Archive for August 2008

Klassentreffen – Schuljubiläum

29. August 2008

Meine Schule, das ehrwürdige Ratsgymnasium feiert am Wochenende 450-jähriges Jubiläum und ICH FLIEG HIN. Ich bin ganz aufgeregt. Wie ich hier schon mal erwähnt hatte, gibt es einen Ehemaligenverein, der jährliche Treffen veranstaltet und wenn es meine Zeit erlaubt, gehe ich dort auch immer hin. Diese Treffen sind immer recht überschaubar, dies Jahr werden anlässlich des Jubiläums sicher viel mehr Ehemalige teilnehmen.

Dieses Mal ist es etwas ganz Besonderes, denn ausser dem „normalen“ Treffen findet am Samstag ein grosser Ball statt mit 800 Personen. Und typisch Frau- das wichtigste Thema ist natürlich „Was zieh ich an?“ Ich hab schon von einem lieben Schulfreund ein Mail bekommen, in dem seine Frau anfragen lässt, was ich denn anziehe:-) (Ja, Herr S. aus B., das war IHR Sohn und IHRE Schwiegertochter:-)

Über Xing und E-Mail sind bereits Verabredungen getroffen, der eine oder andere Ex-Freund wird dort sein, die erste grosse Liebe, die eine oder andere unerfüllte und ungelebte Liebe und auch die eine oder andere abgewiesene Liebe…Da MUSS man doch einfach gut aussehen! Und die Aufregung ist damit wohl auch gerechtfertigt.

Es werden so viele alte Freunde und Bekannte dort sein, da möchte man vor allem die Person „zeigen“, zu der man im Laufe der Jahre geworden ist. Alte Erinnerungen kommen hoch, damit auch alte Gefühle. Die Gefühle eines Teenagers, der noch nicht mit sich selber im Reinen ist; das Gefühl der Unzulänglichkeit, des Nicht-Genügens, das Dazu-Gehören-Wollen; all die Unsicherheiten, die man zur Schulzeit lebt und spürt, die sagen „Guten Tag.“

Und sie werden begrüsst und gleichzeitig liebevoll und vehement verabschiedet von den Erfahrungen, die man im Leben gemacht hat; von der Sicherheit, die man im Laufe erreicht hat, dem Selbstbewusstsein, dass eine klare Antwort gibt: „Du bist grossartig! Und wenn Du das nicht glaubst, dann schau Dir an, was Du alles in Deinem Leben erreicht hast. Niemand ist besser oder schlechter als Du, also wozu die ganze Aufregung?“

Hatte ich schon erwähnt, dass ich ganz aufgeregt bin? Ich freu RIESIG mich auf ein tolles, spannendes, interessantes Wochenende mit vielen lieben Menschen, die ich zum Teil schon sehr lange nicht mehr gesehen habe.

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Willst du glücklich sein im Leben…

27. August 2008

…trage bei zu and’rer Glück,
denn die Freude, die wir geben,
kehrt ins eig’ne Herz zurück.

Dieses altbekannte Gedicht ist eines der wenigen, das ich auswendig aufsagen kann, es steht schon in meinem Poesiealbum. Ich habe es früher gar nicht richtig verstanden und fand es immer ein wenig altklug. Heute sehe ich das natürlich mit ganz anderen Augen. Im Grunde ist es eine weitere Beschreibung des Gesetzes der Anziehung: was ich gebe, bekomme ich zurück; was ich aussende, empfange ich.

Wieso ist mir dies Gedicht grad heute eingefallen? Ich habe meinem Mann etwas Nettes gesagt und als Antwort lachte er fröhlich. Das war so ein Moment, in dem mich sein Lachen richtig glücklich machte und ich dachte, wenn ich IHN zum Lachen bringe, bin ich auch glücklich. Wie in dem Gedicht.

Ich liebe es auch, wenn ich mit einem Kind am Buffet „Dönnekens“ mache und sich langsam ein herzliches Kinderlachen oder Kinderlächeln auf dem Gesicht breit macht. Ich bringe die Kinder zum Lachen und ihr Lachen macht mich glücklich. Einfach schön! Und ganz schön einfach!

Da machen sogar meine Pommes Frites grosse Augen 🙂

 

Schöne Gedanken – Lieben und Geliebtwerden

26. August 2008

Leicht gesagt

Wenn man begriffen hat,
dass Lieben wichtiger ist
als Geliebtwerden,
ergibt sich das Geliebtwerden
ganz von selbst!

Jörg Pfennig- Grundlos zärtlich

Achtung- Ansteckungsgefahr…

25. August 2008

Heute (also eigentlich gestern-sprich Sonntag) morgen bin ich mit einer unglaublichen Power und einer gigantisch guten fröhlichen Laune in den Tag gestartet. Es war ein wunderschöner Tag mit knallblauem Himmel, unser von mir heissgeliebtes Stamm-Team hat zusammengearbeitet und ich war einfach unbändig gut drauf- ANSTECKEND gut drauf. Übeschäumende Lebensfreude pur! So ein glückliches Gefühl im Bauch, das einfach aus mir rausprudelte.

Dabei fiel mir mein Ex-Chef in Krefeld ein, der immer provozierend sagte,: „Permanente schlechte Laune ist ein Kündigungsgrund. Die ist nämlich ansteckend.“ Sehr provokant, aber recht hat er schon irgendwie.

Zum Glück ist GUTE LAUNE auch ansteckend und im Laufe des Vormittags hatte ich alle infiziert, Kunden, Kollegen, Bekannte und Freunde :-). Wir haben gelacht, gescherzt, uns „angezündet“, zur  Mamma-Mia Musik zwischen Latte Macchiato und Cheeseburger mitgesungen und getanzt. Die Arbeit ging mit links und wir hatten sogar einen halbe Stunde, in der wir alle zusammen (das gibts sonst NIE) in der Sonne Mittagessen konnten. Einfach so schön!!! Und es ging den ganzen Tag so weiter, ein genialer Arbeitstag.

