Archive for the ‘Kundengeschichten im Skiservice’ Category

Kundengeschichten im Skiservice – Zuhören und Reden lassen

19. März 2010

Als Verkäufer sollte man gut zuhören können, wie gut hören eigentlich Kunden zu? Die Dame bittet meinen Kollegen: “Kann ich bitte einen Espresso haben?” und er antwortet: “Ja klar, auf keinen Fall.” :-) Das war natürlich keine Absicht, aber sie hat es nicht einmal gemerkt:-) und selbstverständlich ihren Espresso bekommen.

Wer schon länger hier liest, weiss, dass wir immer einen Krug mit frischen Wasser an der Bar stehen haben und mit einem Apfel zur Dekoration drin. (Wer das noch nicht wusste, kann hier dazu noch was Interessantes lesen). Normalerweise bedienen sich die Kunden da auch mal selbst, wenn wir keine Zeit haben und alle finden den Apfel im Wasser interessant, schön, dekorativ usw… ALLE? Nein, da gibt es die eine Stammkundin, die – als meine Kollegin ihr ein Glas aus dem Apfelwassserkrug einschenken wollte- sie anblaffte: “DAS Giftwasser trinke ich sicher NICHT, ich will frisches Wasser…” HUCH…(Und das von einer Dame, die sich regelmässig Gift in den Kopf spritzen lässt:-) )Das ist ja noch nie passiert und genau deshalb passierte es wohl gleich eine Stunde später ein weiteres Mal, ebenfalls ein weiblicher Stammgast: ” Ich will FRISCHES Wasser” Auf meine Frage nach dem genauen Warum kam die seltsame Antwort: “Um das Wasser im Krug sind mir zu viele Leute drum herum.” …???

Und wer hatte HIER wohl die Hosen an? Ein deutsches älteres Ehepaar betritt den Laden, SIE ergreift das Wort: “Also mein Mann hat Skischuhprobleme, wissen Sie, am kleinen Zeh (zeigt das mit den Händen), da so, also nicht hier, sondern dort… meinen Sie, das lohnt sich, den Schuh mal vorbeizubringen?” Der arme Ehemann stand stumm daneben undversuchte nicht einmal, zu Wort zu kommen.
Als die beiden dann später mit dem Schuh nochmal vorbeikamen, sagte sie zu ihrem Mann: ” Jetzt zieh doch mal die Skisocken an. Jetzt tu doch mal so, wie wenn Du Skifahren würdest.” Als der Kollege die Stelle, die er ausweiten musste, am Schuh anzeichnen wollte, nahm sie ihm den Stift aus der Hand, legte sich mit ihrem Pelzmantel schräg auf den Boden und zeichnete die Stelle selber an… Was muss DIE wohl für Erfahrungen mit Männern in ihrem Leben gemacht haben, die Arme. Und der Ehemann? War der nun froh, dass er sich um nix kümmern muss oder traute er sich nicht, was zu sagen und war zu bemitleiden? Er schien es auf jeden Fall gewohnt zu sein, wie ein 5 jähriger behandelt zu werden…

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Kundengeschichten im Skiservice- Hellweiss:-)

4. März 2010

Ein deutsches älteres Paar betritt den Laden, sie wirft mir ein: ” Herren? HIER?” entgegen…Ich brauche einen Moment, um zu checken, dass sie wissen möchte, ob HIER die Herrenskijacken hängen:-) Der Herr probiert eine Jacke, sie schauen auf den Preis und sehen die Preisreduktion. Sie kramt eifrig in ihrer Tasche, während er im Kopf anfängt zu rechnen, und findet ihn- ihren Taschenrechner. Ihm ist es ein wenig peinlich vor mir und er sagt: ” Lass doch, das kann ich auch im Kopf.” worauf sie ihn anzickt: ” Jetzt hab ich den dabei, da benutze ich ihn auch!” Ich ziehe mich dezent ein wenig zurück. Und schon kommt sie, die Frage aller Fragen: ” Kann man da am Preis noch was machen?” Mit einer kleinen Genugtuung erwidere ich: ” Nein tut mir leid, wir haben gerade gestern erst runtergesetzt und 30% weniger ist ein guter Preis.” Sie nickt, einen Versuch war es wohl wert und sagt dann als Tüpfelchen auf dem I:” Im Bognerladen war nicht heruntergesetzt.” Nachdem ich daraufhin kurz verdaue, dass sie trotzdem bei uns noch MEHR als 30% Rabatt haben wollte, frage ich erstaunt nach:” Dort ist noch nichts runtergesetzt?” Da muss sie Farbe bekennen: ” Doch doch, aber diese Jacke gab es dort nicht.”

Ein Engländer mit beträchlichem Leibesumfang stapft mühsam die Treppe aus unserem Skidepot hoch, bricht vor mir an der Cafe-Bar fast zusammen und bringt mühsam heraus: ” one coffee please…” Ich stell den Cafè vor ihn hin und er murmelt auf Englisch: ” Ich wusste gar nicht, dass sie Cafè haben…” ÄH, warum fragst Du dann???

Der beste Kunde ist Herr Pfeiffer, 87 Jahre alt, noch ziemlich bei klarem Verstand, fährt noch immer Ski. Jedes Jahr sagt er: “Es ist vielleicht das letzte…” Er hat immer dieselbe Dame dabei, die mindestens 10 Jahre jünger ist, die einen anderen Namen hat als er und die er heute endlich als “meine Freundin” geoutet hat. Zu der sagt er heute ganz ernsthaft: ” Also Bogner hat dieses Jahr sehr viel HELLWEISSE Anzüge.” :-) Ist das süss…!

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Kundengeschichten im Skiservice – Wie trete ich als Kunde auf?

28. Februar 2010

Ein forderndes “Hello” kam aus der kleinen blonden Person, sie wollte wohl bedient werden… Mit ganz klaren Vorstellungen wies sie mich an, was sie für ein Skioutfit suchte. Ich zeigte ihr einige, sie fragte, ob das denn alles sei…dann schaute sie auf den Preis und die arrogante Art bröckelte ein wenig… “Is this on sale?” Nein, dann stände ja ein roter Preis drauf oder ein Prozentzeichen… Ein kleinlautes: ” Do you rent also?”… JA wir vermieten auch Skibekleidung, schlichte schwarze Jacken und Hosen…Manchmal wäre weniger Arroganz von Anfang an einfach besser und netter sowieso… Unverrichteter Dinge zog sie von dannen…

Kurz vor Feierabend bin ich am Bedienen, der Kunde meiner Kollegin quatscht MIR aber ständig dazwischen, stellt Fragen ohne Ende, die ich geduldig beantworte. Es stört ihn gar nicht, dass ich eine “eigene” Kundin habe, von der er mich jedesmal ablenkt…Irgendwann versuche ich mich ernsthaft loszueisen und er schleudert mir entgegen: ” Ja, ja ich weiss, sie haben gleich Feierabend…” Worauf meine Antwort ganz freundlich rüberkommt: “Das ist es gar nicht, sondern ich bin am Bedienen…” Sein Gesicht war Gold wert…und dass er endlich die Klappe hielt, auch:-)

