Die liebste Dori beschäftigt sich hier und hier mit dem Thema und als ich Ihren wunderbaren Beitrag las, fiel mir dieses Lied spontan ein, das wir in den 80er auf jeder Party gehört haben. Das war die Zeit, in der wir mit unseren Mädelstreffen starteten. Ich weiss noch sehr gut, beim allerersten Mal standen die Jungs dann plötzlich vor der Tür und wollten mitmachen- ein reines Mädelstreffen, das war ihnen nicht geheuer. Unnötig zu sagen, dass wir sie nicht reingelassen haben. Ich meine, ein Mädelstreffen ist für Mädels…
Ich gebe zu, der Text ist nicht gerade hochgeistig, ich schrieb ihn trotzdem dazu:
In the morning when I wake up
as I comb my hair
I can hear my daddy saying
It’s a big big world out there
While putting on my make-up
His words clinger in the air Just use the love I gave you
That you can make it anywhere
I’m so glad that I’m a woman
I know I wouldn’t trade
I know I got it made
We are the life line of mankind And now is the time for me.You never know what’s gonna happen
And what might come you way
Just stop and think about it
There’s nothing we can do
We can’t live without us and
We can’t live without them too
Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten,
sie fliegen vorbei, wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschiessen
Es bleibet dabei, die Gedanken sind frei!
Ich denk’ was ich will und was mich beglückt, doch alles in der Still’, und wie es sich schicket.
Mein Wunsch, mein Begehren kann niemand verwehren,
es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei!
Und sperrt man mich ein in finstere Kerker,
das alles, das sind vergebliche Werke.
Denn meine Gedanken zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei, die Gedanken sind frei!
Drum will ich auf immer den Sorgen entsagen
und will mich auch nimmer mit Grillen mehr plagen.
Man kann ja im Herzen stets lachen und scherzen
und denken dabei: Die Gedanken sind frei!
Urheber / Autor unbekannt
Als Schülerin kam mir der Text immer so rebellisch vor, nach dem Motto: Ihr seid zwar die Lehrer und sitzt am längeren Hebel und Ihr bestimmt auch das Thema des Unterrichtes, aber meine Gedanken, die sind frei… Heute les ich das komplett anders. Da fällt mein Augenmerk nicht mehr auf “Jäger und erschiessen und Schranken zerreissen”, sondern auf ” man kann im Herzen stets lachen und scherzen; ich denke, was mich beglückt”.
Und zum Abschluss “leihe” ich mir 2 Sätze von Gaba, die ausdrücken, mit denen ich sehr übereinstimme:
Am Anfang jeder Handlung steht ein Gedanke. -
Meine Gedanken sind mein grösster Schatz.
Nachdem wir unsere Werbeagentur schon im November mit einem neuen Logo zum Druck auf T-Shirts beauftragt hatten, bis April nichts gehört (und es ehrlicherweise selber über den Winter vergessen) hatten, musste es dann plötzlich noch vor den Ferien rucki-zucki gehen. Mit Mails vom Engadin nach Koh Samui und zurück wurde das Logo dann mehrmals verändert und abgesegnet. Die Agentur sollte dann Angebote holen für bedruckte Tshirts, das passierte allerdings nicht, bis sich der Chef persönlich einschaltete und behauptete, das sei alles kein Problem, er hätte in Deutschland jemanden, der das für ein paar Euro machen würde… Als ich dann nach den Ferien nachhause kam, war noch immer NICHTS passiert und auf meine Nachfrage kosteten die Tshirts plötzlich auch nicht mehr ein paar Euro, sondern den Preis, für den wir sie verkaufen wollten… super.
Da ist mir dann der Kragen geplatzt, das ging mir alles viel zu langsam und ich hab die Sache selbst in die Hand genommen. Die Adresse einer Schweizer Firma besorgt, angerufen, Logo geschickt, Druckvorlage bestätigt, zack zack, innerhalb von 24 Stunden war der Auftrag plaziert und das auch noch mit einem superschnellen Liefertermin.
Das hatte sich dann irgendwie rumgesprochen und prompt kam der Chef der Werkgruppe von der Gemeinde Silvaplana zu mir und bat mich, für seine Truppe auch Tshirts machen zu lassen. Das ging genauso zack zack, das Logo existierte bereits, ich musste es nur im richtigen Format an die nette Dame der Tshirt-Firma schicken, zack zack, war auch das erledigt. Vor der “Festa Grande” am 1. August werden diese Tshirts geliefert.