Als wir letztens mal so gut drauf waren – im grössten Stress- und uns die gute Laune im Gesicht stand, sagte eine Kundin ziemlich giftig: „Hauptsache, die HINTERM Buffet haben Spass.“ JAAA, das stimmt, denn wenn die HINTERM Buffet- sprich WIR- gute Laune und Spass haben, dann haben unsere Kunden auch mehr Spass, wenn sie denn offen genug sind, sich darauf einzulassen…

Ein kleines I-Tüpfelchen hat es mir den Tag noch ein bisschen mehr versüsst. Nachdem ich meiner Kollegin von dem Desaster am Dienstag mit dem zugegebenermassen äusserst positiven Ergebnis erzählt hatte, erkannte sie den Kunden meiner Erzählung gleich als jenen, mit dem sie folgendes Erlebnis hatte: Er bestellte 2 Softeis Erdbeer. Erdbeer war aber leider aus. Er forderte dann 2 andere Eis- gratis. Worauf sie schlagfertig antwortete: „We don’t have to discuss about this!“ Und er lamentierte, in Amerika müsse man etwas anderes gratis geben, wenn etwas ausverkauft sei. Sie konterte: “ Thanks good, we are NOT in America.“ 🙂 Er bezahlte ganz brav sein Eis…

Lasst Euch alle von guter Laune anstecken und verbreitet das Virus rücksichtlos weiter.
Für Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie weiterhin meinen Blog oder fragen Sie die Inhaber der Blogs auf meiner Blogroll:-) und ich sitze auch jetzt hier beim Schreiben mit einem dicken, fetten Grinsen im Gesicht!

Reiselust- Ich bin ein Zugvogel:-)

24. August 2008

Ich liebe es, zu reisen! Ich brauche es regelrecht, dass ich reisen kann. Ich geniesse es, ein Ziel auszusuchen, mich drauf vorzubereiten, die Vorfreude, neue Eindrücke, neue Menschen, Abwechslung, einfach herrlich.

Schon als ich noch in Bielefeld zur Schule ging, träumte ich davon, wegzugehen, etwas Neues kennenzulernen, neue Menschen, neue Orte, neue Mentalitäten. Zu meinem „Glück“ zog meine engste Freundin bald nach Hamburg, da konnte ich viele Wochenenden in diese wunderbare Stadt reisen.

Es dauerte nach dem Abi noch eine ganze Lehre und einen weiteren Job lang , bis ich das erste Mal wirklich weit reiste, für eine längere Zeit und hier im Engadin landete. Auch wenn ich mich die ersten 2 Wochen ganz schrecklich fremd fühlte, danach hatte ich die Zeit meines Lebens.

Als ich in Krefeld wohnte, fuhr ich des öfteren am Wochenende nach Bielefeld. Einfach raus aus dem Alltag, reisen, egal wohin;-)

Jahre später- wieder zurück in Bielefeld- ich dachte, die Reisezeit wäre vorbei, hatte ich bald einen festen Freund in Italien, alle 3-4 Wochen und in sämtlichen Ferien  war ich also mindestens in Bella Italia. Reisen … nicht mehr so egal wohin:-)

Und dann vor 11 Jahren die grösste Reise: „für immer“ ins Engadin…

Reisen zieht sich durch mein Leben; früher dachte ich immer, es läge an Bielefeld. NEIN, es lag IN MIR. Ich hab mir immer eine Möglichkeit geschaffen, aus dem Alltag auszubrechen, zu reisen, wegzufahren. Das bedeutet nicht, dass ich mich an meinen Wohnorten nicht wohlgefühlt habe, jedoch hatte ich einfach immer schon diesen starken Wunsch in mir, diesen Wunsch noch mehr zu sehen von der Welt- auch wenn’s abgedroschen klingt: meinen Horizont zu erweitern im wahrsten Sinne des Wortes. Mit Freude wegzufahren lässt mich auch mit Freude zurückkehren und mit Freude an meinem Wohnort leben. Mein Wohnort ist immer die Basis, zu der ich gern zurückkomme und den ich dann umso mehr zu schätzen und zu geniessen weiss.

Heute (ver)reise ich 2mal im Jahr für längere Zeit und an mehrere Orte, das geniesse ich sehr; der einzige Nachteil daran ist, dass ich so viele Eindrücke auf einmal bekomme, ein Erlebnis das nächste jagt, dass ich sie fast gar nicht richtig auskosten kann, und den Rest des Jahres – vor allem im langen Winter-  bin ich mehr oder weniger „angebunden“ an einem – wenn auch wunderschönen und abwechslungsreichen- Ort.

Ich möchte richtig verstanden werden, ich fühle mich hier zuhause, ich BIN hier zuhause, doch manchmal spüre ich es wieder in mir, diesen Wunsch … zu reisen, jetzt und sofort und nicht erst wieder in der Zwischensaison…

Blog-Stöckchen

23. August 2008

Der liebe Zentao vom Zentao-Blog hat mir ein Stöckchen zugeworfen und weil ich nicht sofort damit angefangen habe, bekam ich es als Erinnerung von der lieben Dori und dann nochmals von Gaba, also wenn das kein Wink mit dem Stöckchen Zaunpfahl ist …

Hier sind 6 Fragen und Antworten zum Thema Bloggen:

Was war der entscheidende Grund, mit dem Bloggen anzufangen?
Das steht bei „About the autor“ ich zitiere:
Ursprünglich habe ich diesen Blog begonnen für die Menschen, die ich nicht so oft sehe und höre. Ich wollte ihnen einen kleinen Einblick in mein Leben hier geben. Zusätzlich war es noch eine gute Möglichkeit, meinen Freunden, Kollegen und Bekannten Zugang zu meinen Fotos zu geben.

