Das Komische am Leben ist: Wenn man darauf besteht, nur das Beste zu bekommen, dann bekommt man es häufig auch…
W. Sommerset Maugham
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Seit 5 Minuten wundere ich mich nicht mehr über komische Suchanfragen, mit denen man auf meinem Blog landet…
Ich wollte gerade mit meiner Schwester kochen und sie wusste nicht mehr, ob die Eier im Kühlschrank noch gut waren. Ihr fiel ein, dass man das mit einem einfachen Trick testen kann. Das Ei in ein Glas Wasser legen und wenn es oben schwimmt…. ja ist es dann noch gut oder schon schlecht??? Mist… Google doch mal “wenn Ei in Wasser oben schwimmt”… ich war sehr skeptisch, aber es kam tatsächlich folgendes Ergebnis:
http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20060926052018AA6AkuB
Jetzt können wir die Eier zwar vergessen, aber wenigstens haben wir eine fiese Magenverstimmung verhindert …
Es leben die komischen Suchanfragen…
Wenn Du Dich ändern willst im Leben,
wünsche Dir nicht,
dass es leichter wird für Dich,
sondern dass Deine Fähigkeiten wachsen.
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1948 fuhr mein Vater das 1. Mal in den Urlaub, mit seiner späteren 1. Ehefrau Hannelore nach Juist! Wie er auf die Idee kam? Sein Schwarzhändler hatte ihm das vermittelt:-)
Er schaffte es, das seine zukünftigen Schwiegereltern, ihn mit seinen 17 Jahren mit ihrer Tochter -auch 17 jährig- 3 (!) Wochen an die See fahren zu lassen. Als ich ihn fragte, wie er das durchgebracht hatte, grinste er verschmitzt und erklärte: ” Wir hatten damals immer genug zu essen, Hannelore’s Familie aber hatte fast gar nicht zu essen. Da hab ich ihnen schmackhaft gemacht, wie gut ihr die Seeluft tun würde und dass ich immer dafür sorgen würde, dass sie genug zu essen bekommt.” Heute unvorstellbar, war das damals das zündende Argument.
Die nächste wichtige Reisevorbereitung meines Vaters war Geldbeschaffung. Er bat ganz unschuldig meinen Grossvater, ob er ihm denn ein bisschen Geld mitgeben würde. Als mein Grossvater ihn fragte, an wieviel er denn gedacht hätte und er “1000 Mark” sagte, flippte der natürlich aus - nicht wissend, dass mein Vater bereits 3000Mark selber zusammenbekommen hatte… Es war direkt vor der Währungsreform und Geld war im Grunde wertlos, zumal man nichts kaufen konnte, denn es gab nichts zu kaufen. Daher die ganzen Tauschgeschäfte. Auch Reifen gab es nur gebraucht.
So reisten mein Vater und seine Hannelore dann per Bahn zumächst von Bielefeld nach Hamm per 1. Klasse-Ticket, Ergebnis eines der unzähligen Tauschgeschäfte meines Vaters zu der Zeit, mit 3 Koffern schwer bepackt. 2 Koffer mit Kleidern, der 3. Koffer, ein schwerer Holzkoffer, bis oben hin mit Lebensmitteln gefüllt. Das war natürlich der wichtigste Koffer.
Ab Hamm fuhren sie dann mit dem “Hamsterzug”, in dem das ganze Ruhrgebiet nach Ostfriesland zum “hamstern” fuhr, sie klapperten die Bauernhöfe nach Essen ab, machten Tauschgeschäfte, so wie das damals eben lief. Nun stand mein Vater die ganze Fahrt über und passte argwöhnisch auf seinen “Fress-Koffer ” auf.
An der Norddeicher Mole angekommen, teilte ihnen ein herbeieilender Gepäckträger in breitem Friesisch mit: ” Nee, das Schiff, das is jetzt wech, da müssen Se wohl hier übernachten.” Für eine Handvoll Zigaretten – 1 Zigarette kostete damals 6 Mark!) organisierte er das für die beiden und mein Vater bestellte 2 Einzelzimmer. Woraufhin sich die dicke Wirtin vor ihm aufbaute und bellte:” Wofür bestellen Se denn 2 Zimmer, Se schlafen doch eh in einem.”
Auf Juist angekommen, lieferte mein Vater im Hotel Westfalenhof, in dem sie untergebracht waren, 2 Flaschen Schnaps ab - als Ausgleich für den Zentner Kohle und den Zentner Kartoffeln, die sie eigentlich hätten bringen müssen. Der Schnaps kam natürlich wieder von seinem Schwarzhändler.
Eine Flasche Schnaps kostete im Restaurant 450 Mark und man konnte nur eine ganze Flasche kaufen, keine Gläser. Also bestellte auch er eines abends für sich und Hannelore eine Flasche Schnaps, “ja und die wurde dann auch ausgetrunken und dann war man eben betrunken”, erinnerte er sich mit einem breiten Grinsen.
Als das Zimmermädchen dann am nächsten Morgen an seiner Tür klopfte, konnte er daher mit seinem Brummschädel nicht so schnell antworten und hörte nur, wie das eine Zimmermädchen zum anderen sagte:” Bei dem musste nicht klopfen, der schläft eh immer in dem anderen Zimmer.”
Die mitgebrachten Lebensmittel gaben sie in der Hotelküche ab und liessen sie sich dort nett zubereiten. Mein Vater verriet mir: “Ich wusste, das sich das Küchenpersonal sich etwas stibietzte, aber das war ok, ich hatte ja genug dabei und so hatten wir immer ein schönes Frühstück.”