Während der Produktion bekam ich immer den neuesten Stand per Mail, erste Muster per Post, ich habe selten eine so professionelle, freundliche und effektive Firma erlebt und deshalb mach ich hier sehr gern Werbung für die Firma Manroof . Herzlichen Dank für die tolle Zusammenarbeit.
Gestern kamen unsere Tshirts, passend zum heute beginnenden Anlass Engadinwind und sehen super aus. Jetzt kanns losgehen…
Die liebe Martina hat ein Stöckchen aufgenommen und weitergeworfen, ich fand es schon lustig, bei ihr zu lesen und das jetzt aufzuschreiben, hat total Spass gemacht, weil ich dabei so sehr über mich selber lachen musste:
2. Wenn irgendwas an meinem Computer und/oder Internet und/oder Handy nicht geht, dann kann ich schon mal …unberechenbar werden…
3. Wenn ich was suche und ich WEISS, es ist irgendwo und finde es nicht – egal ob im Netz, im Bücherregal, im Kleiderschrank, in meiner HANDTASCHE, wo auch immer, da werde ich wild.
4. Wenn mir jemand gute gemeinte Ratschläge gibt, die mit “Du musst…” anfangen, vor allem wenn ich einfach mal nur Dampf ablassen wollte…
5. Radiowerbung, die ist wirklich sowas von nervig, das Gequatsche und die Stimmen und der Inhalt…ich glaube, das reicht, sonst steiger ich mich noch ohne Radio hören da rein:-) Dabei fällt mir noch ein: warum muss eigentlich Fernsehwerbung immer soviel lauter sein, als der Film? DAS ist auch sehr nervig… (und unklug, denn ich stelle sofort leiser und wenn ich die Fernbedienung schon mal in der Hand habe, zappe ich auch gern mal weg… dummer Fehler von den Werbefritzen *grins*)
6. Wenn sich die Kunden fettbräsig auf die Terrasse setzen und erwarten, dass sie selbstverständlich bedient werden, obwohl ein grosses und deutlich sichtbareres Schild “Selbstbedienung- Self Service” da hängt und mich dann noch vorwurfsvoll anmaulen.
7. Wenn ich es eilig habe und der vor mir mit 40 über die Strasse schleicht und sein Auto fast um die Kurve trägt.
8. Wenn ich endlich mal wieder zum Friseur möchte (was eh nur 4mal im Jahr passiert, aber DANN muss es SOFORT sein) und meine Lieblingsfriseurin hat erst in der nächsten Woche Zeit für mich.
9. Die Eplus-Menüführung der Handyhotline- sehr langatmig und unpraktisch und somit absolut nerven-und zeitaufreibend.
10. Wenn es genau dann anfängt zu regnen, wenn ich joggen gehen möchte (noch nerviger wäre, wenn es unterwegs passieren würde, aber das ist zum Glück noch nicht passiert)
Wer hat Lust, sich ein paar nervige Dinge von der Seele zu schreiben, ich werf mal einfach los, vielleicht fängt ja einer von Euch… Viel Spass dabei.
“Was macht denn der Wind heute” Ich antworte spontan: “was er will…” “Ja, das macht er ja immer” (warum fragst Du dann? Lächle aber nett als Antwort. ) “Ja und wie ist der Wind am Comer See heute?” ÄH, ich könnte dasselbe machen wie Deine Freundin gerade und im Internet nachschauen, denn auch wenn es nicht weit dorthin ist von uns, SEHE ich doch von hier aus nicht, ob es dort nun Wind hat oder nicht…:-)
“Und wie sieht das heute mit dem Wind aus?” ” Es ist Nordwind im Moment.” “Und wie lange dauert dieser Moment noch?” ÄH…. “Ich weiss nicht, es drückt von Norden stark rein.” “und wann dreht der Wind?” ÄH… “Das ist bei der Wetterlage schwierig zu sagen, wahrscheinlich bleibt es bis Mittwoch so.” “Und normalerweise?” ÄH… “Normalerweise?” “Ja, wann kommt normalerweise immer der (Maloja)-Wind?” ” Zwischen 11 und 1…”
“Guten Tag, wissen Sie, wir machen seit Jahren bei Ihnen Ferien und dieses Jahr kommen die Enkelkinder mit und…(erzählt noch weiter und weiter, bis er endlich zum Kern kommt) und deshalb rufe ich heute (Juni) an, um zu fragen: Wann kommt denn der Wind im August?” ÄH…..