Ich merkte dann, wieviel Spass es mir macht, zu schreiben, welche Dynamik sich entwickelt. Ich begann über Kundengeschichten, Erfahrungen, Glaubensmuster, Begegnungen, Reisen usw. zu schreiben. Dann kamen die schönen Gedanken dazu, die ich so gerne mit anderen teile. Plötzlich hatte ich regelmässig Kommentare zu meinen Beiträgen, eine wunderbare Blog-Gemeinschaft entstand und so entwickelt sich meine Schreiberei täglich weiter. Und es macht einfach RIESIG SPASS.

Hast du ein Lieblings-Weblog?
Jeden Tag stöbere ich durch meine ca. 10 Lieblingsblogs (siehe auch meine blogroll), lese mit Freude und Interesse und es sind wunderbare Kommentare dadurch entstanden.

Welches Weblog hälst du für maßlos überschätzt?
Diese Frage stellt sich mir gar nicht, weil ich nur das lese, was mich interessiert und ich mir keine Gedanken mache, wieviele Leser DAS lesen, was mich nicht interessiert.

Wenn du noch mal neu starten würdest, was würdest Du ändern?
Ich würde viel früher anfangen zu bloggen:-)

Würdest Du überhaupt nochmal anfangen?
JA, unbedingt! Es ist noch viel schöner und bereichernder, als ich angenommen hatte…:-)

Was ist der Lieblings-Beitrag in deinem Blog?
Alles, was unter der Rubrik „Meine Lieblingsbeiträge“ steht… 🙂 Vielleicht ist es auch dieser Beitrag über Entscheidungen oder doch eher dieser schöne Gedanke über den gegenwärtigsten Augenblick? Also ganz besonders lustig find ich dies hier über das Hundeleben, ach nein ich weiss jetzt, mein Radiointerview! … Ich bin Waage, ich kann mich doch immer so schwer entscheiden, schaut selbst…


Dieses Stöckchen darf sich natürlich mitnehmen wer will, ich schick es mal an herrn schonzeit, die liebe Mareike, mamü und an bonafilia als Ablenkung:-)

Frauenstimmrecht in der Schweiz

22. August 2008

Frauenstimmrecht in der Schweiz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

(Weitergeleitet von Frauenwahlrecht (Schweiz))
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Das Frauenstimmrecht wurde in der Schweiz durch eine eidgenössische Abstimmung am 7. Februar 1971 eingeführt. Formell wurde das Frauenstimmrecht am 16. März 1971 wirksam. Die Schweiz war somit eines der letzten europäischen Länder, welches seiner weiblichen Bevölkerung die vollen Rechte als Bürger zugestand, doch es war das erste Land, in dem dies durch eine Volksabstimmung (des männlichen Teils der Bevölkerung) geschah. Das politisch eng mit der Schweiz verbundene Fürstentum Liechtenstein führte das Frauenstimm- und Wahlrecht erst am 1. Juli 1984 im dritten Anlauf ein. Zum Vergleich: In Neuseeland gilt das Frauenstimmrecht seit 1893, in Deutschland seit 1918, in der Türkei seit 1934, in Afghanistan mit Unterbrechungen seit 1964.

Bis das Frauenstimmrecht auch in allen Kantonen durchgesetzt war, sollte es allerdings noch weitere 20 Jahre dauern: Am 25. März 1990 gab das Bundesgericht einer Klage von Frauen aus Appenzell Innerrhoden Recht und bestätigte damit die Verfassungswidrigkeit der Innerrhoder Kantonsverfassung in diesem Punkt. Am 27. November 1990 führte Appenzell Innerrhoden als letzter Kanton das Stimmrecht für Frauen auf kantonaler Ebene ein, gegen den Willen der Mehrheit der (männlichen) Stimmbürger.

Der Hauptgrund für die lange Verzögerung liegt ohne Zweifel im politischen System der Schweiz. Bei Vorlagen, welche die Verfassung betreffen, entscheidet allein das stimmberechtigte Volk zusammen mit den Kantonen.

Um das Stimmrecht auf den verschiedenen Ebenen einführen zu können, bedurfte es jeweils der Mehrheit der stimmberechtigten Männer. Auf nationaler Ebene war zudem das Ständemehr (Mehrheit der zustimmenden Kantone) nötig. Ein weiteres Hindernis lag in der Tatsache, dass in der Bundesverfassung (BV) von 1848 (Art. 63. Stimmberechtigt ist jeder Schweizer, der das zwanzigste Altersjahr zurückgelegt hat und im Übrigen nach der Gesetzgebung des Kantons, in welchem er seinen Wohnsitz hat, nicht vom Aktivbürgerrecht ausgeschlossen ist) das Wahlrecht vielfach an den aktiven Wehrdienst gekoppelt war (in vielen Kantonen galt: wer Art. 18 BV Jeder Schweizer ist wehrpflichtig nicht erfüllte, war vom Aktivbürgerrecht ausgeschlossen).

Besuch in Deutschland :-)

22. August 2008

Gestern war ich eine halbe Stunde zu Besuch in Deutschland:-)

Ja, ich war in der Deutschen Botschaft in Bern wegen der Fingerabdrücke für meinen neuen Reisepass.