Bei meiner “Deutschlandtour” wurde ich heute von meinem Vater (77) zum Mittagessen ausgeführt. Ort- Überraschung für mich. Es war ein wunderschönes Restaurant auf einem Golfplatz (eigentlich gar nicht so mein Ding, aber Ausnahmen bestätigen die Regel)inmitten herbstlicher Natur und es gab …. Kastenpickert mit Rübenkraut und Pflaumenmus. Eine westfälische Spezialität, die ich schon ewig nicht mehr gegessen habe, köstlich. Aber was noch viel aufregender war die -wahre- Geschichte, die sich zwischen uns entspann…
Mein Grossvater Karl Wilhelm gründete 1922 seine Reifenfirma in Bielefeld. Wie er auf die Idee kam, wo doch sein Vater und sein Grossvater Glasmacher in Obernkirchen gewesen waren? Ein Onkel meines Vaters hatte im Krieg Autofahren gelernt und einen General durch die Gegend kutschiert. Er arbeitete mittlerweile bei der Bielefelder Strathemann, heute würde man sagen, einem Autohaus und er war Fahrlehrer dort, d.h. er brachte den Leuten, die dort ein Auto kauften, bei, wie sie mit dem Auto fahren. (unvorstellbar heute, oder?) und er holte meinen Grossvater nach Bielefeld und brachte ihn auf die Idee.
Mein Grossvater baute sich eine kleine, stabile Firma auf, nahm meinen Vater direkt nach der mittleren Reife aus der Schule und dieser machte dann eine Lehre als “Vulkaniseur” (die Fa war Reifenfirma und Vulkanisierbetrieb, kennt heute sicher kaum noch jemand) und nebenbei noch eine kaufmännische Schule. Und 1952- also mit 22 Jahren- wurde er offiziell zum gleichberechtigten Teilhaber. Und- er durfte schalten und walten, wie er wollte, mein Grossvater hatte vollstes Vertrauen in seine Fähigkeiten. Das ist wohl nicht der “Normal-Fall.
Mein Vater hatte mit 18 seinen Führerschein (das war 1948!) und ein Jahr später bereits ein Auto. Wie es dazu kam? Opa Karl Wilhelm wollte ihm für 2500 Reichsmark ein Motorrad kaufen. Mein Vater sagte ihm aber, er wolle lieber ein Auto und hätte für 2500 Reichsmark einen Fiat gesehen. Worauf sein Vater natürlich ausflippte und schrie, ich hatte in Deinem Alter nicht einmal ein Fahrrad… (gewisse Dinge ändern sich wohl doch nie zwischen Eltern und Kindern, smile)
Nun war aber folgendes im Vorfeld passiert: am Ende des Krieges war der schicke BMW von Karl Wilhelm “abhanden gekommen”. Ein Wehrmacht-Offizier hatte ihm einfach seine Knarre vor die Nase gehalten und ihm das Auto weggenommen… Karl Wilhelm kaufte sich dann einen alten Opel und 1948 tauchte dann plötzlich dieses “abhanden-gekommene” Auto bei der Reichsbahn wieder auf und er bekam seinen heissgeliebten BMW zurück, d.h. um genau zu sein, er musste ihn dann tatsächlich zurückkaufen für 2000 Mark.
Den alten Opel bekam schlussendlich mein Vater und somit war das “Problem” auch erledigt:-)
Mittagspause machten beide nacheinander, zuerst mein Vater, mein Grossvater in der zweiten Schicht und dafür eine halbe Stunde länger; sie verbrachten sie beide bei meiner Grossmutter; mein Grossvater ging zu Fuss hin, mein Vater fuhr natürlich mit dem Auto:-)
Mein Grossvater war mit seiner Firmengründung der Pionier der Reifenbranche in Bielefeld, leider verstarb er schon 1954; mein Vater führte die Firma bis in die 80er Jahre erfolgreich weiter. Echte Bielefelder werden sich an seine beste Werbe-Idee mit Kult-Charakter erinnern, die Samstag nachmittags per Lautsprecher auf der Bielefelder Alm (Fussballstadion) bei Arminia Bielefeld verkündet wurde, wo es jahrelang hiess: “Und den Ball für dieses Spiel stiftete wieder… die Firma Reifen Kording.”
So, da muss ich mich doch wieder mal wundern, was die Menschen so im Internet suchen und wie sie dann auf meinem Blog landen…
“Liebe Frau Schalter”, also sind das 3 einzelne Suchbegriffe, mit denen ein Mann den Schalter an einer Frau sucht, damit sie ihn liebt oder sucht dieser Mann Hilfe, um einen Brief an eine “Frau Schalter” zu schreiben…:-)
Ist wahrscheinlich derselbe, der dann danach “Wie sehen Männer die perfekte Frau” suchte, die perfekte Frau wird übrigens des öfteren gesucht… ist ja wie im richtigen Leben:-), die Steigerung davon “Regeln für ein perfektes Leben” oder “Wie ist die Bedeutung 9.Hochzeitstag”… Mich würden die gefundenen Antworten dazu interessieren…
Was mich etwas erschrocken hat, war dass beim Suchbegriff “Kantonspolizei Zürich sind die Schweine”, mein Blog auftauchte… Nicht dass die mich noch wegen Verleumdung inhaftieren…(auch wenn das Essen in Schweizer Gefängnissen ja gut sein soll, smile)
“schweissausbrüche affirmation”…..?
“sexgeschichte strumpfhose”…?????????
“schöne Haare mach ich mir”… Wer möchte uns denn das mitteilen? oder sollte jemand “ich hab die Haare schön, ich hab die Haare schön” gesucht haben…:-)
Und dann suchte noch jemand “Mandelgipfel und ihre Geschichte”, auch da bin ich wäre ich neugierig, was das Ergebnis war. Ob die Mandelgipfel ihre Geschichte erzählt haben?:-)
Und last but not least: “How to make ungarisches gulasch”, das find ich sprachlich sehr interessant:-)
Ein Hoch auf die Internet-Suchmaschinen!!!
… in Bielefeld. Ein Mädelsabend mit Claudi, die dafür extra aus Wuppertal angereist kam und Jutta, bei der ich hier ja “untergekommen” bin. Es wurde ein internationaler und äusserst abwechslungsreicher Abend. Angefangen in der Tapas Bar, nächster Schritt die Wunderbar. Dort bei Wodka Tonic für mich und Wodka Red Bull für die anderen erzählte Claudi einen Schwank aus ihrer Union Knopf Sennestadt-Zeit. Sie war für die Schweiz zuständig und hatte eines Tages einen Schweizer Zöllner am Apparat, der eine Viertelstunde mit seinem Schweizer-Hochdeutsch folgendermassen auf sie einredete:
“Sie wissen schon, dass Zollvergehen in der Schweiz mit 2 Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden? Und Sie wissen auch, dass nicht ihr Chef ins Gefängnis kommt, sondern SIE? Das Essen ist zwar besser bei uns, aber der Rest ist wie in jedem Gefängnis!”
