Archive for Mai 2007

Juist- Himmelfahrt 2007

30. Mai 2007

leider muesst Ihr Euch fuer diesen Bericht noch etwas gedulden, aber er kommt, sobald ich von Bali zurueck bin…

ein paar  sind immerhin schon Fotos im Album…

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Ausgang in Kiel- Immer wieder etwas Besonderes

14. Mai 2007

Manuela und ich geben die Hoffnung nicht auf, dass man in Kiel doch noch gescheit ausgehen kann… obwohl wir ja  schon wissen, dass die richtigen Kieler eigentlich abends  in ihrem VW Bus mit dem Surfbrett auf dem Dach am Strand grillen… aber dafür ist das Wetter in diesem Mai nicht warm genug…für uns Nicht-Kieler zumindestens:-)

Also neue Kneipe „Blauer Engel“, klingt verrucht, das Bild von Marlene Dietrich krönt die Bar… Ein DJ, der sehr viel spricht, das hätte uns schon komisch vorkommen müssen und wir geraten doch voll in den Abend mit dem Motto „Take a Quizz“…..ja das ist genauso wie es sich anhört, strange. Thema Stevie Wonder, weil der gestern wohl 57 Jahre alt wurde. Wir mussten uns einen Team-Namen ausdenken, waren sehr kreativ „die Schwestern“ und konkurrenzierten mit den „Fördeschlümpfen“, „Steffi Wunder“ und ähnlichen. Neben uns ein Paar wie aus „Ein Käfig voller Narren“, „sie“ war nach langem Hinschauen tatsächlich eine – wenn auch perfekt geschinkte- Tunte, herrlich skurril das ganze.

Da die Fragen aber sehr leicht waren, hatten 9 Teams alles richtig und es wurde dann „geditscht“, ditschen heisst das Verb, man muss dabei eine Münze möglichst nah an eine bereits dort liegende Münze werfen… Wir haben zwar nicht gewonnen, aber der Abend war… höchst interessant…ohne Worte und ohne Zweifel: Kiel ist Klasse…:-)

Brüssel -unser persönliches Waterloo…;-)

7. Mai 2007

Endlich wieder mal ein schönes Mädelswochenende mit Claudi machen, da haben wir uns riesig drauf gefreut. Es war … äusserst speziell. Der erste Stau bei Köln konnte uns die Laune natürlich noch nicht verderben, auch wenn er uns fast ne Stunde gekostet hat, aber wir waren ja zusammen und konnten uns „den Winter erzählen“… In Brüssel angekommen, immer schön nach der Wegbeschreibung, war es eine echte Herausforderung, das Centrum zu finden, bei der unverständlichen Strassenführung und der noch unverständlicheren Beschilderung, der absolute Hammer. Als wir dann endlich im Centrum ankamen, stand da auf der Wegbeschreibung „sie sind angekommen, herzlich willkommen in Brüssel“, was für ein Hohn, denn wo war nun das Hotel? Das hatte der Routenplaner leider nicht angegeben, also weitersuchen…es gab nirgendwo Taxen zum fragen oder Schilder, die irgendwas halfen oder Menschen, die vertrauenswürdig oder ortskundig aussahen, immer wieder dieselbe Strasse rauf und runter, im Hotel angerufen, der Portier sehr nett, aber leider war sein Deutsch schwer zu verstehen und er dachte, wir wären woanders und erklärte natürlich von dem Standpunkt aus den Weg, sehr hilfreich. Chaussee de Charlesroi über Handy im Auto genuschelt hört sich halt an wie „schschchschoi“…:-) Und dann sprach der einzige Taxifahrer, den wir fanden, auch nur Französich und der schickte uns wieder in eine andere Richtung, wirklich lustig. Die Strasse, die wir nun wirklich auswendig kennen, heisst, Waterloo und sie verhöhnte uns kräftig, unser persönliches Waterloo… Man(n) könnte denken, dass 2 Frauen in der Stadt einfach nicht klarkommen… komischerweise hatten wir als Superteam in Berlin, Köln oder Amsterdam nie Probleme, irgendwas zu finden, als Pilot und Copilot waren wir immer perfekt aufeinander abgestimmt. Es musste einfach die Stadt sein, die uns nicht mochte. Wir fanden irgenwann einen grossen Stadtplan und siehe da, nachdem wir die Sache selbst in die Hand genommen hatten, standen wir nach 2 Minuten vorm Hotel, geht doch… Wir betraten die Einganshalle und der Portier sprach mich sofort mit Namen an, au weia…