Diese Geschichte ist mir tatsächlich genau so passiert. Vor Jahren wurde ich als Moderator auf einem Kreuzfahrtschiff engagiert. Da denkt jeder: ”Tolle Sache.” Das dachte ich auch, bis ich auf das Schiff kam. Dort merkte ich leider schnell: Ich war, was das Publikum betraf, auf dem falschen Dampfer. Die Gäste hatten sicher einen Sinn für Humor. Ich habe ihn nur in den zwei Wochen nicht gefunden. Aber noch schlimmer: Seekrankheit kennt keinen Respekt vor der Approbation. Kurz gesagt – ich war auf der Kreuzfahrt kreuzunglücklich.
Endlich, nach drei Tagen auf See, fester norwegischer Boden. Ich ging in den Zoo. Oder besser gesagt: Ich wankte. Im Zoo sah ich einen Pinguin auf seinem Felsen stehen. Ich dachte: ”Du hast es ja auch nicht besser als ich. Immerzu Smoking? Wo ist eigentlich deine Taille? Die Flügel zu klein. Du kannst nicht fliegen. Und vor allem: Hat der Schöpfer bei dir die Knie vergessen?” Mein Urteil stand fest: Fehlkonstruktion.
Dann ging ich eine kleine Treppe hinunter und sah durch eine Glasscheibe in das Schwimmbecken der Pinguine. Und da sprang “mein” Pinguin ins Wasser, schwamm dicht vor mein Gesicht, schaute mich an, und ich spürte, jetzt hatte er Mitleid mit mir. Er war in seinem Element. Boh ey. Ohne Worte.
Ich habe es nachgelesen: Ein Pinguin ist zehnmal windschnittiger als ein Porsche! Mit der Energie aus einem Liter Benzin käme er über 2500km weit! Pinguine sind hervorragend geeignet, zu schwimmen, zu jagen, zu spielen – und im Wasser viel Spaß zu haben. Sie sind besser als alles, was Menschen jemals gebaut haben. Und ich dachte: Fehlkonstruktion! Der Pinguin erinnert mich an zwei Dinge: erstens, wie schnell ich Urteile fälle, nachdem ich jemand in nur einer Situation gesehen habe, und wie ich damit komplett daneben liegen kann.Und zweitens: wie wichtig das Umfeld ist, damit das, was man gut kann, überhaupt zum Tragen kommt, zum Vorschein und zum Strahlen.
Menschen haben die Tendenz, sich an allem festzubeißen, was sie nicht können, was ihnen Angst macht. Das kann man machen, aber es ist nicht sinnvoll. Wir alle haben unsere Stärken und unsere Schwächen. Viele unternehmen große Anstrengungen, um ihre Macken auszubügeln. “Verbessert” man seine Schwächen, wird man eventuell mittelmäßig. Stärkt man hingegen seine Stärken, wird man einzigartig. Wenn wir immer wieder denken: “Ich wäre gerne so wie die anderen”, kleiner Tipp: “Andere gibt es schon genug!” Viel sinnvoller, als sich mit Gewalt an die Umgebung anzupassen, ist, das Umfeld zu wechseln.
Menschen ändern sich nur selten komplett und von Grund auf. Salopp formuliert: Wer als Pinguin geboren wurde, wird auch nach sieben Jahren Therapie und Selbsterfahrung in diesem Leben keine Giraffe werden. Sich für die Suche nach den eigenen Stärken um Hilfe zu bemühen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Intelligenz. Ein guter Therapeut wird wie ein guter Freund oder eine gute Freundin nicht lange fragen: Warum hättest du gerne so einen langen Hals? Sondern: Was willst du? Was macht dir Freude? Wann geht dein Herz auf? Wann haben andere mit dir Freude? Was ist dein Beitrag? Wofür brennst du, ohne auszubrennen?
Und wenn du merkst, du bist ein Pinguin, schau dich um, wo du bist. Wenn du feststellst, dass du dich schon länger in der Wüste aufhältst, liegt es nicht nur an dir, wenn es nicht “flutsch”. Alles, was es braucht, sind kleine Schritte in die Richtung deines Elements. Finde dein Wasser. Und dann heißt es: Spring ins Kalte! Und Schwimm! Und du weißt, wie es ist, in deinem Element zu sein.