Ein älteres deutsches Ehepaar kommt rein, sie sagt zu mir” Wir sind 2 Trottel.” Ich muss grinsen, sie auch. “Wir haben beide unsere Helme vergessen, mein Mann im Hotel und ich zuhause.” Als sie hörte, dass man keine Helme für Erwachsene mieten kann, war sie einen Moment lang versucht, ohne Helm auszukommen, doch dann kam: “Naja, so ein Helm ist wie ein Talisman, wenn man ihn nicht dabei hat, hätte man ihn gebraucht.” Sie erfuhr dann von mir, dass der günstigste Helm 189Fr. kostest und meinte: “Oh, dann kauf ich jetzt einen für 189Fr. und verkauf den nachher bei Ebay für 190.” :-) Ich hätte ehrlich gesagt, nicht damit gerechnet, dass sie überhaupt wusste, was Ebay ist- geschweige denn, wie man dort was versteigert … Was für ein”Aufstieg”, vom selbsternannten Trottel zur Internetzauberin:-) Ich telefonierte dann noch ein bisschen rum, damit sie den passenden Helm noch in der von ihr gewünschten Farbe bekam, ihr Mann kaufte ne Mütze, mit der er sich richtig gut fühlte  und wir hatten richtig Spass zusammen. So kann es auch sein… und zum Glück überwiegen diese schönen Momente :-)

Kundengeschichten im Skiservice – Smile for me

23. Februar 2010

Eine Kundin probiert mittags bei meiner Kollegin 1 Stunde lang Schneebrillen, fragt sie Löcher in den Bauch, probiert jedes einzelne Modell, das wir haben und kann sich (ach!) nicht entscheiden. Wir müssen sogar noch 2 Modelle aus einer unseren Filiale kommen lassen. Als die Kundin dann nachmittags zurückkommt, trifft es eine andere Kollegin; die Kundin probiert wieder jedes Modell durch, stellt unzählige Fragen und krönt ihren Einkauf dann mit den Worten: “Ach ich bin jetzt ganz erschöpft vom Brillen probieren.”  ICH war schon ganz erschöpft allein vom ZUSCHAUEN…:-) Am Ende hat sie dann aber immerhin die teuerste Goggle gekauft, die wir haben. Und meine Kollegin bekam von uns das Gedulds-Krönchen:-)

Eine Dame betritt 2 Minuten vor Feierabend mit ihrer ca 15jährigen Tochter und einer gleichaltrigen Freundin der Tochter den Laden. Die Freundin telefoniert auf dem Handy, dann grosses Freudengekreische mit der Tochter, wie so Teenager sich halt freuen:-); die Freundin sagt: ” Der Deal von meinem Vater hat geklappt!” Die Tochter antwortet: ” So cool, dann erbst Du das alles.” … ?

Einer unserer lieben Kollegen aus der Miete hat einen Kleber auf unsere Kasse geklebt mit den Worten: “Smile for me”. Es ist wirklich lustig, obwohl wir ja alles schon viel lächeln und auch untereinander immer nett und freundlich miteinander sind, wenn ich kassiere und mir diese Worte ins Auge fallen, dann muss ich immer noch mal extra lächeln…:-) Einfach eine schöne und wirkungsvolle Idee… Und der Kollege selber hat ein umwerfendes, entwaffnendes, ansteckendes Lächeln…

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Liebe ist alterslos

21. Februar 2010

Mit manchen Stammkunden unterhalte ich mich täglich ein wenig. Und ich kenne ihre Geschichten, ihre Kinder, ihre Familien, manchmal live, manchmal nur aus den Erzählungen. Catrina ist eine dieser netten Kundinnen, sie erzählt mir erstaunlich viel Privates und DAS werd ich hier natürlich nicht zum besten geben. Aber vor ein paar Tagen fragte ich sie nach ihrer Schwiegermutter, die ich seit DIESER Geschichte ins Herz geschlossen hatte.

Und dann kam die beste Geschichte überhaupt: Sie ist frisch verliebt, sie traf da diesen Mann, 8 Jahre jünger als sie (also knapp über 70) und es hat total gefunkt, die beiden sind wie Teenager. Beide waren verwitwet und sind finanziell unabhängig, also niemand ist auf das Geld des anderen scharf (das haben ihre Söhne erstmal ganz genau überpfrüft:-) ) und sie traute sich erst gar nicht, es ihren Söhnen zu erzählen… ist das nicht total süss? Während Catrina davon erzählte, leuchteten ihre Augen, strahlt ihr ganzes Gesicht und ich hab mich so sehr für die liebe alte Dame gefreut… Liebe ist alterslos und die grosse Liebe, die kann man (und frau) JEDERZEIT treffen…

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Kundengeschichten im Skiservice – und ich hab sie nicht einmal erkannt

15. Februar 2010

… ja ich weiss, dass bei uns die Reichen und Berühmten Ferien machen … doch meist erkenne ich sie gar nicht und wenn ich dann mal die Schweizer Illustrierte oder die Gala lese, dann les ich Namen oder sehe Bilder und sage überrascht: “Ach guck mal, die hat mir eingekauft oder der ist ein Kunde von uns… “

Am Sonntag habe ich dann eine Berühmtheit doch noch vor Ende ihres Einkaufs bei mir erkannt und wisst Ihr woran? Weil sie so zickig war… :-) Eine dunkle schlanke sehr selbstbewusste Frau in Begleitung eines Mannes (der Bodyguard, wie sich hinterher rausstellte) eines jungen Mädchens und eines Einheimischen, der für eine Firma arbeitet, die für die Reichen und Berühmten in ihren Ferien schaffen; daran wusste ich zumindestens, dass es eine reiche Frau sein muss … aber das sind wir ja auch gewohnt.

Sie zickte mich also fortwährend an und versuchte, mich rumzuschikanieren und ich wusste nicht, mit wem ich es zu tun hatte, war aber so gut drauf, dass es mir nix ausmachte und ich teilweise sogar noch leicht widersprochen habe, denn sie kaufte nicht für sich, sondern für ein Mädel, dass sie dabei hatte und die war wirklich sehr nett.

Und irgendwann schaute ich sie mal genauer an und dachte so, Hautfarbe und Figur, irre lange Beine und die hohen Hacken und das Gehabe, das wird doch nicht … ist sie es oder ist sie es nicht? Meine Kollegen waren alle beschäftigt, ich murmelte mal: “Ist das die, von der ich glaube, das sie es ist?” Doch ich bekam keine Antwort. Sie reichte mir ihre Kreditkarte und dort stand nicht der Name, den ich zu sehen vermutet hatte … also ist sie es doch nicht? Als sie raus war, schossen alle Kollegen nach vorne zu mir und sagten, das war sie, das war sie ganz sicher… richtig, Naomi Campbell…

und sie hatte u.a. eine teure Mütze gekauft, von der wir immer sagen, damit sieht jede Kundin aus wie Duffy Duck:-) Als ich das dann nachher meiner Kollegin in der Filiale erzählte, sagte die spontan, das passt ja zu ihr:-)

Bildquelle und ich kann Euch sagen, SO hat sie live nicht ausgesehen …

Bildquelle  … ok, ok, SO auch nicht, obwohl mit der Mütze..:-)

Kundengeschichten im Skiservice- Bitte geben Sie Ihren Code ein

14. Februar 2010

Mein schnellster und unverhofftester Helmverkauf war dieser: Ein deutscher Herr in seltsam rot-gelb-gemusterter Skijacke schaut mich fragend an: “Es ist kalt, reicht da ein Stirnband?” Ich sage ohne nachzudenken: ” Am Besten wäre ein Helm.” Er: ” Was haben Sie denn da so?” Ich zeige mein Lieblings-Verkaufsmodell, er setzt ihn auf und sagt: “Ok, den nehm ich.” Zeitfaktor? 2 Minuten und das, obwohl er gar nicht mit der Absicht ins Geschäft gekommen war, einen Helm zu kaufen…:-)

