Amalgam-Entfernung- Ein Erfahrungsbericht

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Im April dieses Jahres wurde eine starke Metall-Belastung in meinem Körper festgestellt, die so kleine Weh-Wehchen auslöste. Somit wurde entschieden: Das Amalgam muss raus. Ich wusste zwar, dass man dabei ein wenig vorsichtig sein muss, aber das was dann kam, hätte ich mir niemals vorstellen können:

Einer meiner helfenden „Engel“ (nein nicht, die gelben Seiten) empfahl mir einen guten Zahnarzt in der Nähe von St. Gallen, fühlte sich für mich auch gut an, also zum ersten Termin noch ganz locker, weil ja nur Anschauen, Röntgen, Kostenvoranschlag.

Idyllisches Dörfchen über St. Gallen, kleines Hexenhäuschen, GUTAUSSEHENDER Zahnarzt, das fing doch total gut an. Ich bekam einen kleinen interessanten und auch amüsanten Vortrag über die Geschichte des Amalgam; also am Ende stand fest, 7 Zähne mussten gemacht werden in 3 Terminen, Kostenpunkt…naja ok über Geld spricht man nicht…

Mich beeindruckte sehr, dass ich per Bioresonanz auf Allergien und Verträglichkeit auf alle Materialen überprüft wurde, die nachher dann eingesetzt wurden, Füllungen, Betäubungsspritzen etc. Desweiteren musste ich schon weit im Vorfeld Chlorella-Algen nehmen, die Metall aus dem Körper ausleiten. Auch darauf wurde ich selbstverständlich getestet. Alles paletti.

Frohen Mutes, den Bauch seit Wochen voll mit Algen, traf ich dann im Juni zum ersten Termin an, das gute Aussehen des Zahnarztes bekam etwas weniger Gewicht angesichts des flauen Gefühls im Magen und vor allem, als er sich die riesige Platik-Schutzhaube um den Kopf legte. Ich musste plötzlich an diese fiese Szene mit Dustin Hoffmann denken, in der er Zähne ohne Betäubung gezogen bekam, wie hiess denn noch der film Marathonmann oder so? Auch ich bekam beim Bohren so eine Sauerstoffmaske über die Nase, damit ich das Gift nicht einatme und schlucken durfte ich auch nicht. Die Details erspare ich mal, ich sage nur, so verkrampft war ich schon lange nicht mehr, über eine Stunde auf dem Stuhl und diese Geräusche im Kopf und der Geruch und den Mund so lange aufmachen…

In der Zwischenzeit zum 2. Termin immer schön die Algen in der vorgeschriebenen hohen Menge genommen, mein Magen machte das nicht mehr mit, Durchfall, Übelkeit usw. Als ich das dann erwähnte, stellte sich bei einem erneuten Allergietest raus, dass ich mittlerweile eine Allergie gegen meine Algen entwickelt hatte, na bravo. Daraufhin bekam ich homöopathische Tropfen, die ich zusätzlich zu den Algen nehmen sollte. Und DER Termin hatte es dann in sich, 1 1/2 Stunden dauerte es; ich dachte, wenn der jetzt nicht aufhört zu bohren, dann spring ich vom Stuhl. Auch meine Affirmation „es geht mir gut und er weiss, was er tut“, „es geht mir gut und er weiss was er tut.“…, die ich 1000 mal innerlich runterbetete und versuchte, dran zu glauben, verlor irgendwann ihre Bedeutung…:-)

Er bohrte in Nähe eines Nerves, Spritze wirkte nicht, nachspritzen, all die netten Dinge, die so passieren. Er empfahl mir sogar eindringlich, mich nicht sofort ins Auto zu setzen und nachhause zu fahren, sondern erstmal „auszulüften“, den Kreislauf in Gang zu bringen.

Zuhause – nur noch unter Schmerzmitteln, Algen und Tropfen- brach dann mein System komplett zusammen, 3 Tage lang Fieberanfälle, Schüttelfrost und Schweissausbrüche und absoluter Energieverlust. „Ich will hier nur liegen“ waren meine Lieblingsworte.

Als es mir besser ging, machte ich einen Termin bei einem „Ausleiter“, der testete mich und stellte die höchste Vergiftung aller Organe fest (was für eine Überraschung), konnte aber nichts tun, weil ich immer noch 2 Zähne mit Amalgam im Mund hatte. Die Tropfen sollte ich auf jeden Fall nicht mehr nehmen und die Algen nur noch ganz wenig.

Ein schönes Gefühl, wenn einem jeder etwas anderes sagt, aber die Tropfen wegzulassen fühlte sich auch für mich gut an, ich hatte das Gefühl, sie hatten alles ausgelöst. Den 3. Termin hatte ich dann schon verschoben auf August, denn das hätte ich körperlich nicht durchgestanden. Was aber bedeutete, dass ich die ganze Sommersaison immer so „nette“ Erscheinungen hatte, stundenlang Zahnschmerzen, dann wieder ok. Stundenlang Ohrenschmerzen, dann wieder ok. Nachmittags plötzlich extremer Energieabfall bis hin zu depressiven Anfällen, die am nächsten Tag wegwaren, als wenn nichts gewesen wäre.