Vielleicht erinnert Ihr Euch, dass ich hier die erleichterte Einbürgerung beantragt hatte. Letzte Woche rief dann eine Dame vom Einbürgerungsamt an, sie wolle mir meinen Bescheid zuschicken und müsste jetzt wissen, wo ich denn nun genau wohnen würde. Ich sagte, in der Julierstrasse (schon immer) und sie sagte, hier steht aber Via da Güglia. Worauf ich ganz vorsichtig- vielleicht war es ein Test- antwortete, ja das ist der Name auf Romanisch- der 4. Landessprache der Schweiz und sind SIE Schweizerin oder ich? ok, den Teil nach “Romanisch” hab ich natürlich nicht laut gesagt…
Tja und Freitag kam dann der Brief, genau 1 Jahr nach der Antragstellung und nicht erst 1 3/4 Jahre später- per Nachnahme selbstverständlich- ich war schwer enttäuscht, ich weiss zwar nicht, WAS genau ich erwartet hatte, aber sicher nicht so einen Amtsvordruck, der mit folgenden Worten beginnt: In Anwendung von Artikel 27 des Bürgerrechtsgesetzes wird erleichtert eingebürgert… blabla bla….
Was sind meine Vorteile jetzt? Ich kann wählen und gewählt werden- Toni hat mich eh im Verdacht, dass ich das nur gemacht habe, weil ich in die Politik gehen möchte. Ich hab diesen Wunsch nie vorher geäussert, aber da hat er vielleicht einen Samen gepflanzt:-)
Nächste Woche werde ich mich dann mit einem typisch Schweizerischen Essen bei meinen Bürgen bedanken.
Und nun hab ich natürlich auch neue Kleidung
und für die, die sich jetzt vielleicht Sorgen machen: ich darf meinen deutschen Pass behalten und das werd ich auch auf jeden Fall. Und ich seh mich eh schon seit längerer Zeit als Europäerin, aber psst, nicht der Einbürgerungsbehörde verraten:-)
Michael Jackson ist gestorben! Mit dieser Nachricht wurde ich gestern morgen geweckt und ich muss zugeben, es hat mich sehr berührt. Den ganzen Tag liefen im Radio seine unvergesslichen Songs und es wurde mir wieder mal bewusst, was für einen Wert er in die (Musik)-Welt gebracht hat. Ja, er war sicher auf eine Art “durchgeknallt”, ich kenne seine Geschichte nicht ganz genau, ich weiss jedoch, dass er als Kind mit starkem Druck seines Vaters zum Singen mit seinen Geschwistern gebracht wurde. Wer weiss schon, welche Auswirkungen das auf seine Psyche hatte.
Wenn ich an ihn denke, denke ich: arme gequälte Seele, er konnte sein Glück nicht finden, trotz Ruhm und Reichtum und der Versuch, ein Comeback zu starten, kommt schon fast verzweifelt rüber. Ich wünsche seiner Seele die Ruhe, die er in diesem Leben nicht finden konnte und dass er den Platz gefunden hat, an “dem man keinen Schmerz und keine Traurigkeit fühlt” :
Denke über die Generationen nach und darüber, zu sagen, dass wir für unsere Kinder und Kindeskinder die Welt verbessern wollen. So dass sie wissen, dass sie in einer besseren Welt leben; und darüber nachdenken, ob sie sie verbessern können.
Da ist ein Platz in deinem Herzen
Und ich weiß dass es Liebe ist Und dieser Platz könnte
viel heller sein als morgen.
Und wenn du es wirklich versuchst
Dann wirst du herausfinden, dass du nicht weinen musst
An diesem Ort fühlst du
keinen Schmerz und keine Traurigkeit
Es führen viele Wege dorthin
Wenn du etwas für das Leben übrig hast
Dann mach einen kleinen Raum daraus, einen besseren Ort.
