Kundengeschichten im Skiservice – Willkommen, Bienvenu, Wel-come…

Meine liebe Kollegin F. braucht für die Bindungseinstellung vom russischen Kunden ein paar Angaben. Sie fragt: „How old are you?“ Ein verständnisloser Blick als Antwort. „What’s your age?“ Verlegenes Lächeln, keine Anwort. Sie zeigt auf sich selber „I’m twenty-four.“ Ratlosigkeit, mittlerweile auf beiden Seiten. Dann ein Geistesblitz: „Do you have a passport with you?“ Ein erleichtertes Verstehen: „AAAHHH, I fifty.“

Ich komme mir manchmal vor wie in diesem Cabaret-Ausschnitt, Untertitel: Jonglieren mit Sprachen:-) Jeder Kunden wird vorsichtshalber mal auf mindestens 2 Sprachen begrüsst, bis wir eine gemeinsame finden und notfalls halt mit Händen und Füssen:-)  dadurch hab ich allerdings auch schon mit einem Deutschen ein komplettes Verkaufsgespräch auf Englisch geführt, bis wir am Ende feststellten, dass es auf Deutsch auch gegangen wäre:-)

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8 Antworten to “Kundengeschichten im Skiservice – Willkommen, Bienvenu, Wel-come…”

  1. theomix Says:

    Liebe Andrea,
    dann musst du bald Eintritt nehmen, wenn du im Verkauf bist… 🙂
    Liebe Grüße, Jörg

  2. elisabeth Says:

    Liebe Andrea,

    in jedem Fall: Fad wird dir nicht. ich denk Du bist da in allem was Du tust auch wirklich Entertainerin, Kindergärtnerin, kellnerin, Mama und Psychologin, vielleicht auch krankenschwester, Notärztin und…….. und manchmal wahrscheinlich auch sehr müde von der schweren Arbeit.
    ganz liebe Grüße
    elisabeth

  3. Ulf Runge Says:

    Liebe Andrea,

    ich habe schon das Umgekehrte erlebt.
    Ich war vor ca. 25 Jahren mal als Externer Mitarbeiter
    in einem amerikanischen Unternehmen beschäftigt.

    Ein interner, deutscher Mitarbeiter fährt mit mir zu einer Besprechung ins Entwicklungszentrum, damit mit einem dortigen, deutschen Mitarbeiter die weitere Vorgehensweise besprechen können. Nach der Begrüßung auf Deutsch fällt nur noch folgendes auf:

    – Die beiden reden nur noch Englisch miteinander
    – Ich bin überrascht, laufe rot an, versuche zu verstehen,
    was die beiden mit höchstem Sprechtempo einander zu sagen haben
    – Obwohl ich auch damals schon gut Englisch konnte, bin ich so perplex,
    dass sich meine Gesprächsteilnahme auf hastige „Yes“ und „No“
    Antworten beschränkt…

    Hast mein Mitgefühl.
    Aber auch meine Mitfreude.
    Soviel Berichtenswertes, was Du da erlebst…

    Liebe Grüße,
    Ulf

  4. andrea2007 Says:

    Lieber Jörg, das stell ich mir grad vor und ich muss zugeben, das Bild gefällt mir; Geld dafür zu nehmen, mir beim Verkaufen zuzuschauen und es ist gar nicht so weit von einer meiner Zukunftsideen entfernt:-)
    Herzliche Grüsse Andrea

  5. andrea2007 Says:

    Lieber Elisabeth, das hast Du schön erkannt- genauso ist es und ich bin noch viel mehr…Sekretärin, Kummerkastentante, Flirtobjekt, Muntermacherin, Familienstreitschlichterin usw. Das macht den Job ja auch so spannend, diese Vielschichtigkeit, die meiner Persönlichkeit und meinen Neigungen sehr entspricht. Die vielen verschiedenen Sprachen und Mentalitäten sind da das absolute Tüpfelchen auf dem I. Und ja, müde macht es auch, weil ich den ganzen Tag an der Front bin. Abends mag ich dan meist nicht mehr viel sprechen, schreiben eher:-) Liebste Grüsse Andrea

  6. andrea2007 Says:

    Lieber Ulf, ich versuche mir grad vorzustellen, wie Du da nach Luft schnappend yes und no in ein viel zu schnelles Gespräch einfliessen lässt:-)

    Das mit den verschiedenen Sprachen macht mir viel Spass und viel Kunden können ja auch mehrere, dann wechseln wir immer hin und her, sehr lustig. Am Ende zählt, dass wir uns verstehen- wie auch immer.
    Liebe Grüsse Andrea

  7. Schonzeit Says:

    ich hatte mal vor einigen Jahren mit einem Schausteller im Fantasialand ein sehr langes Gespräch auf Englisch. Seine Truppe stammte aus England und so ging ich gleich auch mit Englisch auf ihn los. Er hingegen dachte: Ach, wenn der Englisch spricht ist der wohl Engländer, vor allem, weil ich englisch teilweise sehr nuschelig spreche.

    Zum Schluss stellten wir fest, dass unser beider Heimatorte nur knapp 30 km auseinander liegen und wir bequem die 10 Minuten auch auf Deutsch hätten quatschen können.

  8. andrea2007 Says:

    Lieber Herr Schonzeit, das ist ja auch sehr witzig…danke für diesen Schwank aus Deinem Leben, liebe Grüsse Andrea

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