Nicht genug, der Fahrstuhl funktionierte nur mit der Zimmerschlüsselkarte, kein Problem, denkste… Karte rein, Stockwerk gedrückt, nix passierte, die Tür ging wieder auf, wir standen noch immer im Erdgeschoss, beim 2. Mal grölten die 20 Engländer in der Halle schon, mann wie peinlich, das passierte 4mal, Claudi fühlte sich wie bei einer neuen Folge von Mr. Bean und ich vermutete schon „Versteckte Kamera“ oder „Schweine im Weltall“… Nach einem hysterischen Lachanfall schmetterte Claudi mit der Anfeuerung der Engländer mit letzter Kraft die Karte nochmals in den Terminal und… der Fahrstuhl setzte sich endlich in Bewegung. Wir hatten von Haustür zu Zimmertür nur 4 1/2 Stunden gebraucht und nicht zu zählende Nerven. Der Portier entschuldigte sich dann noch vielmals, dass die Garage, die zweite rechts und dann nochmal rechts und einmal ums Quartier war, das kostete mich nur noch ein wirklich müdes Lächeln und die fanden wir dann auch auf Anhieb. Wie gesagt, es lag nicht an uns, es lag an der Stadt…

Der Abend wurde kurz, aber dafür mit feinster italienischer Küche belohnt, was man in Belgien nicht erwarten würde.

Aber ich wachte dann um 7.00 Uhr auf mit fiesen Bauchschmerzen und Übelkeit, na klasse, ich verbrachte dann den Tag mit Pendelverkehr zwischen Bad und Bett, ich spare mir an dieser Stelle die Einzelheiten, keine Chance auf Aufstehen, Claudi musste alleine shoppen und ich hab das erste Mal, seit wir nicht mehr zusammen wohnen (das ist 10 Jahre her) die Sportschau und das Aktuelle Sportstudio an einem Tag komplett gesehen 🙂 in der deutschen Fussballbundesliga kenn ich mich jetzt wieder voll aus…

Claudi hatte noch eine ganz besonders schöne Begegnung mit einer Apothekerin, bei der sie für mich Immodium kaufen wollte. Glaubt nun bitte nicht, das man in Brüssel, der Europa-Stadt, Englisch spricht, nein Französich ok, die Frühstücksdame fragte sie, ob sie nicht Spanisch könnte, aber englisch muss man dort nicht können, das nur nebenbei. Also, sie holte ihr feinstes Schulfranzösisch raus und fing an mit :elle est malade. das sollte man ja wohl verstehen. Hat die Apothekerin aber nicht. Dann strich sich Claudi über den Bauch…malade… Holte die Tante doch ein Zellulite-Spray aus dem Regal, Frechtheit oder Dummheit? Nein, malade… Als nächstes bekam sie ein Abnehmpulver…. dann auf einmal schien sie einen Geistesblitz zu haben und machte Brechbewegungen, Claudi dachte, mein Gott jetzt hat sie´s und nickte freudig und bekam…. ein Mittel gegen Übelkeit bei Schwangerschaft… Worauf sie es dann vorzog, mit einem vornehmen, Merci e au revoir zu verschwinden…

Wir haben sehr viel gelacht, das meiste war Galgenhumor, so schnell lassen wir uns doch die Laune nicht verderben… Wir haben Sonntags dann ausgiebig das Atomium besichtigt, wirklich super spacig und beeindruckend, Fotos folgen noch, das war ein echtes Highlight… doch aus Brüssel auf die richtige Autobahn rauszufinden, das überstrapazierte dann doch unsere Geduldsfäden, Claudi plant mittlerweile einen weiteren Einmarsch in Belgien und ich werde nie nie nie wieder dorthinreisen und wenn mal ein belgischer Kunde sich in den Skiservice verirren sollte und mich was fragt, werd ich die Schultern zucken und sagen, ich kenn mich auch nicht aus und vor allem spreche ich einfach mal keine Sprache, die Sie können …:-) über den Rest des Heimwegs werden wir für immer schweigen, nur soviel, auch der dauerte reichlich länger als geplant… und die Seuche, die mich da angeflogen hatte, war wohl doch ein Virus, denn Sonntagnacht hat Claudi dann den Pendelverkehr Bad – Bett aufgenommen…. Sorry for that.

Bevor wir losfuhren, sagte Claudi noch, wir haben uns soviel zu erzählen, wahrscheinlich werden wir 48 Stunden im Zimmer bleiben, Die Moral von der Geschichte:

Vorsicht mit Euren Wünschen, sie könnten erfüllt werden…:-)