Heile die Welt
Mach daraus einen besseren Ort
Für dich und für mich, und die ganze menschliche Rasse Es sterben Leute
Wenn du etwas für das Leben übrig hast
Mach einen besseren Ort daraus
Für dich und mich
Wenn du wissen willst warum
es eine Liebe gibt, die nicht lügen kann Liebe ist stark
Sie ist nur dort, wo mit Freuden gegeben wird
Wenn wir es versuchen, dann werden wir sehen
in dieser Ehre können wir
keine Angst und keine Bedrohung fühlen
Wir hören auf zu existieren und fangen an zu leben
Dann scheint es, dass
immer genug Liebe da ist, um uns daran wachsen zu lassen
Mach eine bessere Welt daraus, eine bessere Welt
Heile die Welt
Mach einen besseren Ort daraus
Für dich und für mich und die ganze menschliche Rasse
Es sterben Leute
Wenn du etwas für das Leben übrig hast
Dann mach einen besseren Ort
Für dich und mich daraus
Und der Traum, in dem wir anfangen zu begreifen Wird an einem Ort voller Freuden in Erfüllung gehen
Und die Welt, an die wir einst geglaubt haben
Wird wieder in Anmut erstrahlen
Warum hängen wir überhaupt so an diesem Leben, das uns erstickt
verwunden diese Erde, kreuzigen seine Seele
Obwohl es doch klar zu sehen ist, dass diese Welt himmlisch ist Gottes Glut
Wir könnten so hoch fliegen
Lass unseren Geist nie sterben
In meinem Herzen fühle ich
Dass ihr alle meine Brüder seid Erschafft eine Welt ohne Angst
Wo wir zusammen Freudentränen weinen Zusehen, wie die Nationen
Ihre Schwerter zu Pflugscharen machen Wir könnten es wirklich schaffen
Wenn du etwas für das Leben übrig hast
Mach es zu einem kleinen Raum, um eine bessere Welt zu schaffen.
Mir fiel nach längerer Zeit das Buch “100 Geheimnisse der Liebe” von Chuck Spezzano (hier hab es ich schonmal zitiert) in die Hände und ich war gespannt, welche Seite ich aufschlagen würde, es war diese:
“Sich einlassen
Um ein guter Partner zu sein, aber auch um Führungsqualität zu beweisen, muss man die Fähigkeit haben, sich einzulassen. Unter Partnern fördert sie Nähe und Zusammenarbeit, und wenn man die Rolle einer Führungspersönlichkeit spielt, stellt sie den freien Fluss der Kräfte in beide Richtunge sicher.
Wer sich einlässt, ist sich der Bedürfnisse und Wünsche eines anderen bewusst, manchmal nimmt er sie sogar schon wahr, noch bevor dieser selbst sei erkennt. Achtsamkeit gegenüber anderen ist ein Akt des Interesses und der Liebe [...] Wir haben ebenso viel Freude daran, wenn wir uns auf andere oder wenn diese sich auf uns einlassen.
Das beschenkt den Empfänger und den Gebenden gleichermassen mit Zartheit, Nettigkeit und Befriedigung, denn es heisst, einem anderen auf eine Weise zu Diensten zu sein, die Anerkennung und Wertschätzung signalisiert.
Ist es nicht wunderbar, wenn Sie sich auf andere Menschen oder diese sich auf Sie einlassen?
Blicken Sie sich um. Wer ist es, der heute darum bittet, dass Sie sich auf ihn einlassen?
Was würde diesen Menschen erfreuen und ihm helfen?
Was würde ihm das Gefühl geben, dass Sie ihn zu schätzen wissen?
Auf welche Weise könnten Sie sich dazu verpflichten, sich heute besser auf sich selbst einzulassen?”
…zumindestens scheint der einheimische Lieferant keine zu spüren. Zugegeben, wir sind ein kleiner Kunde bei ihm, doch als wir letzte Woche eine Bestellung aufgaben, rief ein paar Stunden später der Chef persönlich zurück und teilte uns mit, sie würden die Bestellung nicht liefern. Auf unseren vorsichtigen Hinweis, der Fahrer führe sowieso täglich 2mal direkt an unserer Haustür vorbei, kam nur ein unfreundliches: Das wäre zu kompliziert und das Anhalten und Abladen wäre zuviel Aufwand.
Vor diesem Gespräch bestand die Möglichkeit, mit uns Umsatz zu machen, bei freundlichem und guten Service berücksichtigen wir gerne Lieferanten, bei denen wir sonst vielleicht weniger bestellen würden. NACH diesem Gespräch bestellen wir ganz sicher NICHTS mehr dort.
Wie sagt Julia Roberts in Pretty Woman, als sie vollgepackt mit Einkaufstaschen in den Laden zurückgeht, wo sie vorher arrogant und unhöflich rausgeworfen wurde? “Dummer Fehler”…
“Man kann die eigene Identiät auch in dem entdecken, was man nicht verändern kann:
“Wenn ich es nicht verändern kann, dann muss es ein Teil von mir sein, es muss zu mir gehören.”
Mit anderen Worten: Ich muss es als einen Bestandteil meiner selbst akzeptieren, wenn ich nicht weiss, was ich tun kann, um es zu verändern, und wenn ich es nicht verändern kann.
