Archiv für März 2008

“Viele Wege führen in den Skiservice” oder “Einmal Engadin- immer Engadin”

30. März 2008

In dieser Wintersaison haben ca. 30 neue Kollegen im Skiservice angefangen zu arbeiten. Ich habe viele  gefragt, wie sie denn in den Skiservice “gefunden” haben und dabei fiel mir auf, was für tolle Geschichten da direkt vor meiner Nase sind. Wie die Leute hergefunden haben, was draus wurde, was sie vorher gearbeitet haben….

Zunächst einmal sind wir ein Mix aus den verschiedensten Nationen:

Schweiz, Österreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Argentinien, Ex-Jugoslawien, Amerika.

Da ist S. aus Graz; sie arbeitete in einem Catering-Unternehmen, wollte unbedingt ins Gastgewerbe und bewarb sich im Hotel Julier Palace in Silvaplana. Der Chef ist ein guter Freund von unserem Chef, und da er schon genug Leute hatte, wir aber noch suchten, gab er die Bewerbung einfach weiter. S. aus Graz hatte sich in einem Hotel beworben, bekam dann einen Anruf von einem Sportgeschäft…:-) Seit Mitte November ist sie hier, sie hatte von Verkauf keine Ahnung, sie wurde von uns geschult, schmeisst jetzt selbständig die Bekleidungsabteilung im Kempinski…

L. aus Argentinien wollte vor 3 Jahren als Skilehrer im Engadin arbeiten, bekam keine Stelle mehr, weil er erst im Januar eintraf; bei uns hatte gerade jemand gekündigt, der Skischulleiter gab ihm den Tip, L. arbeitet den 4. Winter bei uns, leitet dieses Jahr eine eigene Filiale…

B. aus Berlin machte Sprachurlaub in Italien und lernte dort Frau U. kennen, die sie spontan in die Skiferien im Engadin einlud. Ein Jahr später fing B. bei uns an, arbeitet mittlerweile im Sommer auch bei uns im Surfcenter, das war vor 7 oder 8 Jahren…

P. aus Südtirol besuchte als Kind jedes Jahr seine Tante, die in Silvaplana verheiratet ist; es gefiel ihm so gut, dass er beschloss, hier zu leben und zu arbeiten, bei uns seit mittlerweile 3 oder 4 Jahren.

Ich selber, wollte für einen Winter mal raus aus Deutschland, andere Luft schnuppern, das war 1988! Auch wenn ich dann noch ein paar Jahre immer hin- un hergependelt bin, seit 10 Jahren bin ich fest hier…Hängengeblieben…:-)

A. aus der Eiffel, lebte schon 10 Jahre in Dublin (sie war dort hingegangen, um Bono von U2 zu heiraten, leider war er schon verheiratet, smile), hat im letzten Sommer im Hotel Kempinski auf Sizilien als Masseurin gearbeitet, lernte C., die Tochter unseres Chefs, kennen. Die war von A. so überzeugt, dass sie sie fragte, ob sie nicht bei uns anfangen wollte zu arbeiten. Seit Mitte November ist sie voll dabei und hat sich sehr bewährt.

G. aus Budapest, sein Vater hat ein Skigeschäft in Ungarn und sie kauften immer Restposten in diversen Geschäften im Engadin incl. bei uns. Seit 3 Jahre war sein grösster Wunsch, mal bei uns eine Saison zu arbeiten; aus bewilligungs-technischen Gründen ging das nie. Letztes Jahr änderte sich das Gesetz, nun ist er bereits die zweite Saison eine wichtige Stütze bei uns im Team.

S. aus Aspen, sein Vater- ausgewanderter Schweizer- hat in Aspen Sportgeschäfte und möchte seinen Sohn in der Schweiz Erfahrung sammeln lassen…

S. aus Ingolstadt, gelernter Maurer, hat auch schon als Verkäufer geschafft, war 6 Monate Surflehrer auf Bali, hat sich durch eine Kollegin, die in St. Moritz schafft, bei uns “fern-vorgestellt”, wir brauchten noch jemdanden für die Miete, schwupps war er eingestellt.

R. aus Bern, unser Charmeur, arbeitete in einem Skiverleih in einem Hotel, wollte dazulernen und sich weiterentwickeln und dazu hat er bei uns die Gelegenheit… und er hat schon unglaublich viel gelernt.

