Wenn zwei Menschen immer dasselbe denken,
ist einer von ihnen überflüssig.
Winston Churchill
Es leben die Unterschiede bei uns Menschen, bei allem Verständnis und dem wunderschönen Gefühl, auf jemand „Gleichgesinnten“ zu treffen. Spannend bleibt es, wenn auch Unterschiede bestehen, spannend ist die Auseinandersetzung mit der Welt des Gegenüber. Das erweitert unseren Horizont, da lernen wir Toleranz und Verständnis für andere und für uns selber. Daran wachsen wir und das macht unser Leben erfüllter und reicher.
Einige von Euch warten sicher schon ganz gespannt auf meinen Bericht vom letzten Wochenende in Zürich, wo ich die liebe Gaba endlich einmal live kennenlernen durfte. Und ich durfte sie recht gut und intensiv kennenlernen, denn die Umstände ergaben, dass ich von ursprünglich 5 die einzige übriggebliebene Teilnehmerin war…
Ein Privatseminar für mich ganz allein, waoh… Eine Ehre, eine grosse Freude und auch ein Stück Verantwortung. Bei nur einem Teilnehmer gibt es keinen Austausch der Erfahrungen mit anderen „Neulingen“ oder „Wiederholern“. Die ganze Aufmerksamkeit liegt auf mir. Es geht sehr intensiv und sehr individuell zu, und die Gespräche sind privater und tiefgehender, als in einer grösseren Gruppe.
Und so hatte ich ein unglaublich bereicherndes Wochenende auf allen Ebenen mit einer faszinierenden und sehr liebevollen und lebensklugen „Internetbekanntschaft“ Ich habe sehr viel gelernt und für vieles Neues den Grundstein gelegt.
Jetzt übe ich fleissig und ich verrate Euch gern, dass ganz besonders meine „Mittagsgedanken“ im entspannten Zustand bereits tolle Auswirkungen gehabt haben; einmal hatte ich eine spontane Idee für eine tolle Schulung im Geschäft, die ich am gleichen Tag sehr erfolgreich umsetzen konnte und einmal konnte ich auf einmal mir selber richtig viel Energie und Wärme geben. Ich bin echt begeistert!!!
Müde macht uns die Arbeit,
die wir liegenlassen,
nicht die,
die wir tun.
Marie von Ebner-Eschenbach
auch wenn ich grundsätzlich total ihrer Meinung bin- nicht erledigte Arbeit kann ein starker Energieräuber sein -macht mich im Moment auch die Arbeit müde, die ich tue…:-) Die Tage sind so lang und intensiv, dass ich noch nicht mal dazukomme, über das nachzudenken, was liegenbleibt;-) Leider kommt deshalb das Bloggen und Kommentieren bei meinen lieben Blogkollegen total zu kurz, ich hoffe, das wird bald wieder anders…
Unsere Wünsche sind
die Vorboten der Fähigkeiten,
die in uns liegen.
Johann Wolfgang von Goethe
Schau an, auch Herr Goethe kannte bereits das universelle Gesetz der Anziehung und wusste um die Macht unserer Gedanken. Dieser Spruch hat mich heute morgen begrüsst, und wenn ich es nicht schon vorher gewusst hätte, dann ganz bestimmt nach diesem ganz besonderen Wochenende, von dem ich noch ausführlicher berichten werde…
Gegen die Infamien des Lebens sind die besten Waffen:
Tapferkeit, Eigensinn und Geduld.
Die Tapferkeit stärkt
der Eigensinn macht Spaß,
und die Geduld gibt Ruhe.
Hermann Hesse
…manchmal…und natürlich gehören auch Liebe und Humor für mich immer ganz fest dazu…
LÄUFT ALLES NACH WUNSCH? ODER FEHLT NOCH EIN STÜCK ZUM GLÜCK?
Gesundheit?
Entspannung?
Erfolg?
Wohlstand?
Kreativität?
Glückliche Beziehungen?
MACH DAS BESTE AUS DEINEM LEBEN!
An einem Wochenende lernst Du die Grundlagen des Ultramind ESP Systems kennen und nutzen.
