Benimmregeln, die erste…

Seit dem Wochenende wohnt der Scheich von Dubai mit seinem Hofstaat im Engadin. 2 komplett gefüllte Umzugs-LKW’s brachten das Gepäck für die ca 50 Personen. Sie haben allein 30 Zimmer in einem der 5  5*Hotels hier gebucht. Und es ist unvorstellbar, wieviel Geld sie hier ausgeben. Unvorstellbar, irreal und völlig verrückt.  Sie halten das ganze Dorf auf Trab. So wollten sie gestern 2 Kamele einfliegen lassen, um ihren Urlaubsfilm interessanter zu gestalten:-) Warum es nicht dazu kam, ist eine andere Geschichte…

Nun gibt es in den Hotels tatsächlich schriftliche Listen mit Benimmregeln und die sind höchst interessant:

Zum Umgang mit arabischen Gästen

Anrede: Titel sind wichtig; es ist ratsam, sich zu erkundigen, ob einem Gast ein solcher zusteht. Ist nichts Besonderes vorgesehen, wird man einer Person „Mr“ und Vorname geben. „Mister Ahmed“. Einen reichen, einflussreichen, älteren Herren wird man mit „Scheich“ ansprechen, bei einem Minister „Exzellenz“.

Hierarchie und Status: Das Status und Hierarchie- Verständnis ist in der arabischen Gesellschaft ausgeprägt.

Kontakt: Der Araber ist vorwiegend beziehungsorientiert –  offen und direkt; er sucht- nu von Mann zu Mann!- den Blickkontakt. Die Araber stehen und sitzen gerne eng beieinander. Beim Gehen/Begleichten sind mit arabischen Gästen keine Gespräche zu führen, es wird dies auch nicht erwartet.

Gruss: Männer geben sich zum Gruss – wenn sie sich kennen- die Hand; der Händedruck ist weicht und sanft. Man schaut sich dabei in die Augen. Die Hände werden nicht geschüttelt, keine Ruderbewegung.

Achtung: Der Araber ergreift keine Frauenhand zum Gruss (nach Auslegung des Korans sei eine Frauenhand unrein).

Geschäfte: Der Araber vermeidet in geschäftlichen Siuationen den Umgang mit Frauen; für Mitarbeiter im Guest Relation und Front Betrieb ist vorzugsweise eine männliche Person zu beauftragen. Bei jeglicher Gestik ist nur die rechte Hand einzusetzen- beim Umgang mit Speisen und Getränken, zum Überreichen von Dokumenten) Die linke Hand ist ausschliesslich der Pflege der Intimsphäre vorbehalten.

Trinksitten: Araber trinken hauptsächlich Tee und Kaffee. Wird jemandem Tee oder Kaffee angeboten, ist es unsittlich- unter welchem Vorwand auch immer- diese gastfreundschaftliche Geste abzulehnen.

Komplimente: Bewundern Sie den Besitztum eines Arabers nicht, er würde Ihnen den bewunderten Gegenstand möglicherweise schenken wollen.

Also zum letzten Punkt… wo ist das Problem? 🙂

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2 Antworten to “Benimmregeln, die erste…”

  1. gokuhi Says:

    sehr interssant, nur das mit dem beneiden versteh ich net ?

    was soll er mehr haben als ich ?
    *grins breit*
    diese arme mann, hat womöglich mehrere frauen – also da bleibe ich lieber arm…

  2. Sabine Mugil Says:

    Eine wichtige Anmerkung: Ein ortodoxer Moslem gibt einer fremden Frau (i.e. außerhalb der Verwandschaft) die Hand, weil dies bereits ein körperlicher Kontakt ist, und insofern nicht erlaubt. „Unrein“ ist höchstens ein Mensch, der keine rituelle Waschung vor dem Gebet hat. Im Islam gibt es dieses Wort so gar nicht, sondern man spricht von „erlaubt“ und „verboten“.
    Alles andere hört sich nach Karl May an, wobei ich diesen Autor nicht bezichtigen möchte, dies verbreitet zu haben.

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