Kurz vor 12 wurden die Mädels nervös, denn ich war die einzige mit einer Uhr, Jutta konnte die Uhrzeit nicht drauf erkennen, sie hatte ihre Brille nicht dabei und Claudi hatte sich gerade fast das Auge mit ihrem Strohhalm ausgestochen…
Von der etwas schlaftablettigen Atmosphäre dieser Bar haben wir uns dann schnell gelöst und das Kontrastprogramm eingeläutet; die Bierbörse… ja der Name lässt böses ahnen, ein Apres-Ski-ähnlicher Ort mit Remmi Demmi Musik, deutschen Schlagern und viel Bier zu ständig wechselnden Preisen, manche Tische hatten sogar einen eigenen Zapfhahn!
Es ging dann weiter durch diverse Diskotheken mit unterschiedlichster Musik, viel zu gucken, ein bisschen abtanzen und dem einen oder anderen Wodka Tonic… Ich hatte meinen Fotoapparat dabei, das ist für mich schon ganz selbstverständlich, doch den beiden Mädels war es so peinlich, als ich in der Disse fotografierte und dann noch ein netter junger Mann sich von selbst anbot, ein Foto von uns Dreien zu machen (also ich fand das sehr aufmerksam, smile), dass ich dann Foto-Verbot bekam. Ich versuchte mich noch zu wehren, wenn man so aus den Bergen käme, dann müsste man doch alles in der Grossstadt fotografieren, aber irgendwie zog das Argument nicht, komisch:-) Also werd ich hier zwar ein paar Fotos noch einfügen können, aber der Rest des Abends verlief unter dem Mantel des – fotografischen- Schweigens…
Und da wir alle bei Jutta geschlafen haben, hatten wir dann am nächsten Morgen ein ausgiebiges, gemütliches Frühstück im Pyjama
herrlich, den Abend nochmal “durchgekaut”, das erste Glas Prosecco genossen, und meine Handy’s klingelten dazu in einer Tour. und wir haben gelacht, gelacht und gelacht. Ich LIEBE Geburtstage!!!!
Danke Mädels, war soooo schön mit Euch.
Zitat aus „ Die Gesetze der Gewinner ” von Bodo Schäfer
Sei ein Adler und keine Ente
Erinnern Sie sich an die alte indische Schöpfungsgeschichte? Danach schuf Gott zuerst die Muschel und dann den Adler. Den Menschen gab er die Möglichkeit, zwischen dem langweiligen Dasein einer Muschel und dem aufregenden, spannenden Leben eines Adlers zu wählen.
>>Die Wahl ist doch einfach<<, werden Sie sagen. Natürlich sollte sich jeder Mensch für das Leben eines Adlers entscheiden. Aber es ist etwas geschehen, mit dem wohl keiner gerechnet hatte. Viele Menschen haben sich gegen das Leben der Muschel und auch gegen das Leben eines Adlers entschieden.
Sie wollten zwar die Vorteile des Adlers für sich haben, aber nicht den Preis zahlen. So haben sie ein Tier gesucht, das ihren >>Anforderungen<< gerecht wird. Und sie haben das Tier schließlich gefunden: die Ente.
Enten
Sehr oberflächlich betrachtet, sehen die Enten Adlern ähnlich. Tatsächlich aber handelt es sich um grundverschiedene Wesen. Wenn Sie wissen, worauf Sie achten müssen, dann werden Sie Enten sofort erkennen. Beide können zum Beispiel fliegen. Aber während der Adler hoch oben in der Luft kreist, bleibt die Ente möglichst dicht über dem Wasser.
Das hervorstechende Merkmal der Enten ist ihr Quaken. Sie quakt eigentlich den ganzen Tag. Wenn sie morgens wach wird, quakt sie. Wenn sie gefüttert werden will, quakt sie. Wenn ihr etwas nicht passt, quakt sie. Wenn andere Enten ihr das Futter klauen, quakt sie. Wenn Sie ein bestimmtes Ergebnis nicht erreicht, quakt sie. Quaken statt Leistung- ein schlechtes Konzept.
Enten bei der Arbeit
Lassen Sie uns einige Situationen anschauen, an denen wir den Charakter einer Ente klar erkennen können.
Sind sie schon einmal fünfzehn Minuten später in den Frühstücksraum eines Hotels gekommen, als die offizielle Frühstückszeit es erlaubt?
Wenn Sie einer Ente begegnen, dann wird sie ihnen sagen:“ Tut mir leid, aber sie sind zu spät.Haben Sie nicht das Schild draussen gelesen? Frühstück gibt es nur bis 10 Uhr. Quak, Quak,Quak… «
Ein Adler wird dagegen fragen : » Das Buffett ist leider schon abgeräumt, kann ich ihnen schnell noch etwas in der Küche fertig machen lassen ? Was hätten Sie gerne?“
Kennen Sie einen Baumarkt? Da sind 500 qm Verkaufsfläche und ein einziger Verkäufer. Und der ist irgendwie immer gerade mit einem Kunden beschäftig. Meist jemand, der ein Hochhaus bauen will. Was wird geschehen, wenn Sie höflich unterbrechen:“ Entschuldigung,ich habe eine Frage: Wo steht die braune Holzfarbe?“ Dann wird ihnen eine Ente antworten:“Sehen sie nicht, dass ich gerade einen Kunden bediene? Ich kann nur einen Kunden gleichzeitig bedienen. Bitte warten Sie, bis ich zu ihnen komme. Quak, Quak, Quak,…“
Vor einigen Monaten wollte ich in einem Hotel in Atlanta einchecken. Ich hatte eine Reservierung und eine Bestätigung vom Hotel. Als ich dort ankam, war es aber ausgebucht. Die Dame an der Rezeption teilte mir mit, dass die Reservierung leider nicht gültig sei, denn das Hotel sei hoffnungslos überbucht sprachs und ließ mich stehen. Ich forderte mein Recht. Aber das einzige, was die Dame mir entgegnete, war“ wenn das Hotel voll ist, dann ist es voll. Ich kann ja keine Zimmer zaubern. Quak, Quak, Quak,…
« Weiter wollte sie sich nicht mehr mit mir beschäftigen. „Aha“ , dachte ich, „ Eine Ente“. Darum verlangte ich nach ihrem Vorgesetzten. Sie erwiderte unwillig:“ Der wird ihnen auch nichts anderes sagen.“ Mit diesen Worten wollte Sie hinter einer Türe verschwinden. Mit Sicherheit war hinter dieser Türe ein Ententeich, und sie wäre mit einer anderen Ente wiedergekommen.
