Die Geschichte vom Kampf zwischen den beiden Wölfen

… aus dem Buch „Die 5 Geheimnisse, die Sie entdecken sollten, bevor Sie sterben.“

Die Navajo-Indianer erzählen sich eine wunderbare Geschichte. Ein alter Mann aus dem Stamm sprach zu seinem Enkel: „Manchmal hab ich das Gefühl, dass in mir ein Kampf tobt- ein Kampf zwischen den zwei Wölfen. Der eine Wolf ist böse. Er ist der Wolf des Zorns und Neids, der Sorgen, des Vorwurfs, der Gier und Arroganz, des Selbstmitleids, der Schuld, der Ablehnung, der Minderwertigkeit oder Überlegenheit; der Angst vor der Heilwerdung von Körper und Seele, vor dem Erfolg und davor, dass das, was die anderen gesagt haben, wahr sein könnte; der Angst, in den Mokassins eines anderen zu laufen, um nicht mit seinen Augen sehen  und seinem Herzen fühlen zu müssen, wie sich die Wirklichkeit aus seiner Sicht darstellt, so dass ich an hohlen Ausreden festhalten kann, die ich im Inneren längst als falsch erkannt habe.  

Der andere Wolf ist gut. Er ist der Wolf der Freude, des Friedens, der Liebe und Hoffnung, der Gelassenheit, Bescheidenheit und Güte, des Mitgefühls für jene, die mir geholfen haben, wenngleich ihre Bemühungen nicht immer perfekt waren, der Bereitschaft, mir selbst und anderen zu vergeben und zu erkennen, dass ich mein Schicksal selbst in die Hand habe.“

Nachdem der Enkel eine Weile über die Worte seines Grossvaters nachgedacht hatte, fragte er:  „Sag mir, Grossvater, welcher der beiden Wölfe wird nun gewinnen?“ Und der alte Mann antwortete: „Der Wolf, den ich zu füttern beschliesse.“

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11 Antworten to “Die Geschichte vom Kampf zwischen den beiden Wölfen”

  1. Elisabeth Says:

    Das ist eine wunderbare Geschichte, liebste Andrea!!!
    Die beiden kenne ich auch, nicht als Wölfe, aber dennoch, ich kenne sie… Wenn ich mich auf das Gute und Positive konzentriere, dann bringe ich Gutes und Positives hervor und vermehre es – der Gedanke tut gut 🙂 Danke dir dafür!
    Alles Liebe von Elisabeth

  2. Sicht-Feld Says:

    Liebe Andrea,
    das ist toll! Es liegt doch tatsächlich in unserer Hand, was wir mit den beiden Wölfen in unserem Inneren machen. Nähren wir sie oder lassen wir sie verhungern? Jeder von uns hat beide Wölfe in sich wohnen, und jeder wird den einen oder anderen zu seiner Zeit knurren hören – aber welchen man im Endeffekt pflegt, das kann man ganz alleine entscheiden! Was für eine schöne und wahre Geschichte!
    Liebe Grüße,
    Mareike

  3. zentao Says:

    Das ist eine Geschichte mit einer überraschenden Pointe, sehr grlungen, danke Dir
    Liebe Grüsse zentao

  4. andrea2007 Says:

    Liebste Elisabeth, genau Energie folgt der Aufmerksamkeit. Und ich habe immer und jederzeit die Wahl, welchem „Wolf“ in mir ich meine Energie schenke. Das ist ein schönes Gefühl! Liebste Grüsse Andrea

  5. andrea2007 Says:

    Liebe Mareike, genauso sehe ich das auch. Und es ist auch nicht schlimm, beide Wölfe in sich zu haben, das ist menschlich. Wichtig ist nur, was ich draus mache, in welche Richtung ich mich entscheide. Und da haben wir alle hier uns schon für das Positive entschieden, würde ich meinen. Liebe Grüsse Andrea

  6. andrea2007 Says:

    Lieber Zentao, das freut mich ausserordentlich, dass ich Dich überraschen konnte. Du bist doch sonst der Geschichtenschreiber unter uns, Deine Geschichten mag ich auch immer sehr! Liebe Grüsse Andrea

  7. wortman Says:

    ying und yang… dualität… kein gut ohne böse.
    jeder mensch hat diese beiden wölfe in sich, ob er will oder nicht und so haben wir die freie entscheidung, welchem wolf wir in unserem leben dem vorrang einräumen.

  8. april Says:

    Eine uralte Philosophie, immer wieder wahr. Nur ist es nicht immer so einfach.

  9. wortman Says:

    @April: Einfach ist es nicht. Manchmal gibt es auch Situationen, wo der böse Wolf einfach die Oberhand haben muss.

  10. andrea2007 Says:

    Lieber wortmann, ja wir haben die freie Entscheidung. Und manchmal darf auch der böse Wolf mal da sein, kein Gut ohne Böse, kein Licht ohne Schatten. Liebe Grüsse Andrea

  11. andrea2007 Says:

    Liebe Ingrid, ich finde es schon wichtig, sich diese Unterschiede bewusst zu machen; das ist für mich der erste Schritt in die richtige Richtung. Schritt für Schritt. Alles Liebe Andrea

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