Als ich dann endlich wieder ein wenig auf dem Damm war, kam der nächste Termin. Nun gut, auch den hab ich überstanden und dann konnte endlich die richtige Ausleitung stattfinden, mit Bioresonanz.

Unnötig zu erwähnen, dass DAS dann alle Symptome wieder auslöste, nicht mehr so schlimm, nicht mehr so lange, aber mir reichte es.

Ich, die es hasst, wegen jedem Kleinkram zum Arzt zu rennen oder eine Pille zu schlucken, Ich, die sonst nie krank ist und vor allem immer voll Power ist, komme mir langsam vor, wie meine Oma, die ständig von Arzt zu Arzt rannte und eine grosse Pillendose bei sich trug, in der die meisten Tabletten zwar Placebos waren, was sie nicht zwar wusste, aber …Ja plötzlich war ich in der „Mühle “ und weil ich mich so schlapp fühlte, konnte ich nichts dageben machen. Allein der Gedanke „bald ist es vorüber“ konnte mich ein wenig aufheitern.

Mittlerweile war ich schon bei einer Osteopathin wegen meiner „Kiefer-Schrägstellung“ (wo DIE wohl herkommt?), die rasende Kopfschmerzen auslöst und auch meinen zähnen nicht gut tut. Und ich hab auch einer „Wunderheilerin“ mein Foto geschickt mit der Bitte um Ausleitung vom Metall. Keine Ahnung, ob’s geholfen hat, aber 2 Tage später Durchfall ohne Ende. Erstverschlimmerung?

Ich schlucke brav weiter meine Algen, hab allerdings meine Kollegin ernsthaft gebeten mir Bescheid zu sagen, wenn ich grün werde und Schwimmhäute zwischen den Händen kriege:-) Ja, meinen Humor hab ich nur in kurzen Momenten verloren, aber Unkraut ist unverwüstlich.

Das war eine „lustige Zeit“, aber meine Werte sind schon um 2/3 gesunken, juchu. Noch ein Termin, dann wird es wohl kein Metall mehr in meinem Körper geben.

Man könnte daraus eine Fortsetzung von “ Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast“ drehen, das war doch ein Horrorfilm, oder? 🙂 Und deshalb schliesse ich mit den Worten meines Vater. “ Die beste Krankheit taugt nichts.“ Und jetzt entschuldigt mich bitte, ich muss meine Algen nehmen… 🙂

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12 Antworten to “Amalgam-Entfernung- Ein Erfahrungsbericht”

  1. hispace Says:

    Hi Andrea, dafür habe ich eine Story jetzt gelesen und bin beruhigt, dass ich mich für das nach und nach entfernen von Amalgam entschieden habe, weil ich auch denke dass das einfach zuviel ist alles aufs mal. Ich denke bei dir ist es auch eine Mentalfrage, du weiß halt auch gar nicht mehr wem du glauben und vertrauen kannst und dies, ist glaube ich das Hauptproblem. Ganz liebe Grüße zurück hispace (du weßt ja wer;-))

  2. andrea2007 Says:

    hey hispace (klar weiss ich wer, smile), ich glaube, es ist nicht grundsätzlich ein problem, wieviele zähne man machen lässt, kenne jemand, der hat 9 auf einmal gemacht und hatte keine probleme. und ich hab mir vorher überhaupt keine sorgen oder gedanken über auswirkungen gemacht, bei mir waren es wirklich die vielen algen, die soviel ausgelöst haben. aber das hab ich ja jetzt fast hinter mir. von einem wert von 200 (irgendeine einheit) hab ich jetzt noch eine belastung von 9, d.h noch 1mal ausleiten, dann ist es weg… juchu und dann ferien und dann bin ich wie neu…:-)lgr

  3. “Ich bin dann mal weg…” :-) « Leben und Lieben in St. Moritz Says:

    […] mit dem Anton an den Bodensee, Gesundheits- und Wellness-Woche (die letzten Reste von meinem Amalgam noch entgiften), da freu ich mich sehr drauf, denn das TUT SO GUT, schöne Massagen, Schwimmen, ein […]

  4. eric walker Says:

    Gestern Abend 17 Uhr.
    Seit diesem Zeitpunkt habe ich kein Amalgam mehr im Mund, dafür spielen meine Gedanken verrückt. War ich zu naiv, was die Entfernung des Amalgams betrifft oder hat mich der Arzt meines „Vertrauens“ einfach nur schlecht beraten. Das Resultat ist dasselbe; kein Schlaf letzte Nacht und ein Angstgefühl, das ich so nicht kenne. Es waren doch „nur“ vier Amalgamfüllungen durchschnittlicher Größe.
    Also, alles halb so schlimm. Zumindest rede ich mir das ein.
    Die nächsten Tage, Wochen, Monate werden mir wie eine Ewigleit vorkommen.
    Ich werde die Gedanken versuchen zu verdrängen 😉 Als Alternative werde ich mich nur noch von Sushi ernähren. das ist eine angenehme Weiße meinem Körper Algen zu zuführen
    🙂 Eric