Was bleibt, wie es ist, wird zum roten Faden, der meine Erfahrungen miteinander verbindet.”
aus “Die Veränderung von Glaubenssystemen” von Robert Dilts.
Habt Ihr das auch schon mal erlebt, dass Ihr etwas ganz begeistert erzählt und dann als Antwort einfach Schweigen kommt? Da muss man schon sehr hartgesotten sein, dass die Energie nicht grad in den Keller segelt…
Liebe Frau M. Frei, es tut mir leid, wenn ich jetzt Ihren Kommentar im Tagesanzeiger vom 11.06.09 auseinander nehmen werde, es ist nicht persönlich gemeint, doch mir springen da en paar Dinge ins Auge, die ich so gern hier mal aufdecken möchte…
“Grippeviren verändern sich laufend. Reagieren sie heute noch auf Medikamente wie Tamiflu, kann dies morgen schon ändern. Sie sind unberechenbar. [Sehr schön allgemein gehalten, dieser Versuch, Angst und Zweifel zu streuen]
Das neue H1N1-Schweinegrippevirus hat bisher – zum Glück!- wenig Unerwartetes geboten [Spüre ich da etwa ein leises Bedauern? Nein, natürlich nicht, Entschuldigung, aber was für eine Formulierung...]. Die grosse Mehrheit der Erkrankungensfälle verläuft derzeit mild, statistisch stirbt <nur> einer von 200 Erkrankten.
Unter den Argusaugen der Seuchenbehörden breitete sich der neue Erreger aus [naja, klar, unter Argusaugen konnte der Erreger ja auch nichts anderes machen, als sich ausbreiten, Energie folgt der Aufmerksamkeit] und sprang in immer mehr Ländern von Mensch zu Mensch. Dass die WHO nun die Pandemie ausgerufen hat, ist die logische Konsequenz. Der Entscheid zeichnete sich seit Wochen [unter Argusaugen] ab.
Überraschender ist das allgemeine Desinteresse der Bevölkerung [nein, das ist GROSSARTIG, aber "IHR" wollt das ja jetzt ändern, oder? Steter Tropfen höhlt den Stein, oder wie geht das?] Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Situation historisch einmalig und auch spannend. Nie zuvor konnte man <live>mitverfolgen, wie ein Virus um die Welt zieht. [Hallo? einmalig und spannend??? Warum drehen wir nichtne Real Soap drüber? "Schweinegrippe - in 80 Tagen um die Welt oder so ähnlich?] Und zu keinem Zeitpunkt waren westliche Länder besser vorbereitet. [dafür hat ja mindestens die Presse gesorgt] [...]
Wie sich die Schweinegrippe weiterentwickelt, weiss niemand. Wachsam bleiben, ist das Gebot der Stunde. Noch haben die H1N1- Schweinegrippeviren nicht gezeigt, zu welchen positiven wie negativen Überraschungen sie fähig sind.” [Da schüren wir doch vorsichtshalber zum Ende nochmal ein wenig die Angst, sonst könnte die Bevölkerung ja weiterhin so erfrischend desinteressiert bleiben, wo kämen wir denn dahin?]
Nun hab ich doch über das unleidliche Thema der S-G-Viren geschrieben, obwohl ich meine Aufmerksamkeit anderen Dingen geben wollte. Und ich hab natürlich an einigen Stellen extra übertrieben, um etwas zu veranschaulichen. Ich habe mir die Freiheit genommen, weil ich gern bewusst machen möchte, wie das Gesetz der Anziehung im täglichen Leben funktioniert, wie wir täglich an vielen Stellen damit in Berührung kommen… Jeder Mensch kann für sich selbst entscheiden, wie er darüber denkt und was er gern in sein Leben (an)ziehen möchte – am liebsten mit vollem Bewusstsein.
1) Wenn Autofahren verboten ist, nachdem man etwas getrunken hat, warum haben Bars und Kneipen Parkplätze?
2) Wenn ein Laden 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr geöffnet hat, warum hat er dann ein Schloss an der Tür?
4) Warum ist einsilbig dreisilbig?
5) Warum besteht Zitronenlimonade größtenteils aus künstlichen Zutaten, während in Geschirrspülmittel richtiger Zitronensaft drin ist?
6) Wenn Schwimmen schlank macht, was machen Blauwale falsch?
7) Wenn Maisöl aus Mais gemacht wird, wie sieht es mit Babyöl aus?