Nach nur zwei Übungstagen bist Du in der Lage – innerhalb weniger Sekunden – in einen heilsamen und angenehmen Entspannungszustand einzutauchen. Entwickle Deine mentalen Fähigkeiten, so wie sie seit Jahren im Spitzensport und in der Raumfahrt eingesetzt werden.
Die Ultramind-Technik ist kinderleicht erlernbar.
Keine Vorkenntnisse nötig!
„ES GIBT KEINE GRENZEN, AUßER JENEN, DIE DU DIR SELBST ERSCHAFFST!“
Körperliche und geistige Entspannung befreit Dich von unerwünschtem Stress und schenkt Dir ungeahnte Möglichkeiten positive Energie aufzutanken.
NIMM DEIN LEBEN SELBST IN DIE HAND!
Verbessere und erhalte Deine Gesundheit weit ins hohe Alter.
Steigere Deinen beruflichen Erfolg und Kreativität.
Vertraue auf Deine Intuition und treffe die richtigen Entscheidungen.
Entdecke verborgene Talente und Fähigkeiten und finde Wege sie anzuwenden.
Vertiefe und entspanne Beziehungen mit Familie, Freunden und Kollegen – baue besseres Verständnis und Vertrauen auf.
(kopiert von Gaba’s Homepage)
Am Wochenende findet Gaba’s Ultramind-Seminar in Zürich statt. Ich freu mich schon lange drauf, hab ich bei der lieben Dori schon soviel Positives darüber gehört.
Wer ist denn so spontan und macht noch mit? Hier gehts zur Anmeldung…
„Was ihn so faszinierend und bannend macht, ist schwer zu erklären und vielleicht sollten wir es auch nicht bis ins letzte Detail erklären können, sein Zauber würde vielleicht schwinden…Aber es ist schon diese Mischung, die uns verzaubert hat und die gar nicht recht zu greifen ist.
Das Junge, Freche, Intensive, Künstlerische, Sensible, Verletzliche, Verschmitzte, Sympathische und die Energie, die vom richtigen Lebensweg abstrahlt, und noch viel, viel mehr.
Er ist einfach ein Genuss für Augen und Ohren, und der Blick, den wir auf seine Persönlichkeit werfen dürfen, lässt einen zeitgemässen, supernetten Typen mit viel Tiefgang, künstlerischer Virtuosität und Ausnahmetalent erahnen. Alle sind bis über beide Ohren verzaubert, jeder auf seine eigene ganz spezielle Art und Weise…“
Von wem da so geschwärmt wird? David Garrett, dem ungewöhnlichen (und unglaublich gut aussehenden und erst 28 jährigen) deutschen Weltklasse-Geiger, der Klassik, Rock und noch viele anderen Musikrichtungen miteinander verbindet, das nennt sich „Crossover“ und sowohl die Idee als auch die Umsetzung begeistern mich sehr. Ich hab ihn gestern bei WettenDass gesehen und zu all den Fähigkeiten ist er auch noch total sympathisch und fast ein wenig schüchtern. Nur wenn er seine Geige in der Hand hat, dann fällt sämtliche Schüchternheit von ihm ab, da ist dann nur noch die ansteckende Freude über seine eigene Musik… unbeschreiblich der Gesichtsausdruck, den er dann hat und sehr berührend und mitreissend, man muss unwillkürlich lächeln…was für ein Effekt!
Einmal live dabeizu sein, ein neuer Wunsch auf meiner Wunschliste…
Der Winter,
das ist auch nur eine Erfindung von Leuten,
die sowieso friern.
Gisela Steineckert
Hier liegt auch schon im Dorf Schnee und auf den Strassen, jetzt schon… und wer hat DAS erfunden?
schön sah es aber schon aus, als ich gestern morgen zur Arbeit fuhr, oder? Und am 21.11. macht der Corvatsch auf, es hat die ganze Nacht geschneit und es schneit noch immer…
Bei Iris und bei Bonafilia hab ich dieses Stöckchen gefunden, ich finde es sehr lustig:
Und so funktioniert es:
Bei der Google-Suche einfach “[dein Name] braucht” (immer mit Anführungszeichen eingeben und die ersten zehn Treffer abschreiben – gerne gesehen sind hierzu kleine Anmerkungen, die jedoch nicht unbedingt sein müssen.