Ich bat sie, mir einen Adler zu bringen. „ Einen was?“, wollte Sie wissen. Ich erklärte ihr: „Bringen Sie mir irgendjemand, der nicht schon weiß, dass es nicht geht.“ Das hatte Sie verstanden. Der Manager, der kam, war tatsächlich ein Adler. Er sagte folgendes“ Wir sind wirklich ausgebucht. Das muß ein Versehen unseres Hauses sein, für das ich mich nur entschuldigen kann. Ich möchte so schnell wie möglich eine Lösung für Sie finden. Ich werde sofort telefonieren, um in einem adäquaten Hotel eine Suite für Sie zu bekommen, in die wir Sie auf unsere Kosten upgraden können. Darf ich Sie zu einem Dinner in unserem Restaurant einladen, während ich suche?“
Die Unterschiede
Erkennen Sie die Adler? Adler handeln, während Enten quaken. Ihr Quaken steht für Ausreden, Entschuldigungen, sinnloses Geplapper, Meckerei und Nörgelei. Die Enten werden irgendwann entlassen. Sie sind die ersten, die einer Krise zum Opfer fallen. Und dann werden sie sagen: ” Wie ungerecht. Ich glaube, meinem Chef hat meine Nase nicht gefallen.”
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Die Adler dagegen werden befördert. Es ist wichtig, dass wir nicht wie Enten sind und quaken, statt Ergebnisse zu erzielen. Und wir sollten in unserer Abteilung, unserer Firma oder unserem Team Enten meiden. Es gibt zwar Menschen, die meinen, man könne auch Enten motivieren.
Aber wissen Sie, was Sie dann haben? Eine motivierte Ente.
Hier einige Unterschiede zwischen Enten und Adlern:
· Enten sagen: Das kann ich mir nicht leisten. Adler fragen: Wie kann ich mir das leisten?
· Enten sind Pessimisten. Adler sind Optimisten.
· Enten erzählen sich gegenseitig ihre negativen Erlebnisse. Sie halten sogar Entenversammlungen zu diesem Zweck ab. Adler berichten überwiegend positiveDinge.
· Enten tun nur das Nötigste – und oft noch nicht mal das. Adler gehen die Extra-Meile.Sie tun mehr, als irgendjemand von ihnen erwarten könnte.· Enten arbeiten langsam. Ihr Arbeitsmotto lautet: Ich bin hier bei der Arbeit und nicht auf der Flucht. Adler erledigen alles SSWIM ( so schnell wie irgend möglich)· Enten wissen alles besser und finden Gründe, um nichts zu tun. Adler sind lernbereit und tun es einfach.
· Enten finden Ausreden, Adler finden Lösungen.
· Enten gehen kein Risiko ein. Adler haben manchmal Angst, aber sie handeln trotzdem.Sie sind mutig.
· Enten arbeiten von zehn bis sechs. Adler arbeiten öfter von sechs bis zehn.
· Enten suchen in jeder Chance die Probleme. Adler erkennen in jedem Problem eine Chance.
· Enten reden schlecht über Anwesende – dadurch fühlen sie sich besser. Adler reden positiv oder schweigen.· Enten brauchen meist lange, um eine Entscheidung zu treffen, aber sie werfen sie schnell wieder über den Haufen. Adler entscheiden schnell, weil ihre Werte klar sind und sie ihrer Intuition vertrauen.· Enten konzentrieren sich auf Probleme und quaken. Adler konzentrieren sich auf Lösungen und handeln.· Die Entenseele erinnert sich noch nach Jahren an Unrecht, das ihr angetan wurde.
Adler vergeben.
· Enten warten darauf, dass sie gefüttert werden, und wenn sie nicht genug bekommen, dann quaken sie. Adler übernehmen die volle Verantwortung und holen sich was sie wollen.
· Enten müssen lieben was sie haben. Adler erarbeiten sich was sie lieben.
· Enten erregen sich über Kleinigkeiten und wollen sich dadurch lebendig fühlen. Adler nehmen sich nicht zu wichtig.
· Für die Enten besteht die ganze Welt aus einem kleinen Tümpel. Adler erreichen höchste Gipfel. Enten schimpfen auf die Umstände. Adler verändern die Umstände.
· Usw.
Der Einfluß auf andere.
Was lernen die kleinen Enten von ihrem Schwarm? Wie man quakt. Adler dagegen fordern ihre Mitmenschen. Haben Sie einmal beobachtet, wie Adler ihre Jungen auf das Leben vorbereiten? Erst beginnen die Adlereltern die feinen Daunen zu entfernen, mit denen das Nest gepolstert ist. Sie werfen sie einfach über den Nestrand. Dann entfernen sie das Gras. In dem Nest wird es immer ungemütlicher. Nach und nach werden dann die kleinen Zweige abmontiert. Die kleinen Adlerchen liegen nun recht unsanft auf knochigen Ästen. Bald sind sie es leid und machen ihre ersten Flugversuche. Sollte ein Junges dafür jedoch zu ängstlich sein, so werfen es die Eltern einfach aus dem Nest.Sollte ein kleiner Adler dann seine Flügel nicht öffnen, so fliegen die Eltern im Sturzflug unter ihn und bringen ihn zurück ins Nest. Aber nur, um ihn bald wieder herauszuschmeißen – bis er fliegen lernt.
In der Nähe eines Adlers müssen andere Menschen wachsen. Adler dulden keinen Stillstand und keine Faulheit. Sie setzen hohe Erwartungen in ihre Umgebung. Sie fordern ihre Umwelt. Daher sind Adler Beeinflusser und Führungspersönlichkeiten. Das Leben und die Menschen um sie herum interessiert sie. Sie wollen Einfluß nehmen. Sie wollen etwas zum Positiven verändern.