Erst musste ich durch eine strenge Kontrolle, wie am Flughafen so ein Teil, durch das man durchlaufen muss, dann schaute der junge sichtlich aufgeregte und neue schweizer (!) Soldat meine Tasche (zum Glück war nichts drin, was ihn hätte rot-anlaufen lassen müssen, grins) und er traute sich auch kaum mit seinem Lazer-Pieps-Such-Metall-Gerät mich abzusuchen…:-)

Dieser ganze Papierkram… und obwohl ich die vorgegebene Liste ganz brav eingehalten habe, war ein Dokument doch falsch, sie brauchten nicht meine Schweizer Heiratsurkunde, sondern die deutsche, weil wir in Deutschland geheiratet haben- was ein Glück ist, denn wenn wir in der Schweiz geheiratet hätten, hätte Toni- wie mir die wirklich nette Dame am Schalter erklärte- MITKOMMEN müssen und alles unterschreiben. Soviel zur Emanzipation in der Schweiz:-)

Ich habe das Recht…

20. August 2008

Bei meinem vorigen Beitrag und bei dem sehr schönen Beitrag von Gaba zum Thema Recht und Rechte viel mir etwas ein, das ich vor längerer Zeit in einem Buch (leider vergessen, in welchem, vielleicht kennt es ja jemand?) gelesen hab und es mir in mein „Gedankenbuch“ geschrieben habe, weil es mich beeindruckt hat:

1. Ich habe das Recht, alles zu tun, solange es niemandem schadet oder ihn verletzt.

2. Ich habe das Recht auf meine persönliche Würde, indem ich richtiges Selbstbewusstsein zeige- auch wenn es einen anderen verletzt- solange dahinter Selbstbehauptung und nicht Aggressivität steht. (Aggression ist gegen andere gerichtet, Selbstbehauptun ist angemessenes Eintreten für sich selbst)

3. Ich hab immer das Recht, von jemand anderem etwas zu erbitten, solange ich daran denke, dass der andere das Recht hat, meine Bitte abzulehnen.

4. Ich muss mir bewusst sein, dass es in zwischenmenschlichen Beziehungen Grenzfälle gibt, wo die Rechte nicht genau abzugrenzen sind, aber ich habe immer das Recht, das Problem mit dem Betreffenden zu diskutieren und zu klären.

5. Ich habe das Recht, meine Rechte zu verwirklichen.

Kundengeschichten im Surfcenter- aus der Ruhe gebracht

20. August 2008

Gestern ist dann tatsächlich mal passiert, ein Kunde hat mich extrem „aus der Ruhe gebracht“. Wie konnte das passieren?

Folgende Situation, schönstes Wetter und Wind, wir zu Zweit, was zu diesem Zeitpunkt der Saison immer reicht. Mittagszeit, ein bisschen Gas geben, unheimliche viele Italiener in grossen Gruppen mit grossen Bestellungen, Toni am Grill, ich am Büffet und noch am Pommes Frites machen.

So weit so gut, ich war mega-konzentriert, kam dann aber nicht vom Büffet weg und hab 4 Portionen PommesFrites unfreiwillig schön verbrennen lassen… Etwas gereizt – auch durch den netten und völlig überflüssigen Kommentar von meinem Göttergatten zu den verbrannten Fritten – drängelt sich ein Kunde nach vorne, quatscht dazwischen und ich werd ihn nicht mehr los. Er will surfen, ich schick ihn zur Surfschule. Er weisst nicht, zu wem, ich zeig es ihm. Das alles, während ich andere Kunden bediene und immer mit einem Auge in die Friteuse schiele.  Er checkt gar nichts. Steht der Typ schon wieder da und fragt nach Bike-Miete. ONE MOMENT! Er labert und labert und lässt sich nicht abschütteln, checkt gar nicht, wie respektlos und dumm er sich benimmt.

Seine Bestellung nachher nimmt Toni auf, der schon das wilde Blitzen in meinen Augen sah. Ich bringe die bestellten Cheeseburger, ER schreit mich an, „Where are my fries?“ Lässt mir keine Chance zum Antworten und schiesst gleich nach: “ I NEED FRIES.“ Puh, tief Luftholen, „Did you ORDER Fries?“ Naja, er dachte, die wären automatisch beim Cheesburger dabei, wäre ja kein Problem, aber deshalb muss er mich nicht ANSCHREIEN, nachdem er mich vorher schon so GENERVT hatte. Ich hab ihm dann ganz ruhig gesagt:“It’s not included, but you want fries? No problem, I bring you fries.“ Innerlich bin ich fast ausgerastet. Und dann hab ich die Kommunikation abgebrochen!!!

Ich  habe mir die Freiheit genommen, einen Kunden absichtlich NICHT weiter zu bedienen. Ich habe einfach innerlich mal „Nein“ gesagt (und das schon viel zu spät). Es gibt Grenzen und juchu, ich habe eine gesetzt. Wofür das Erlebnis gut war und warum ich es aufschreibe?

Ganz einfach: Die Siutation hat mir gezeigt, dass ich auf gar keinen Fall SO behandelt werden möchte, sondern dass ich mit Respekt und Anstand behandeln werden möchte und dass das MEIN Glaubenssatz ist und wenn etwas von mir will, dann hat er das zu respektieren oder muss halt das Echo abkönnen. Ich DARF so handeln und denken. EIN GROSSARTIGES GEFÜHL.

Und es gab noch eine gute Nebenwirkung: Das Ganze hat mir einen solchen Adrenalinschub gegeben, dass die nachfolgenden Kunden von meiner unglaublichen Energie und Lebensfreude profitieren konnten 🙂

 Leg‘ Dich lieber nicht mir mit an… 😉

Schöne Gedanken – Das Wesentliche

19. August 2008

Der Reifen eines Rades wird von den Speichen gehalten.
Doch das Leere darin ist das Sinnvolle beim Gebrauch.

