Glauben ist alles – Keeping the faith

Angeregt durch den netten Blog-Kontakt mit Jörg, der auf seinem Theomix-Blog immer wieder „Glaubensfragen“ stellt und über sie schreibt, denke auch ich ab und zu über meinen Glauben nach. Zugegeben, er ist höchst unorthodox und selbstgebastelt, aber er ist doch MEIN Glaube und vor allem er IST ein Glaube.

Nicht besonders religiös und schon gar nicht kirchlich erzogen, bin ich zwar getauft und konfirmiert, gehe bei Hochzeiten und Beerdigungen, ab und zu mal Weihnachten in die Kirche – und finde es dann immer sehr berührend. Ich habe meinen Glauben in Büchern gefunden, in Büchern, die MICH gefunden haben und als ich das letzte Mal im Mai bei der Konfirmation meiner Nichte war, da stellte ich fest:
DAS was dieser ausserordentliche Pastor (der ein beeindruckend enges Verhältnis zu den Konfirmanden hatte) dort teilweise „von sich gab“, das war ja genau das, was ich auch glaubte… Es war vielleicht etwas anders ausgedrückt und vielleicht auch sozusagen ins „Evangelische“ übersetzt, doch die Kerngedanken waren doch gleich.

Für mich war es in dem Moment eine echte Überraschung und seitdem erkenne ich in vielen verschiedenen Glaubensrichtungen und Weltanschauungen sehr viele Gemeinsamkeiten und finde das ganz wunderbar.

Den folgenden Film hab ich damals im Kino gesehen und neulich kam er wieder einmal im Fernsehen. Ausser der wirklich ganz besonderen Liebesgeschichte ist die ganze Handlung sehr aussergewöhnlich. Ein Rabbi (Ben Stiller) und ein katholischer Pfarrer (Edward Norton) sind seit Kindheit an beste Freunde, beide leben ihren eigenen Glauben und am Ende erfüllen Sie sich Ihren grossen Traum und errichten gemeinsam eine Begegnungsstätte für Menschen allen Glaubens.

DAS hat mich schon beim ersten Mal sehr fasziniert, dieser Gedanke ist schön und wenn ich hier und da diese Diskussionen lese, welcher Glaube was vertritt und welcher Glaube besser oder schlechter ist, dann denke ich an diese beiden – ok, es sind nur Filmfiguren, aber trotzdem vorbildlich und  irgendjemand hat sich das schliesslich ausgedacht!

 

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23 Antworten to “Glauben ist alles – Keeping the faith”

  1. Elisabeth Says:

    Liebste Andrea,
    unsere Erika fehlt, sie hat immer schon früh morgens Schwung in unsere Blogs gebracht… Ich hoffe, es geht ihr gut… Ich will daran GLAUBEN…
    Diesen Film kenne ich nicht, aber der Trailer hat Lust auf mehr gemacht 😉 Auf mehr, worüber ich nachdenken möchte, denn auch ICH habe MEINEN Glauben, und ich glaube auch an Gott, aber da gibt es so viel, was ich nicht in einen Kommentar packen kann… Deswegen nur kurz: Es wichtig, an etwas zu glauben, das gibt Halt im Leben und Kraft!
    Allerliebste Sonnengrüße von Elisabeth

  2. theomix Says:

    Liebe Andrea,
    Danke, dass du so freundlich auf meine Blog Bezug nimmst. Das Verbindende und Gemeinsame suchen ist heute notwendig, angesichts der großen Herausforderungen, vor denen die Welt steht. auf der anderen Seite sind da die Wurzeln, die ich habe, und von dorther manchmal recht seltene Blüten treiben.
    Aber selbst in meinen kopfbetonten Zeiten war mir wichtiger, selber gehalten zu werden als selbst zu halten. also eher darauf zu bauen, dass Gott an mich glaubt, also zu mir hält, als umgekehrt. Das ist schon ein anderer Blickwinkel – mit dem sich aber Andersartigkeiten gut aushalten lassen.
    Die Vielfalt des jüdischen Lebens ist in den USA wohl besser wahrzunehmen als im alten Europa 😉 Plus christlicher Konfessionen zuhauf…
    Dann lass dich mal weiter tragen.
    Liebe Grüße
    Jörg

  3. Astraryllis Says:

    Ich glaube, dann könnte Dich auch das „Projekt Weltethos“ von Hans Küng interessieren.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Weltethos

    und hier:
    http://www.weltethos.org/

    Dieses Projekt widmet sich der Suche nach den Gemeinsamkeiten zwischen den großen Religionen.

    Liebe Grüße,
    Astraryllis.