M. aus der Nähe von Zürich; unser Chef ging hier in Silvaplana zur Bank und plauderte mit der Bankangestellten. Dabei erwähnte er, dass er noch Mitarbeiter suche. Die Bankangestellte rief sofort M. an und… sie sagte zu.

Mich fasziniert immer wieder, wie wir trotz der unglaublichen Vielschichtigkeit und der vielen Unterschiede wir nach so kurzer Zeit – wie jedes Jahr- zu solch grossartigen und funktionierenden Teams zusammengewachsen sind. Und nun sind die ersten schon wieder gegangen und die Saison ist bald zu Ende. Wie immer betrachte ich das mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Ich hoffe, Ihr kommt alle wieder…Take care…

Schöne Gedanken – Haare:-)

28. März 2008
Täglich bringt der Mensch sein Haar in Ordnung.
Warum nicht auch sein Herz?

(chinesische Weisheit)

Der Tag erwacht…

26. März 2008

Ein wenig verschlafen und wie immer ganz leicht zu spät, eile ich durch das noch friedliche Dorf, vor der Tür vom Hotel Julier steht M., der Gemeindearbeiter, der die Zigarette zu seinem morgendlichen Kaffe seit dem 01.März nun draussen rauchen muss, und ruft mir ein lächelndes “guate Morge” zu. Sein Kollege räumt derweil mit der kleine Schneefräse den Schnee, der letzte Nacht gefallen ist.

Der Famlienvater führt den Hund spazieren und kauft auf einem Weg gleich beim Bäcker die Brötchen für seine Liebsten, “Gipfeli” sind sehr beliebt. “Grüezi”… um die Uhrzeit grüsst man sich einfach…:-)

Im Parkhaus treff’ ich den Mieter aus unserem Haus, der seine Famlie aufsammelt und zu ihrem Dienst an der Corvatsch-Bahn transportiert. C., der Parkhausabwart, ist schon mit seiner Putzmaschine unterwegs und nach einem kurzen netten Gespräch, starte ich endlich.

Der Taxifahrer hat schon die erste Fahrt vor sich, sein Kollege wäscht bereits sein Auto in der automatischen Waschanlage. Die Society-”Schönheit”- mit Mütze,Handschuhen und warmer Jacke fast bis zur Unkenntlichkeit verpackt-  joggt mir mit ihrem Hund entgegen. Die Bäume sind herrlich verschneit, ein Blick auf die Berge lässt mir das Herz aufgehen und nach der nächsten Kurve scheint mir die Sonne direkt ins Gesicht -  warm, hell und fröhlich.

Unser Gemüselieferant vom Sommer ist schon zu seiner ersten Tour unterwegs und winkt im Vorbeifahren freundlich zu.  Im Radio bei DRS3 spielen sie das Spiel mit den Anfangsbuchstaben, ich rate mit und bin natürlich viel besser:-)

Im Kreisel schiesst ein einheimischer Golf an mir vorbei, keine Ahung wo der auf einmal so schnell herkam, zwingt mich zur Vollbremsung, danke ABS und jetzt bin ich auch WACH…

Oh mann, schon wieder so spät, ab ins Parkhaus und … beim Rauflaufen zum Geschäft seh ich’s schon, eine mittlere Schlange vor’m Geschäft, Ostersamstag, schönstes Wetter und Neuschnee und ich hab den einzigen Schlüssel… Ja, ja, ich komm ja schon… vorbei die friedlichen Beobachtungen, jetzt heisst es Gas geben, der Tag ist WACH….

Ostern auf Schweizerisch :-)

25. März 2008

 

geklaut hier

Frohe Ostern :-)

23. März 2008

(um die Bilder grösser zu bekommen, auf das jeweilige Bild clicken, sind verlinkt)

Die Eidgenossen (3) – “Master of Advance Studies Luxury & Design”

22. März 2008

Sowas können sich auch nur die Schweizer ausdenken:-)

Überschrift im Trend-Teil der Sonntagszeitung:

“Eidg. dipl. Gestalter für Luxus”

Aus existenzialistischer Perspektive gibt es bekanntlich nichts Überflüssigeres als Luxus. Gemeint ist damit nicht die idealistische, sondern die materielle Form: Produkte, die wir aus komplett hedonistischen Gründen besitzen wollen, Dinge, die nur um des Genusses willen hergestellt und gekauft werden.

