Schöne Gedanken- Erfüllung

An dieser  und dieser Stelle zitierte ich schon einmal aus dem Buch „Die fünf Geheimnisse, die sie entdecken sollten, bevor sie sterben“ von John Izzo.

„Wenn ich jedoch von „Glück“ spreche, meine ich damit, das jeder Mensch sich nach Freude und einem Gefühl tiefster Zufriedenheit sehnt. Wir möchten wissen, ob wir unser Leben in vollen Zügen gelebt und erfahren haben und was es heisst, Mensch zu sein.[…]

Die Rede ist hier nicht von einem permanenten Zustand der Glückseligkeit, sondern von jener alltäglichen Zufriedenheit und Freude, die uns warm ums Herz werden lässt. Am Ende eines jeden Tages wie auch am Ende unseres Lebens möchte wir das spüren, was mein Grossvater eine „gute Müdigkeit“ nannte.

Doch Glück allein ist nicht genug für den Menschen. Ich bin überzeugt, dass wir auch Erfüllung brauchen. Wenn wir Glück als das alltägliche Erleben von Zufriedenheit und Freude definieren, geht es bei der Erfüllung darum, im Leben ein Ziel vor Augen zu haben. […] Wir wollen in allererster Linie wissen, dass unser Leben einen Sinn hat und es einen Grund gibt, warum wir hier sind.

Der eine spricht hier von einem Gefühl der eigenen Bedeutsamkeit, andere womöglich davon, wie wichtig es sei, ein Vermächtnis zu hinterlassen oder seine Berufung zu finden. Für mich persönlich bedeutet „Erfüllung“, mit etwas in Verbindung zu treten, das ausserhalb von mir selbst liegt. Erfüllung ist nicht in einem isolierten Leben des Individuums denkbar, denn wenn mein Leben einen Sinn haben soll, dann ist es mit Dingen und Personen verbunden, die über mein Selbst hinausreichen.

Glück hat mir den Augenblicken unseres Lebens zu tun; Erfüllung mit unserem Gefühl der Verbundenheit. Wären wir nicht sterblich, würde Glück allein womöglich genügen, aber unsere Sterblichkeit weckt in uns den Wunsch nach Verbundenheit; wir wollen wissen, dass unsere Anwesenheit hier auf Erden von Bedeutung hat.“

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13 Antworten to “Schöne Gedanken- Erfüllung”

  1. theomix Says:

    Liebe Andrea,
    ein schönes Zitat. Und selbst abgeschrieben, da lehnt sich Sherlock gelassen zurück. 😀
    Du wählst wieder so gute Gedanken aus – aus Büchern, die ich im Leben nicht aus dem Regal zöge. Ich habe wohl ein Ratgeber-Trauma aus den 90-ern ins neue Jahrhundert mitgenommen, das kommt von einer Allergie gegen Machbarkeit. Ich sah in den letzten Jahren meine Lebensaufgabe woanders: die eigenen Grenzen erkennen und respektieren. Selbst gesteckte Aufgaben entdecken. Das hat für mich auch mit Gottvertrauen zu tun. Nachdem ich zuvor an meinem Selbstvertrauen gearbeitet hatte. Beide hat ja miteinander zu tun, ist aber nicht identisch.
    Glückserfüllte Grüße
    Jörg

  2. andrea2007 Says:

    Lieber Jörg, woran sieht denn der Sherlock, dass ich das selber abgeschrieben habe, soviele Schreibfehler? 🙂

    Vielleicht kann ich ja Deine Aversion gegen „diese Bücher“ nur ein ganz wenig lockern mit meinen Zitaten:-). Deine Lebensaufgabe klingt sehr spannend und ja, Gottvertrauen und Selbstvertrauen sind wichtige,ähnliche aber unterschiedliche Dinge, das sehe ich auch so. Für mich machst Du den Eindruck, dass Du sowohl das eine als auch das andere hast. Liebe Grüsse Andrea

  3. manu Says:

    Liebe Andrea
    Erfüllung-
    wie oft haben wir alle schon dieses Wort gebraucht.
    Als Kind hofft man, dass alle Geburtstagswünsche in ERFÜLLUNG gehen,
    als Erwachsener erwartet man das der andere den Vertrag ERFÜLLEN.
    Oft sind es unsere Erwartungen, die auf Erfüllung hoffen.
    Es hat soviele Bedeutungen-
    Ich glaube, dass jeder Mensch irgendwann sich die Frage nach dem Sinn des (seines )Lebens stellt.Man spricht von einem erfüllten Leben, wenn ein Mensch ein hohes Alter erreicht hat, eine Familie gegründet hat, sich gewisse Annehmlichkeiten erlauben konnte.
    Ich habe durch meine Arbeit mit alten Menschen eine gewisse Erfüllung gespürt-das lag wohl daran, dass ich mich von ihnen gebraucht fühlte.
    Also hat Erfüllung auch immer mit etwas zu tun, was man vermisst.
    Es ist ein schönes Gefühl Erfüllung zu spüren.Man ist GUT MÜDE,hat nicht mehr das Gefühl etwas verpasst zu haben.
    Meine endgültige Erfüllung werde ich aber doch nicht finden – da mein Wunsch nach Kindern immer groß war und sich das nicht erfüllt hat.
    Drück Dich

  4. theomix Says:

    Liebe Andrea,
    daran sehe ich es–> […] Da zeigt sich die zuverlässige Kopistin, dass sie Auslassungen markiert!
    Ja, bereits gelockert.
    Das Gottvertrauen ergreift mein Herz, aber mein Kopf sieht nur, dass er sich versteckt. Deswegen ein Blog für Kopf und Herz, deswegen die Kategorien hin und her. Das ist mein Thema, Andrea. Ich will noch dahin kommen, die Ankunft im Herzen zu schildern. Das war vor einem Jahr. Aber auch vorher hat mich eine Gewissheit nie verlassen: Gott hält zu mir. Also schon Gottvertrauen. Aber ziemlich an der lockeren Leine. Herzliche Grüße
    Jörg

  5. Erika Says:

    Liebste Andrea,
    ich bin glücklich, dass ich eine Familie habe, glücklich, dass ich erkenne was wichtig ist, um zufrieden zu sein, ich bin glücklich, dass ich aus meinen dunklen Erfahrungen gelernt hab und beschenkt werde, ja seit sich mein Denken umgewandelt hat in positive Aspekte und Zufriedenheit, Dankbarkeit, spüre ich auch Vertrauen, Gottvertrauen und fühle mich oft „erfüllt“ ohne äußeres Zutun. Dieses Erfülltsein spüre ich im Herzen und mir kommen dabei die Tränen, Das ist ein Zustand, der weit über den Verstand hinausragt, es ist , als ob ich im Himmel wäre , ich kann es nicht beschreiben. Es ist nicht immer, aber auch wenn ich z..B. meine Mutter ins Bett lege und mit ihr ein Kinder -Gute-Nacht-Gebet spreche und sie mir einen Gute-Nacht-Kuss gibt, dann bin ich erfüllt, wenn ich aus dem Altersheim herauskomme, schaue ich oft an den Himmel und bedanke mich bei Gott, er ist bei mir das spüre ich besonders wenn´s mir auch mal schlecht geht, ich weiß und vertraue, dass ich diese Kraft bekomme, wo ich früher aufgegeben hätte. Danach wenn ich wieder den Boden unter den Füßen spüre fühle ich mich erfüllt, dass ich auch keine Angst mehr vor dem Tod habe. Mein Papa ist so eng mit mir verbunden, seid er tot ist, das ist eine Erfahrung.
    Ich hatte kein schönes Verhältnis zu meinen Eltern,das hat sich geändert, es ist so Wunderbar, was mir manchmal widerfährt, ohne dass ich da groß was dafür mache. Früher war ich enttäuscht und verzweifelt.
    Das war jetzt viel . Ich habe soviel Gottvertrauen, und bin deshalb sehr glücklich. Es ist nicht im Kopf, auch im Herzen spürbar, das ist so wunderbar. Gute Nacht Erika:-)

  6. andrea2007 Says:

    Lieber Jörg, wie berührend, dass Du Deine inneren Gedanken hier so mit mir (uns) teilst. Ich bin sicher, Du bist da auf dem richtigen Weg, das zu erreichen, was Du Dir wünschst. Allein, dass Du Dich so damit auseinandersetzt zeigt ja, wie ernst es Dir damit ist (mit allem Humor und aller Ironie *smile*).