Warum glauben einem Leute sofort, wenn man ihnen sagt, dass es am Himmel 400 Billionen Sterne gibt, aber wenn man ihnen sagt, dass die Bank frisch gestrichen ist, müssen sie draufpatschen?
..sprachs und zeigte mit seinem Zeigefinger auf mich, der stark blondierte nicht so sympatische Deutsche. “äh, ja…” “Dann kennen SIE sich ja hier aus.” Der Zeigefinger kam näher und ich war froh um das Buffet, das uns trennte. Was kam denn wohl jetzt? Ausgehtipps? Speisekarte? Öffnungszeiten? Weit gefehlt…: “Also wie sieht denn das heute mit dem Wind aus?” … Da war es also, mein absolutes Lieblingsthema. Dass einer Blondine zugetraut wird, den Wind genau vorherzusagen, beeindruckt mich immer wieder:-)
Die Geschichte geht noch weiter. Der sympathische Herr kommt um punkt 12 Uhr rein- wir essen grad zu Mittag, es ist sonst nichts los- , ich stehe selbstverständlich sofort auf und frage ihn mit meiner professionell freundlichen und verbindlichen Art, was er denn wünsche. “Was gibts denn hier als Frühstück?” brummt er mich an. Ich zähle also alles auf, was wir frühstücksmässig noch um 12 Uhr mittags haben, Sandwiches, Brioches, Nussgipfel… Und er faucht mich an: “…und so normal haben Sie nicht?” Äh, normal, was ist schon normal, denke ich still für mich und frage noch immer professionell freundlich und verbindlich: “Was meinen Sie denn genau mit “normal”?” Schnappt er ein:” Naja, Croissants…” Worauf ich ihm professionell freundlich und verbindlich erkläre, dass wir die Croissants gestern alle wegschmeissen mussten, weil sie niemand wollte und daher heute keine hätten. Leider konnte er da noch einen drauf setzen: “Na ICH hab aber einen gegessen.”… Puh, nicht immer leicht, professionell freundlich und verbindlich zu bleiben:-)
Blick von der Terrasse vom Surfcenter über den Silvaplanasee auf den Corvatsch (3303)
Die Schirme sind extra mit drauf, als “Beweis”
…und das hab ich “ausgeliehen”, aber ich weiss nicht mehr, bei wem…, sorry, aber es ist einfach so so schön und das sieht man wirklich äusserst selten hier.
Gestern Nachmittag waren ein paar junge Mütter vom Dorf mit ihren Kindern bei uns auf der Terrasse. 2 Mädels, 2 Jungs. Die Kinder lieben es, am Seeufer zu spielen und die Mütter können in Ruhe Cafè trinken (oder Prosecco:-) ). Und dann haben wir noch die hiessgeliebte Gumpiburg, die allerdings auch immer wieder mal für -harmlose- Tränen sorgt.
So auch gestern, beide Mädels kamen heulend und schreiend zu ihren Müttern zurückgelaufen, schmissen sich auf ihren Schoss und attackierten mit heftigen Worten die anderen, ungefähr so; DU hast aber und dann hat er… und DU hast…und Du und Du und Er…
Wir Erwachsenen konnten uns nicht helfen und mussten laut loslachen, das war vielleicht ein Schauspiel. Nach 5 Minuten Krokodilstränen, zogen dann alle Kinder einträchtig zum Spielplatz los, als wäre nichts gewesen.
Ist es nicht schön, Kind zu sein, da sind einfach immer -ungestraft- die anderen schuld … und niemand ist nachtragend. Ich glaube, das werd ich auch mal wieder probieren:-)
Heute ist es nun soweit, Boris heiratet seine Lilly und wo? Ja direkt hier vor der Haustür. In den Medien ein Wahnsinnsrummel, ich hab mir letzten Sonntag sogar 1 Stunde lang das ganze Trara der Vorbereitungen bei Exclusiv auf RTL angetan, weil es halt hier stattfindet. Sehr aufgeblasen, sehr künstlich und wenig Inhalt. Nächsten Sonntag kann man sich dann an gleicher Stelle zu gleicher Sendezeit 1 Stunden lang die Hochzeit ansehen - und mit Sicherheit mehr sehen, als man hier live mitbekommen wird, denn hier wird alles abgesperrt.