Andrea braucht… 3 Männer… ähm, räusper… kein Kommentar, obwohl eigentlich keine schlechte Idee
Andrea braucht…gar nicht sooo viele Sachen, um wunschlos glücklich zu sein. Es müssen nur die RICHTIGEN Sachen sein…
Andreabraucht… Zuspruch in ihrer Lage. Also will denn Google über „meine Lage“ wissen?
Andrea braucht… modische und warme Kleider. JAAA:-) auf jeden Fall, denn es ist wirklich schon sehr sehr kalt hier…
Andrea braucht… keine Haut zu zeigen, um erotisch zu sein. upps…:-)
Andrea braucht… ihre Zeit im Moment für sich… stimmt, brauch ich immer zwischendurch mal.
Andrea braucht … dringend ein liebevolles zu Hause. Ich bin doch kein Haustier
Andrea braucht… sicherlich noch weiter „Personenschutz“. Also ich kann mir ganz gut selber helfen…
Andrea braucht… Schlaf. Stimmt, ich brauch meinen Schlaf, sonst kann ich auch mal nörgelig werden
Andrea braucht… 3 Minuten, um zur Arbeit zu kommen. Im Sommer stimmt das, im Winter sind es doch 10…:-)
Andrea braucht… nen Warnhinweis so in der Art „vorsichtig der Link macht süchtig, bitte fragen sie ihren Mann und Geldbeutel“ *lach-mich-kaputt* zum Glück hab ich meinen eigenen Geldbeutel, dass gewisse Links süchtig machen jedoch ist eher wahr…:-)
Wir tauften ihn Benjamin, der blutjungen sympathischen Kellner, auf die Gefahr hin, dass er vielleicht doch Sebastian heissen möge, was unsere zweite Wahl war. Er erschien uns so jung, dass wir vermuteten, dass er seine Schicht so früh beendete, weil er am nächsten Tag eine Englischarbeit schreiben müsse…
Wunderbar höflich und zuvorkommend schleppte er die Menükarte in Form eines riesigen schweren Holzschildes vor unseren Tisch. „Hähnchenbrustfilet“, las meine Freundin laut und setzte damit bei Benjamin einen Dialog mit sich selbst in Gang, der uns in Erstaunen und Lachen versetzte. Er sagte Dinge, antwortete sich selbst, verbesserte sich, ein wahres Schauspiel.
„Hähnchenbrustfilets, die waren GESTERN richtig lecker… als ich ging… zum Abschied… also die sind heute natürlich FRISCH… also NICHT aufwärmt…“ es wurde immer verworrener, wir konnten uns das Lachen nicht mehr verkneifen, als er mit dem schweren Schild in der Hand murmelnd den Rückzug antrat “ … deshalb haben Sie wahrscheinlich gelacht…“
Nachdem wir unsere Bestellung aufgegeben haben, kam er sicher mindestens 6mal mit irgendwelchen Nach-Fragen an den Tisch: “ Das Wasser, sollte das still sein oder mit Kohlensäure?“ “ Was soll denn als Vorspeise kommen und was als Hauptspeise?“ “ Was soll denn zuerst kommen?“ Beim letzten Mal leitete er die Frage ein mit: “ Jetzt wirds langsam peinlich… ich müsste noch wissen…“ Er kämpfte sichtlich und war dabei von gleichbleibender Freundlichkeit, was hatte dieser Mensch für eine Geduld mit sich selber… bewundernswert.
Trotz aller Fragen oder vielleicht gerade WEGEN all dieser Fragen, bekam er es hin, dass immer nur EINER von uns Dreien etwas zu Essen auf dem Tisch hatte- bestimmt aus Rücksicht, damit sich die beiden anderen ungestört weiterunterhalten konnten;-) – einer bekam Vor-und Hauptspeise ZUSAMMEN und einer bekam GAR KEINE Hauptspeise… Und trotzdem brach keine Panik aus und es blieb eine total ruhige Atmosphäre, wenn man von unseren zwischenzeitlichen Lachanfällen absah… wir hatten schon Muskelkater vom Lachen und wir würden trotz aller Unstimmigkeiten einstimmig dieses Lokal- das es zu seiner Verteidigung erst seit wenigen Wochen gab- weiterempfehlen, das Essen war fantastisch und wir bekamen sogar als Entschuldigung jeder ein feines Dessert offeriert…
Alles geschieht aus Liebe.