Das ist vielleicht der Grund, warum der Adler so verehrt wird und das Symbol unzähliger Wappen wurde. Den Adler nehmen wir uns gerne als Vorbild. Gewinner leben wie Adler.
Welches Tier tragen Sie auf ihrem Wappen ihres Lebens?
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Ja, natürlich haben wir uns auch diesen Ausflug nicht entgehen lassen, das Durchschnittsalter im Bus war diesmal tatsächlich auch von 70 auf 65 1/2 gesunken, lag wohl an den 2 Buben, die dabei waren:-). Während unser Busfahrer Jorgos uns sicher durch das Ida-Gebirge brachte, erzählte uns Miranda, eine Vollblut-Griechin (in Italien hätte ich gesagt eine richtige Signora) allerlei Fakten und Geschichten.
Auf Kreta gibt es 3 Berge, die über 2000 m hoch sind, (Berg Ida 2456m). Kreta liegt zwischen 3 Kontinenten, Asien, Afrika und Europa.
Im Dorf Agios Miyronos landeten wir im “Kafenion” (Griechische Cafe’s, in denen sich die Herren den ganzen Tag aufhalten, Kaffe und Raki trinken, Backgammon und Karten spielen, politisieren und diskutieren, sehen und gesehen werden) bei Kosta. Wir wurden mit feinstem Schafsjoghurt mit Thymianhonig bewirtet, eine griechische Spezialität, köstlich und sehr gehaltvoll.
Und als wir Kosta auf seinen guten Deutschkenntnisse ansprachen, hat er uns seine Geschichte erzählt: Er hat 20 Jahre in Frankfurt am Main in einer Pelzfabrik geareibeitet, bis dort Arbeitsplätze wegrationalisiert wurden. Einer seiner Söhnte führt eine Gaststätte in Frankfurt und möchte nicht nach Kreat zurückkehren, seine Tochter arbeitet bei einer Reisagentur in Heraklion. Er erzählt wehmütig von seiner Zeit in Deutschland und hat dehalb auch sein Kafenion “Frankfurt am Main” genannt, was uns erst auffällt, als er uns auf das Schild hinweist. Er baut seinen eigenen Wein, Tomaten und anderes Gemüse an, hat ein paar Olivenbäume, alles was er braucht, ist dort. Er führt ein einfaches, aber gutes Leben. Er “hat” weniger als in Frankfurt, aber “hat auch keine Kopfschmerzen”, wie er mit einem Augenzwinkern bemerkt…
Einen Moment später finden wir uns in der Grotte des heiligen Myronos wieder, dort holen die Gläubigen täglich Weihwasser. Der Mythos sagt, dass das Weihwasser bei “nicht so guten Menschen” ausweicht und immer tiefer sinkt, damit diese Menschen es nicht erreichen:-)
Unsere kleine Reise führt uns weiter nach Matala, in dessen Höhlen früher die Hippie’s in ihrer Hoch-zeit lebten. Ein paar übriggebliebene Hippie-Freunde versuchen uns ihren sebstgemachten Schmuck zu verkaufen, die letzten Überbleibsel einer Epoche. Matala liegt am Lybischen Meer, es ist sehr aufgewühlt, riesige schaumsprühende Wellen und starke Strömungen. Miranda bemerkt trocken: ” Gadhafi scheint heute aber sehr aufgebracht zu sein:-)”
Kreta- eine Reise wert, eine schöne Mischung aus Strand und Meer, aus Kultur und Geschichte, aus Grossstadt und kleinen ursprünglichen Bergdörfern. Uns hat es gut Gefallen, aber nun auf zu neuen Abenteuern…
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und dich nicht weiter denken
dich denken wo du bist
weil du dort wirklich bist
Dich nicht älter denken
und dich nicht jünger denken
nicht grösser nicht kleiner
nicht hitziger und nicht kälter
Dich denken und mich nach dir sehnen
dich sehen wollen
und dich liebhaben
so wie du wirklich bist
Erich Fried
“Erfolg heisst: oft und viel lachen, die Achtung intelligenter Menschen und die Zuneigung von Kindern gewinnen; die Anerkennung aufrichtiger Kritiker verdienen und den Verrat falscher Freunde ertragen; Schoenheit bewundern, in anderen das Beste finden; die Welt ein wenig besser verlassen, ob durch ein gesundes Kind, ein Stueckchen Garten oder einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Gesellschaft; wissen, dass wenigstens das Leben eines anderen Menschen leichter war, weil du gelebt hast. Das bedeutet, nicht umsonst gelebt zu haben.”
Ralph Waldo Emerson
“Erfolg ist fuer mich das bestaendige Streben danach “mehr” zu werden. Erfolg zu haben, heisst emotional, sozial, geistig, physiolophisch, intellektuell und finanziell zu wachsen, waehrend man gleichzeitig andere positiv beeinflusst. An der Strasse zum Erfolg wird immer gebaut. Erfolg ist ein Weg, der immer weitergeht, kein Ziel, das es zu erreichen gilt.”
Anthony Robbins
Ich bin sicher, es gibt noch 1000 verschieden Erklaerungen, weil Erfolg fuer jeden Menschen etwas anderes bedeutet. Ich finde die obenstehenden Beschreibungen sehr schoen. Fuer mich laesst sich das alles in einem Satz zusammenfassen und das ist meine Vorstellung von Erfolg:
Erfolg ist, Menschen von Herz zu Herz zu beruehren…
Ich werde sanft geweckt, von den ersten Sonnenstrahlen, die zaghaft durch die Holz-Fensterlaeden blinzeln… der Tag erwacht…
Noch ist alles friedlich, die Touristen schlafen noch. Wir ziehen unsere Badesachen an und gehen mit verschlafenen Augen an den menschenleeren Strand, um ein paar Meter zu joggen und ein morgendliches erfrischendes Bad zu nehmen.