Moderne Technik: Eine deutsche Dame kramt in ihrer Handtasche und fragt dabei: ” Haben Sie Handschuhe der Firma… Moment…” kram, kram, kram, ein Handy kommt zum Vorschein, sie tippt wild drauf rum ” ah von der Firma XY?” Modern, wa ?:-)

Die Beste war aber eine englische-sprechende Dame: sie kaufte Handschuhe bei mir, zahlte mit der Kreditkarte, steckte also die Karte in den Terminal, ich hatte in der Zwischenzeit alle Etiketten abgeschnitten und legte ihr die Handschuhe hin und sagte: “So, jetzt können sie gleich anziehen.” Und was macht SIE? Sie zieht sie sofort an und tippt dann mit den dicken Skihandschuhen ihren Code ein ! DAS sah SO lustig aus… Hatte sie vielleicht doch Angst, ich würde sie ihr wieder wegnehmen?:-)

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Geschichten im Skiservice – herzige Paare

26. Januar 2010

Ein italienisches Ehepaar will einen heizbaren Handschuh kaufen, für den MANN, der immer kalte Hände hat. Zum Schluss fragt Sie:” Kann man die auch waschen?”  -Nein, lieber nicht, ist ja Elektronik im Handschuh. -Fragt sie weiter: ” Und was ist, wenn man schwitzt?” Meine Kollegin antwortet schlagfertig: ” Dann machen Sie die Heizung aus.” :-) 

Manchmal ist es unglaublich schön zu beobachten, wie Ehepaare miteinander umgehen. So ein weiteres italiensiches Ehepaar, sie probiert eine Jacke und er sagt total begeistert: “Die ist toll, steh Dir total gut, nimm die.” Sie kann sich nicht so schnell entscheiden und will noch warten.  Er antwortet darauf: ” Du siehst toll aus, nimm die, wie lange willst Du denn noch warten- bis JUNI?” :-) Dreht sich zu mir um und sagt, packen Sie die bitte ein, ich komme in 10 Minuten bezahlen. Sie war völlig perplex und murmelte nur:” So schnell hab ich noch nie ne Jacke gekauft.”

Ein älteres Ehepaar- au wei, ich erinnere mich nicht mehr, welche Sprache wir gesprochen haben- in noch älteren Skikleidern, er mehr in Richtung silberfarben, ihr Outfit eher goldig, waren total süss miteinander. Sie waren beide so “schrullig” mit einer herrlichen Selbstverständlichkeit und gutem Selbstvertrauen. Er sass geduldig auf dem Sofa, während sie eine kleine Modenschau für ihn machte; er sagte ihr liebe Komplimente und bestätigte sie immer wieder. So kaufte sie dann auch zack zack ein paar Teile bei mir und zufrieden und lächelnd verliessen die beiden einträchtig den Laden. Und hinterliessen bei mir ganz viel liebevolle Energie…es war einfach total herz-ig.

Eine belgische Dame will Apresski-Schuhe probieren und quälte sich dafür aus ihrem Skischuh. Ich sage mitfühlend: ” That’s the best moment of the day, isn’t it?” Von ihrem Mann kommt ein energisches:” no no no!”  Ich schaue ihn fragend an: ” Oh, your skiboots are so comfortable?” Und er grinst breit:” No, I have BETTER moments.” :-)

Kundengeschichten im Skiservice- und ewig lockt das Weib oder Balztanz in Skiunterhosen:-)

15. Januar 2010

Noch harmlos war die Russin, die mit ernstem Gesicht und nicht besonders freundlich bei mir teure Jacken und grosse Pelzmützen probierte und als sie sich entschieden hatte, eine grosse “Transformation” durchlebte… Ihr Mann hatte dasselbe ernste Gesicht, als sie ihm das gewünschte neue Outfit zeigte und auf einmal strahlte und lachte ihr Gesicht und sie warf ihm Luftküsschen zu…Sogar ICH bekam ein Lächeln ab, allerdings erst als sie mit mir um den Preis nicht nur feilschte, sondern regelrecht drum bettelte wie ein kleines Kind… Please, please 15 %, mit kindlicher Stimme… Ich konnte ihren Reizen ohne weiteres widerstehen, der Mann jedoch zückte die Kreditkarte:-)

Eher heftig war der Auftritt einer deutschen jungen Frau mit ihrem “Gefährten”. Sie begann das Gespräch mit meiner Kollegin, in dem sie sich aufreizend über ihren Oberkörper strich und überaus arrogant sagte: “Ich trage alles enganliegend, bringen Sie mir Grösse Small!” Um zu probieren, zog sie im Laden erstmal alle Schichten aus bis sie in einem knappen Bustier und ihrer Skihose da stand. Dann richtete sie in Ruhe mit hocherhobenen Armen ihre Frisur neu und blickte um sich, ob es auch jemand gesehen hatte. Der arme Mann neben ihr wurde schon ganz nervös. Dann bückte sie sich – um ihren Skischuh aufzumachen, natürlich in Richtung ihres Begleiters -dabei flog fast alles aus dem Bustier… die ersten Schweissperlen erschienen auf seiner Stirn… Anscheinend zufrieden mit ihrer Wirkung begann sie nun Skihosen zu probieren, im Laden natürlich und auch der Hinweis darauf, dass wir Kabinen haben, hielt sie nicht davon ab. Es hielt sie auch nicht davon ab, meiner Kollegin zu “befehlen”, Ihr doch Puschen zu bringen, sie hätte kalte Füsse auf dem Steinboden…sehr sympathisch…

Also stand sie in Bustier, langer Skiunterhose und Puschen mitten im Geschäft und probierte und probierte und probierte, während sie meine Kollegin durch die Gegend jagte und alles besser wusste. “Die sind mir zu kurz, meine  Beine sind Ein Meter und dreiundzwanzig lang.” Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen, als das laut und deutlich und für jedermann hörbar durch den Laden schallte, sie hatte wohl zuviel Pretty Woman geschaut:-)

Da sie wegen der Beinlänge mittlerweile Herrenhosen anzog, fummelte sie auch an seiner Hose rum, um die Grösse zu sehen. Ein Bild für die Götter, sie in Bustier und Skiunterhose, er mit geöffneter und halb runtergezogener Skihose und sie scharwenzelten umeinander rum- Balztanz in Skiunterhosen…:-)

Kundengeschichten im Skiservice – Den verkaufen Sie doch eh nicht…

10. Januar 2010

Meine liebe Aushilfs-Kollegin hält mir einen schönen knallblauen Helm vor die Nase und fragt: ” Wieviel Prozent kriegt der Kunde auf diesen Helm?” Ich schau sie verwundert an und frage: ” Wegen was?” Mischt sich der Kunde ein und sagt: “Diese Farbe verkaufen Sie doch sowieso nicht, die ist doch schrecklich…” Grosses Fragezeichen in meinem Gesicht, vor allem auch,weil er in fast derselben Farbe eine sehr teure Bogner-Jacke trägt. Versuch mit einem netten Lächeln von mir: ” Der Helm passt doch perfekt zu Ihrer Jacke!” Seine Antwort: ” Den verkaufen Sie doch eh nicht…”  Äh, “Sie dürfen gern eine andere Farbe kaufen…!” *Kopfschüttel*

