Bücher

Wie Schaps hier schon richtig bemerkt, bin ich mit dem Thema Bücher „ordentlich beschäftigt“. Das allerdings schon immer. Als kleines Mädchen war das Schönste am Tag, wenn mir mein Vater vor dem Schlafengehen am Bett aus dem grossen dicken Buch von Wilhelm Busch vorlas oder meine Mutter aus Otfried Preussler’s „Das kleine Gespent“, „Der kleine Wassermann“ oder „Die kleine Hexe“.

Meine Mutter las auch damals schon sehr viel und ich konnte es kaum abwarten, endlich selber lesen zu können. Wie oft erwischte mich meine Mutter lange, nachdem ich eigentlich schon schlafen sollte, beim Lesen…

Als sich meine Eltern trennten, war ich häufig allein, da waren Bücher meine Freunde. Ich wollte- wie viele Mädchen- auf ein Internat wie Hanni und Nanni, Krankenschwester werden und mich in einen Arzt verlieben wie Susanne Barden, verfolgte die aufregenden Abenteuer der 3 ??? und las alles, was mir in die Hände kam. Mein Vater hatte diese riesige Bücherwand mit ganz vielen wunderschönen alten, gebundenen Büchern, die rochen ganz modrig, ich schmöckerte mit grossen Spass in diesen alten Werken.

Wie unschwer zu bemerken ist, ist mir die Liebe zu Büchern bis heute geblieben und mein Kindheitstraum, auch einmal zu schreiben, hat fürs Erste in meinem Blog seine Erfüllung gefunden.

Bücher sind für mich Entspannung, Ablenkung, Freude, Freunde, Geschichtenerzähler, Lehrer, Lebensberater, Augenöffner, Horizonterweiterer, in manchen finde ich mich wieder, in anderen finde ich etwas Neues über mich heraus; ich fühle und leide mit in Liebesgeschichten; ich halte die Luft an, wenn es spannend wird und kann gar nicht schnell genug weiterlesen, um zu wissen, wie es weitergeht; und schon manche Träne hab ich beim Lesen verdrückt, wenn alles gut ausgeht 😉

Ich hasse es, Bücher nicht zu Ende zu lesen, auch wenn es bei manchen schon fast eine Qual ist, es zu tun. Ich brauche immer einen Vorrat an verschiedenen Büchern, denn es kommt auf meine Stimmung an, zu welcher Art Buch ich greife. Und dann gibt es ein paar Lieblingsbücher, die ich immer und immer wieder hervorhole.

 

Die noch ungelesenen Werke…

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6 Antworten to “Bücher”

  1. Elisabeth Says:

    Unglaublich, liebste Andrea, was du schreibst… Könnte genau von mir sein, all das denke und fühle ich ebenso und habe ich ebenso erlebt… Ich LIEBE auch Bücher 😉 Und genauso sieht es auch in meinem Bücherschrank aus, denn ich kann Bücher natürlich nicht oder nur ganz, ganz schwer weggeben… Im Internet könnte ich mir allerdings nie ein Buch bestellen – ich muss es anfassen, in Händen halten, riechen, drin blättern und lesen. Außerdem liebe ich es, in Buchhandlungen zu schmökern und genieße die dortige Atmosphäre 🙂
    Glücklichmachende Büchergrüße von Elisabeth

  2. Schaps Says:

    Ich finde es witzig, dass ihr Mädchen als Kinder immer eure Vorbilder in Buchcharakteren habt ^^
    Ich hass es übrigens auch Bücher nicht zuende zu lesen, genauso wenig wie ich es mag Filme nicht zuende zu sehen oder den Anfang zu verpassen oder so. Ist bei mir alles gleich schlimm.
    Reußler und Busch hab ich auch immer sehr sehr gern vorgelesen bekommen. Und auch das Sams *g*

  3. Sicht-Feld Says:

    Liebe Andrea, ich kann mich Dir und Elisabeth nur anschließen! Was Du über Bücher als Begleiter durch Dein ganzes Leben schreibst, gilt für mich genauso – und ich vermisse das Lesen! Auch ich habe als Kind stundelang in dem dicken Busch-Band von meinem Vater geblättert und später dann gelesen. Einige Sachen könnte ich wahrscheinlich jetzt noch auswendig. Und Der Kleine Wassermann ist bis heute eines meiner Lieblingsbücher geblieben. Ich kann es kaum erwarten, es meiner Tochter vorzulesen. Wir schauen uns jetzt schon ständig Bücher an, und sie liebt es!
    Und was sind heute Deine Lieblingsbücher?