Alles zu seiner Zeit.
Am Ende ist alles gut.
Und ist es einmal nicht gut,
dann ist es noch nicht zu Ende.
Diese wunderbaren Worte hat mir die liebe Elisabeth gestern als Kommentar geschickt… An die 1. Zeile glaube ich schon längst ganz fest, an die 2. Zeile sowieso und an die 3. erst recht. Ich hab sie nur noch nie so im Zusammenhang gesehen- und durch die letzten beiden Zeilen wird das Ganze für mich so richtig rund. Wenn etwas noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende… was für ein tröstlicher Gedanke… Vielen Dank!
Die liebe Gaba hat eine wunderbare Blogparade ins Leben gerufen:
Gibt es eine Weisheit, die Dir ganz besonders geholfen hat?
Welche Worte haben bei Dir nachhaltigen Eindruck hinterlassen?
Welches Motto, welche These oder welchen Rat hast Du verinnerlicht?
Gibt es einen Satz, den Du wieder und wieder beherzigst?
Welche Gedanken sind oder waren hilfreich für Dich?
Die Welt ist so, wie Du sie denkst.
Nachdem ich diesen Satz im „Lola-Priznzip“ vor Jahren gelesen hatte, hat sich viel für mich verändert. Vor allem hab ich Eigenverantwortung übernommen, für das was ich denke, für das was ich erlebe und erfahre. Wenn ich etwas positiv sehe, dann ist es für mich auch positiv. Ich kann jederzeit selbst entscheiden, wie meine Welt ist… waoh, wieviele Möglichkeiten eröffnet mir das, mein Leben wunderbar zu gestalten. Und ich verstehe auch, warum die Welt der anderen anders aussieht, sie sehen die Dinge einfach anders als ich und manchmal auch gleich… und damit komm ich zu meinem zweiten wichtigen Satz, der eine der Grundannahmen im NLP ist:
Jedes Verhalten hat eine positive Absicht.
Das ist ein wunderbar kraftvoller Satz. Denn so denke ich über alle Dinge, die mir passieren auf eine positive Art und Weise. Es hat mir schon sehr geholfen, das Verhalten von Menschen (und auch mein eigenes) sehr viel toleranter zu sehen.
Warum begegnet mir jetzt genau DIESER Mensch? Warum passiert mir jetzt diese Sache? Was kann ich draus lernen oder was SOLL ich draus lernen? Was will dieser Mensch Gutes für mich? Was ist das GUTE daran, dass mir das jetzt passiert? Mit diesen Fragen beschäftige ich mich sehr häufig.
Ich lenke dadurch meine Aufmerksamkeit auf Positives, gehe raus aus dem Problemdenken und da Energie der Aufmerksamkeit folgt, sind wir jetzt bei meinem dritten wichtigen Satz angekommen:
Energie folgt der Aufmerksamkeit
und ich bin mir sehr bewusst, dass meine 3 Sätze sehr eng miteinander verwoben sind.
