Ein weiterer Auszug aus “Komm ich erzähl Dir eine Geschichte” von Jorge Bucay
“Du hast Hunger zu lernen
Hunger zu wachsen
Hunger zu wissen
Hunger zu fliegen…
Vielleicht bin ich heute
die Brust,
die jene Milch gibt,
die deinen Hunger stillt…
Es scheint mir wunderbar, dass du nun
nach dieser Brust verlangst.
Aber vergiss eins nicht:
Es ist nicht die Brust, die nährt,
es ist die Milch!”

August 12, 2008 um 9:20
Liebe Andrea,
danke für die Präsentation dieser schönen Zeilen.
Aber bedenke,
manchmal ist nicht die Milch die einen nährt,
manchmal sind es die Gesten, Worte und Gefühle…
Liebe Grüße,
Ulf
August 13, 2008 um 7:37
Zu den Worten von Ulf möcht ich noch ergänzen, manchmal ist es auch die Wärme und die Nähe, die nährt..
August 13, 2008 um 8:59
Lieber Ulf, lieber Alex, Ihr habt total recht, dass Wärme, Nähe, Gesten, Gefühle nähren…
Es ist vielleicht etwas missverständlich gewesen, wenn man den Kontext nicht kennt: Der Hauptakteur nimmt regelmässig Sitzungen bei einem Psychiater. Und er wird nach und nach abhängig von der Hilfe des Psychiaters, verlässt sich zu sehr auf ihn, statt sich auch sich selber zu verlassen. Und mit dieser Parabel will der Psychiater darauf hinweisen, dass die Hilfe eben nicht von IHM als Person kommt, also nicht die Brust nährt, sondern sie Milch. Bisschen kompliziert, sorry.
Liebe Grüsse Andrea