Für den Nachwuchs dieses Berufszweiges der Konsumgüterindustrie hat man in der Lausanner Gestalterschmiede Ecal nun einen neuen Lehrgang ins Leben gerufen: “Master of Advance Studies Luxury & Design” nennt sich die in Europa einzigartige Nachdiplom-Ausbildung, die den Absolventen innert zwei Semestern das A und O der exklusiven Gestaltung im Dienste des Luxus vermitteln will. Exclusiv ist auch die Zulassung: Gerade mal 12 bis 15 Stundenten werden zum Lehrgang zugelassen, der in enger Zusammenarbeit mit der ETH Lausanne durchgeführt wird.

Was ist Erfolg, die 3.

21. März 2008

 Erfolg ist das, was folgt, wenn ich mir selber folge…

Erfolg steigt nur zu Kopf, wenn dort der erforderliche Hohlraum vorhanden ist. ;-)
Manfred Hinrich
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Vom Erfolg hängt so vieles ab,
und so werden viele vom Erfolg abhängig
(Gerd Uhlenbruck)
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Wer den Erfolg gut behandelt,
dem läuft er nach wie ein Hund.
Mark Twain
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(und hier die Vorgeschichten ”Was ist Erfolg, die 1.” und hier, “ was ist Erfolg, die 2. “)

Schöne Gedanken – offene und geschlossene Türen

20. März 2008
.
Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich
eine andere. Aber wir schauen so lange
mit so viel Bedauern auf die geschlossene Tür,
dass wir die, die sich für uns geöffnet hat,
gar nicht sehen.

Alexander Graham Bell

Kundengeschichten 10 – “Kann ich das erst ausprobieren?”

19. März 2008

Wir bieten wirklich einen sehr guten Service für unsere Kunden. Man kann ausser Skischuhen, Ski, Stöcken, Snowboardschuhen und Snowboards auch Skijacken und Hosen ausleihen, letztere werden dann selbstverständlich gewaschen vor dem nächsten Ausleihen. Doch manche Kunden können einfach nicht genug bekommen.

Das anstrengende Osterhasen-Päarchen probiert seit Stunden Helme bei meiner Kollegin. Und dann sagt er ernsthaft:” Wissen Sie, unsere Ski konnten wir erst ausprobieren, bevor wir sie gekauft haben. Können wir das mit den Helmen nicht auch so machen?”  !!!!!!

Die adrette, wunderschön frisierte und geschminkte Engländerin hatte ihre Skisocken vergessen und fragte mich allen Ernstes: “Können Sie mir nicht ein Paar geben? Ich wasch’ Sie dann aus und bring sie morgen wieder.” ??????????

Was auch sehr gern und oft gefragt wird: “Verleihen Sie auch Sonnenbrillen (oder Goggles)? ” Ja, klar, und wenn Sie sie dann verkratzt und gebraucht zurückbringen, dann vermieten wir sie an den Nächsten. Allerdings wenn Sie Pech haben, sind SIE vielleicht “der Nächste”… ;-)

“Verleihen Sie auch Handschuhe? ” Bäh, in die verschwitzten Handschuhe von wildfremden Menschen mit der blossen Hand, igitt.

Schöne Gedanken – wen’s geniert

18. März 2008

Wen es ärgert, wen’s geniert,

dass ein anderer poussiert,

selben hab ich im Verdacht:

wenn er dürfte, wenn er könnte,

dass er’s bald nicht besser macht.

Wilhelm Busch

Kundengeschichten 9 – “Für SIE schon…” und “SIE haben es gut…”

17. März 2008

Letzte Woche beschwerten sich alle Kunden, es müsse dringend schneien. Als es dann endlich schneite, meckerte die erste Kundin natürlich sofort, sie möchte aber Sonne. Und ich sagte freundlich: ” Wenn es jetzt schneit, dann gibt es doch morgen ganz tollen Schnee, das ist doch so schön.” Und sie erwiderte im Ernst ziemlich angezickt: ” Ja, für SIE schon.”