Ein SEHR dicker Italiener kommt zu mir und sagt, es wäre etwas für ihn reserviert. Ich zeige ihm, was für ihn reserviert ist – ein schöner Mikrofaser-Pullover mit Reissverschluss bis zur Brust- und er flippt völlig aus mit mir… Er hätte mit ganzem Reissverschluss bestellt, dieses Modell würde er erst gar nicht über den Kopf bekommen… Ach ja, ich hatte vergessen, der Pulli war in Grösse 58! Und der Kunde war dermassen unbeweglich, dass ich mich eh schon fragte, wie der Heli-Skiing machen wollte, davon sprach er nämlich die ganze Zeit …

Da ich in seiner Grösse leider keine passende Jacke hatte, maulte er  mich in bösem Ton an:” Non capisco, c’è crisi, ma non avete più merce.” (Ich versteh das nicht, es herrscht Krise, aber Sie haben keine Ware mehr)… Am liebsten hätte ich geantwortet: ” Non capisco, c’è crisi, e Lei ha ancora la pancha grossa.” (Ich versteh das nicht, es herrscht Krise und sie haben noch immer einen dicken Bauch) :-)

Kundengeschichten im Skiservice – Konkurrenz belebt das Geschäft

4. Januar 2010

Es gibt nichts, was es nicht gibt…Das hatte ich schon erwähnt? Ok, vorgestern hat eine Kundin eine Jacke, die sie seit mehr als einer Woche täglich trägt, zurückgebracht, weil die Jacke STINKT. Eine meiner Kolleginen sagte bissig, aber leise zu uns:”nicht die Jacke stinkt, sondern SIE stinkt:-)”  Wir vermuten, dass sie an dem Tag, als es so geregnet hat hier, draussen war und wenn Entendaune nass wird, dann stinkt sie halt ein wenig, wie eine andere Kollegin dann bemerkte:” Nasser Hund stinkt auch:-)”

Wir haben dann angeboten, die Jacke in die Reinigung zu geben und da unsere Reinigung einen genauso tollen Service bietet wie wir, ist die Jacke morgen früh schon wieder parat, DUFTEND:-) (in der Zwischenzeit mussten wir die Jacke der Kundin gutschreiben, weil sie angeblich noch immer stinke und sie sie nicht mehr wolle, ohne Worte)

Zum Titel: nachdem es vorher telefonisch zweimal passiert war, dass eine Filiale von den vielen Sachen, die wir im Laden haben, ganz genau das Teil brauchte, was meine Kundin den DEM Moment anprobierte, passierte dann als Krönung folgendes: Die Kundin meiner Kollegin M. probierte stundenlang verschiende Hosen und konnte sich nicht entscheiden. Ich bekam eine italienische Kundin (die mir in ein Telefonat reinquatschte und mich dann umherkommandierte), die ganz genau wusste, welches Modell, Grösse, Farbe sie wollte. DIESES Modell probierte aber gerade die Kundin in der Kabine…

Daraufhin stellte sich meine Kundin vor die Kabine, schaute mit in den Spiegel und lästerte, die ist DER doch viel zu klein, das SIEHT man doch, die Nähte ziehen usw. , während die Kundin in der Kabine sich auch noch chic fand in der wirklich zu engen Hose… die Kundin in der Kabine sprach zwar kein Italienisch, aber ihr Mann kriegte Tonfall und Blicke ziemlich deutlich mit. Unglaublich unhöflich…

Aber geschäftstüchtig wie wir nun mal sind, fragte ich meine Kollegin, ob sie ihrer Kundin nicht die nächste Grösse verkaufen wolle, dann würden wir gleich 2 Hosen verkaufen. Nun, das hat dann auch geklappt:-)

Kundengeschichten im Skiservice – Wuschewusche

1. Januar 2010

“Wuschewoschwaschamoscha, spasiva”… so klingt das Russisch für mich, das unser Kollege Viktor mit seiner Kundin redet, ich mache es nach, wir lachen und er sagt: ” und für mich hört sich italienisch an, als wenn die die ganze Zeit Essensgerichte aufzählen würden…” :-)

“Wenn ich einen Unfall habe, kriege ich dann das Geld für die Skimiete zurück?” Na, was für ein Landsmann sagte das letztens? Richtig, ein Deutscher (sorry, aber das kann nur ein Deutscher sagen), der geht mal richtig positiv in seinen Urlaub rein, gell?

Aber auch ein Deutscher (ungefähr Anfang 70 Jahre alt) führte mit mir DIESES humorvolle Gespräch, nachdem wir schon vor ein paar Tagen zusammen rumgeblödelt hatten: ” Vielleicht kaufe ich mir noch ne neue Skihose, wenn meine Frau einverstanden ist.” Sein Augenzwinkern sagte alles… “Wissen Sie, die hält das Geld zusammen. Ich hab ja nur des Geldes wegen geheiratet.” Ich antworte mit demselben Augenzwinkern:” Haben wir das nicht alle?” Er erwidert schlagfertig:” Ne, die Mädels in Deutschland heiraten wieder aus Liebe, wegen der Krise!” :-)

Schöne Gedanken … gibt’s nicht

26. Dezember 2009

Geht nicht, gibt’s nichtGibt’s nicht, gibt’s nicht… und Es gibt nichts, was es nicht gibt

Dieser Satz mit allen seinen Varianten ist der Lieblingssatz von meinem Chef…und auch das Motto unseres Unternehmens…Es gibt immer eine Möglichkeit, eine Lösung, eine Alternative… Und da unsere Kunden das von uns gewohnt sind, nutzen sie es auch wirklich wunderbar aus;-) Und Ihr glaubt gar nicht, was es nicht alles NICHT gibt:-)

Weihnachtskundengeschichten

25. Dezember 2009

Wir sind auf einem Geburtstagsfest eingeladen, vor mir an der Garderobe eine junge Frau in einem Abendkleid und ich frage das Mädel an der Garderobe erstaunt: “Oh, ist das heute mit Smoking?” Und sie antwortet ernsthaft:” Nein, geraucht wird draussen.” … :-)

Gestern bedankte sich ein Kunde doch tatsächlich bei mir mit: ” Sie sind ein Engel!” … wie süss, ich hab geantwortet: “Es ist ja auch Weihnachten:-) “

Ein kleiner Junge braucht eine neue Sturmbrille für seinen Skihelm, der Helm ist vom Schnee ganz nass. Ich sage:” Kleinen Moment bitte.” drehe mich um zur Bar, nehme schnell ein Küchenhandtuch und trockne den Helm. Der Junge hat die Aktion nicht gesehen und als ich ihm den trockenen Helm hinhalte, schaut er mich mit grossen Augen an und sagt: “Wie hast Du das gemacht? Bist Du der Weihnachtsmann?” WIE SÜSS. Ich antworte: “Nein wenn überhaupt bin ich das Christkind:-)”. Er findet das Gespräch scheinbar interessant und fragt weiter:” Was bringt Dir denn der Weihnachtsmann?” “Ich weiss es noch nicht.” “Und was hat er Dir letztes Jahr gebracht?” Hier schritt dann der Vater ein…:-) Dafür gab es “vom Weihnachtsmann” – durch mich überreicht- für den herzigen Jungen und seine auch sehr süsse Schwester je ein Kuscheltier, ihre strahlenden Kinderaugen waren einfach wunderbar.

