Wenn einmal der (Ohr)Wurm drin ist…

Wenn einmal der Wurm drin ist..

Das ist die Überschrift eines Artikel in der „Academia Zeitung“ der Academia Engiadina.
„Ohrwürmer tarnen sich als harmlose Melodien und sind doch wahre Folterinstumente. Jeder kann davon ein Lied singen. Die Vereinten Nationen  waren leider nicht konsequent. Zwar brandmarkten sie 1997 Dauermusik als Foltermethode. Aber sie vergassen dabei, Ohrwürmer zu erwähnen. Lieder wie Modern Talkings Cheri Cheri Lady und Waterloo von Abba fressen sich ins Hirn. Sie tauchen in den unpassendsten Momenten auf, und wenn solche Songs morgens im Radio laufen, können sie einem den ganzen Tag versauen.. Fest steht: Ohrwürmer können echte Folter sein. (…)

Amerikaner und Spanier nennen es „Klebelied“, Brasilianer „Ohrkaugummi“, Franzosen „Ohrenbohrer“.
Der gemeine Ohrwurm infiziert von jeher fast jeden und ist auch immer höchst ansteckend. Und noch immer rätseln Wissenschaftler, was es mit diesem Virus auf sich hat. Auf Kommando stellt sich der Ohrwurm ungefähr so gut ein wie ein Schluckauf. Den Ohrwurm hat deshalb bisher noch kein Wissenschaftler bei der Arbeit beobachtet. Immerhin konnte ein Phantombild skizziert werden:
Einfache Melodie, bequemes Tempo, angenehme Singhöhe beschreibt ihn Eckart Altenmüller, der 70 Menschen nach ihren hartnäckigsten Kopfmelodien befragt hat. Der Ohrwurm befalle häufiger Frauen und Musiker, ergänzt Jeames Kellaris, Lieder mit Text hingen eher im Kopf als Instrumentalstücke, selten seien die Melodien länger als 30 Sekunden. Ohrwürmer schlagen meist aus dem Hinterhalt zu, die wiederkehrerenden Tonfolgen kurven häufig in seiner Situation der entspannten
Aufmerksamkeit durch den Kopf. Beim Putzen, Fahrradfahren, Duschen oder Putzen eben.

Wahrscheinlich sorgen Rhytmus und die vielen Wiederholungen in der Musik dafür, dass man sie leicht im Gedächtnis behält. Das Gehirn ergänzt fehlende Wahrnehmungen automatisch. Mit Musik hat es das Hirn besonderns leicht: Wegen der Wiederholungen ist klar, was als Nächstes kommt. Eine Tonfolge wird in der westlichen Musik meist nach einem bestimmten Schema aufgelöst. Würde „alle meine Entchen“ bei „See“ enden, wäre das unbefriedigend, der Ton bliebe in der Luft hängen.

Das könnte erklären, warum Ohrwürmer sich oft genau dann einschleichen, wenn man nur den Fetzen eines Liedes aufgeschnappt hat: das Gehirn will zum ende kommen, greift den Songfetzen und spielt ihn fertig, gerät dabei jedoch in eine Endlosschleife. Deswegen kann es helfen, das Lied ganz zu Ende zu singen.“

Na, ob das hilft???? Ich hasse den Ententanz, An der Nordseeküste, Life is Life und Das Lied der Schlümpfe (eine andere Geschichte dazu hier nachzulesen, gell lieber Kopfschüttler?)… Was sind Eure schlimmsten Ohrwürmer?

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3 Antworten to “Wenn einmal der (Ohr)Wurm drin ist…”

  1. chrigu Says:

    Hallo
    Na da gibt es doch einige…. zumal sie immer wieder gespielt werden und sich so fies in die Ohren reinschlängeln. Es muss nicht mal ein bestimmtes Lied sein, es langt mir eigentlich, wenn es mich penedrant verfolgt.

    Christian
    meinungsfreiheit.li

  2. Ulf Runge Says:

    Weine nicht, wenn der Regen fällt,
    es gibt einen der zu Dir hält,
    rote Lippen muss man küssen,
    denn zum Küssen sind sie da,
    im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen,
    sie fährt allein, und sie scheint hübsch zu sein,
    ein bisschen Spaß muss sein,
    das sieht doch Andrea ein.
    🙂
    LG, Ulf

  3. andrea2007 Says:

    *lach*, danke Ulf, und der Dichter kriegt eins auf die Lichter:-)

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