???? Was hab ich IM Geschäft davon, wenn auf der PISTE schöner Schnee liegt?

Das erinnert mich an all die Kunden, die mich immer neidisch anschauen, wenn sie mit mir IM LADEN sprechen und sagen: “Ach, SIE haben es gut, Sie können jeden Tag Skifahren…” HALLO? Irrtum vorbehalten, fahren SIE jeden Tag Ski und ich steh hier im Geschäft,oder? :-)

Noch besser der Kunde im Sommer im Surfcenter, der fragte, wann wir schliessen und als ich sagte, Mitte September, schwärmte er: “Ach SIE haben es gut, den ganzen Winter Ferien…”

Schöne Gedanken- Hinaufsteigen

16. März 2008

Beim Leben wird wie beim Montblanc nicht das Hinauf-,

sondern das Heruntersteigen am schwersten, zumal,

weil man statt des Gipfels Abgründe sieht.

Jean Paul

(für Ulf, damit er immer rechtzeitig von der Palme herunterkommt, grins-fett)

Die Eidgenossen (2)… Erhellende Rauchzeichen

15. März 2008

Sehr zuverlässig diese Sonntagszeitung- sie gibt mir immer Stoff für meinen Blog:

Kolumne von Karin Oehmigen- “Erhellende Rauchzeichen”

Das Prinzip ist für jedermann nachvollziehbar. Auch für unsere Gastakademiker aus Deutschland, die beim Abschiedstrunk in ihrer Hamburger, Geilenkirchener oder Frankfurter Kneipe das Buch “Gebrauchsanweisung für die Schweiz” geschenkt bekommen und es ja hoffentlich schon gelesen haben. Dort wird eingangs, anhand eines rasch einleuchtenden Beispiels erklärt, wie die Schweiz funktioniert:

Drei kleine Buben – ein Deutscher, ein Franzose, ein Schweizer- erörtern die Frage, woher die Babys kommen. Der Deutsche weiss: vom Storch. Der Franzose ahnt, das hat was mit l’amour zu tun. Während der Schweizer zu der Schlussfolgerung gelangt: Bei uns ist das von Kanton zu Kanton verschieden.”

“So ist das. Hier zu Lande ist alles von Kanton zu Kanton verschieden. Es sei denn, der Kanton ist zu verschieden. Dann schreitet der Bund ein. Bisweilen auch prophylaktisch. Wenn zum Beispiel die Zürcher im September darüber abstimmen, ob im öffentlichen Raum geraucht werden darf, und der Bund weiss schon im März, dass die Antwort Ja sein müsste, damit die finanzielle Gesundheit der Gastronomen gesichert und die Raucher, die ohnhin im Nachteil sind, weil sie schneller aussterben als andere, dem Steuereinnehmer nicht schon vor dem Ableben ausfallen, dann lässt er den Kanton abstimmen, was er will, er hört einfach JA. oder JEIN. Also NEIN, aber mit einnehmenden Ausnahmen.”

In ganz Europa wird ja angestrebt, dass die Nichtraucher in die Beiz rein dürfen und die Raucher draussen bleiben müssen. Zürich wäre dann die Ausnahme- Raucher rein, Nichtraucher raus-,  mit dem Vorteil, dass alle, die sonst nirgendwo mehr rauchen dürfen, in Zürich rauchen, ohne zu frieren. Ausnahme: Es ist ein strahlender Sommertag. Dann dürfen die Nichtraucher rein, und die Raucher, die ohnehin Teer inhalieren, müssen sich der Ozonbelastung auf der Teer-Rasse aussetzen. Dass aber, wenn es regnet und die Luft rein ist, eine Ausnahme gemacht wird, versteht sich von selbst. In diesem Fall müssen die Raucher rein und die schöne Terrasse gehört den Nichtrauchern. Inklusive Gratis-Beschirmung. Ausnahmsweise.

Schöne Gedanken – sich aufregen

14. März 2008

Man kann sich pausenlos über etwas aufregen -
ist aber nicht unbedingt verpflichtet dazu ;-)

………………………..