Die Privatjets werden wahrscheinlich im Minutentakt einfliegen und gestern Abend war schon eine Gruppe Paparazzis im Dorf unterwegs, schwer behängt mit Kameras und Objektiven, alle komplett in schwarz gekleidet, die haben wahrscheinlich ihre Taktik besprochen. Im Segantini-Museum, das extra als Standesamt umfunktioniert wird, brannte spät abends noch Licht. Und bei Radio Engiadina wurde heute morgen schon der Pfarrer interviewt.
In der Engadiner Post war gestern ein grosser Artikel über die gerühmte Diskretion von St. Moritz ist der Hauptartikel in der heutigen Ausgabe. Friseure und Taxifahrer werden als “aus Erfahrung gute Informationsquellen ” bezeichnet, aber auch die haben… nix zu erzählen, na sowas. Ich frage mich allerdings, warum genau hier Diskretion gefragt ist, wenn doch die Hauptdarsteller äh, sorry, das Brautpaar RTL für angeblich eineinhalb Milliönchen (wird erzählt) alles ganz genau filmen und veröffentlichen lässt. Ach so, vielleicht ist genau das der Grund, vielleicht verlangt der Sender ja Diskretion, damit die Leute ihre Sendung überhaupt noch schauen. Trotz allem kann ich nicht nachvollziehen, warum eine Hochzeit so “ausgeschlachtet” werden muss, so an die Öffentlichkeit gezogen. Ich empfinde das schon fast wie eine Show oder eine Reality Soap.
Für St. Moritz soll das eine tolle Werbung sein, Zitat einer Touristikerin: “Uns kann fast nichts Besseres geschehen als Bilder eines verliebten Brautpaares inmitten der Engadiner Natur, die um die ganze Welt gehen.” Ist DAS wirklich tolle Werbung? Das frage ich mich (und ich kenne noch einige andere Menschen, die das tun) wirklich.
Auf jeden Fall wird St. Moritz wieder mal (nur) als Ort der Reichen und Berühmten in aller Munde sein und klar, soviel Promi’s auf einen Haufen- wenn sie denn wirklich alle kommen- das ist schon was Besonderes. Trotz allem wirkt das ganze total aufgebläht und künstlich für mich. In der Engadiner Post findet übrigens noch bis 9.00 eine Abstimmung statt, ob sich die Einheimischen für die Hochzeit interessieren oder nicht. Der Umfrage nach interessieren sich hier aktuell 25.92 Prozent dafür und 70.37 Prozent interessiert das mal gar nicht, was auch nochmal unterstrichen wird davon, dass ingesamt nur 54 Leute abgestimmt haben…
Da wünsche ich den beiden, dass die Ehe so glücklich wird, wie die Hochzeit öffentlich ist…
Der Grund,
warum es uns solches Vergnügen bereitet,
andere Leute zu enträtseln,
ist der,
dass dadurch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit
von dem unsrigen abgelenkt wird.
…dass das Unterbewusstsein das Wort “nicht” nicht kennt…
Ich aktualisiere meinen geliebten TomTom und es erscheint folgende Nachricht auf dem Computer:
“Bitte trennen Sie während der Akualisierung das Gerät nicht vom Kabel.”
Was mache ich völlig spontan und ohne zu überlegen?
Ich trenne während der Aktualisierung das Gerät vom Kabel…:-)
…so heisst die Farbe schwarz bei der neuen Firma, die ich für den Shop im Surfcenter eingekauft habe, moonless night von “Mystik”. Lasst Euch das mal auf der Zunge zergehen, mir gefällt der Klang sehr … wie auch das Video (hier auf “company” , dann auf “Video” und dann auf “Mystic Intro Movie” klicken, es lohnt sich).
Die Firmenphilosphie der Firma mit dem geheimnissvoll anmutenden Firmenwappen, das das Zusammenspiel von Wind, Wasser und Segel darstellt, schreibt sich so (leider nur auf Englisch):
Brand Philsophie:
“Centuries ago, men protected themselves against the battles on the great oceans. Their gear was one of the main things to reveal their triumph.
Today our gear has a whole other goal. It is a tool that brings your to a next level.
Mystic is the combination of THEN an NOW!, with the looks of the warrior at that times and the needs of the riders at this time, Mystic is the ultimate combination!
Mystic is the follow up of this approach, giving you the possibility to express your feeling an emotions. Quality and style are communicated in such a way that the Mystic rider will be recognized even without weapon an amor.”
Klingt wie ein mystisches mittelalterliches Märchen, oder? Und die Jungs sind auch “märchenhaft”… Da freu ich mich doch ganz besonders auf den Verkauf Morgen gehts los…