    Ich sage immer, mein Kopf und mein Herz kommen im Bauch zusammen und wenn mein Bauchgefühl stimmt, dann ist alles richtig…

    Herzliche Bauch-Grüsse Andrea

  7. andrea2007 Says:

    Liebste Erika, auch Dir ein herzliches Dankeschön, dass Du so offen schreibst. Ich möchte Deine Gedanken nicht „zerpflücken“, daher nur ein einfaches: Dein Gottvertrauen spüre ich in Deinen Worten!

    Allerliebste Grüsse Andrea

  8. Erika Says:

    Danke Dir, liebste Andrea:-)
    kraftvolle Grüße Erika:-)

  9. theomix Says:

    Liebe nadrea,
    muss ich meinen Uralt-Beiitrag http://theomix.wordpress.com/2008/09/30/und-die-anderen-organe/ wieder herausnehmen? Nein, aber du hast ihn bisher nicht gelesen – sonst hättest du nicht so geschrieben 😀

    Und da es so ist, nehme ich deine „Bauch-Grüße“ g e r n e entgegen! Ich biolde mir sogar ein, ich verstehe, was du mir sagen möchtest 😉
    Herzlichen Dank
    Jörg

  10. theomix Says:

    diese elednen verdrereh. Andrea! Andrea! So heißt du, jahaaa!

  11. andrea2007 Says:

    Hihi, lieber Jörg, JETZT hab ich den Beitrag gelesen und herzlich gelacht. Vielen Dank, dass Du mich DARAUF aufmerksam gemacht hast. Da aber Herz und Kopf in DEM Beitrag nicht vorkommen, bleib ich bei meinem Statement:-) MEIN Bauch hat viele Gefühle und er spinnt, wenn Herz und Kopf sich nicht einig sind… Vielen Dank für Dein -wenn auch vielleicht nur eingebildetes- Verständnis:-) Liebe Grüsse Andrea

    ps.s na drea ist aber ein schöner verdreher, ehrlich!

  12. andrea2007 Says:

    Meine Süsse, vielleicht findest Du ja bald eine neue Erfüllung!! Ich drück Dich ganz doll, Andrea

  13. rotegraefin Says:

    Vor mehr als 30 Jahren habe ich in einer therapeutischen Zusatzausbildung gelernt, Gott ist da wo meine Zufriedenheit ist.
    Da ich aber nicht zufrieden war und bin, wenn meine Mitwelt es auch nicht ist, habe ich mich ständig überfordert.
    „Die Anleitung zum unglücklich Sein“ von Watzlawick hat mir dann später die Augen geöffnet. So dass ich erkennen konnte, das ich von zwei sich widersprechenden Wünschen einen loslassen muss, um wenigstens einen erfüllt zu bekommen.
    So hatte ich lange den Anspruch an mich, auch zu lachen, wenn mir gar nicht danach zu mute ist und auch wenn ich hier lese kommen mir eher die Tränen und ich muss mein so früh verratenes inneres Kind beruhigen und trösten und sagen dass das ganz in Ordnung ist auch wenn das niemand verstehen kann. Das diese Gefühle aber zu einer traurigen und schlimmen Vergangenheit gehören, die jetzt vorbei ist.
    „Man sieht alles viel besser mit Augen die geweint haben.“ gilt genauso wie der Satz „Jeder Tag ist ein verlorener Tag an dem man nicht gelacht hat hat.“ Wut und Schmerz hängen sehr eng beieinander genauso wie Lachen und Weinen.

    @Manu
    Der große Wunsch nach Kindern hat oft etwas mit der Beziehungslosigkeit zu dem eigenen inneren Kind zu tun. Was braucht ein Kind? Was brauchst Du für Dich? Was wurde Dir vorenthalten? Was kannst Du Dir heute zu mindestens in der Phantasie wieder besorgen? Was verbietest Du Dir heute noch?

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