Kundengeschichten im Skiservice – “Retterin”

21. Dezember 2009

Eine ältere Damen in vornehmem  Pelzmantel fragt mich in herrlichem holländischem Deutsch: “BITTE, können Sie mir helfen?” Na klar, ist doch mein Job:-) Doch es kam anders: “Ich hab mich ausgeschlossen und komme jetzt nicht mehr in die Wohnung rein. Ich hab eine halbe Stunde in der Kälte gestanden, aber niemand hat aufgemacht. Darf ich mal telefonieren?” Selbstverständlich, die Ärmste war völlig aufgelöst und es dauerte 3 Anläufe, bis sie mir die richtige Nummer sagen konnte. Da ging aber niemand dran, sie konnte es kaum glauben und sprach auf holländisch aufgeregt vor sich hin. Zum Glück wusste sie die Nummer vom Hausmeister und den riefen wir dann an, er versprach, sie in ihre Wohnung zu lassen.

Ihre Erleichterung war nicht zu übersehen und dann machte sie etwas, was mich sehr berührt hat. Ausser dass sie selbstverständlich fragte, was sie für das Telefonat bezahlen müsse und ich natürlich selbstverständlich verneinte, lächelte sie mich an, bedankte sich sehr herzlich mit einem “Sie haben mich gerettet.” und dann… streichelte sie mir liebevoll über die Wange … nachdem wir uns beide noch einen Moment gegenseitig angestrahlt haben, verliess sie eilig den Laden. Ihre Berührung hallte noch lange in mir nach und unser gemeinsames Lächeln auch…

Irgendwie hab ich einen “Draht” zu älteren Damen, das hab ich wohl von meiner Mutter geerbt. Die darf man nicht allein auf die Toilette gehen lassen in öffentlichen Plätzen, denn sie kommt immer erst nach längerer Zeit wieder- nein, nicht weil sie sich schminkt, sondern weil sie von älteren Damen angesprochen und ins Gespräch verwickelt wird. Sie hat schon so manche Lebensgeschichte auf dem Örtchen angehört…eine Dame sagte mal zu ihr, sie hätte so ein liebes Gesicht…

Kundengeschichten im Skiservice – eingefroren?

19. Dezember 2009

Wir melden uns am Telefon immer mit dem Namen des Geschäftes, unserem Vornamen und einem Gruss. Ich sage also am Telefon: “Skiservice Corvatsch, Andrea, Grüezi”. Da kann es schon mal passieren, dass ich zur Antwort bekomme: “Hallo Andrea, hier ist Frank Elstner.” (Das ist mir wirklich passiert, das hörte sich so an, als wenn wir uns persönlich gut kennen würden…er war SEHR nett und freundlich, auch live dann später)

Gestern meld ich mich wieder einmal mit: “Skiservice Corvatsch, Andrea, grüezi.”  und bekomme  die Antwort: “Grüezi Frau Corvatsch.” Und beinhart hat er mich die ganze Zeit mit diesem Namen angesprochen, das hörte sich so lustig an… (der Corvatsch ist unser Hausberg in Silvaplana, 3303 m hoch).  Da müssen wohl bei den kalten Temperaturen ein paar meiner Worte eingefroren sein:-)

“Haben Sie diese Skihose in Kurz- und Langgrösse?” “Wir haben sie in Normal- und in Langgrösse.” ” Ach so, also in 3 Grössen.” (Häh, eins und eins macht immer noch… drei?)  Nachdem das klargestellt war, ging der Herr wieder raus, um dann eine Viertelstunde später wiederzukommen: “Kann ich die Kurzgrösse mal sehen?” “Äh, wir haben die Hose in NORMAL – und in LANGgrösse…”  Ich dachte schon, ich wäre bei Verstehen Sie Spass und suchte die Kamera:-) Dabei waren vielleicht auch nur ein paar der grauen Zellen eingefroren… kein Wunder bei minus 32 Grad gestern morgen, brrr…

Ich sehe was, was Du nicht siehst…

14. Dezember 2009

Kennt ihr auch noch dieses Spiel? Ich sehe was, was Du nicht siehst und das ist… blau/rot/grün und der andere rät, was wir sehen… Wir haben das früher auf langen Autofahrten immer mit der Familie gespielt, ich hab das geliebt und hatte den längsten Atem dabei:-)

Ich sehe was, was Du nicht siehst… Dieser Satz kam mir heute in den Sinn. Wie oft sehen wir was, was der andere nicht sieht und umgekehrt. Wenn wir auf dieselbe Landschaft schauen, sehen wir doch möglicherweise ganz andere Dinge. Wenn wir auf dieselbe Situation schauen, sehen wir doch oft unterschiedliche Aspekte. Wenn wir auf denselben Menschen schauen, sehen wir die verschiedensten Eigenschaften.

Wenn wir tolerant und offen sind für die Sichtweisen der anderen Menschen, dann bereichern wir unser Leben. Und ganz besonders schön ist es, wenn ich dann tatsächlich das sehen kann und sehe, was die anderen sehen und umgekehrt und wenn das dann noch mit Fühlen, Riechen, Schmecken und Hören verbunden ist, dann… können es vielleicht auch bald alle anderen Menschen sehen…weil  dann möglicherweise aus gemeinsamen Visionen Realität geworden ist.

Und damit mein Rumphilosophieren noch die von mir gewohnte Prise Humor bekommt, hier eine nette kurze Kundengeschichte zum Thema sehen:

Im Italienischen sagt man: “Posso dare un occhiata?” (kann ich einen Blick geben, wörtlich übersetzt) , wenn man sich umschauen möchte. Ich hatte neulich aber eine Kundin, die sagte: “Posso dare un occhio?”(kann ich ein Auge geben, wörtlich übersetzt) Wollte sie mir wirklich im Ernst ein Auge geben? Oder hatte sie ein Auge auf mich geworfen? Oder wollte sie nur, dass ich die Welt durch ihr Auge sah… :-)

Kundengeschichten im Skiservice – Willkommen, Bienvenu, Wel-come…

21. März 2009

Meine liebe Kollegin F. braucht für die Bindungseinstellung vom russischen Kunden ein paar Angaben. Sie fragt: “How old are you?” Ein verständnisloser Blick als Antwort. “What’s your age?” Verlegenes Lächeln, keine Anwort. Sie zeigt auf sich selber “I’m twenty-four.” Ratlosigkeit, mittlerweile auf beiden Seiten. Dann ein Geistesblitz: “Do you have a passport with you?” Ein erleichtertes Verstehen: “AAAHHH, I fifty.”