Aus nassem Ton werden Gefässe geformt.
Jedoch die Leere darin ermöglicht erst das Füllen der Krüge.

Aus Mauern, durchbrochen mit Türen und Fenstern, baut man ein Haus.
Aber der Leerraum, das Nichts macht es erst bewohnbar.

So ist das Sichtbare zwar von Nutzen, doch das Wesentliche bleibt unsichtbar.

Laotse

Spätsommer…

19. August 2008

Gestern war einer dieser wunderschönen Spätsommertage, ich liebe dieses Licht, am Morgen liegt alles in leichten Nebel getaucht, man sieht fast jeden Sonnenstrahl einzeln und dann klärt sich der Himmer und strahlt in seinem wunderschönen Blau.

(Das ist wirklich ein Foto von gestern, auch wenn ich von dieser Perspektive schon hunderte gemacht hab:-) )

Kundengeschichten im Surfcenter – and the winner is…

18. August 2008

Für diesen Beitrag komme ich jetzt bestimmt in die Hölle, aber gestern war so ein Tag… Selten soviele unfreundliche, hektische, eigenartige Kunden erlebt, wir haben nachher nur noch gelacht, weil es eigentlich so traurig war… 😉 Ich hätte heute am liebsten 3 Pokale verteilt:

Einen für den unfreundlichsten Kunden (wobei ich mich nur schwer entscheiden konnte, ob der eine Schweizer oder der andere Deutsche gewonnen sollte).

Einen für den ungeduldigsten Kunden
(den sich mit Abstand die italienische Dame verdient hat, die an einer längeren Schlange vorbei fast HINTER dem Buffet stand, mich in der Küche sah und mit einer eindeutigen Bewegung aus der Küche herauszitierte- und ich mich auch noch rauszitieren liess-und dann doch nur erwähnen musste, dass sie normalerweise vom Chef bedient wurde…)

Einen für den „blondesten“ Kunden
(auch da fiel heute die Auswahl einfach schwer, viele ernsthafte Anwärter aller Länder, die wirklich schwer von Begriff waren…)

Oder hätte ich UNS heute einfach den Pokal für die-trotz-furchtbar-unfreundlicher-und-ungeduldiger-Kunden-immer-freundlichsten-und-den-Humor-behaltenden-Menschen-mit-den-stärksten-Nerven überreichen sollen? 😉 Der arme Vollmond kann doch nicht immer Schuld haben…

Oder ist es das Gesetz der Anziehung- je komischer das Wetter, desto komischer die Kunden… 🙂

Und jetzt mal im Ernst, Worte wie „Service, Dienstleistung, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft“ stehen heute an erster Stelle. Für uns im Surfcenter und auch im Skiservice ist das keine Frage, wir leben das und viele Kunden schätzen das auch sehr.
Und doch –  an einem Tag wie gestern frag ich mich: Sind die Menschen keine Freundlichkeit mehr gewohnt? Mit welchen Menschen umgeben sie sich im Leben, dass sie so schlechtgelaunt und unfreundlich durch die Gegend laufen? Dass sie mir auf ein fröhliches „Guten Morgen“ nur mit einem hingeblufften „CAFÈ“ antworten können.

Es gibt Schulungen und Weiterbildungen für freundlichen Umgang mit Kunden. Es gibt Wettbewerbe wie „Der freundlichste Verkäufer“, „Der freundlichste St. Moritzer“ (das war übrigens ein immer gutgelaunter und lustiger Busfahrer), ich beantrage hiermit die Schulung „Wie behandel ich als Kunde eine freundliche Verkäufern.“ und “ Wie bestelle ich richtig: Guten Morgen, ich hätte gerne… Danke.“

Und als Krönung schreib ich den Wettbewerb „Der freundlichste Kunde“ aus.

Jobangebote…

17. August 2008

Wer möchte die Wintersaison 2008/09 im wunderschönen Engadin verbringen und in einem tollen, lässigen Team arbeiten im besten Sportgeschäft am Platz mit 9 Filialen? (Für Wohnung wird gesorgt)

Der Skiservice-Corvatsch sucht noch

Verkäufer(in) Ski-und Skischuhe
Verkäufer (in) Snowboard / Snowboardbekleidung
Verkäufer(in) hochwertige Skibekleidung (Quereinsteiger möglich/ausführliche Schulungen gewährleistet)

der Link zur Homepage und zum Kontakt hier

CSI: Silvaplana

17. August 2008

Als wir am Samstag morgen ins Surfcenter kamen, fanden wir nicht nur ein wenig Schnee auf den Bergen, sondern auch ein heilloses Chaos vor: Vandalen, Einbrecher, Chaoten…?

Unsere „Spurensicherung“ und Befragung diverser Zeugen ergab folgendes:

Eine Gruppe junger Camper hatte sich bei dem anhaltenden starken Regen Tische und Bänke von der Terrasse „ausgeliehen“ und sie unters Vordach gestellt. Dann bekamen sie wohl Hunger und zapften die Gasleitung von unserem Grill an, um eben jenen in Betrieb zu nehmen…gehört schon ein wenig handwerkliches Geschick dazu und wohl auch ein wenig kriminelle Energie…

Dummerweise hatte „jemand“ von uns vergessen, den Kühlschrank abzuschliessen und somit hatten sie dann auch richtig was zu essen…

Nicht die 10 Bratwürste und weiss nicht wieviel Hamburger, die sie sich dort lustig auf unsere Kosten grillierten, haben mich schockiert; obwohl man denen doch noch mal den Unterscheid zwischen „Dein „und „Mein“ erklären sollte. Auch nicht das verbrauchte Gas stört mich – mal abgesehen von der Dreistigkeit. Der völlig verdreckte Grill und  der ganze Müll, den sie hinterlassen haben und den wir eine halbe Stunde lang aufräumen und putzen mussten-Schwamm drüber.