Neulich in der Bahn… eine Horde junger Mädels hört gebannt einer hübschen Blonden zu, die die Geschichte einer Mitschülerin erzählt: „… und dann hat sie gesagt, ihre Familie hat abgemacht, Weihnachten nicht zu feiern. Also keine Geschenke, kein Baum, kein Weihnachtsgebäck und keine Weihnachtslieder hören und singen. Ich finde das sooo traurig. Dass man sich nichts schenkt, ist ja noch ok (hört, hört), aber keine Kekse essen und keine Lieder singen? Das geht doch voll gar nicht. Vielleicht sind das ja Zeugen.“
Da stimmt eine andere sofort ein und sagt: „Ich hatte auch mal ne Zeugin in der Klasse. Die hat nie Geburtstag gefeiert und hat auch nix geschenkt bekommen. Die tat mir immer voll leid, ist ja total deprimierend.“
Eine andere hat die ganze Zeit sinniert und fällt ein: „Also Weichnachten, ich weiss nicht, wir fahren wie jedes Jahr am 24. morgens innen Osten zu meiner Oma, den ganzen Tag im Zug, das ist voll Stress.“
Die weihnachtsbegeisterte Blonde vermittelt: „Das ist bestimmt doch auch schön, wenn Ihr da alle zusammen Weihnachten feiert.“ … und bekommt für ihre positive Ermunterung ein „ja, da hast Du eigentlich recht.“ als Antwort und erzählt dann mit leuchtendem Gesicht und Begeisterung in den Augen: „Also wir feiern immer alle zusammen und die Kinder müssen was aufsagen, ICH zum Glück nicht mehr und dann gehen die Erwachsenen mit einem Vorwand raus, um die Geschenke hinzulegen, ich hab lange nicht kapiert, dass es überhaupt kein Christkind gibt, da war ich sicher schon 14.“ Sie lacht über sich selber und schwelgt sichtlich in Erinnerungen, um dann mit dem Brustton der Überzeugung hinzuzufügen: „Also seit dem Schnee freu ich mich voll auf Weihnachten.“
„Neue Wege findet man nicht dadurch, dass einem gesagt wird, wo’s langgeht, sondern dadurch, dass man in einer liebe-und vertrauensvollen Umgebung Neues riskiert und zu entdecken wagt. Immer wieder haben mir andere Menschen gesagt, wie ich sein sollte (so wie sie natürlich), und oft hat man mir den Vorwurf gemacht, stur zu sein.
Nachdem ich einmal damit angefangen hatte, mich selbst zu lieben und mir selbst zu vertrauen, konnte ich bereitwillig auf neue Möglichkeiten eingehen, wenn mir diese mit Liebe und Verständnis gezeigt wurden. Dies gab mir die Möglichkeit, mein eigenes Tempo und meine Richtung zu finden. Das Wichtigste dabei war die Entdeckung der kleinen Schritte. Ich lernte, dass ich es nicht eilig haben durfte und dass es keine Abkürzungen gab.
Mit neuen Augen zu schauen und neue Möglichkeiten zu entdecken heisst nicht, alles hinter sich zu lassen, was in der Vergangenheit vertraut und angenehm war. Es bedeutet vielmehr, ab und zu Zwischenbilanz zu ziehen. Damit meine ich zu sortieren, was mir bisher geholfen hat, um es beizubehalten; all das, was nicht mehr hilfreich ist, loszulassen und schliesslich Neues hinzuzufügen, soweit ich es noch benötige.
Das Neue kann seinen Platz leichter finden, wenn wir uns darauf einstellen, dass wir erst einmal durch eine Phase von Chaos und Verwirrung hindurchmüssen. Vielen von uns haben sich neue Türen dadurch geöffnet, das wir ohne Warnung in eine traumatische Situation gebracht wurden, die uns gezwungen hat, uns anders als bisher zu verhalten. Für manche Menschen ist das der einzige Anlass für Veränderungen.
Vielleicht müssen wir nicht erst auf Katastrophen in unserem Leben warten. Eine Alternative wäre, uns und unsere vielen Gesichter ganz bewusst mit neuen Augen zu betrachten. Möglicherweise können wir uns verschiedenen Gesichter dazu nutzen, jene noch in uns schlummernden Teile zu unterstützen und ihnen Entfaltungsmöglichkeiten zu geben, sodass sie wachsen und sich verwandeln können.“
Ein Wort ist hässlich,
ein anderes schön.
Ein Wort zum Hören
und eins zum Verstehen
Ein Wort ist mächtig,
denn Worte sind Macht.
Drum gib auf die Worte,
die Du sprichst, Acht.
Ein Wort kann betören
und Dinge verdrehen.
Ein Wort kann Dich führen,
lässt Neues Dich sehen.
Ein Wort kann Dir helfen,
viel zu entdecken,
doch kann ein Wort auch
manches verstecken.
Ein Wort schafft Welten,
Zeiten und Räume.