Ich komme mir manchmal vor wie in diesem Cabaret-Ausschnitt, Untertitel: Jonglieren mit Sprachen:-) Jeder Kunden wird vorsichtshalber mal auf mindestens 2 Sprachen begrüsst, bis wir eine gemeinsame finden und notfalls halt mit Händen und Füssen:-)  dadurch hab ich allerdings auch schon mit einem Deutschen ein komplettes Verkaufsgespräch auf Englisch geführt, bis wir am Ende feststellten, dass es auf Deutsch auch gegangen wäre:-)

Kundengeschichten im Skiservice – gratiser als gratis?:-)

9. März 2009

Meist bezeichne ich mich im Geschäft als “Gastgeberin” und nicht als Verkäuferin – und fühle mich auch so, weil wir so viele Stammgäste haben UND weil wir eine Bar haben. An dieser Bar gibt es gratis Cafe und Espresso, Cola, Fanta, Apfelsaft und es steht dort immer ein Krug mit frischem Bergwasser. In dem Krug schwimmt als Dekoration ein Apfel. Unsere Kunden schätzen diesen Service sehr und es ist völlig ok, wenn auch der eine oder andere Kunde es ein wenig sehr ausnutzt und täglich morgens und nachmittags Espresso konsumiert, ohne wenigstens einen kleinen Obolus in die Trinkgeldkasse zu werfen.
Die Bar ist zum Treffpunkt mit dem Skilehrer gworden, die Familien sammeln sich nach vor und nach dem Skifahren dort, wir kommen mit den Kunden ins Gespräch und mancher Verkauf entstand aus einem lockeren Plausch.

Gestern morgen läuft eine Kundin Apfel-essend durch den Laden, was mich ein wenig ärgerte, denn sie lies den angebissenen Apfel ständig irgendwo liegen, wo er klebrige Spuren hinterliess, nicht sehr schön bei der hochwertigen Ware, die wir haben. Sie kaufte dann auch tatsächlich etwas, hinterliess an der Kasse kleine Apfelstückchen, die sie beim Unterschreiben Ihres Kreditkartenbeleges (von mir mit einem schadenfrohen Grinsen bemerkt) mit ihrem eigenen Jackenärmel wieder aufwischte :-)

Als ich dann ein paar Minuten später an der Bar stand, fielen mir fast die Augen aus dem Kopf – der Apfel aus dem Krug war weg… Die Kundin hatte tatsächlich den Apfel (mit den Händen) aus dem TRINKwasser gefischt, ihn gemütlich gegessen und die nächsten Kunden durften dann statt Apfelwasser HANDwasser trinken, igitt. Wie praktisch für sie, der Apfel war ja bereits gewaschen:-)

apfel

Das ist in 5 Jahren noch nie vorher passiert und was soll ich sagen? Und HEUTE passierte dasselbe nochmal, eine andere Kundin, sie ging “netterweise” dann aber zum Apfel essen nach draussen.  Unglaublich!

krug

Kundengeschichten im Skiservice- Retoure als Chance?

4. März 2009

Mein Chef sagt immer- und ich pflichte ihm bei- Retouren und Reklamationen sind die besten Chancen, einen Kunden  ans Geschäft zu binden. Beispiel:

Eine sehr nette Kunden reklamierte eine Skijacke, die sich beim -korrekten- Waschen verfärbt hatte, sie wollte ursprünglich nur wissen, was sie wohl falsch gemacht hatte. Als ich dann mit sehr viel Verständnis reagierte und ihr anbot, die Jacke einzuschicken zum Hersteller, war sie total happy und kaufte sofort ein teures neues Skioutfit bei mir… Es ging dann mit dem Hersteller noch ein wenig hin und her, daher kam sie jeden zweiten Tag in den Laden, am Ende gab’s ne dicke Gutschrift, wir wurden die besten Freundinen und sie bot mir das Du an und sie kaufte für einen sogar höheren Betrag als die Gutschrift nochmal wieder neu ein. Ich denke, wir werden uns ganz sicher in ihren nächsten Ferien wiedersehen! 

Gegenbeispiel?

Eine Kundin kommt total erbost in den Laden, beschimpft mich wüst, dass die Skihose, die sie bei uns (oder einer anderen Filiale) gekauft hat, überhaupt nicht warm ist und sie immer kalte Oberschenkel und schon Rückenschmerzen von der Hose (O-TON) bekommen hat. Ich schaue verständnisvoll und auch ein wenig hilflos, weil ich nicht so recht was dazu sagen kann, die Skihosen der besagte Firma sind definitiv nicht so warm wie andere, das fühlt man aber sofort und wir sagen es auch immer dazu; dafür haben sie einen Superschnitt und den meisten Frauen ist das am Ende wichtiger. Nun gut, sie kaufte dann eine neue – wärmere – Hose bei mir, lies diese gleich an und die alte  Hose bei mir.
2 Tage später kam sie zu meiner Kollegin und lies diesen Monolog lautstark los: “Ich werde die Firma XY (Name von der Redaktion geändert:-) ) verklagen, die müssen doch an die Hose dranschreiben, dass die nicht wintertauglich ist. Das ist unverantwortlich. Ich musste notfallmässig ins Spital eingeliefert werden mit Blasenentzündung wegen der Hose.”  Sie verlangte dann, dass wir dort anrufen und reklamieren. Meine Kollegin blieb nett und freundlich, sie würde anrufen, würde aber denken, dass man da nichts tun könne. Die Kundin: “Versuchen Sie es, sonst geh ich selbst zur Firma!”  Ich sprach dann mit der Firma, mit der wir sehr sehr gut zusammenarbeiten und ich kann es noch immer nicht glauben, wie die Antwort lautete: “Wir schreiben die Hose gut, bevor wir anfangen, rumzustreiten.”

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Ich weiss echt nicht, ob ich das jetzt gut finde, denn wer mit sowas durchkommt, macht das immer wieder…aber von der Firma ist es echt sehr sehr grosszügig. Ob ich diese Kunden als Stammkundin an den Laden binden möchte?

Kundengeschichten im Skiservice- 10 Dinge, die ich an Dir hasse…

25. Februar 2009

… Du Kunde Du…

1. Wenn Kunden nicht sagen können, was sie eigentlich überhaupt wollen.

Beispiel: der Kunde, der an einem nebligen Tag ins Geschäft kam und mich mit der Frage begrüsste: “Is it red or yellow today?” ÄH…ich fand dann erstaunlich schnell selber heraus, dass er wissen wollte, ob er bei dem Wetter besser mit einer roten oder einer gelben Scheibe in der Skibrille sehen könne…

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2. Wenn Kunden mich nicht anschauen, wenn sie mit mir reden.

Beispiel: die Italienerin, die auf die Helmwand zusteuerte -ich am anderen Ende des Ladens war- und mit mir redete, ohne überhaupt nur annähernd in meine Richtung zu schauen. Ich näherte mich ihr dann doch mal so nach und nach, sie brabbelte weiter in die Helme, ohne mich sichtbar wahrzunehmen und mir machte es Spass, mich blond zu stellen. Ich hatte natürlich verstanden, dass sie einen Helm probieren wollte, lies sie dann aber erst noch auf Englisch radebrechen, um dann super höflich auf Italienisch zu antworten, “Ach, das hatte ich gar nicht verstanden.” :-) Unhöflichkeit muss bestraft werden!