Schöne Gedanken- aus dem Poesiealbum 1

13. März 2008

In einem Forum bei Xing, in dem Mitglied bin, werden zur Zeit Sprüche aus dem Poesiealbum rausgekramt, diesen hier fand ich zu herrlich, um ihn Euch vorzuenthalten:

“Ein bisschen Grütze
unter der Mütze
ist schon was nütze.
Aber ein gutes Herz
unter der Weste
ist wohl das Beste”
.
.
oder kürzer und ohne Reim aus meinem eigenen Poesiealbum, von meiner damals besten Freundin Nathalie:
.
“Im Herzen steckt der Mensch,
nicht im Kopf.”

Kundengeschichten 8 – Danke schön!

12. März 2008

Jetzt möchte ich aber auch mal über eine andere Seite unserer Kunden schreiben und die beiden folgenden Beispiele haben mich besonders gefreut und berührt:

Da war ein nettes Paar mit einer Tochter, die haben bei mir Helme gekauft und sich eine Zeitlang im Laden aufgehalten, wir hatten es sehr nett, ganz entspannt. Sie fragte mich dann nach einem schönen Cafè und ich empfahl ihr das Hanselmann, das ist St. Moritzer Tradition und muss man einfach mal erlebt haben. Sie wollten dann ihre Ski bei uns stehen lassen und ich bot ihnen an, die neu gekauften Helme doch auch bei mir zu lassen, damit sie ihr Cafe-trinken mehr geniessen können. Darüber haben sie sich sehr gefreut, anscheindend sogar sehr sehr sehr, denn als sie zurückkamen, drückte sie mir ein kleines Säckchen vom Hanselmann in die Hand, lächtelte und sagte:” That is for you!”

Ich war total gerührt. So ein schönes Feedback…

Und dann war da die ältere Dame ( sie musste sicher schon über 70 sein), Mutter von einem sehr nettten Stammkunden von uns, gross und schlank, eine richtige Lady. Sie hatte bei mir schon eine Brille gekauft und hatte mir tags darauf freudestrahlend erzählt, wie zufrieden sie damit sei, wir hatten also schon einen sehr guten Draht.

Am nächsten Tag kam sie und wollte so eine schwierige Aktion machen: Ski bei uns lassen, mit Skischuhen ins Hotel laufen, mit normalen Schuhe wieder kommen und Ski holen. Worauf ich ihr dann vorschlug, einfach ein Taxi zu bestellen. Aus einem Impuls heraus, fügte ich hinzu, ich würde es auch nicht ihrem Sohn weitererzählen. DAS war ihr ganz besonders wichtig, denn sie wollte vor den “Jungen” keine Schwäche zeigen und nachdem wir uns verschwörerisch angegrinst hatten,  bedankte sie sich 1000mal bei mir.

Am nächsten Tag, wir schauten uns seitdem immer verschwörerisch grinsend an – es war ihr letzter Urlaubstag- machten wir dasselbe geheime Spiel nochmal- ich weiss nicht, wer mehr Freude dran hatte- sie oder ich- und dann verabschiedete sie sich von mir, indem sie mich herzlichst umarmte und küsste und ein “You were so nice to me.” hinzufügte. Schmilz, das war sooo süss…

Der Schneefall

11. März 2008

Franz Werfel (1890-1945)

Der Schneefall

Oh langsames Fallen des Sch
nees,
Unendliches schleierndes Treiben!

Wär doch mein Auge geistesgestählt,

Ihm könnte verborgen nicht bleiben,
Dass jede Flocke des weißen Gewehs

Gewusst ist, gewogen, gezählt.

Oh Flocken, die tanzend sich drehn,
Ihr klein beseelten Persönlichkeiten,
Vertragen von Schwere, Leichte und Wind,
In eurem Kommen und Gehn
Seh ich die Schicksale niedergleiten,
Die ihr beginnt, vollendet, beginnt …

Die eine fällt wollig und weich,
Die andre voll Trotz und Kristallen,
Die dritte von Widerständen geballt.
Doch löst sich morgen das bleiche Reich,
So stirbt nicht eine von allen,
Und die reinsten tauen zur Tropfengestalt.

Oh langsamer Schneefall der Welt,
Der Geschlechter dicht schleierndes Treiben!
Es stirbt und schwindet kein einziges Los.
Wir schmelzen, aber wir bleiben,
Wenn uns Tropfen der Tod, als Tauwind bestellt,
Heimsucht und heimsammelt zum Schoß.