Das blaue Meer liegt im Morgendunst ein wenig geheimnisvoll vor uns, die weissen Schaumkroenchen rollen mit ihrem typischen sanften Rauschen an den Strand und dann hoeren wir sie, noch bevor wie sie sehen….quak, quak…
…den “Club der griechischen Enten”…quak, quak, eine Gruppe von 5 griechischen Damen zwischen 60 und 70 Jahre alt, die in altmodischen Badeanzuegen laut schnatternd ihr all-morgendliches Bad nehmen. Ein herrliches Schauspiel, unter ihren kleinen Sommerhueten plappert ihr Mundwerk unermuedlich, sie lachen und scherzen, diskutieren und singen. Mit einem Wort: LEBENSFREUDE…
…und der Tag ist erwacht….
alt bekannt, doch immer wieder schoen und wahr…
Ich habe 3 Wünsche:
Die Gelassenheit,
alles hinzunehmen, was nicht zu ändern ist.
Die Kraft,
das zu ändern, was nicht länger zu ertragen ist.
Und die Weisheit,
das eine vom anderen zu unterscheiden.

“Kalimera Ost”, so hiess der Ausflug, den wir heute gemacht haben. Im Bus, gefuehrte Tour, machen wir manchmal ganz gern, da sieht man viel, man hoert lustige Insider-Geschichten und muss sich nicht um den Weg und den Verkehr kuemmern. Dass wir dann aber heute mit einem saechsischen Rentnerclub unterwegs waren… konnten wir ja vorher nicht ahnen
Ich hab mir unterwegs ein paar Notizen gemacht, hab sie mir eben mal durchgelesen und musste selber lachen…Ich weiss jetzt wirklich viel mehr ueber Kreta…lest selbst:
Der Schutzheilige fuer Bauern und fuer Autofahrer ist der Heilige Georg (wusstest DU das?)
Der Schutzheilige von der Stadt Agios Nikolaos heisst… richtig Heiliger Nikolaus, der auch der Schutzheilige der Seemaenner ist.
In Neapoli (das auf Kreta, nicht das in Italia) gibt es ein grosses Gefaengnis, in dem ein besonderes Angebot gilt: “1 Tag fuer 2″. Was da wie ein Sonderangebot im Supermarkt klingt, beinhaltet folgendes, fuer jeden mit Landarbeit geleisteten Tag, bekommt der Haeftling 1 weiteren Tag gutgeschrieben, also wer 2 Jahre Haft hat, kann 1 Jahr Landarbeit leisten und ist dann raus… Find ich irgendwie gut.
Kreta wird jaehrlich von 3 Mio.Touristen besucht zwischen April und Oktober.
Am Wegrand wuchs die Pflanze Ebonos, zu Deutsch Ebenholz, es soll ein Geschenk von Goettervater Zeus an die Menschen gewesen sein…Die Kreter geben die getrockneten Bluetenblaetter in Matratzen, man soll besser schlafen… Klar, auf Goettergaben…
Es gibt 30Mio(!) Olivenbaeume auf Kreta, man nennt das Olivenoel auch das “Gold der Insel”. Von einem 10jaehrigen Olivenbaum kann man bis zu 300 kg (D!) Oliven im Jahr ernten und daraus 15-40 Liter Olivenoel ernten. Woah, ich bin beeindruckt.
Der Granatapfel ist die Speise der Toten. Und er wurde auf der Erde gepflanzt von Hades, dem Gott der Unterwelt fuer Persephone, die ein halbes Jahr unter den Menschen und ein halbes Jahr in der Unterwelt lebte. Er wollte sie daran erinnern, dass sie zu ihm zurueckkehren musste…
Am Wegrand fanden wir auch den Riesen-Fenchel (baeh, ich mag ihn schon nicht in seiner kleinen Ausfuehrung), der Mythos sagt, Prometheus hat den Menschen gegen den Willen von Goettervater Zeus das Feuer geschenkt, versteckt -vor Zeus- im Stil des Riesen-Fenchels…
Auf Kreta heiratet man NICHT im Mai, das ist ein Ungluecksmonat. Im Mai heiraten nur Koenige und Esel…
Bei der traditionellen Hochzeitszeremonie sagt der Priester irgendwann, das Weib sei dem Manne untertan…. und dann treten sich blitzschnell Braut und Braeutigam auf die Fuesse und man sagt, wer den Fuss oben hat, hat auch in der Ehe das Sagen…
interessante Sichtweise…
So, und daraus soll ich nun einen interessanten Reisbericht ueber Kreta schreiben? Ich denke, es ist eher ein Bericht, der etwas ueber MICH aussagt…
Sonnige Gruesse sende ich Euch allen mit diesem nicht ganz ernst gemeinten Beitrag
Es ist etwas sehr sehr Schoenes passiert – Sepp Boegle ist scheinbar nicht nur der Mann der Steine, sondern auch der Mann des Internets
Er hat mir einen wunderbaren Kommentar auf meinen Beitrag ueber ihn hinterlassen, ich bin sehr beruehrt… Schaut mal vorbei…hier und live am Bodensee, er ist noch bis Mitte Oktober dort und sonst halt naechsten Sommer…Aeusserst empfehlenswert…
Ja, er begleitet mich immer auf längere Autofahrten; er spricht mit mir; er schaut, dass ich immer am richtigen Ort ankomme; er sagt mir, wo es lang geht. Ich bin so happy, dass ich ihn habe…TomTom, wer Dich erfunden hat, DANKE. Und diesen Namen, den find ich einfach total witzig. Lasst ihn Euch mal auf der Zunge zergehen…. T o m T o mmm…
Vorbei die Zeiten, in denen ich mir seitenlange Wegbeschreibungen ausdrucken musste und dann fast Unfälle riskierte, weil ich statt auf die Strasse zu schauen, in den Seiten las. Vorbei die Zeiten, in denen ich dann an irgendeiner Stelle doch nicht genau wusste, wie es weiterging und das meist in einem Stadtzentrum und schon war ich plötzlich total vom Weg abgekommen. Vorbei solche Waterloo-Geschichten – so lustig es auch nachher zu lesen ist.
Ein kleines Stück Wehmut ist jedoch in mir, vorbei auch die Zeiten, in denen zum Beispiel dieser nette Audo-Cabrio-Fahrer ein ganzes Stück vor mir hergefahren ist, um mit den richtigen Weg zu zeigen und dann noch stehenblieb zum Verabschieden (falls er das hier jemals lesen sollte – Vielen Dank, Sie haben mir SEHR geholfen, es ist schön, zu wissen, dass es so hilfsbereite Menschen gibt); vorbei der persönliche Kontakt mit Leuten, die “auch nicht von hier sind”; Leuten die absolut keine Wege beschreiben können; Leuten die denken, man will wer weiss was von ihnen, wenn man am Strassenrand anhält…
Jetzt sind die Zeiten von TomTom angebrochen und es ist wohl der Beginn einer wunderbaren Freundschaft… wenn er sich noch abgewöhnen könnte, mich auf’m Julierpass immer rechts-abbiegen zu lassen, wo gar keine Strasse ist, sondern nur steile Felswand … Mag er mich etwa doch nicht so sehr, wie ich ihn?