 

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3. wenn (unansehnliche) Männer in Ski-Unterwäsche oder  noch weniger bekleidet im Laden vor mir rumhüpfen:

Beispiel: der mindestens 65 Jahre alte runzelige Engländer, der zwar noch extrem fit war und mich schwindelig redete von einer Mikrofaser-Unterwäsche, die er zum Fliegen benutzt (?) und mir auch von Wandern und Langlaufen erzählte; ich konnte ihn davon überzeugen, dass wir genau die richtige Unterwäsche für ihn hatten und er probierte das Unterhemd und die lange Hose. Ich führte ihn zur Kabine, er zog sich vorher aber schon vor der Kabine oben rum nackig aus… und dann rannte er die ganze Zeit in der Skiunterwäsche im Laden rum, stolzierte vor mir her und fasste sich dann noch demonstrativ an sein edles Teil mit der Frage, ob es denn Unisex Unterwäsche sei, es gäbe ja keinen Eingriff… sehr anschaulich demonstriert. baaah…. Ich beschäftigte mich eher mit der Frage, womit ich das verdient hatte:-)

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Fortsetzung folgt…:-)

Kundengeschichten im Skiservice – “Red” verfolgt mich

12. Februar 2009

Ein französicher Schweizer mit extrem domiantem Auftreten VERLANGT einen Katalog der Firma Icebreaker (Merino-Woll-Unterwäsche), nachdem er hört, dass wir diese Ware nur in der Hauptfiliale haben. Als ich – mehrmals, denn er checkte es nicht beim 1.Mal sagen- höflich versicherte, dass wir KEINEN Katalog hätten, schnauzte er mich an: “Dann will ich auf die Internetseite, Sie sind doch online hier!”

Wir sind online, ja, aber die Computer sind geschützt, weil alle 10 Filialen miteinander verbunden sind und da ein Virus eine ziemliche Katastrophe wäre, also fragte ich meinen Kollegen, ob er die Seite für mich aufrufen könne. Es dauerte einen Momement und währenddessen mischte sich der Kunde ständig ein, das schreibt sich so und so, sie müssen “dot com” eingeben usw.

Weil ihm das zu lange dauerte, malte der Kundin mir dann auf, was er für ein Teil wollte; er musste wirklich denken, ich sei zu blond blöd, denn er malte einfach ein Kurzarm-Shirt auf, DAS hätte ich auch in Worten verstanden:-) Er wollte eines in schwarz und eines in rot.  Da kam ich wieder: “Rot haben wir nicht. Wir haben nur schwarz.”
Ich rief also in der Hauptfiliale an und fragte meine Kollegin nach dem Teil, das sie dann auch zum Glück am Lager hatte. Ich sagte dem Kunden, wir haben eines. Er: ” Nur EINES?” Ich fragte meine Kollegin nach einem zweiten Teil und nachdem ich aufgelegt hatte, richtete ich ihm aus: ” Es kommen dann morgen früh 2 Stück.” “Eines in schwarz und eines in rot?” “NEIN, ROT HABEN WIR NICHT.” “Ich WILL aber eines in rot. Und ich nehme nur 1 schwarzes.” … An der Stelle hab ich fast rot gesehen…

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Lustiger waren die beiden sehr hübschen und scheinbar sehr gut betuchten englischen jungen Damen, die reinkamen und mich fragten: “Are you on sale?” NEIN, ICH bin nicht “on sale”, ich bin unbezahlbar:-)

Da waren es nur noch 13…

7. Februar 2009

Bei unserer Weihnachtsfeier erzählte der Chef, wir wären nun Kollegen aus 14 verschiedenen Nationen, ich zähl und zähl und vielleicht bin ich zu blond, aber ich komme nur auf  13- was auch schon beeindruckend ist:

Schweiz
Deutschland
Österreich
Italien
Portugal
Ungarn
Schweden
Ukraine
Griechenland
England
Kasastan
Argentinien
(ehemals) Jugoslawien

Trotzdem beeindruckend. Und wenn wir nicht gleich 2 Ungarn hätten, dann wären es jetzt nur noch 13 (nach meiner Rechnung 12:-) )… denn vor ein paar Tagen haben wir uns von unserem lieben Kollegen G. verabschiedet. Er hat nach 2 1/2 Winter im St. Moritzer Team eine tolle Jahresstelle bei sich zuhause bekommen. 

An seinem Abschiedsabend sagte er 2 ganz besondere Sätze :
“Ich durfte viel lernen” und ” Ihr ward meine Familie”, danke! …

Das machte mir wieder einmal bewusst, was für ein besonderes Team wir doch sind. Wir verbringen soviel Zeit miteinander und so verschieden, wie wir auch sind, wir raufen uns zusammen, wir erzählen uns unsere kleinen Sorgen und manchmal bekommen wir auch die grossen mit; wir halten zusammen, fetzen uns auch mal kurz, nehmen uns gegenseitig auf den Arm und helfen uns – wenn mal nötig- die gute Laune immer wiederzufinden. Wir haben sogar eine Art eigener Sprache entwickelt, einen Mix aus eben all den Nationalitäten, aus denen wir als Team bestehen und all den Sprüchen, die im Laufe der Saison so entstehen und wir lachen ganz viel zusammen. Wir sind wirklich eine Familie.

Lieber G., wir konnten sehen, wie schwer es Dir – trotz der schönen Zukunft vor Deinen Augen- gefallen ist, wegzufahren, wir werden Dich auch vermissen. Und wünschen Dir von Herzen alles Gute! Pass auf Dich auf und komm bald wieder- als Tourist, der fragt: “Where are my Sky’s?:-)

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Hier ein Link zu einem Beitrag aus der letzten Saison: http://andrea2007.wordpress.com/2008/03/30/viele-wege-fuhren-in-den-skiservice-oder-einmal-engadin-immer-engadin/

Kundengeschichten im Skiservice – Hellsehen Folge 1347:-)

4. Februar 2009

Ein Jugendlicher fragt mich Löcher in den Bauch über Oakley Goggles (hat mit Google nix zu tun:-) ), ich antworte brav und freundlich, wundere mich innerlich jedoch nur noch …Endlich schien er sich für ein Modell entschieden zu haben und toppte alle vorher gestellten Fragen mit dieser: ” Wie lange haben Sie denn DIESE Brille noch?” Nachdem er vorher einfach schon zu dämlich war, konnte ich es mir nicht verkneifen zu antworten: “Bis ich sie verkauft habe.” :-)

Heute kam eine Italienerin mit Hund in den Laden und fragte mich ernsthaft, ob der Hund schon vorher mit einer anderen Dame dort gewesen wäre!! War dieser Hund vorhin schon hier? Äh, möglicherweise bei meiner Kollegin? Ob ich die Kollegin nicht grad mal fragen könne… die war aber leider schon im Mittag.
Nachher löste sich der Fall: sie war von Ihrer Chefin beauftragt worden, in dem Laden, in dem selbige vorher mit eben jenem Hund gewesen war, ein Paar Schuhe zu kaufen und hatte ihr auch das Geld passend in die Hand gedrückt. Herrlich… war dieser Hund eben schon mal bei Ihnen??? :-)

Schön der Russe, der täglich stundenlang im Geschäft war und mit uns allen immer Russisch sprach, obwohl er wusste, dass nur 1 Person ihn verstand. Er zeigte auf eine Bognerjacke und sagte in seinem gebrochenen Englisch mit hartem russichen Dialekt: “Supermodell!!! Red?” Nein, wir hatten DIESES Modell nicht in Rot, meine Antwort also: “No red, only THIS Modell in red.” Er zeigte auf die nächste Jacke:” Supermodell, red?” “No, only THIS Modell in red.” Unbeirrt fragte er bei nächsten Modell:” Supermodell, red?”. “NO RED!!!” Und die Krönung war dann seine Antwort, bei der er wiederum auf eine NICHT ROTE Jacke deutete: “This Supermodell, in red Super-Supermodell.”

