Dringend oder Wichtig? – Für C. ;-)

Ein sehr lieber Freund sagte letztens zu mir: “ Ich frage mich mehr und mehr, warum ich fast nur noch die Dinge tue, die dringend sind, statt der Dinge, die wichtig sind…“

Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Es gibt einen grossen Unterschied zwischen dringend und wichtig. Je länger wir wichtige Dinge aufschieben, desto dringender werden sie. Gleichzeitig fühlen wir uns immer schlechter. Selbst nebensächliche Aufgaben werden mit der Zeit zu Monstern.

Jemand, der sich ständig um die dringenden Dinge kümmern muss, kann sich nicht ausreichend um die wichtigen Dinge kümmern. Je mehr Dringliches unser Leben bestimmt, desto weniger wird es durch Wichtiges bestimmt. Der Preis, den wir für die Dringlichkeit bezahlen, ist der Verlust des Wichtigen in unserem Leben. Die wichtigen Dinge in unserem Leben dürfen nicht zu kurz kommen, weil wir uns um dringend gewordene Dinge kümmern müssen.

Das Geheimnis ist, die wichtigen Dinge des Lebens zu nehmen und sie unglaublich wichtig zu machen. Mach es einfach unglaublich dringend, mit allem Wichtigen so schnell wie möglich zu beginnen.

Wir müssen immer wieder innehalten, um nicht vom Strom des Dringlichen mitgerissen zu werden. Das Dringliche hat die Neigung, so „laut“ zu schreien, dass es wichtig wirkt. Aber in ruhigen Momenten, können wir differenzieren und uns auf die Richtung besinnen, die wir als die für uns wichtige erkannt haben.

Und wir brauchen solche Pausen, um uns mehr auf die Menschen zu besinnen, die uns wichtig sind. Nichts kann die Zaubermomente ersetzen, die wir mit diesen Menschen zusammen erleben können. Nichts kann unser Leben auch nur annähernd so bereichern.

P.S. Herr Bodo Schäfer hat mir bei diesem Beitrag wieder etwas geholfen:-)

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9 Antworten to “Dringend oder Wichtig? – Für C. ;-)”

  1. Ulf Runge Says:

    Liebe Andrea,

    Du sprichst mir aus dem Herzen.
    Wer bisher noch nicht wusste, wofür Sonntage da sind,
    oder arbeitsfreie Tage, oder „Termine mit sich selbst“,
    der kann es jetzt wissen.

    Ich habe mich vor einer guten Stunde hingesetzt gehabt und mir mal wieder aufgeschrieben, was wichtig ist, damit die dringenden Dinge nicht so sehr im Vordergrund stehen.
    Ich mache das immer mit einem MindMap.
    Das befreit den Kopf vom Überdrück und hilft zu ordnen: die Sicht auf die eigenen Erwartungen, die Sicht auf die Mitmenschen, auf die Zeit, auf die Aufgaben und Erfordernisse.

    Danke Dir und Herrn Schäfer für diesen Beitrag.

    Liebe Grüße,
    Ulf

  2. Ulf Runge Says:

    Überdruck meinte ich. Überdrück scheint eine unzulässige Steigerung zu sein…

  3. andrea2007 Says:

    Lieber Ulf, das freut mich sehr, dass ich Dir da einen Gedankenanstoss geben konnte. in unserer hektischen, schnelllebigen Welt muss man sich heute schon ganz bewusst Freiräume schaffen, ganz bewusst mal nichts tun, ganz bewusst, die eigenen Wünsche, Ziele, Ideen überdenken. Schön, dass du das gleich so umsetzen konntest.
    liebe grüsse andrea

  4. menachem Says:

    Hallo, über Christa`s ver-rueckt, bin ich auf deine Seite gekommen. Ich kann mich erinnern, als ich in die ersten heftigen Wogen meiner mlf-crisis kam, daß Dringlichkeiten mich ständig beschäftigten und ich diese Ablenkung auch provozierte. Irgendwie spürte ich, daß ich für das Wichtige noch Zeit brauchte. Danach hat es dann nicht mehr lange gedauert, und ich konnte mich dem Wichtigen stellen.

  5. Christoph Says:

    Hallo liebe Andrea,
    wouw – danke für deine Gedanken und den Wink mit dem Zaunpfahl. und lieber Herr Runge – danke für die Idee mit dem Mindmapping! Diese Woche beginnt anderst… mit den wirklich wichtigen Dingen…

    Liebe Grüße
    Christoph

  6. andrea2007 Says:

    Lieber Christoph, schön dass Dir der Gedankenanstoss gefällt, ist wohl nicht nur ein zaunpfahl, sondern der ganze Zaun:-) Bin gespannt, wie Du die Woche nun einteilst…An dieser Stelle nochmal ein Riesen-Dankeschön für die Dinge, die ich von Dir lernen durfte, hab heute damit sehr viel Erfolg im Geschäft gehabt, DANKE. Liebe grüsse, andrea

  7. andrea2007 Says:

    Lieber Ulf, jetzt bin ich doch neugierig geworden, was ist und wie funktioniert ein „mindmap“…? lgr andrea

  8. gokuhi Says:

    hallo zusammen,

    ein anstos den scheinbar sehr viele menschen nötig haben.
    mich wundert es kaum, sehe ich doch täglich menschen, auch welche die mir sehr nahe stehen, oder es zumindest sollten, die sich mit den dringlichkeiten oder dem „unwichtigen kram“ den sie selbst zu dringlichkeiten machen beschäftigen.

    ruhe schaffen, einen „raum“ schaffen, auch im inneren für sich, scheint eine der schwierigsten aufgaben zu sein, die sich die menschheit ständig stellt. ein ständiges streben nach glück und derer dinge die man angeblich dafür benötigt und somit dringend sind, versperren den blick auf das wesentliche – auf das nichts.

    denn nur im nichts herrscht ruhe, diese ruhe die jeder mensch braucht.

    herlich deine einblicke

  9. Ulf Runge Says:

    Liebe Andrea,

    wie ein MindMap funktioniert?

    Du nimmst ein weißes, sprich ein leeres Blatt Papier, malst ein Symbol, z.B. einen Kreis, oder eine Ellipse oder ein Rechteck in die Mitte und schreibst da rein, worum sich Deine Gedanken jetzt kreisen sollen, etwa „Bloggen“. Und dann ziehst Du für jeden Gedanken, der Dir dazu einfällt einen Strich weg von diesem Symbol und beschriftest den Strich mit Deinem Gedanken.
    Und alle Gedanken, die Dir zu diesem Gedanken einfallen, hängst Du mit weiteren Gedankenstrichen zusammen.
    Eigentlich entsteht ein Hierarchiediagramm oder ein Baum, aber ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:
    http://www.12manage.com/methods_mind_mapping_de.html

    Ich mach das am Liebsten mit DIN A3 Papier, Druckbleistift (2B, 0,7mm), Radiergummi.
    Es geht auch am PC. Aber ich kein gutes Shareware oder Freeware Programm. Ein gutes Profiwerkzeug ist MindManager X5.

    Viel Spaß, Du wirst sehen, wie leicht es ist, Dinge zu entwickeln. Egal, ob es sich um ein schwieriges Gespräch, eine Präsentation oder das Sichselbstwasbewusstmachen handelt, Du wirst entdecken, dass Du mit Text auf einmal grafisch operierst, noch kreativer wirst…

    Liebe Grüße, Ulf

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