Dieses aussergewöhnliche Gedicht hab ich gefunden auf dem Blog von Johannes vor längerer Zeit und endlich passt es, denn hier hat es den ganzen Tag geschneit und auch wenn ich eigentlich lieber Frühling hätte, hat mich die Faszination am Schnee wieder einmal mehr verzaubert. Es ist so friedlich, wenn es schneit, das kann ich gar nicht beschreiben. Und alles ist so leicht und so fröhlich, wenn die Flocken  tanzen und mich im Gesicht kitzeln, da muss ich einfach lächeln…

Kundengeschichten 7 – One Size?

10. März 2008

Die russische Kundin setzte ihrem Kind eine Erwachsenenmütze auf und fragte meine liebe Kollegin I. :” Is this ONE SIZE?” I. antwortete: “Yes, ONE SIZE.” Das muss auf russischem Englisch wohl etwas Anderes bedeuten, denn sie fragte daraufhin: ” Do you have bigger?”   :-)

Schöne Gedanken – Bücher sind Freunde

9. März 2008

“Es geht uns mit den Büchern

wie mit den Menschen.

Wir machen zwar viele Bekanntschaften,

aber wenige erwählen wir zu unseren Freunden.”

Ludwig Feuerbach, Philosoph (1804 – 1872)

Engadiner Marathon

8. März 2008

Morgen findet er zum 40 Mal statt, der berühmte Engadiner Langlauf-Marathon von Maloja nach S-chanf. Auch wenn ich ihn persönlich noch nie mitgemacht habe, ist er doch immer etwas ganz Besonderes. 

Früher als ich noch Sonntags frei hatte, bin ich immer zum Zuschauen gegegangen, gleich bei der Brücke in Silvaplana. Dort sind alle Einheimischen, dort werden die Läufer- wie auch die ganze weitere Strecke über- mit Getränken gestärkt; unser Geschäft hat einen Stand, an dem nach-gewachst wird oder kaputte Langlaufstöcke ausgewechselt werden. Es ist eine tolle Stimmung und das Ganze ist spitzenmässig organisiert.

Ein Jahr hab ich mir das Spektakel mal von oben angeschaut, beim Brunch in 3303m Höhe, auf der Bergstation vom Corvatsch, total beeindruckend, wie die Ameisen ziehen die 11.000 – 12.000 Läufer und Läuferinen über die Seenlandschaft.

Ein Jahr später wurde ich dann in unserem Langlaufgeschäft eingeteilt zum Schaffen, da konnte ich dann  der Fachsimpelei und den ”Geheimtipps”  über Wachs, Material und Ernährung lauschen. Höchst interessant. Schon ein sehr spezielles Volk, diese Marathönler…

Und heute hab nicht mehr damit zu tun, als dass Toni am Tag zuvor mittags nicht nachhause kommt, weil er im “Wachs-Fieber ist und somit seinen eigenen Marathon hat. So rund 100 Paar Ski wollen an diesem Tag optimal präpariert sein…

Mittlerweile gibt es sogar einen Marathon-Song, “Der Engadin Skimarathon Song mit dem Titel “Uf em Weg is Ziel” wurde von der Pontresinerin Claudia Schäfli in Zusammenarbeit mit ihrem Mann geschrieben und produziert. Im Songtext werden die Hochs und Tiefs der Engadin Skimarathon Teilnehmer beschrieben und musikalisch passend umgesetzt. Dabei sind der Hungerrast und der Stockbruch ebenso ein Thema wie die Glücksgefühle beim Zieleinlauf. Läuferinnen und Läufer, die schon selbst dabei waren, finden sich bestimmt in diesem Song wieder. Das Musikstück ist aber auch für Nicht-Sportler eine motivierende Begleitung im Alltag und auf dem Weg zu einem persönlichen Ziel.”

Der Engadiner Marathon engagiert sich aber auch nachhaltig für die Umwelt. Grosses Ziel ist die CO2-neutrale Durchführung des Engadin Skimarathon. Zudem erhalten alle Teilnehmenden vor dem Engadin Skimarathon ein Ticket für die Gratis-Anreise ab einem RhB-Bahnhof nach St. Moritz und zurück.  