Wie schön ist es doch, mal einen Kunden zu haben, der so herrlich Englisch redet, wie es nur wahre Engländer können, ich liebe diesen Dialekt und dieser Satz ist doch einfach göttlich: “Our Skies were being serviced.”

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Kundengeschichten im Skiservice- Können Sie etwa NICHT hellsehen? :-)

20. Januar 2009

Die Kundin fragt meine Kollegin: ” SIE, ich habe da eine Strickmütze in Ihrem Hauptgeschäft gekauft, haben Sie die hier auch?” “äh,  wie sieht die Mütze denn aus?” “Das war ne ganz schöne Farbe.”   :-)

Gleicher Tag am Telefon:
“Sie, ich hab für meinen Mann die Bognerjacke in ihrem Shop im Kempinski als Auswahl mitgenommen, in Gr. 52, die ist ihm zu gross, haben Sie die in Gr. 50?”
“Welche Jacke ist das denn?”
“Wissen Sie, in Gr. 50 würde er sie brauchen. Haben Sie die noch?”
“WELCHES Modell ist das denn, wir haben ja nicht nur EINE Jacke von Bogner?!”
“Also das ist genau diegleiche Jacke, die Boris Becker in der Gala anhat.” …
” Ich nehme mal an, das ist dieselbe Jacke, die er auch in der Schweizer Illustrierte an hat?” (ICH weiss nämlich, WO er sie gekauft hat, das hab ich der Kundin natürlich nicht auf die Nase gebunden:-) )

Nun ja, auf jeden Fall wusste ich DANN endlich, um welche Jacke es sich handelt.

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Es ist diese Jacke in einer anderen Farbe:-)

Kundengeschichten im Skiservice – Versprecher & Co.

12. Januar 2009

Gestern war ein lustiger Tag, wir hatten viel zu lachen, muss wohl am Vollmond gelegen haben:-)

Eine russische Kundin kommt rein und sagt: “Sky rent!”  Na den ganzen Himmel zu mieten, ist wohl auch für Russen ein wenig zu übertrieben, fangen Sie doch mal mit ein Paar SKI an…:-)

Meine liebe Kollegin Fr. will einen “neckwarmer” verkaufen und bietet der Kundin einen “Nackenwärmer” an, herrliche Übersetzung, ich musste in die Kabine vor lauter Lachen…gut, dass sie nicht aus Versehen, “Halskrause” gesagt hat:-)

Ich: “Ich finde das timelich super gepasst“… ääähhhhh??? Ich WOLLTE sagen:” Ich finde, dass das ZEITLICH super PASST.” au wei…das mit den vielen Sprachen durcheinander ist manchmal wohl doch nicht so einfach:-)

Schön war auch die russische Kundin, die zig Helme probierte, kaum Englisch konnte, aber auf JEDE meiner (kurzen) Fragen und auf jedes Helmmodell ausschliesslich mit demselben Satz antwortete: “It’s not possible!”

Und der Clou zum Schluss: “Zahlen Sie bar?” “Nein, cash!” :-)

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Kundengeschichten im Skiservice – Nichts zu tun?

6. Januar 2009

Der Laden ist voller Leute, die Miete voll, viele Kunden schauen sich um und ich stehe mit offenen Augen “mittig”, um hier oder dort den in Ruhe schauenden Gästen hilfreich zur Seite zu stehen; da kommt ein deutscher leicht ungepflegt aussehender Mann auf mich zu und ich schaue ihn erwartungsvoll an, als er folgendes rauslässt:

“Und SIE? – … haben NIX zu tun?” ……….

DAS  hätten (nach 19 Tagen Durcharbeiten) berühmte letzte Worte werden können, schäum…. ;-)

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Kundengeschichten im Skiservice – Weihnachtskoller?

26. Dezember 2008

Manchmal denke ich, es ist die Höhenluft oder gibt es einen Weihnachtskoller?

Heute kommt ein Kunde zu uns ins Geschäft und hat einen Depotzettel für sein Snowboard in der Hand- allerdings von einer anderen Filiale (an der Signalbahn), die komplett woanders ist und auch noch komplett anders aussieht und checkt es nicht einmal…*wunder* Weil er dann zu faul war, dorthin zu  fahren, hat er dann kurzerhand nochmal neu bei uns gemietet…

Im der Filiale im Kempinski hat eine Kunden für JEDEN Tag eine Skiunterhose und ein Skiunterhemd gekauft…Ist ok? JA, ist VÖLLIG OK, denn jedes Teil kostet 159.–Fr. UND sie bleibt 15 TAGE!!! ( und das macht….15x2x159…ja rechnet es ruhig aus…)

Während sich meine Kundin für jeden Pups  jedes Kleinteil von mir regelrecht BEDIENEN liess; als ich bei den Stirnbändern kapitulierte, ihr die Schublade öffnete und sie einfach mal selber machen lassen wollte, weil sie auch gar nicht gesagt hatte, was sie überhaupt genau suchte, pflaumte sie mich im arrogantesten Ton an: “What do YOU recommand, because I think, that’s your JOB.” 

faa011000151 Ja, Ruhe bewahren…. ommmmhhhh….:-)

Kundengeschichte im Skisservice – Missverständnisse?

21. Dezember 2008

Ein junger Mann – mit etwas dürftigen Englischkenntnissen- will eine Schneebrille kaufen. Ich frage ihn: “Do you wear a helmet for skiing?” und mache mit einer Handbewegung noch klar, was ein “helmet” ist. Er antwortet: “No, I rented Skis.” :-) Schön, dass wir drüber gesprochen haben…

Ein nettes Ehepaar aus Dubai, beide probieren Skikleider, die Dame bei meiner lieben Kollegin und der Herr bei mir. Nachdem er sein Skioutfit probiert und ausgesucht hat, frage ich ihn: “Do you need Ski underwear?” Und er antwortet: “No, I don’t like to wear underwear.” …!!! Ich schaue meine Kollegin an, sie mich, wir grinsen, aus der Kabine kommt das laute Lachen seiner Frau und wir stimmen ein…Herrliche Situationskomik, dem armen Herrn war es ein kleines bisschen peinlich… bis er dann von unserem Lachen angesteckt wurde. Das Verkaufsgespräch lief von da noch lustiger und fröhlicher ab als vorher.

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Kundengeschichten im Skiservice -auf ein Neues

16. Dezember 2008

Die russische Kundin möchte Mietbekleidung, meine liebe Kollegin F. gibt ihr die schlichte schwarze Goretex-Hose und -Jacke. Da meckert sie die Kundin in gebrochenem Englisch an: “Why do you have only black? Why don’t you have other colours?” Und F. antwortet äusserst schlagfertig: “Because this is rental stuff. If you want other colours, you have to buy it!” :-)
Unsere Mietbekleidung ist wirklich gute Qualität und mit schlichtem Schwarz kann man eigentlich nichts falsch machen. Ergebnis dieses Disputes? Die Kundin hat für über 1000 Franken wunderbar eingekauft- andere Farben:-)

Süss war wiederum der ältere Herr, der aussah wie der Weihnachtsmann mit wehendem weissem Haar und Bart. Er erkundigte sich nach Skischuhen mit Hinteneinstieg, was wir schon lange nicht mehr verkaufen. Als er dann den Preis für ein paar neue Skischuhe zu hören bekam, sagte er ganz herzig: “Seid Ihr denn ein teurer Schuppen?”

 

7015ski_corv nun ja, wie sieht es denn aus? :-)


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