Nein, etwas ganz Anderes hat mich geschockt: Ist jemand von Euch schon einmal beraubt worden oder bei jemandem von Euch eingebrochen worden? Ich kann Euch sagen, es ist ein höchst un-gutes Gefühl. Ein Einbruch in die Privatsphäre. Da haben fremde Personen in meinem Hab und Gut gehaust, da ist jemand in meinen (unseren) Bereich eingedrungen. Ich fühlte mich irgendwie persönlich angegriffen. Einen Moment lang ein Gefühl von Unsicherheit und Machtlosigkeit. Ich kann das Gefühl schlecht beschreibe, es verliess mich aber den ganzen Tag nicht und ich schaute zum ersten Mal im Leben unsere Kunden ein wenig misstrauisch an.

Und ausgerechnet an DEM Tag kamen unsere Polisten mal nicht zum Cafè…;-)

Frauen und Technik

16. August 2008

Sunrise Avenue Fairytale Gone Bad Video Clip

naja, als ich das neulich veröffentlichen wollte auf die bekannte Weise, ging’s nicht, heute auf einmal ist es da, da lass ich es mal stehen…:-)

Erklärung

15. August 2008

Scheinbar ist mein letzter Beitrag irgendwie falsch rübergekommen. Daher schreib ich mal weiter über „selektive Wahrnehmung“  „subjektive Wahrnehmung“ (nach Gaba’s Kommentar verbessert) und somit ist sich auch das hier eine selffullfilling prophecy:-)

Lieber Schaps, das hab ich komplett anders verstanden. Es geht für mich hier nicht um’s Lügen, für mich geht es in diesen Zeilen genau ums Gegenteil, dass man sich gern selber etwas vormacht.

Der Zusammenhang im Buch: „Wie konnte er in die Falle des Meisters tappen? Es gibt nur eine Antwort: Weil er es glauben wollte. Er wollte glauben, dass es stimmt. Und das ist es, Demian, das ist einer der unglaublichsten wahren Beweggründe, die ich in meinem Leben kennengelernt habe. Manche Lügen glauben wir aus den verschiedensten Gründen, aber vor allem, weil wir sie glauben wollen.

Warum Du Dich so sehr darin verbeisst, wer Dich belügt, hast Du ich neuliche gefragt. Du verbeisst Dich so sehr, weil Du glauben willst, dass das, was man Dir sagt, stimmt!“

und nun nochmal

Niemand läuft eher Gefahr,
getäuscht zu werden,
als der, dessen Wünschen
die Lüge zuträglich ist.

Schöne Gedanken- Täuschung

15. August 2008

Schaps schrieb einen sehr interessanten Beitrag über „Selektive Wahrnehmung“, da fällt mir dieses Gedicht zu ein:

Niemand läuft eher Gefahr,
getäuscht zu werden,
als der, dessen Wünschen
die Lüge zuträglich ist.

Jorge Bucay

Lachendes Brot

14. August 2008

Nachdem ich gestern oft genug „Mr. Blue Sky“ gehört und mitgesummt habe, wurde der Himmel dann auch „in echt“ blau… sooo schön und dann auf einmal lächelte mich sogar eine Scheibe Brot an…

Mr. Blue Sky

13. August 2008

Gestern im Radio hörte ich dieses Lied, ist ein paar Jährchen her:-) Es scheint eine Cover-Version zu geben, die hab ich aber nicht gefunden.

Das Lied macht einfach gute Laune und wenn ich unseren Engadiner Himmel so anschaue, der ein ganz besonderes Blau hat(wenn er denn blau ist), dann bin ich fröhlich… Und da er im Moment nicht nur hier NICHT blau zu sein scheint, sende ich heute all meinen Blog-Lesern einen fröhlichen Blue Sky und ganz viel wärmende Sonnenstrahlen…

Sun is shinin‘ in the sky,
There ain’t a cloud in sight
It’s stopped rainin‘
Everybody’s in a play
And don’t you know
It’s a beautiful new day.

Runnin‘ down the avenue,
See how the sun shines brightly
In the city on the streets
Where once was pity,
Mr. Blue Sky is living here today.

CHORUS
Mr. Blue Sky, please tell us why,
You had to hide away
For so long where did we go wrong.

Hey there Mr. Blue
We’re so pleased to be with you
Look around see what you do,
Everybody smiles at you.

Hey you with the pretty face,
Welcome to the human race
A celebration Mr. Blue Sky’s
Up there waitin‘ and today
Is the day we’ve waited for

Wem gehört der neue Bu-sen?

12. August 2008

Aus dem Magazin des Sonntagsblicks vom 20.07.08

„Von einem interessanten Fall hören wir jetzt aus Altdorf bei Nürnberg (D): Viktor, 25, will der blonden Svenja, 19, einen Traum erfüllen – einen Silikonbu-sen. Er ist aber pleite. Also überfällt er eine Volksbank. Beute: 20 000 Euro. Die schenkt Viktor ihr, für den Bu-sen. Er selbst wandert in den Knast- und die Justiz steht jetzt vor der Frage: Muss Svenja ihren Bu-sen zurückgeben, muss der Gerichtsvollzieher ihn mit einem Pfandsiegel versehen, ist eine Zwangsfollstreckung sinnvoll? Wie würde Sie entscheiden? Das Gericht jedenfalls hat noch kein Urteil gefällt!

gesehen unter www.referendare.net

Wenn Du Dich mal abhängig fühlst

12. August 2008

Ein weiterer Auszug aus „Komm ich erzähl Dir eine Geschichte“ von Jorge Bucay

„Du hast Hunger zu lernen
Hunger zu wachsen
Hunger zu wissen
Hunger zu fliegen…

Vielleicht bin ich heute
die Brust,
die jene Milch gibt,
die deinen Hunger stillt…

Es scheint mir wunderbar, dass du nun
nach dieser Brust verlangst.