Ein Wort bietet Dir
bezaubernde Träume.
Ein Wort hilft Dir
in Kummer und Pein,
doch lässt ein Wort
Dich auch oft allein.
Ein Wort bietet Erlösung,
Hilfe und Rat.
Ein Wort macht aber auch
aus dem Kreis ein Quadrat.
Ein Wort wirkt bezaubernd,
wenn Du es hörst.
Doch hörst Du ein anderes,
ist alles zerstört.
Ein Wort kann kalt sein,
bitter, gemein.
Ein Wort ist oft
nicht mehr als Schein.
Ein Wort ist tödlich
wie härtester Stahl
und schmeckt auch mit Süßstoff
nur bitter und schal.
Ein Wort, das Du hörst
prüf es penibel
und werd dem Gehörten
gegenüber sensibe.l
Versuch zu entdecken,
was hinter ihm steckt
Und was der Sager
vielleicht hat bezweckt.
Lerne zu hören,
bevor Du es glaubst,
ehe Dir ein Wort
Deine Hoffnungen raubt.
Höre auf Dein Herz
und nicht auf Dein Ohr
und stelle Dir immer
den Spiegel davor.
Prüfe das Wort,
eh Du es sprichst
ob Du es nicht
schon bald wieder brichst
Und denke daran,
Worte sind Macht.
Darum bitte ich Dich:
Gib auf sie Acht!
„Ich hasse Kaktusse“ , grummelte ich. “ Ich mag sie“, sagte Jedd. „Weisst Du, warum sie so grosse Arme haben?“
„Nein.“
„Wenn ein Kaktus sich auf eine Seite neigt“, sagte er,“wächst ihm auf der anderen Seite ein Arm, damit er wieder gerade wird. Wenn er dann langsam in die Richtung des neuen Armes kippt, wächst ihm auf der gegenüberliegenden Seite einer. Und so weiter. Deshalb siehst Du welche mit achtzehn Armen. Ein Kaktus versucht immer aufrecht zu stehen. Bewundernswert, wenn sich etwas so bemüht, sein Gleichgewicht zu halten.“
Auszug aus J.R. Moehringer, „Tender Bar“
MEIN Thema, Gleichgewicht zu erlangen und zu halten…haben vielleicht deshalb die Kakteen hier meine Aufmerksamkeit erregt, obwohl ich sie nicht wirklich schön finde, aber absolut faszinierend…
Wir kamen mit dem netten und sympathisch aussehenden blonden Herrn am Nebentisch in dieser wunderbaren Strandbar kurz vor Sonnenuntergang ins Gespräch über die gutmütig-ironische Frage, ob die canarischen Kellner „Unfreundlichkeit“ und „Kunden ignorieren “ wohl bereits im 1. Lehrjahr lernen
Nach einer halben Stunde Plaudern und Schweigen im Wechsel platzte es dann völlig unerwartet aus ihm heraus: „Jetzt weiss ich, an wen mich Ihr Mann erinnert.“ Wir guckten beide überrascht und erwartungsvoll…
„Er ist eine Mischung: Bruce Springsteen meets Dr. House.“ Toni mit seinhem Urlaubs-Dreitagebart fühlte sich sichtlich geschmeichelt, obwohl er keine Ahnung hat, wer Dr. House ist und ich diese Serie auch verweigere, aber wenigstens weiss, wie der Typ aussieht.
Der nette Herr fuhr fort: “ Zum Glück ist meine Frau jetzt nicht dabei. Die wäre jetzt weg. Sie steht voll auf Dr. House. So Macho usw, das kommt heute an bei den Frauen, Weicheier sind out.“
Wir konnten nur schweigend und staunend diesem „Ausbruch“ folgen, der von einem freundlichen Lächeln begleitet, auf uns einströmte… Und dann kam es , das Kompliment: “ Naja, umsonst haben sie ja auch nicht so ‘ne tolle Frau, da muss man schon was zu bieten haben…“
Ich bin fast vom Stuhl gefallen, so unvorbereitet traf mich das mit meiner Königspudelstrandfrisur und Salzkrusten am ganzen Körper… einfach süss …