450 Jahre Ratsgymnasium

Ja, jetzt sitze ich seit einer Stunde vorm Computer und es drängt mich eigentlich, über das tolle Wochenende zu schreiben, das ich erlebt habe; und ich kriegs nicht hin. Ein unbeschreibliches Wochenende?
Ich hab auch keine Fotos gemacht.  Ein Wochenende, an dem ich definitiv NICHT die Rolle des Beobachters einnahm? Definitiv JA.

Ich könnte jetzt von dem gut besuchten Treffen in der alten Turnhalle schreiben, in der seit eh und je ein so grelles Licht scheint, dass man als schon-etwas-länger-Ehemaliger freiwillig Zuflucht auf dem nur wenig erhellten Schulhof sucht, damit man nicht jede Lachfalte ausgeleuchtet bekommt 🙂

Ich könnte davon schreiben, dass ich mich an den Menschen erfolgreich vorbeischlängelte, die ich damals schon nicht besonders mochte oder interessant fand. Bis auf den einen, der eine angeregte Unterhaltung ständig mit dem Satz unterbrach: “ Also da hab ich mal was Interessantes erlebt…“ , dann gähn, schnarch, die wirklich un-interessante Geschichte preisgab und dann alle weiterredeten, als hätte er nichts gesagt.
Ich könnte auch erzählen, dass unser Chemielehrer immer noch zwanghaft auf jugendlich macht und sich die Haare ganz fies färbt und gar nicht merkt, wie lächerlich das wirkt oder dass der Turnlehrer (der einzige Lehrer, den ich kenne, der NUR Sport unterrichtet und damit sein Leben lang durchkam) mit seinen mittlerweile weissen Haaren immer noch äusserst attraktiv aussieht und eine echte Persönlichkeit ist.
Erwähnenswert wäre ganz sicher der aufgestellte, super sympathische Direktor, der so ein richtiger Westfale ist, voller Temperament und Begeisterung, ein wenig rauh, aber sehr herzlich und viel am Lachen; ein Direktor, um den ich die heutigen Schüler höchstgradig beneide.

Ich könnte erwähnen, dass der harte Kern unserer Truppe später noch in einer wirklich grauslichen Kneipe gelandet ist, weil wir alle noch nicht nachhause wollten und wir dann leicht angesäuselt erst um 4 Uhr mit dem Taxi nachhause fuhren.

Ich könnte das seltsame „Stufentreffen“ am nächsten Tag im Cafe Knigge, in dem wir immer unsere legalen und illegalen „Freistunden“ verbracht hatten, beschreiben; es kamen nur 2 Männer und 10 Frauen, von denen ich eine erst überhaupt nicht kannte, die dann mit mir über Leute sprach, die ich auch nicht kannte… War ich auf dem richtigen Treffen? Ja, nachdem ich ihren Namen endlich herausbekommen hatte, wusste ich auch, warum ich sie ausgeblendet hatte 😉 Dort entstand die Idee, bei Xing eine Gruppe „Ratsgymnasium“ zu gründen, was – wie sich später herausstellt- schon jemand gemacht hatte, tatsächlich jemand aus UNSERER Stufe.

Wie könnte ich meine unglaublich tolle Stimmung beschreiben, diese unbändige Freude, dort zu sein, liebe Menschen wiederzutreffen, die tollen und die lustigen Gespräche wiedergeben, die alten Erinnerungen, die alten Geschichten und erstaunlich viele neue Ansätze …Ich glaube, wenn ich diesen Beitrag schreiben würde, könnte ich das alles gar nicht wirklich beschreiben…Vielleicht wird der Artikel über die Ball-Nacht dagegen wirklich ein Artikel, der wird aber noch bis morgen warten müssen…oder übermorgen… 🙂

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3 Antworten to “450 Jahre Ratsgymnasium”

  1. Alex Says:

    Liebe Andrea,

    es ist mehr als legitim an speziellen Anlasse nicht die ganze Web-Welt teilhaben zu lassen. Es ist auch sehr legitim Momente im Leben ganz für sich allein zu erleben und auch zu konservieren. Ganz eifach darum, weil diese Moment so speziell sind. Darum schliesse ich daraus, das dieser Anlass das übertroffen hat, was du dir vorgestellt hast. Liege ich richtig?

    Es gibt diverse Momente im Leben dich ich ganz egoistisch für mich behalte, und sie dann auch nur in Momenten an denen ich alleine bin, wieder revue passieren lasse.

    Cheers

  2. andrea2007 Says:

    Lieber Alex, damit triffst Du den Nagel auf den Kopf (WEIT übertroffen) und ausserdem macht es keinen Sinn, aufzuzählen, mit wem ich über was gesprochen habe:-) Deshalb hab ich mich dieses „um-die-ecke-“ Stils bedient. Ein zweiter Artikel ist trotzdem noch in der Mache…
    liebe grüsse und irgendwie toll, dass Du das so gleich verstanden hast. Andrea

  3. Revival | Lieben und Leben in Düsseldorf Says:

    […] „reiseerprobt“, andere hingegen habe ich vielleicht nur anlässlich der Treffen unseres Ehemaligenvereins wiedergesehen; auf jeden Fall freu ich mich auf jede einzelne von ihnen. Und ein bisschen Sonne […]

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