Auszug aus dem Buch “ Komm ich erzähl Dir eine Geschichte“ von Jorge Bucay
„Geh nicht vor mir her, denn ich könnte dir nicht folgen.
Geh nicht hinter mir, ich könnte dich verlieren.
Geh nicht unter mir, ich könnte auf dich pinkeln.
Geh nicht über mir, denn ich könnte dich als Last empfinden.
Geh an meiner Seite, dann sind wir einander ebenbürtig.
Man muss erkennen, dass niemand den Weg an Deiner Stelle gehen kann. Und ebenso wichtig zu wissen ist es zu wissen, dass es viel ergiebiger ist, wenn man den Weg zu zweit zurücklegt.
Zu wissen, wer ich bin und mich als einzelnen zu begreifen, von der Welt unteschieden und abgegrenzt, allein durch meine Haut, muss nicht heissen, dass ich isoliert oder verlassen leben müsste, und erst recht nicht, dass ich mir selbst genügen müsste.“

26. Juni 2008 um 8:30
Oh, ist das aber schön – ein wunder-voller Start in den Tag!
Danke dir, liebste Andrea, für diesen Impuls! Es ist gut, all das zu wissen…
Herz-liche Gutfühlgrüße von Elisabeth
26. Juni 2008 um 1:02
Das klingt ja mal sehr philosiphistisch
Die fünf Zeilen sind sehr einleuchtend. Das mit dem Pinkeln passt aber irgendwie nicht so rein ^^
26. Juni 2008 um 11:04
Lieber Schaps, ich bin noch viel philosiphistisch…teilweise vor „Deiner Zeit“ (http://andrea2007.wordpress.com/category/schone-gedanken/page/2/)
Mir gefällt das Gedicht gerade auch wegen des Pinkelns, es „erdet“ das Ganze ein wenig… Lgr Andrea
12. August 2008 um 7:15
[...] Du Dich mal abhängig fühlst Ein weiterer Auszug aus “Komm ich erzähl Dir eine Geschichte” von Jorge [...]