„Was Du tust, spricht so laut, ich kann Deine Worte nicht hören.“

Eine Frau kam zu Gandhi und bat ihn, sie möge ihren kleinen Sohn davon überzeugen, nicht so viel Zucker zu naschen. Sie glaubte, die Worte des grossen Mannes hätten mehr Gewicht als ihre eigenen. Gandhi antwortete, dass er sich drei Monate lang auf diese Aufgabe vorbereiten müsse.

Als die Frau drei Monate später mit ihrem Sohn erneut zu Gandhi kam, erklärte er dem Kind mit einfachen Worten, dass er besser nicht so viel Zucker essen sollte. Zucker sei nicht gut die Gesundheit. Er würde sicherlich  stärker und grösser, wenn er öfter darauf verzichten würde. Der Junge war sofort einverstanden.

Die Frau zog Gandhi auf die Seite, um zu erfahren, warum er sich auf so eine einfache Erklärung drei Monate vorbereiten musste. Gandhi antwortete:“ Um überzeugend zu sein, musst ich zunächst selbst drei Monate auf Zucker verzichten. Nur so konnte ich deinem Sohn das Vertrauen vermitteln, das Gleiche auch zu tun.“

Alles was wir sagen, hat viel mehr Gewicht, wenn wir unseren eigenen Worten entsprechend leben. Was unsere Worte anderen bedeuten, können wir an der Reaktion messen, die wir bekommen. Die Menschen spüren es, wenn sie reine „Lippenbekenntnisse“ zu hören bekommen. Und daher liegt es nicht an den anderen, sondern sehr wahrscheinlich viel an uns selbst, wenn die meisten Menschen unseren Worten nicht glauben;  Abraham Lincoln beschrieb es so:

„Was du tust, spricht so laut, ich kann deine Worte nicht hören.“

und ich nenne es so  “ Sei authentisch.“

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12 Antworten to “„Was Du tust, spricht so laut, ich kann Deine Worte nicht hören.“”

  1. zauberliebe Says:

    🙂

    Passt!

    Genau!!! 🙂

    Lieben Gruß an Dich, Du Liebe!

  2. Ulf Runge Says:

    Liebe Andrea,

    schöne Begebenheit, die ich noch nicht kannte.

    Pestalozzi soll mal gefragt worden sein, was die drei wichtigsten Prinzipien bei der Erziehung seien. Er soll geantwortet haben: „Erstens Vorbild sein, zweitens Vorbild sein, drittens Vorbild sein.“

    Liebe Grüße, Ulf

  3. zauberliebe Says:

    Moin Ulf,

    ich weiß nicht mehr, wer es gesagt hat, aber ich finde es sehr zutreffend:

    §Erziehung ist ganz viel Liebe und Vorbild sein!“

    Lieben Gruß, Ulli

  4. 1leben Says:

    Wunderschön , was da gesagt wurde. Bedeutet doch schlicht und einfach, dass die meisten Menschen nur in Phrasen reden.. oder nachplappern, was sie gehört haben, ohne es zu verstehen.

  5. Christa Says:

    Hallo Andrea, das ist eine sehr schöne Geschichte, die du da für uns ausgesucht hast und die wir uns immer wieder in Erinnerung rufen sollten. Ich mag Ghandi. Er ist einer meiner ganz großen Vorbilder.

    @Ulf
    Was Erziehung und Vorbilder betrifft, so war und ist es im Grunde auch heute noch, meine These.

    Genau wie du schrieb ich vor Jahren einmal in einem Forum sehr überzeugt:

    „Kinder brauchen Vorbilder“.

    Zu der Zeit war ich von diesem Glaubenssatz felsenfest überzeugt. Ein Teilnehmer antwortete mir damals sinngemäß. Vorbild sein sei gut, aber bei alledem müsse man gut aufpassen, dass unsere Kinder keine Abbilder werden.

    Ich hab‘ mich damals maßlos geärgert, da ich den Eindruck hatte, der Schreiber nimmt mich nicht für ganz „voll“ und sei mir mit seinem Beitrag über den Mund gefahren.
    Trotz allem ging dieser Vergleich mir nicht aus dem Kopf, zumal meine Kinder ja gerade in der Pubertät waren.
    Treffen, ich denke das wissen wir alle die hier schreiben, können dich nur Dinge, die du in dir trägst oder jemand konfrontiert dich mit der Wahrheit.
    Um es kurz zumachen, ich habe daraufhin meinen Erziehungsstil etwas geändert, was sich als sehr gut erwies.

    Was ich damit sagen will ist: Wir Menschen werden alle als Originale geboren aber leider sterben soviele von uns als Kopien.

    Liebe Grüße aus Mannheim
    Christa Schwemlein

  6. andrea2007 Says:

    Vielen Dank für Eure tollen Kommentare. Es scheint ein Thema zu sein, mit dem sich alle identifizieren können.
    Ja, ein Vorbild kann nur jemand sein, der das vorlebt, was er anderen sagt.
    Und ein gutes Vorbild lässt jedem die Wahl, etwas anzunehmen oder nicht…
    Liebe Grüsse an Euch alle
    Andrea

  7. ver-rueckt » Blog Archiv » Eine neue Sicht der Dinge Says:

    […] Lied will mir, seit ich heute Mittag einen Kommentar auf Andrea’s Blog hinterlassen habe, nicht mehr aus dem Kopf. Andrea erzählt ihren Lesern eine sehr nachdenkliche […]

  8. KOMPASS Says:

    Auf Englisch sagt es sich noch besser, kürzer und prägnanter :

    ‚Lead by example!‘

  9. andrea2007 Says:

    Es gibt keinen Zufall (Ulf), grad in einem Forum folgenden Satz gefunden:

    „Nicht was ein Mensch sagt, sondern was ein Mensch jeden Tag tut,
    erzählt uns, was ihm wirklich wichtig ist.“

    passt perfekt!

    @berend, ich bewundere Dich ernsthaft für den Beweis für „in der Kürze liegt die Würze“, ich werde versuchen, von Dir zu lernen:-) lgr Andrea

  10. Schöne Gedanken 47 « Leben und Lieben in St. Moritz Says:

    […] Gedanken 47 Nachdem dieser Beitag soviel Feedback bekam, hier noch ein […]

  11. Ulf Runge Says:

    Danke, Andrea!

  12. Herzlichen Glückwunsch, der 100.000ste Besucher… « Leben und Lieben in St. Moritz Says:

    […] “Was Du tust, spricht so laut, ich kann […]

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