  4. Erika Says:

    Liebste Andrea,
    liebste Elisabeth,
    ich glaube, mein Schwung war bissl raus geschwungen
    aber gestern haben die Fastnachtslieder geklungen
    und ich war fröhlich und heiter
    aber jetzt kommentiere ich wieder weiter…
    Danke dass Ihr immer an mich denket
    und mir soviel Liebes schenket
    das macht mich so unendlich reich
    ich geh jetzt ins Bettchen gleich
    Helau nach Sankt Moritz und nach Wien
    morgen bin ich hier wieder drin.

    gute Nacht
    gebt schön acht
    auf Eure Träume
    klettert ihr auf Zauberbäume
    holt die Zauberfrüchte runter
    dann wird das Leben morgen bunter.

    ERIKA 😀 😆 jetzt isse weg

  5. Erika Says:

    Ich habe noch ein schönes Buch:
    Den Weg der Meister gehen
    Jesus und Buddha
    als Lebensbegleiter
    “Christentum und Buddhismus sprechen verschiedene Sprachen, der Lebensweg ihrer Begründer ist unterschiedlich, doch Essenz und Praxis ihrer spirituellen Wege sind enger verbunden, als wir vermuten. Die klaren und einfachen Worte fesseln uns, verblüffend sind die Parallelen ihrer Lebensweisheit. Nicht Weltflucht, sondern solidarisches Hineingehen in die Welt und zu den Menschen – das ist ihre Botschaft an uns.
    Wer sich mit dem Leben und Wirken der beiden Religionsstifter befasst, wird erfahren, wie sehr Jesus und Buddha Brüder sind – Meister und Wegweiser auf der Suche nach Spiritualität und Lebenssinn.”
    Wolfgang Poeplau

  6. Schaps Says:

    Ich kenn den Film noch gar nicht…aber wenn die Thematik so verpackt ist, dann mag ich sie eigentlich auch ganz gern. Was ich nicht mag, ist, wenn in einem Film relugiöse Eiferer vorkommen…die find ich unerträglich…vie zB in Contact oder Der Nebel usw usf…
    Aber hier kann ja allein schin aufgrund der Hauptdarsteller nix schiefgehen 🙂

  7. andrea2007 Says:

    Liebste Elisabeth, ja die Erika, die ist ein grosser „Aufsteller“, wie man in der Schweiz sagt! Der Film ist wirklich empfehlenswert, träumen, lieben, leben, lachen…wie war das noch in Deinem Stöckchen? 🙂 Ja, ich finde es auch wichtig, an etwas zu glauben, es hilft in schwachen Momenten, es beflügelt in starken.
    Allerliebste Grüsse Andrea

  8. andrea2007 Says:

    Lieber Jörg, danke für Deine Gedanken und Erfahrungen! Mmh, das mit dem Blickwinkel vom gehalten werden und selber halten… das ist ein schöner Gedankenanstoss, da werd ich mal in Ruhe drüber nach“spüren“… mir wird grad bewusst, dass ich eher immer auf mich selbst vertraut habe, als auf „jemand anders“ oder „etwas anderes“ … und doch hab ich manchmal Mühe, mir selbst zu vertrauen? Interessant, was sich da grad in meinem Gehirn abspielt; Ergebnis: ich KANN mir selber vertrauen! Schön!
    Nachdenkliche zufriedene Grüsse Andrea

    p.s. Gemeinsamkeiten zu suchen, macht für mich immer Sinn; es ist dann einfacher, zu kommunizieren.

  9. andrea2007 Says:

    Liebe Astaryllis, vielen Dank für die Links. Die goldene Regel in 5 verschiedenen Religionen, toll. Ich werd mir das nochmal in Ruhe durchlesen. Auf den ersten Blick kann ich nur wieder bestätigen, wie ähnlich sich die unterschiedlichen Religionen im Kern doch sind. Schade, dass sie sich untereinander nicht mehr respektieren und annehmen können….
    Liebe Grüsse Andrea

  10. andrea2007 Says:

    Ach, Du liebste Erika, *schmunzel-und-warm-ums-Herz-werd*, ich kann mir vorstellen, wie lauthals und fröhlich Du die Faschingslieder geschmettert hast! 🙂 Danke für die lieben Wünsche, ich stell mir grad meinen Zauberbaum vor und zaubere wunderbare Dinge dran, die ich anschliessend ernten werde…starke Wurzeln hat der, boah…:-)

    Dein Buchtipp hört sich sehr interessant an, danke, geht ja genau in die Richtung, von der ich sprach, im Film gehts natürlich eher spielerisch zu. Liebste Grüsse Andrea

  11. andrea2007 Says:

    Lieber Schaps, da hast Du recht, mit diesen Schauspielern kann der Film nur „un-eifrig religiös“ sein:-) Nein, kein mit erhobenem Finger auf das Schlechte der Welt zeigender Film, sondern amüsant, romantisch, humorvoll und ein bisschen Gedanken-anregend.
    Liebe Grüsse Andrea

  12. Babsi Says:

    Liebe Andrea 🙂

    ich habe leider zur Kirche nicht wirklich die beste Meinung,doch das beruht auf KIndheitserfahrungen und soll nun nicht maßgeblich sein für meinen Glauben. Ich habe mir meinen eigenen geschaffen. Um „Gott“ (deswegen die „“ weil Gott für jeden anders ist) nahe zu sein bedarf es keine Kirche so wie ich leider heute nich oft von Pfarrern höre.

