Für Hans…

Mein lieber Vater schickt mir von Zeit zu Zeit Zeitungsartikel aus der alten und über die neue Heimat. Geschichten, die meine alten Arbeitsplätze betreffen oder wie jetzt die 450Jahrfeier meines lieben alten Ratsgymnasiums oder die neuesten News über St. Moritz aus der Welt am Sonntag… Ich freu mich immer sehr über diese Post. Und immer bekomme ich einen lieben Brief dazu und diesmal sogar noch ein Gedicht von Wilhelm Busch, das er als seinen „Wahlspruch“ bezeichnet:

Wenn’s einer davon haben kann,

so bleibt er gerne dann und wann,

des Morgens, wenn das Wetter kühle,

noch etwas liegen auf dem Pfühle-

und denkt sich so in seinem Sinn,

na dämmere noch ein bisschen hin

und denkt so hin und denkt so her,

wie dies wohl wär, wenn das nicht wär,

und schliesslich wird es ihm zu dumm,

er wendet sich nach vorne um –

kreucht von der warmen Lagerstätte

und geht an seine Toilette.

Und als ich ihn anrief, um mich zu bedanken, erzählte er mir noch folgenden Witz:

Ein lange verheiratetes Ehepaar fährt an die See. Sie springt ins Meer und ruft ihm zu: „Siehst Du, wie die Wellen mich küssen?“ und er murmelt zurück: „Ja, und hinter Dir brechen sie.“ 🙂

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3 Antworten to “Für Hans…”

  1. Janice Says:

    Und die wenigstens wissen, welch herausragender Maler Wilhelm Busch zudem war:

    http://tinyurl.com/3bqc4b

    Ich bin mal so frei, weil es kam mir gerade in den Sinn kam .. vorallem wo ich an die Wellen denken musste 😉 Schon irgendwie gemein der Witz .. hmmm *g

  2. Ulf Runge Says:

    Liebe Andrea,
    Du gestattest eine kurze fast-off-topic-Replik an Janice, nachdem ich dem Link zu tinyurl gefolgt bin:
    Liebe Janice, ich glaube, wir können von Glück sagen, dass er seine Bilder nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Sonst hätte womöglich keine Zeit mehr zum Schreiben und Illustrieren gehabt.
    Danke für den Hinweis auf Buschs Malerei. Habe ich nicht gewusst.
    Ala, Ulf

    So, liebe Andrea, jetzt zu Deinem schönen Artikel. Einen Brief von seinem Vater zu bekommen, mit persönlichem Bezug, Zeitungsartikel aus der alten, und aus der neuen Heimat, das ist bestimmt ein Festtag für Dich!
    Und Busch:
    Wir hatten zu Hause seine Haussammlung. Und da habe ich nicht nur Max und Moritz gelesen. Und soeben beschließe ich, das gehört auch in unseren Haushalt. Wie sonst soll meine Tochter Zugang bekommen zu diesem schönen Werk.
    Irgendwann in der Schule beschränkt sich alles auf Text. Kostensparend als Reclam-Heft. Kostensparend als Taschenbuch etwa von Suhrkamp.
    In der Regel nicht illustriert.
    Und da ist Busch einfach Klasse. Text und Bild, eine Harmonie, die einen freudig macht.
    Übrigens (kleiner Themawechsel): Wer die Illustrationen von Michael Sowa nicht kennt, viele Axel-Hacke-Bücher hat er guckenswert gestaltet, der hat was verpasst…
    Danke für diesen schönen Beitrag!
    LG, Ulf

  3. andrea2007 Says:

    Ja, danke Janice für den Hinweis auf die Malerei von W. Busch, das war mir auch neu.

    Liebe Ulf, ich hatte auch schon mal unter https://andrea2007.wordpress.com/2007/11/07/die-fromme-helene/ von W. Busch geschrieben und dass ich damit gross geworden bin. Ich kann es sehr unterstützen, dass Du Deiner Tochter das nahe bringen möchtest. Ich fand es als Kind immer unheimlich spannend. Und unser Buch damals war wundervoll illustriert. Ich hab mir in Erinnerung daran dann sogar mal ein neues gekauft.
    Liebe Grüsse Andrea

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