  5. andrea2007 Says:

    hallo eric, hab sehr geschmunzelt über deine zustands-beschreibung… De sushi-ansatz ist grossartig, halt mich auf dem laufenden, was für auswirkungen es hat, das mit den schwimmhäuten zwischen den fingern, solltest du vielleicht als warnung im hinterkopf behalten…:-) spass beiseite, ich bin mittlerweile nach der ausleitung per bioresonanz gift-frei und fühle mich grossartig, also glaub mir, alles wird gut. Grüsse Andrea

  6. eric Says:

    Wieder ist es Abend geworden. Tag zwei nach der Amalgamentfernung und noch keine Symptome in sicht. Was die Sache nicht besser werden läst.
    Zwischenzeitlich bin ich bei mir angekommen. Bei mir und meiner Ignoranz. Der Fehler liegt bei mir und nicht beim behandelten Arzt. Er, der Arzt, ist lediglich ein schlechter Arzt.
    Ich jedoch hätte mich einfach besser informieren sollen.
    Wann wird das flaue Gefühl aus der Magengegend verschwinden? Um die humorige Seite nicht zu kurz kommen zu lassen. Es wird dann verschwinden, wenn mir „seine“ „Rechnung“ ins Haus flattert und ich mir überlegen muss, wann ich sie zahlen werde. Der geeignete Zeitpunkt dürfte in 18 Monaten sein 😉
    Grüsse Eric

  7. andrea2007 Says:

    hallo eric, wie ist das befinden heute. ich hoffe ja nicht, dass du auf symptome WARTEST, denn dann kommen die bestimmt…;-) und dein zahnarzt ist bestimmt kein schlechter arzt, ich hab meinem auch keine vorwürfe gemacht, der konnte ja auch nicht wissen, wie mein körper reagiert… aber es ist schon gewaltig, was bei so einer „kleinen sache“ im körper abgehen kann; nachträglich wird mir noch ganz anders, was das gift wohl vorher im körper alles gemacht hat… also besser, es ist raus. ich bin jetzt wieder voll fit. kann dir nur die ausleitung ans herz legen, wenn du weitere info möchtest, sag bescheid. liebe grüsse andrea

  8. Herzlichen Glückwunsch, der 100.000ste Besucher… « Leben und Lieben in St. Moritz Says:

    […] Amalgam-Entfernung- Ein Erfahrungsberich […]

  9. Gobsch Says:

    Hallo, diese Einträge sind alle von 2007. Gibt es auch aktuellere?
    Ich werde meine Amalgamstorry als Buch „Lebensabschnitte“ im Herbst auf
    den Markt bringen. Auf meiner Website gibt es schon einen Ausschnitt.
    Und…..mir geht es wieder sehr gut. Die Algen haben mich auch geschafft.
    Schön zu hören, d. es anderen auch so geht. Ich habe mein Produkt gefunden und es hat mich zurück ins Leben gebracht.
    Ich wünsche jedem von Euch alles Gute und helfe sehr gern, herzlichst
    Linda

  10. andrea2007 Says:

    Liebe Linda, herzlich willkommen auf meinem Blog. Nein aktuellere Einträge zu dem Thema hab ich nicht geschrieben. Ich hatte allerdings auch bis Anfang diesen Jahres mit der wirklich endgültigen Entgiftung zu tun, mir hat ein Produkt der Firma „Higher Nature“ den letzten Rest gegeben;-) Dir auch weiterhin alles Gute und danke für das Angebot, zu helfen. Liebe Grüsse Andrea

  11. Torsten Says:

    Hallo Anfrea
    habe Deinen Blog hier gelesen
    habe in etwas dasselbe, nun ist es nur noch ein Zahn der raus muss
    Was ist aus Deiner Kieferschraegstellung geworden?

  12. andrea2110 Says:

    Hallo Torsten, die Kieferschrägstellung… mmmh, da musste ich doch tatsächlich meinen Artikel selber nochmal lesen, um zu verstehen, wovon Du sprichst:-) Also: keine Ahnung, was mit der Kieferschrägstellung ist. Ich hatte allerdings das letzte halbe Jahr eine Zahnspange (invisalign, kann ich sehr empfehlen) und jetzt ist sowieso alles wieder neu sortiert… Ich schreibe hier nicht mehr auf dem Blog, sondern habe hier: http://andreakording.wordpress.com/2011/10/12/die-rosen-methode/ noch etwas über meinen Kiefer geschrieben. In der Zwischenzeit habe ich auch einen guten Krankengymasten gefunden, der mir gute Übungen gezeigt hat und vor allem „gutes Atmen“…

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