    Wichtig für mich ist, dass wir nicht nur an etwas glauben, nur weil es uns vorgepredigt wird sondern, dass wir uns damit identifizieren können, ihn leben, ihn tief in uns verankern und aufnehmen, gleich welche Art von Glauben es sich handelt :))

    Danke liebe Andrea, der film hört sich wirklich interessant an

    liebe liebe Grüsse aus Wien von Babsi

  13. Lilo Says:

    Liebe Andrea,
    wie recht du hast. Wenn man sich nicht auf EINEN Glauben versteift, sondern alle Glaubensrichtungen mit gleichen Augen betrachtet, dann merkt man erst wie ähnlich sie doch alle sind.

    Den Film kenne ich noch nicht, soweit ich weiß. Er ist aber bestimmt toll und wenn er das nächste Mal im TV kommt… 🙂

    Liebe Grüße
    Lilo

  14. andrea2007 Says:

    Liebe Babsi, danke für Deine Gedanken zum Thema, ich bin auch kein Kirchenfan, aber ich bin auch der Meinung, dass ein Glaube (ob er nun nach Lehrbuch ist oder selbstgebastelt wie auch meiner), wenn er gelebt und gefühlt wird, uns sehr viel Halt geben kann.
    Der Film ist kein Kirchenfilm, er ist einfach schön, viel Spass beim schauen. Liebe Grüsse Andrea

  15. andrea2007 Says:

    Liebe Lilo, genauso sehe ich das auch, es gibt mehr Gemeinsamkeiten, als Unterschiede, schade, dass wegen der Unterschiede soviele Kriege geführt wurden und werden…
    Auch Dir viel Spass beim Film, liebe Grüsse Andrea

  16. Schonzeit Says:

    Judentum trifft Katolizismus trifft Scientology. 😀

    Ich liebe diesen Film. Jenna Elfman ist soooooo Zucker. Ich werd jedes mal wieder schwach, wenn sie nur mit ihrer Oberlippe grinst.

  17. Schonzeit Says:

    ach ja. Ich muss mich ja noch zum Thema Glauben äussern. Sonst bin ich ja am Thema vorbei: Ich glaube, dass Jenna Elfman ziemlich heiss ist. 😀

  18. andrea2007 Says:

    Lieber Herr Schonzeit, endlich mal jemand, der diesen Film kennt!!! Ja, sie ist wirklich entzückend, diese Anna… und nochwas, ich teile DEINEN Glauben:-) Grinsende Grüsse Andrea

  19. Schonzeit Says:

    Meine Freundin hat mir den sogar mal zu einem Jahrestag geschenkt, weil sie nicht mehr aushielt, dass ich immer durchdrehte, wenn sie ihn im TV angekündigt haben. Natürlich ist die Story flach, aber so schön und gekonnt erzählt.

  20. andrea2007 Says:

    Boh ey, die traut sich was, ein Video von der „Konkurrenz“;-) Und sooo flach finde ich die Story auch nicht…

  21. Schonzeit Says:

    naja. typische Liebesgeschichte mit Dreiecksbeziehung, aber gut gemacht und mit Top Besetzung. Konkurrenz ist ja auch nicht richtig. Sonst dürfte ich sie nicht mitschauen lassen. Sie bekommt feuchte Augen wenn sie Edward Norton sieht. 😀

  22. Martin Says:

    Mein Glaube hat auch mit keiner Religion zu tun, er ist „selbstgebastelt“. Und zum Film: der ist echt schön zu sehen (bei dem Spruch von Ben Stiller mit den „Rabbi ‚Wer-auch-immer‘-Sammelbildchen“ musste ich damals im Kino schallend lachen 😀

    Zu doof, dass die Jenna Elfman Scientologin ist – diesen Bullshit kann ich ja garnicht ab…

  23. andrea2007 Says:

    Lieber Martin, mein Glaube ist auch selbstgebastelt, das sind auch meine Worte immer dafür, lustig:-) Und ich lebe sehr gut damit. Die Gags sind wirklich klasse und die Schauspieler passen so perfekt in ihre Rollen. Das mit Jenna Elfman wusste ich nicht und find ich auch gar nicht gut… Liebe Grüsse Andrea

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