Für diese und weiter zahlreiche weitere Massnahmen  wurde der Engadin Skimarathon als Vorbildveranstalter von ecosport.ch, ein Preis, der von Swiss Olympic gemeinsam mit den Bundesämtern für Sport und Umwelt an Sportveranstalter vergeben wird, um diese zu einer möglichst umweltfreundlichen Organisation des Events zu motivieren.

Jetzt gilt es nur noch Daumen drücken für Maloja-Wind (das heisst Rückenwind!), gute Sichtverhältnisse und ein gutes Händchen beim Wachsen und beim Kräfteinteilen.

See you in S-Chanf.

Schöne Gedanken- zuviel besitzen?

7. März 2008
Es ist durchaus möglich, zuviel zu besitzen.
Mit einer Uhr weiß man, wie spät es ist –
mit zweien ist man sich nie ganz sicher.
.
Bob Hope-amerikanischer Filmschauspieler und Kabarettist
.

Pia’s Geburtstag

5. März 2008

Ein wunderschöner Abend in Beni und Corina’s mit Liebe zum Detail umgebauter Jagdhütte im Hotel Bellavista in Surlej.

Grossartiges Essen

 

 tolle Showeinlagen,

 

tanzen bis die Füsse glühen

  Party!!!!!!!

Kurzum ein gelungenes Fest auf allen Ebenen. Liebe Pia, lieber Mario: DANKE!

(alle Fotos hier) und unser Lied für Dich, Pia, nochmal hier:

Ein Stern, der Deine Bilder trägt,

und uns’re Fenster  prägt,

den schätzen wir seit jeh.

All die Kunst, die Deine Handschrift trägt,

alle Zeiten überlebt

und ewig Erfolg erlebt.

 

Seit Jahren schon schaff ich mit Dir

Und ich dank Curdin dafür

Dass er mir  Dich gegeben hat.

In Erinnerung an schöne Zeiten

Möcht’ ich Dir heut etwas geben

Ein Geschenk für alle Ewigkeit

 

Diesen Stern, der Deine Freunde trägt,

hier in meiner Hand

den schenk ich Dir heut’ Nacht,

Diesen Stern, der Deine Freunde zeigt

Alle Zeiten überlebt

Und über uns’re Freundschaft wacht.

 

Irgendwann trafst Mar’io Du hier,

und im Himmel war Platz für Euch zwei.

Und Dein Bärli bleibt eben immer und ewig bei Dir

Und auch noch in 1000 Jahren,

wird er Dich auf Händen tragen

und immer DU die Schönste für ihn sein.

 

Einen Stern, der EUREN Namen trägt,

den fandest Du mit ihm

hier im Engadin

Einen Stern, der Euren Namen trägt,

alle Zeiten überlebt

und über Eure Liebe wacht.

Schöne Gedanken – über die Liebe, im Doppelpack

5. März 2008

Liebe ist der Entschluss,

das Ganze eines Menschen zu bejahen,

die Einzelheiten mögen sein, wie sie wollen.

Otto Flake

Liebe besteht nicht darin, dass man einander ansieht,

sondern dass man gemeinsam in die gleiche Richtung blickt.

Antoine de Saint-Exupéry

Kundengeschichten 6 – Wer glaubt noch an den Wettermann?

4. März 2008

Also bei uns im Engadin macht jetzt Herr Kachelmann  das Wetter. Ich zitiere:

“Man weiss schlicht und einfach nicht mehr über das Wetter im Engadin», ist Kachelmann überzeugt.”  Hmmmhhh… !?Und  “Jörg Kachelmann arbeitet neu mit dem Engadin zusammen. Wetter ist sehr verschieden und kann schon wenige Kilometer weiter ganz anders sein.” Aha…!? (mehr hier)Und seine persönliche Meinung? “Kachelmann zur Frage, wie wichtig ist Ihnen persönlich gutes Wetter? “Mir ist das Wetter völlig egal. Das Engadin ist auch bei Schneesturm schön.” Nun ja …!? Es gibt kein Thema, über das ich soviel spreche, wie das Wetter. Im Winter heisst es, wann schneit es endlich mal wieder? Scheint die Sonne morgen? Ist es sehr kalt? Im Sommer heisst es: Wann kommt der Wind? Und wann kommt der Wind im August?