Aber vergiss eins nicht:

Es ist nicht die Brust, die nährt,
es ist die Milch!“

 

Alles was mich trifft – betrifft mich

10. August 2008

Es heisst , dass die Menschen, mit denen man zu tun hat, einen selber spiegeln. Also die Eigenschaften des anderen, die mich stören, sind die Eigenschaften, die mich eigentlich an mir selber stören. Der andere „spiegelt“ mich.

Diese Aussage hat für mich irgendwie nie so richtig gepasst, ich wehrte mich dagegen, so schwarz-weiss zu denken und ich fand mich da oft einfach nicht wieder. Da flatterte mir letzte Woche so ein Heftchen ins Haus, in dem ein Kurs für die „Spiegelgesetz-Methode“ angeboten wurde. (der Link zum Buch dazu hier)  Ich las mit Spannung folgende Beschreibung:

Alles was wir im Aussen wahrnehmen, steht in einem direkten Bezug zu unserem Inneren- es ist ein Spiegel unseres Wesens, ein Spiegel unserer tiefsten Überzeugungen und meist unbewussten Gedanken, Situationen, Menschen, „Zufäll“ etc, die Emtionene wie z.B. Ärger, Angst, Zorn, Frustration in uns auslösen, spiegeln Eigenschaften von uns selbst.

Das soll jetzt aber nicht heissen, dass wir genauso sind wie unser Gegenüber. Nein, ganz im Gegenteil. Wir sind eben nicht so wie unser Gegenüber. Und genau hier fängt es an, interessant zu werden. Warum nervt es so ungemein, wenn jemand zu spät kommt? Warum kann man nicht mit ansehen, wenn jemand ruhig und gelassen ist, aber man selbst nicht weiss, wo einem der Kopf steht? Wofür steht das Zu-Spät-Kommen, wofür die Gelassenheit, wenn wir uns darüber ärgern?

Diese Wesenszüge unseres Gegenübers spiegeln uns etwas. Sie spiegeln uns Eigenschaften, die wir uns niemals zutrauen würden, die für uns schlecht sind, ungezogen, verachtend. Aber warum stören uns nur einige dieser „schlechten Angewohnheiten“? Es gibt zahlreiche „schlechte Situationen“, bei denen wir ruhig bleiben, die für uns kein Problem darstellen. Warum stören uns nur diese paar gewissen Punkt?  [ DAS hab ich mich schon oft gefragt, wenn ich mich über gewisse schlechte Angewohnheiten von Menschen/Kunden ärgere und über andere einfach nur lachen kann.]

Alles was mich trifft – betrifft mich!

Unsere negativen Glaubenssätze, Ängste, Erfahrungen, „Lebensweisheiten“ und Schmerzen manifestieren sich im Aussen- sie werden Realität… und sie werden uns von unserer Umwelt gespiegelt- jeden Tag aufs Neue. Eigentlich sollten wir diesen Spiegeln nicht böse sein, denn sie zeigen uns ganz genau auf, was wir in uns loswerden dürfen, welche schlechten Erfahrungen, welchen alten Glaubenssatz wir löschen dürfen.“

Also heisst das für mich, wenn mich etwas an meinem Gegenüber stört, ist es nicht unbedingt eine Eigenschaft, die ich selber habe, sondern es hat etwas mit meinen Glaubensmustern, meiner Erziehung und meinen Erfahrungen zu tun. DAS hört sich für mich richtig an.

Ich werde ab jetzt einfach ganz genau hinschauen, wenn mich etwas stört an meinem Gegenüber, und versuchen, „dahinter“ zu schauen. Eines hab ich blitzartig kapiert: Ich ärgere mich über schlechtes oder unhöfliches Benehmen, weil ICH dazu erzogen wurde, höflich zu sein und mich anständig zu benehmen,   „danke“ und „bitte“ und „Guten Tag“ zu sagen. „Das macht man so…“ oder „Das gehört sich nicht für ein Mädchen“ „Funktioniere…“, „Sei ein braves Mädchen…“ „Aus Dir muss mal was werden…“ usw usw. Das hat mich immens geprägt, vor allem weil es von meinem Vater kam, dem  zu der Zeit wichtigsten Menschen in meinem Leben und er es sicher gut mit mir meinte.

Ich werde dieses „gute Benehmen“ jetzt sicher nicht „auflösen“ oder damit aufhören, aber doch ein wenig lockerer zu nehmen versuchen und vor allem, zu hinterfragen, ob das im Einzelfall jetzt und heute für mich noch so passt; ist es jetzt und hier meine wirkliche Überzeugung oder ist es das nur, weil ich es eben so gelernt habe.  

Mamma Mia

9. August 2008

Mamma Mia – The Movie

Durch Martina’s begeisterten Beitrag war meine Vorfreude auf den Film schon sehr gross, die Vorfreude auf einen fröhlichen Film voller Songs, die man erstaunlicherweise alle kennt- auch zum grossen Teil mit Text… Dabei war ich nie ein besonderer ABBA-Fan…

Meine Gedanken beim Film:
Ich will SOFORT auf dieser malerischen wunderschönen kleinen griechischen Insel leben.

