Die Eidgenossen (2)… Erhellende Rauchzeichen

Sehr zuverlässig diese Sonntagszeitung- sie gibt mir immer Stoff für meinen Blog:

Kolumne von Karin Oehmigen- „Erhellende Rauchzeichen“

Das Prinzip ist für jedermann nachvollziehbar. Auch für unsere Gastakademiker aus Deutschland, die beim Abschiedstrunk in ihrer Hamburger, Geilenkirchener oder Frankfurter Kneipe das Buch „Gebrauchsanweisung für die Schweiz“ geschenkt bekommen und es ja hoffentlich schon gelesen haben. Dort wird eingangs, anhand eines rasch einleuchtenden Beispiels erklärt, wie die Schweiz funktioniert:

Drei kleine Buben – ein Deutscher, ein Franzose, ein Schweizer- erörtern die Frage, woher die Babys kommen. Der Deutsche weiss: vom Storch. Der Franzose ahnt, das hat was mit l’amour zu tun. Während der Schweizer zu der Schlussfolgerung gelangt: Bei uns ist das von Kanton zu Kanton verschieden.“

„So ist das. Hier zu Lande ist alles von Kanton zu Kanton verschieden. Es sei denn, der Kanton ist zu verschieden. Dann schreitet der Bund ein. Bisweilen auch prophylaktisch. Wenn zum Beispiel die Zürcher im September darüber abstimmen, ob im öffentlichen Raum geraucht werden darf, und der Bund weiss schon im März, dass die Antwort Ja sein müsste, damit die finanzielle Gesundheit der Gastronomen gesichert und die Raucher, die ohnhin im Nachteil sind, weil sie schneller aussterben als andere, dem Steuereinnehmer nicht schon vor dem Ableben ausfallen, dann lässt er den Kanton abstimmen, was er will, er hört einfach JA. oder JEIN. Also NEIN, aber mit einnehmenden Ausnahmen.“

In ganz Europa wird ja angestrebt, dass die Nichtraucher in die Beiz rein dürfen und die Raucher draussen bleiben müssen. Zürich wäre dann die Ausnahme- Raucher rein, Nichtraucher raus-,  mit dem Vorteil, dass alle, die sonst nirgendwo mehr rauchen dürfen, in Zürich rauchen, ohne zu frieren. Ausnahme: Es ist ein strahlender Sommertag. Dann dürfen die Nichtraucher rein, und die Raucher, die ohnehin Teer inhalieren, müssen sich der Ozonbelastung auf der Teer-Rasse aussetzen. Dass aber, wenn es regnet und die Luft rein ist, eine Ausnahme gemacht wird, versteht sich von selbst. In diesem Fall müssen die Raucher rein und die schöne Terrasse gehört den Nichtrauchern. Inklusive Gratis-Beschirmung. Ausnahmsweise.

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6 Antworten to “Die Eidgenossen (2)… Erhellende Rauchzeichen”

  1. gokui Says:

    ich hoffe nicht das das wirklich so ist, oder ?
    haben das ein paar herschaften zu viel gepafft und somit ihrem vom nikotin verdunstenen hirn deratige windungen erlaubt ?

  2. Ulf Runge Says:

    Liebe Andrea,
    handelt es sich da vielleicht um ein Missverständnis?
    Geht es vielmehr um Rauchfleisch,
    das vor ungerauchtem Fleisch zu schützen ist?
    Das wär die Erklärung, denke ich…
    Du weißt: Männer wollen Lösungen loswerden…
    LG, Ulf

  3. andrea2007 Says:

    Tatsache ist, lieber Gokui, dass man in Zürich noch öffentlich rauchen darf und in anderen Kantonen , z.b Graubünden, nicht… Dass die Autorin – weil in Kolumnen erlaubt- das Bild weitergesponnen hat, ist ja klar… ich fand die Vorstellung der umgekehrten Räumlichkeiten je nach Wetter einfach köstlich…Es gibt nix, was es nichts gibt:-) Lgr Andrea

  4. gokui Says:

    ja denn, ist schon verrückt.
    ( kam ich zu crass rüber ? sorry. )

  5. andrea2007 Says:

    Lieber lösungsorientierter Ulf, in der Schweiz ticken die Uhren einfach anders…und die Menschen auch, mit Lösungen hat das leider nix zu tun:-)
    Lgr Andrea

  6. andrea2007 Says:

    Lieber Gokui, neee, das passt schon, Deine spontane Frage ist schon berechtigt:-) Man fragt sich….Lgr Andrea

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