Nun, scheinbar hatte sich das nette Schweizer Ehepaar am Sonntag im Vorfeld sehr intensiv mit dem Wetter beschäftigt. Sie fragten, ab wann man denn ein Halbtagsabo lösen könne und ab wann der halbe Tag für Skimiete beginnt. Ich sagte dann vorsichtig, dass ein 3-Tagesarrangement günstiger sei, als 3 mal 1/2 Tag. Worauf der Mann ganz ernsthaft erwiderte:” Wissen Sie, wir fahren die 3 Tage nicht im Stück. Dienstag und Donnerstag ist das Wetter schlecht, daher fahren wir nur Montag, Mittwoch und Freitag Ski.”

Ich konnte es mir nicht verkneifen, zu fragen: ” Und Sie glauben wirklich (noch) an den Wetterbericht?” Als die beiden mich völlig erschrocken und fast verständnislos anstarrten, hatte ich Mitleid und erklärte, wie schwierig es ist, für das Engadin eine Wettervorhersage zu machen und dass uns letzte Woche jeden Tag Schnee versprochen worden war und doch immer nur die Sonne geschienen habe.

Da konnte die Frau wieder sprechen und sagte: “Ja, das ist ja auch der Grund, warum wir hier immer herkommen, es ist so ein schönes Fleckchen Erde und es ist immer schönes Wetter.”

Na, da hatte sie wohl vorgegeben, an den Wettermann zu glauben, ich glaube, sie wollte ihren Mann nicht enttäuschen… :-)

Das Verrückte daran war, als ich ihnen dann vorschlug, sie sollten doch morgen früh aus dem Fenster schauen und dann entscheiden, ob sie Skifahren gehen oder nicht, da  bedankte sie sich für die nette Beratung und fragte  extra nochmal nach, ob ich denn morgen auch da sei… Und wieder habe ich durch ein Gespräch über das Wetter einen - wie man es in der NLP-Sprache nennt- Rapport aufgebaut.

Es lebe das Wetter, egal wie es wird… :-)

Schöne Gedanken – Stein ins Wasser werfen

3. März 2008

Wer einen Stein ins Wasser wirft,

der verändert das Meer.

Paul Mommertz

(passend dazu eine wunderschöne Geschichte bei Jürgen)

Warholisiert… Bei Ulf geklaut

2. März 2008

http://ulfrunge.wordpress.com/2008/03/02/warholisiert/

Interesse, auch warholisiert zu werden?
bighugelabs.com/flickr/warholizer.php

(zum Vergrössern aufs Bild clicken)

Schöne Gedanken – Verheiratetsein

2. März 2008
Die Ehe funktioniert am besten,
wenn beide Partner ein bisschen unverheiratet bleiben.
.
Claudia Cardinale – italienische Filmschauspielerin
.

Chalandamarz

1. März 2008

 

Endlich ist es wieder soweit, Chalandamarz, der 1.März. An diesem Tag zieht die Engadiner Schuljugend noch heute mit Schellen und umgeschnallten Kuhglocken, mit farbenfrohen Papierblumen geschmückt (Rösas), durch die Strassen und Gassen und vertreibt mit Frühlingliedern und schepperndem Glockengeläut die Wintergeister und weckt die Frühlingsgeister unter der Schneedecke.

Die Jugendlichen ziehen von Haus zu Haus und bitten deren Bewohner um eine Gabe. Auf einigen Plätzen im Dorf werden Lieder gesungen, die vom Frühling, dem Leben auf der Alp und den Bauernhoftieren, die aus dem Stall auf die Wiesen gelassen werden, erzählen.

Am Abend findet ein grosses Fest statt, auf dem zu traditioneller Musik kräftig das Tanzbein geschwungen wird und an diesem Tag dürfen die  Jungs Pfeife rauchen. Chalandamarz wird von Dorf zu Dorf unterschiedlich gefeiert. Eine berühmte Darstellung des Brauchs schrieb Alois Carigiet in seinem Kinderbuch Schellenursli nieder.

Der Brauch stammt aus der römischen Besatzungszeit. Damals markierte Chalanda Marz den Anfang des Jahres. Dem Mythos nach wurden an diesem Tag die bösen Wintergeister vertrieben. Später wurden an diesem Tag Politiker in ihr Amt eingesetzt. ! :-)


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