Ich mochte Pierce Brosnan bereits als „Remington Steele“ total gern, er wird im Alter immer besser, man hat immer das Gefühl, er würde immer auch ein bisschen über sich selber lachen, das macht ihn sehr smpathisch… Er ist nicht der Supersänger, aber ich war doch beeindruckt von seiner Stimme, hätte ich ihm nicht zugetraut.

Marc Darcy alias Colin Firth ist so köstlich britisch, very spontaneous:-)

Meryl Streep glänzt in dieser Rolle und kommt sehr authentisch rüber. Sie singt unglaublich gut und zieht alle in ihren Bann.

Die junge Amanda Seyfried ist so herzerfrischend und glaubt bedingungslos an die Liebe, das ist einfach herrlich ANSTECKEND. Man spürt in jeder Szene den Spass, den die Schauspieler beim Drehen gehabt haben.

Die Songs sind sehr gut in die Story eingebettet oder ist es die Story, die den Songs folgt?

Es wurde mitgesungen, mitgewippt, sehr viel  gelacht, ein wahres Feuerwerk an Witz, Humor, Fröhlichkeit und guter Laune. Und am Ende wurde auch geklatscht – im Kino!

Meine Lieblingsszene ist die, in der Meryl Streep mit ihren beiden Freundinnen durch das Dorf zieht, „Dancing Queen“ singend und die griechischen Hausfrauen – ob alt oder jung- ihre Hausarbeit Hausarbeit sein lassen und am Ende Hunderte Frauen ausgelassen singend durch das Dorf ziehen… Pure Joy!

Ja und auch wir fühlten uns einen Abend lang wie die Dancing Queens…

Schöne Gedanken – Ebbe und Flut

8. August 2008

Land und Meer,
Ebbe und Flut,
ewiges Nahen und Fliehn,
Geben und Nehmen.
.
Sonne und Mond
nichts andres tun,
als ihre Kraft, ihr Leben
in den Raum zu verschwenden:
.
Land und Meer
trennen und wieder verbinden.
   
Carl Peter Fröhling (*1933), deutscher Germanist, Philosoph und Aphoristiker

Schöne Gedanken- Gewissen und Sünde

7. August 2008
Das Gewissen hindert uns nicht, Sünden zu begehen;
aber es hindert uns leider, die Sünden zu genießen.

Salvador de Madariaga y Rojo
spanischer Schriftsteller und Diplomat

Kundengeschichten im Surfcenter – Denn sie wissen nicht…

7. August 2008

…was sie bestellen:-)

„Ich hätte gern ne Latte“ (pfui, alle schmutzigen Gedanken mal weglassen). Ich frage freundlich nach:“ Eine Latte Macchiato? “ Der Kunde:“ Was ist denn der Unterschied?“ DER UNTERSCHIED zwischen was, zwischen Latte (=italienisch Milch) und Latte Macchiato (= Espresso mit Milch und Milchschaum)??? Fragt der das im Ernst??? „Der Unterschied ist, das im Latte Macchiato Espresso ist.“ „Aha, dann probier ich das mal…“ (mehr Latte-Sprüche hier

Seit Montag habe ich die Bekleidung im Shop um 30% reduziert und es hängen überall sichtbar ganz viele Schilder. Kunde: Sind die Badehosen auch 50% reduziert?“ „JA, die Badehosen sind AUCH 30% reduziert!“ so blond bin ich wohl auch nicht…;-)

Wenn ein Kunde ein Rivella bestellt, dann fragen wir immer „Rot, blau oder grün?“ (normal, light oder mit Grüntee-Anteil). Der italienische Kunde antwortete meiner Kollegin heute: „Giallo (gelb).“ Was es nicht gibt –  als Entschuldigung zeigte er auf mich und sagte, er hätte auf mein T-Shirt geschaut –  mein T-shirt ist an den Ärmeln und auf dem Rücken gelb, während auf der Brust ein grosses buntes Gemälde ist. DER soll mir doch nicht erzählen, er hätte auf die gelben Teile meines T-Shirts geschaut…:-) Sein Blick dazu sprach Bände und wir mussten alle lachen…

Was macht man, wenn man auf Wind wartet…

6. August 2008

 
Man macht ein Nickerchen…:-)

Was hasst Du bei einem Streit am meisten?

6. August 2008

Wie der Ausdruck „sich-ärgern“ schon sagt: wenn man sich über etwas ärgert, ärgert man SICH SELBST. Und auch wenn man (frau) von heute das genau weiss, verhindert das trotzdem nicht, dass man sich eben doch ab und zu über etwas oder jemanden ärgert.
Ein Streit; eine Diskussion die laut und lebhaft und emotionell ist; 2 Menschen, die unterschiedlicher Meinung über ein Thema sind; das sind alles Dinge, die vorkommen dürfen und müssen.

Was stört Euch am Meisten bei einem Streit?

Was mich zur Weissglut bringen kann ist, wenn ich meine Argumente nicht vorbringen darf und wenn der andere seine Argumente nicht vorbringen will. Wenn ich ausgebremst werde mit den Worten: „Ok, ist vorbei, Schluss, Thema beendet.“, bevor das Thema überhaupt richtig ausgesprochen wurde und auch auf ein „Bitte erklär mir Deine Sicht.“ die Kommunikation einfach abgebrochen wird. Und dann nichts mehr geht -gar nichts. Das verletzt mich ungemein. Für mich mangelt es da an Respekt vor dem anderen – was auch immer in dem Moment für ein Muster im anderen abläuft. Und dann fällt meine (innere) Tür erstmal laut und nachhaltig zu.

Schöne Gedanken- Türe schliessen

5. August 2008

Wer eine Tür auch dann leise schließt,
wenn er sich geärgert hat,
kann sie nachher leichter wieder öffnen.

unbekannt