  4. Schonzeit Says:

    früher habe ich mir auch geschworen, dass ich jedes Buch zu Ende lesen würde. in der Zwischenzeit lese ich seltener. Ich bin ein medialer Junkie geworden und dann kommt hinzu, dass ab und zu mal Mist bei mir auf dem Nachttisch liegt.

    Ich lese aber immer noch gern, nur nicht mehr mit der Inbrunst früherer Zeiten.

  5. Mamü Says:

    Liebe Andrea,

    wenn ich so in dein Regal schaue, muss ich schmunzeln. Einige dieser Ratgeber-Bücher befinden sich auch in meinem Besitz. 🙂 Die meisten davon auch noch nicht oder noch nicht zuende gelesen. 😀
    Grundsätzlich hasse ich es eigentlich auch, ein Buch nicht zuende zu lesen. Ich unterscheide da aber zwischen Sachbüchern und Romanen. Romane lese ich grundsätzlich zuende, wenn ich sie einmal angefangen habe. Auch wenn ich mich hindurchquälen muss. Schließlich könnte es ja plötzlich doch noch spannend werden. 🙂 Außerdem muss ich doch wissen wie es ausgeht. Es kommt wirklich sehr sehr sehr selten bis gar nicht vor, dass ich mal ein Buch nicht zuende lese. Dann kommt es eher vor, dass ich gar nicht erst anfange, weil ich unbedingt erst ein anderes Buch lesen muss. 🙂

    Bei Sachbüchern ist es so, dass ich da immer wieder neue anfange. *seufz* Je nach Stimmung, was gerade passt. Nicht alle habe ich konsequent zuende gelesen. Meistens scheitert es daran, dass man irgendwas machen soll/muss, was dann gerade zeitlich nicht passt und dann hänge ich da. Hmmm… Und wenn es zulange liegt, fesselt mich schon das nächste Ratgeber-Buch. 🙂

    Wilhelm Busch finde ich übrigens auch klasse und natürlich wollte ich auch gerne in ein Internat wie Hanni und Nanni und ich hätte immer gerne eine Zwillingsschwester gehabt. 🙂

    Auf jeden Fall gehen dir vorerst nicht die Bücher aus, wenn ich das Regal betrachte. 😀

    Liebe Grüße,
    Martina

  6. andrea2007 Says:

    Liebe Elisabeth, ich liebe auch Buchhandlungen, allerdings hab ich hier leider sehr wenig Auswahl und so sammle ich immer ganz viele Buchempfehlungen und bestelle einen ganzen Stapel auf einmal. Und wenn ich dann mal in einer Stadt bin…dann stöbere ich ewig in Buchhandlungen herum…

    Lieber Schaps, wir HATTEN als Kinder Buchcharaktere als Vorbild, ich möchte heute weder in ein Internat, noch Zwilling sein, noch Krankenschwester werden…;-) Hach und das Sams, das fand ich auch immer herrlich!!!

    Liebe Mareike, wie schön, dass Du die Liebe zu den Büchern an Deine Tochter weitergibst, da hat sie grosses Glück! Ich weiss ja nicht, wie heute die Kinder-und Jugendbücher sind, aber Otfried Preussler ist doch schon was ganz Besonderes und Wilhelm Busch ja eigentlich recht grausam und ich hab erst als Erwachsene gecheckt, wie „politisch“ dieser Mann war. Liebe Grüsse Andrea

    Liebe Martina, Du hast also genau hingeschaut…:-) Bei den gelesenen Büchern dieser Art findest Du sicher auch ein paar Bekannte, da bin ich mir sicher;-) Du hast Recht mit der Unterscheidung Sachbuch und Roman. Bei Romanen passiert es selten, dass ich nicht zu Ende lese oder ich geb schon nach ein paar Seiten auf, weil ich merke, ich komm in die Geschichte nicht rein, ich versuch es dann nochmal später und wenn’s dann auch nicht geht…
    Bei Sachbüchern ist es oft so, dass ich bis zu einem gewissen Punkt komme und dann nicht weiter, ich hab dann das Gefühl, weiter muss ich nicht lesen, sondern ich hab das, was ich lernen sollte, bis dahin gelernt.
    Mir werden nie die Bücher ausgehen, weil ich leider trotzdem immer wieder neu bestelle…

    Liebe Grüsse an Euch alle Andrea

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