so wertvollen Geschichten in Berührung kommen, das freut mich ausserordentlich!
    Danke auch Dir für Deine berührenden Worte, die noch einmal wunderschön zusammenfassen, was wichtig ist. Herzlichste Grüsse Andrea

  7. andrea2007 Says:

    Liebste Elisabeth, allegra! Vielleicht bin ich deshalb ja überhaupt in diesem wunderschönen Tal gelandet, das Tal des Lächelns:-) Danke Dir für Deine lieben Worte und das schöne Kompliment. Ich geb mir Mühe, ansteckend zu lächeln:-) Liebe Umarmung für Dich, Andrea

  8. andrea2007 Says:

    Grüss Gott Hans-Jörg:-), den Satz musste ich doch mehrmals lesen, aber jetzt hab ich ihn verstanden, Blondine halt:-) Sehr schön, wir können es ja mal versuchen. Herzliche Grüsse Andrea

  9. andrea2007 Says:

    Liebe Babsi, was für ein schöner und wahrer Satz von Dir, „über“leben ist noch kein „leben“… Danke für Deine Gedanken dazu, die den meinen sehr entsprechen. Liebe Grüsse nach Wien. Andrea

  10. Meine Blog-Erde « Mein Schreibetagebuch: “Leben” Says:

    […] zitiert aus der Engadiner Post das Märchen „Trais Fluors“, das uns bewusst macht, dass wir Menschen mit Demut und Dankbarkeit der Schöpfung begegnen […]

  11. Mamü Says:

    Liebe Andrea,

    eine wunderschöne Geschichte. 🙂

    Liebe Grüße,
    Martina

  12. andrea2007 Says:

    Liebe Martina, schön dass sie Dir auch gefällt. Heitere Grüsse Andrea

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