Gott schläft in den Steinen,
atmet in den Pflanzen,
träumt in den Tieren
und erwacht in den Menschen.
Sepp Bögle
Im Spiegel des Wassers erkennt man sein Gesicht und
im Spiegel seiner Gedanken erkennt der Mensch sich selbst.
Salomo

Heute hatte ich eine wundervolle Begegnung. Wir haben mit einer kleinen Gruppe einen Ausflug nach Radolfzell (Bodensee) gemacht. Der erste Weg führte an die Promenade und dort war er… Sepp Bögle, seines Zeichens “diplomierter Lebenskünstler”. Eine unglaubliche Persönlichkeit, sehr massig, ich hab ein Foto von ihm und mir
Seine Worte dazu ” Die Schöne und das Biest”:-)
Seine Geschichte ist äusserst interessant.
Ich zitiere von seinem neuen Buch “einfach-sein”: “Das Leben vor der Steinzeit mit Anzug und Kravatte, Haus, grossem Auto, Pilotenschein symbolisierte nach aussen Erfolg und Wohlstand. Das Innenleben blieb aber weitgehend auf der Strecke. Nach einer intensiven Sinnfrage änderte er sein Leben drastisch. Wegen seiner Tochter zog er nach Radolfszell und reduzierte sein Hab und Gut bis auf 2 Koffer. Seit 1997 balanciert er am Bodenseeufer Steine. Nicht seine Erfindung, aber seither seine grosse Leidenschaft. Die “Einfachheit” dieser Kunstform fasziniert ihn, weil er damit auch die “Einfachheit des Lebens”, aber auch die Vergänglichkeit des Augenblicks ausdrücken kann. Wichtig sind ihm dabei die vielen Gespräche mit den Betrachtern, die oft schnell zu der Sinnfrage des Lebens führen können. Den Zugvögeln gleich überwintert Sepp im Süden auf Lanzerote. Rechtzeitig im Frühjahr ist er aber immer wieder zurück, an der Mole, letzter Baum in Radolfzell.”
Und genau diese persönliche Begegnung machte das ganze so besonders für mich. Er erzählte uns die Geschichte vom Ruf der Steine, ich schreib sie hier für Euch auf, denn sie ist in dem Buch “Ruf der Steine”, das ich dann selbstverständlich kaufte, weil ich so beeindruckt war und das er mir mit den Worten “Leben- eine Frage der Balance” persönlich signierte. Lest selbst…
“Endlich ist die Zeit des Nichtbeachtens vorbei” hörte man die Steine am Bodenseeufer in Radolfzell jubilieren.
“Ewige Zeiten wurden wir von den meisten Menschen ignoriert, von einigen sogar als Hindernis betrachtet, von anderen gar als Wurfobjekt benutzt. Haben wir das wirklich verdient?”
“Seit der bärtige Mann unseren Hilferuf hörte, hat sich wirklich sehr, serh viel hier am schönen Bodensee verändert.”
“Mit seinen grossen, aber feinfühligen Händen stellt er uns auf die kleinste Spitze. Dabei tut er uns nicht weh, er klopft uns nicht, er reibt uns nicht, sehr liebevoll und zärtlich geht er mit uns um.”
“Es ist für uns Steine eine wahre Wonne in der Sonne zu stehen und die bewundernden Blicke der Menschen einzuheimsen.”
“Ja, ja, Ihr Leute, es geht uns wie Euch, auch wir freuen uns über Anerkennung, über bewundernde Augen und über nette Worte. Es macht uns genauso glücklich wie ein Lächeln, das Euch geschenkt wird.”
“Von Euch Menschen verstehen nur wenige unsere Sprache. Wir Steine hingegen verstehen alle Eure Sprache, deshalb müssen wir oft über Eure verschiedenen Kommentare schmunzeln.”
“Die sind doch geklebt, die können doch gar nicht halten und was Ihr sonst noch alles Lustige von Euch gebt.”
“Wenn unser Freund Sepp daran zweifeln würde, könnten wir wirklich nicht ohne Befestigung stehen, aber er glaubt fest daran, dass es mit jedem Stein geht und dass es immer funktioniert. Er weiss, dass der Glaube und die Liebe die Magie des gesamten glücklichen Lebens ist.
Was soll mit zweifeln schon gelingen, was ?”
“Ich verrate Euch noch ein Geheimnis”, meinte der kleine Stein auf der Spitze. “Betrachtet uns einmal etwas genauer und lasst Euch Zeit. Spürt Ihr, welch unendliche Ruhe wir ausstrahlen, welche Anmut wir sonst doch recht plumpen Steine haben und welche Leichtigkeit wir trotz unseres enormen Gewichts erhalten.”
“Es ist wie in Eurem Leben. Bringt Euch in Balance und Ruhe wird einkehren, findet Eure Mitte und alles wird mit Leichtigkeit funktionieren.”
“Wenn Ihr wollte, könnt Ihr von uns die Ruhe, die Gelassenheit und die Geduld der Ewigkeit lernen.”
“Wenn Ihr wollt.”
… wunderschön, oder? und diese Geschichte erzählte uns Sepp dort am letzten Baum, ich hatte das Gefühl, er erzählte sie nur mir, da war ein Verständnis zwischen uns und als ich eine Erinnerung an diesen Moment, ein gemeinsames Foto machen wollte, da nahm er mich sogar beherzt in den Arm. In den Augen dieses Mannes liegt soviel einfache Weisheit, ich bin noch jetzt ganz gefangen.
Und sein neues Buch heisst “einfach-sein”, schöne Doppeldeutigkeit. Ich werde es in Ruhe und mit Genuss lesen und Euch sicher ein wenig dran teilhaben lassen, zu einem anderen Zeitpunkt…Soviel nur schon mal vorab, es trifft mich in meiner Seele, denn es drückt in einfachen Worten all das aus, was ich in vielen Jahren an Glauben und Wissen über das Leben für mich zusammengetragen habe…Ich empfinde diese Begegnung heute irgendwie als “schicksalhaft” und das Gesetz der Anziehung hat seinem Namen wieder mal alle Ehre gemacht (nicht wahr, Zauberliebe:-)
Eintrag vom 08.09.2011 hier geht es weiter mit einer weiteren Begegnung mit Sepp!
Schau der Sonne ins Gesicht,
und der Schatten liegt hinter Dir.

Ich möchte Dich lieben, ohne Dich einzuengen.
Dich wertschätzen, ohne Dich zu bewerten.
Dich ernst nehmen, ohne Dich auf etwas festzulegen.
Zu Dir kommen,ohne mich Dir aufzudrängen.
Dich einladen,ohne Forderungen an Dich zu stellen.
Dir etwas schenken,ohne Erwartungen daran zu knüpfen.
Von Dir Abschied nehmen,ohne Wesentliches versäumt zu haben.
Dir meine Gefühle mitteilen,ohne Dich für sie verantwortlich zu machen.
Dich informieren, ohne Dich zu belehren.
Dir helfen, ohne Dich zu beleidigen.
Mich um Dich kümmern, ohne Dich verändern zu wollen.
Mich an Dir freuen, so wie Du bist.

Passend zu unserem 9. Hochzeitstag heute, lese ich in der von mir schon vielzitierten Sonntagszeitung von der Idee der byrischen Landrätin Gabriele Pauli, die Ehe auf 7 Jahre befristen. Das ist wohl einen Beitrag auf meinem Blog wert. Ich zitieren erstmal ein wenig aus der Sonntagszeitung:
Die Idee: Nach 7 Jahren Ehe über die Bücher und eventuell in die Verlängerung gehen. In Deutschland hat der unkonventionelle Vorstoss von Frau Pauli für Furore und heftige Diskussionen geführt. Umfragen brachten klare Ergebnisse: beinahe jeder Dritte hielt es für “eine gute Idee”!!!
Auch wenn weiterhin geheiratet und an die ewige Liebe geglaubt wird, wird in Deutschland wie auch in der Schweiz mehr als jede 2. Ehe geschieden und die meisten – wie könnte es anders sein- im verflixten 7.Jahr.
Weshalb wir ausgerechnet nach 7 Jahren die Waffen strecken, können sich bis anhin nur die Numerologen schlüssig erklären. “Die 7 ist von alters her und in allen Kulturen eine Zahl, die für Rhytmus und Wandlung steht. Auf 7 fette Jahre folgen schon in der Bibel 7 magere und so gehen vom Schweben auf Wolke 7 bis zum verflixten 7. Jahr und dem Packen unserer 7 Sachen eben auch 7 Jahre ins Land. (da kann ich noch hinzufügen, eins zwei drei vier fünf sechs sieben, wo ist meine Frau geblieben…
Anmerkung von mir)
Der Berner Paartherapeut Klaus Heer äussert sich folgendermassen zum Thema: ” Ein Ehemodell mit eingebautem Verfallsdatum könne niemanden dazu bringen, entschiedener für die Verbindung einzustehen. Im Gegenteil, ein solcher Verwaltungsvorbehalt nähme der Ehe das existenzielle Gewicht, man bruchte sie noch weniger ernst zu nehmen als heute.” (damit gibt er zu, dass die Ehe heute auch schon nicht genügend ernst genommen wird. Anmerkung von mir)
Herr Hehr hält es also für eine schlechte Idee, vor allem “aber für die hoffnungsvollen, jungen Paare, die aller steigenden Scheidungsraten zum Trotz an der Ehe festhalten. Sie sind doch bis ins Herz überzeugt, dass sie es schaffen, zusammen alt zu werden. Keines dieser Paare würde sich bieten lassen, auf dem Standesamt einen auf 7 Jahre befristeten Vertrag zu unterschreiben.” (Ach nein, und warum gibt es dann immer mehr Eheverträge? Sind die nicht auch für den Fall, dass man eben nicht zusammen alt wird? und vor allem nicht mit dem gemeinsamen Vermögen, Anmerkung von mir).
Eines hat Frau Pauli zumindestens erreicht: dass die Ehe zum Diskussionsthema wird und die Rate der sich Trennenden vielleicht gestoppt werden kann (durch einen befristeten Ehevertrag? Wieso sollte das die Rate stoppen? Anmerkung von mir), bevor die Wirtschaft den Scheidungsmarkt für attraktiver hält als den Heiratsmarkt.
Bereits im Oktober findet in Wien eine Premiere statt: die erste Scheidungsmesse der Welt. (Was es dort zu kaufen und zu verkaufen gibt, steht leider nicht im Artikel, Anmerkung von mir).
So, das muss man erstmal verdauen. Heute Hochzeitstag, 9 Jahre, wir kennen uns doppelt soviele, da reflektiert man schon mal. Ich werd jetzt nicht meine Ehegeschichte hier ausbreiten, nur soviel, auch bei uns hatte es das 7. (und leider nicht nur das ) in sich…
Aber eine Ehe auf 7 Jahre befristen? Ich finde den Gedanken einer Beschränkung von Anfang an sehr negativ. Man sollte doch immer noch im Glauben heiraten, für immer zusammen zu bleiben. Aber mir sind dazu ganz andere Gedanken dazu gekommen:
Warum nicht nach 7 Jahren Ehe eine “Erneuerung”? Zweite Flitterwochen, eine zweite Super-Mega-Hochzeitsparty, ein zweites Mal zusammen in der Kirche; einfach versuchen, den “Spirit” der ersten Verliebtheit, die Begeisterung, die Freude und die Gefühle vom Anfang wieder auferstehen zu lassen. Sich erinnern, wie schön es war, warum man überhaupt zusammengekommen ist, was man füreinander gefühlt hat. Sich klarmachen, dass die Beziehung nicht einfach nur selbstverständlich ist, dass beide fortwährend etwas dafür tun müssen.
Wie schön, wenn man die Entscheidung füreinander dann noch einmal ganz bewusst trifft.